Ich bin leider nicht gut im Zitieren.
Agathe, du hattest nach der "besseren Version" von mir gefragt. Ich kann es schlecht beschreiben. Ich stelle mir vor, dass ich mich gesund ernähre, Sport mache, Energie habe. Es gibt ja solche Frauen. Die backen noch einen Kuchen, wenn sie frei haben, rupfen sie Unkraut im Garten, etc, bewusst gestaltete Zeit. Dass ich "was auf die Reihe kriege". Und dass ich, wenn ich faulenze, dass auch bewusst genießen kann, ohne mich zu schämen.
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Ergebnis 11 bis 20 von 26
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20.07.2017, 12:21
AW: Schlechte Angewohnheiten, Lethargie
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20.07.2017, 12:24
AW: Schlechte Angewohnheiten, Lethargie
Danke für deine Idee... ich arbeite derzeit zwei volle Tage und ab und zu einen Vormittag. Leider lässt sich daran auch nichts drehen, bei meinem Arbeitgeber ist nur vormittags arbeiten nicht drin und damit kriegen wir leider die Kinder nicht betreut. Ich glaube auch, dass die Arbeitszeit momentan gut so ist. Mehr wollte und könnte ich derzeit nicht.
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20.07.2017, 12:26
AW: Schlechte Angewohnheiten, Lethargie
okay
verstehe ich auch irgendwie - Überdosis Nudeln und I-Net
Versuch doch mal dir eine bewusste Auszeit zu nehmen.
Also 2 x die Woche wird bewusst und geplant gechillt.
Keine Ahnung, so Die und Do?
Dafür dann Mo, Mi und Fr halt nicht
Und die Tage, an denen du es dir gibst sind "erlaubt" und "bewusst gewählt"
Ich denke, dann kannst du es besser genießen und hast weniger schlechtes Gewissen (das du m. M. nach sowieso nicht haben müsstest - aber nun )
Versuchs halt mal damit
Ich glaube, wenn du es dir mal wirklich erlaubst, dann löst sich das Problem von selber
Solange du es tust und dich blöd fühlst, verstärkt sich das von selbst
Los es zu und es wird evtl.. uninteressanter?
Ich finde, es zeigt, dass du ein normaler Mensch bist
Du bist Patty, nicht nur die erwachsene Mama und Arbeitnehmerin etc.
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20.07.2017, 12:40
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20.07.2017, 13:12Inaktiver User
AW: Schlechte Angewohnheiten, Lethargie
Wenn du tatsächlich was ändern möchtest, dann nimm dir etwas konkretes vor.
Erst einmal nur eine Sache, die leicht zu bewältigen ist.
Behandle es wie einen Termin für andere - auch wenn er "nur" mit dir selbst ist.
Gibt es denn etwas ganz konkretes, was du machen möchtest?
Wenn es lediglich darum geht, dass du das Gefühl hast, deine Zeit zu verschwenden, dann wird es schwierig.
Du bräuchtest etwas, was du auch benennen kannst und wofür du dir einen Termin machen kannst.
Beispiel: halbe Stunde spazieren gehen oder walken oder joggen, je nachdem wonach dir ist und was dir als nicht zu hohes Ziel erscheint.
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20.07.2017, 13:37
AW: Schlechte Angewohnheiten, Lethargie
Danke für euren Input!
Tatsächlich glaube ich, dass es eine gute Strategie für mich ist, mir kleine Ziele zu setzen. Und wenn diese erledigt sind, mir selbst gestatten, zu faulenzen.
Agathe, du hattest von unstrukturierter Zeit geschrieben. Genau darauf freue ich mich immer so sehr. Nichts zu tun, keine Termine, einfach frei. Und dann ist die Zeit da und will doch irgendwie gefüllt werden. Und dann merke ich, dass eine Struktur meinem Tag sehr gut tut. Man rät das ja auch allen Menschen mit psychischen Problemen: erstmal den Tag strukturieren. Muss etwas dran sein.
Danke Rokeby, dieser Satz gefällt mir gerade ziemlich gut!Ich finde, es zeigt, dass du ein normaler Mensch bist
Du bist Patty, nicht nur die erwachsene Mama und Arbeitnehmerin etc.
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20.07.2017, 14:08
AW: Schlechte Angewohnheiten, Lethargie
Hi patty_b,
ich kann dich gut verstehen, dass sich ggfs ein schlechtes Gewissen einstellt.
Ich habe selbst einen 20 Monate alten Sohn, welchen ich selbst betreue. Ein Wirbelwind wie er im Buche steht ❤️. Also noch nicht mal zwei Kinder und keinen Job.
Wenn er seinen Mittagsschlaf macht, nutze ich die Zeit ebenfalls nicht sinnvoll, sondern sitze wie jetzt 🙈 vor dem Fernseher, lese im Internet und esse Schoki 😃. Alles was mit dem kleinen Mann nicht geht😃. Ich brauch das einfach und wenn mein Freund anruft, stell ich blitzschnell den Fernseher leiser 😬.
Liebe Grüsse und viel Spaß weiterhin beim Chillen mit Nudeln und Internet ,
FDE
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20.07.2017, 17:41
AW: Schlechte Angewohnheiten, Lethargie
Ich brauche das auch und manchmal habe ich eine Überdosis vom Rumhängen und bekomme schlechte Laune.
Mir hat geholfen, dass ich täglich zur Arbeit gehen musste, aber das ist bei dir ja nicht möglich (warum nicht?)
Ein strukturierter Tagesablauf könnte dir vielleicht wirklich helfen, und zwar mit Wecker. Ich kenne das in einem anderen Zusammenhang: als Beispiel hat man immer Freitags von 9 bis 11 seine Gammelzeit. Die muss eingehalten werden, selbst wenn man mal keine Lust hätte. Dafür kann man sich Donnerstags auf Freitag vertrösten.
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20.07.2017, 18:00
AW: Schlechte Angewohnheiten, Lethargie
@Patty: für mich klingt das, was du beschreibst, auch nicht ungewöhnlich.
Ich erinnere mich darüber hinaus auch noch gut an meine Zeit mit kleinen Kindern. Die Fürsorge, Verantwortung, einfach das Geben, so gerne man's tut, können auch mal einen Ausgleich erfordern, "ich-Zeit". Und die ist dann vielleicht einfach Raum zum Durchatmen, nutzlos-Sein, zumal es oft nicht klappt, sich in ein paar Stunden eine geistig oder kulturell oder gesundheitlich anspruchsvolle Tätigkeit auszudenken, selbst wenn man die Energie hätte.
Was vielleicht klappen kann, ist eine Runde spazierengehen bevor du aufs Sofa sinkst. Einfach bißchen Sauerstoff um die Nase. Oder an einem Vormittag Sauna. Aber ich würde mir die Auszeit auf dem Sofa ansonsten auch einfach gönnen.
Lustigerweise war ich besser ausbalanciert, als ich (zunächst in Teilzeit) wieder im Beruf war. Da trug ich wieder schöne Klamotten, konnte mich in gepflegter Umgebung mit Erwachsenen austauschen, fühlte mich produktiv und bekam sogar Geld dafür.
Das sage ich nicht zur Propagierung von schnell-wieder- Beruf, das ist ein anderes Thema, das jedes Elternpaar für sich selbst sehen muss, sondern zur Verdeutlichung der Balance, daß "sogar" Arbeit für mich ein Ausgleich war.
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20.07.2017, 20:13
AW: Schlechte Angewohnheiten, Lethargie
Hallo Patty, du leistest sehr viel!
2 Kleinkinder, TZ Job, Haushalt.
Das ist sehr viel!
Du hast die unstrukturierte Zeit am Sofa mehr als verdient.
Glaub mir, das ist wertvolle Zeit; die du für dich alleine brauchst.
Ich gehe ja schon auf die 50 zu und habe es immer so gehalten, seit ich in den Wechseljahren bin noch viel stärker.
Wenn ich längere Zeit keine vernünftigen Auszeiten habe werde ich unweigerlich krank - HNO Infektion, Blasenentzündung, etc.
Mein Körper reagiert da sehr verlässlich und zwingt mich dann zur Ruhe.
Deshalb- genieße die Zeit auf dem Sofa mit gutem Gewissen - ist allemal besser als eine ständige Rastlosigkeit und Getriebenheit.


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