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  1. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    Auch das mit den Reisen-setzt voraus, man hat vorher den Zündfunken, es anzugehen

    Früher hatte ich einen richtigen Japp , nach XY zu reisen

    Nun, Jahre später wars so, dass nix in mir danach rief

    Ich habe mir aber bewusst vorgenommen, es zu tun, in der Hoffnung, der Hunger kommt beim Essen
    Hallo Twix25,
    ich möchte Dich ermutigen, das zu tun.
    Es gibt noch einen anderen Grund neben dem ersehnten Schub Lebendigkeit, nämlich: Wenn Du es nicht tust, wirst Du es womöglich an dem Tag bereuen, an dem Du unwiderruflich zu alt dafür geworden bist. Die Studien darüber, was Menschen in ihren Todesstunden am meisten bereuen, nennen in der großen Mehrzahl Bedauern über Dinge, die sie NICHT getan haben, statt Dinge, die sie getan haben (- außer "zu viel gearbeitet" ). Wenn Du die Reise machst und Deine Erwartungen nicht erfüllt werden, dann hast Du es immerhin versucht und Dir die Chance nicht versagt.
    Von mir gibt es jede erdenkliche Ermutigung!!!

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    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Vielen Dank
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  3. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber dann gibt es eben Bereiche, da bin ich mehr oder weniger Profi - und da reicht mir Malen nach Zahlen eben nicht. Und ich habe genug Ahnung, um zu beurteilen, wie gut oder schlecht ich bin. Das heißt nicht, daß ich nicht gerne male (immer noch ein Beispiel) - aber (ebenfalls Beispiel) nach ein paar Jahren Kunststudium und auch Technikunterricht wachsen eben Ansprüche und Anforderungen.

    Aber nun gut, sei's drum - eigentlich ging es mir in diesem Strang überhaupt nicht darum, das zu diskutieren. Ich wollte meine Aufbruchsstimmung ausdrücken und mich darüber austauschen - und es ist alles im Fluß, im Wandel, und tatsächlich: da ist sehr viel Motivation!
    Und ich möchte diesen Aspekt trotzdem nochmal aufgreifen, denn er hat sehr viel mit Motivation zu tun!

    Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, sind darin groß geworden und haben unser komplettes Leben danach ausgerichtet.
    Uns selbst ist gar nicht klar WIE oft wir einen Leistungsanspruch in unserem Leben erheben- an uns selbst oder andere.
    Leider auch, weil wir uns beschreiben wollen- eine Identität haben wollen- "ich bin......"
    Wir wollen uns beschreiben und Beschreibungen erfolgt durch Zuordnung, Vergleich und - Bewertung. Und orientiert sich an der Leistungshaltung, die wir alle haben

    Es gibt bei uns fast nichts, was nicht in "gut" oder "schlecht" einsortiert ist.
    Und mal ganz einfach gesprochen, wenn wir selbst das Gefühl haben, wir haben etwas "gut" gemacht- dann gehts uns gut.
    Und leider bewerten wir häuufig etwas als gut, wenn es dem Leistungsgedanken entspricht.

    Letztlich stresst es den Menschen insgesamt auf Dauer sehr -es entspricht nicht der Natur und so leidet der Mensch früher oder später unter diesem Zustand.
    Gerade wenn der Mensch älter wird, wird es schwieriger, denn die Energien lassen nach und die Erfüllung wird immer anstrengender- auch die Frage nach einem "warum" wird immer lauter.

    Du schreibst:
    Und ich habe genug Ahnung, um zu beurteilen, wie gut oder schlecht ich bin.

    Es mag Richtlinien geben- die der Mensch festgelegt hat- und doch findet sich darin auch der Begriff Leistung.
    Denn Du möchtest es doch "gut" machen- vor allem fühlst Du Dich schlecht, wenn das nicht erfüllt wird!
    Das- hat alles mit "Leistung" zu tun- mit einer Messlatte, die hoch hängt und antreibt, bis zum geht- nicht-mehr.

    Man kann dort aussteigen- aber es ist wahrhaftig ein Weg, der gar nicht einfach ist.
    Denn die Motivation ist eine andere und - sie fühlt sich tatsächlich anders an!

    Wenn ich Bilder male um meiner selbst willen- wenn ich es wirklich schaffe, nur aus der Freude am TUN zu malen, dann wird das eine ganz neue Dimension.
    Auch danach- keine Bewertung nach erlernten Massstäben sondern nur die Sinnhaftigkeit im TUN sehen und annehmen können.
    Das wäre es!

    Du schreibst: nach ein paar Jahren Kunststudium und auch Technikunterricht wachsen eben Ansprüche und Anforderungen.
    Das ist Dein Denken und Deine Entscheidung-- kein Naturgesetz

    Es ist wirklich nicht einfach, den Leistungsgedanken in unserem Tun zu erkennen- es ist tief in unser Leben eingeflochten.

    Ich kann mich hexe und dem Sport insofern anschließen, als dass ich schon immer Sport gemacht habe und in den letzten Jahren mehr und mehr erkannt, wie leistungsbezogen ich das durchgeführt habe.
    Es ging immer darum, etwas zu erfüllen- die Zeit, den mir vorgenommenen Ablauf (3x die Woche), usw.
    Hatte ich das erfüllt, ging es mir gut (kurioserweise selbst dann, wenn es mir körperlich gar nicht so gut danach ging)- denn ich hatte ja das "Soll" erfüllt!

    Heutzutage jogge ich auch, aber aus Freude an der Bewegung. Mal ganz langsam- mal nur eine kleine Runde- mal auch nicht, wenn mein Gefühl sagt "ich will heute nicht"...und alles- fühlt sich gut an!
    Allerdings ist es ein anderes "sich gut fühlen".

    Und das finde ich sehr wichtig- dass die Motivation durchaus von dem Ergebnis abhängen kann und es ein Weg ist, mit der eigenen Bestätigung zufrieden zu sein!

    Wir sind es gewohnt mti unseren Ergebnissen nach außen zu gehen- wir wollen uns spiegeln und definieren und dann hören, wie gut wir sind.
    Also machen wir und danach erzählen wir von uns......bei Freunden, im Job, in der Familie.......was wir alles "geschafft" haben.
    Und wenn wir Lob, Anerkennung, vielleicht ein "wahnsinn, was du alles machst" hören-- dann fühlen wirs uns GUT!
    Und seien wir auch ehrlich- wer ist schon frei von dem Wunsch, Anerkennung von anderen zu erhalten?

    Und da sich Anerkennung, Lob und Beachtung serh gut anfühlt- ist die Motivation, das auch zu erhalten, hoch!

    Wer sich da heraus zieht- der wird spüren, dass die Motivation eine andere wird.
    WEnn ich nicht mehr mit meinen Ergebnissen in der Gesellschaft "punkten" kann- und die Bestätigung nur noch aus mir selbst ziehen muss........wirds schwierig

    Vielleicht sind manche Menschen nicht mehr auf dem Weg die Motivation der Leistungsgesellschaft zu erfüllen- weil es zu anstrengend geworden ist- haben aber noch nicht den Weg zu sich selbst gefunden?
    Noch nicht die Kraft gefunden, sich selbst zu genügen und einfach mit dem glücklich zu sein, was sie tun?

    Da kann der Verlust von fehlender Motivation schon sehr irritieren!

  4. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    ...
    Geändert von Inaktiver User (16.07.2017 um 14:15 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich tanze, dann reicht es mir nicht, mich im Takt der Musik zu wiegen oder auch neben dem Takt, sondern dann will ich, daß diese Scheiß-Drehungen auch funktionieren. Und wenn die Füße bluten, bis sie es endlich tun. Dann bin ich zufrieden - auch, wenn es außer mir niemand sieht. Und dazu stehe ich, und damit bin ich mit mir im Reinen.
    Und doch bleibt die Frage "warum?".
    Meiner Erfahrung nach - wenn man tiefer hinschaut- landet man doch bei dem Thema Leistung.
    Dieses "ich mache das für mich" ist sehr oft sehr gut maskiert.

    Sich die Füße blutig zu tanzen- soll das allen Ernstes DIR entsprechen?
    Du gehst dabei über Deinen Körper hinweg......das ist doch keine Einheitlichkeit von Körper und Seele!

  6. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    ...
    Geändert von Inaktiver User (16.07.2017 um 14:15 Uhr)

  7. gesperrt

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    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sich die Füße blutig zu tanzen- soll das allen Ernstes DIR entsprechen?
    Du gehst dabei über Deinen Körper hinweg......das ist doch keine Einheitlichkeit von Körper und Seele!
    ich kenne durchaus Leute, denen ein solches Verfahren entspricht.

    Das sind dann aber durchausjene Leute, die sorgfältig aufpassen müssen, solche Dinge nicht allzu oft zu tun, bzw sich die nötige Ruhe dazuwischen zu gönnen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Dennoch habe ich in vielen Bereichen aber eben doch Ehrgeiz, ja, ich möchte Dinge gut tun. Und das ist mir wichtig. Nicht mal für die Bewertung durch andere (!), sondern weil es mich persönlich nicht befriedigt, es irgendwie zu machen.
    Solange du nicht den Anspruch hast "schon der erste Versuch muss perfekt sein", sondern dir das Lernen in Geduld erlaubst - ist das ja in Ordnung.

    und wenn du ansonsten fühlst gerade nicht genug zu leben... nun, es gibt hunderttausend Dinge, in die man mal reinschnuppern kann, nur aus Neugier, und womöglich bleibt man irgendwo hängen.

    gruss, barbara

  8. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ich kenne durchaus Leute, denen ein solches Verfahren entspricht.

    Das sind dann aber durchausjene Leute, die sorgfältig aufpassen müssen, solche Dinge nicht allzu oft zu tun, bzw sich die nötige Ruhe dazuwischen zu gönnen.
    Es ist eine Sache von Definition.
    Destruktive Muster haben auch eine "Entsprechung" und wenn man der folgt, dann ist man "einheitlich"- das kann man natürlich so sehen.
    Wie auch ein Suchtkranker erst mit seinem Stoff einheitlich ist.

    Wenn der Körper nur noch Mittel zum Zweck ist- kann man dennoch schwerlich von "Einheit" sprechen (Ruhe dazwischen maskiert ja nur die Zerstörung, die darin liegt und macht es vom Inhalt nicht besser).

    Sich selbst wirklich kennen zu lernen ist schwierig und wo man Ansichten, Überzeugungen etc übernommen hat oder wo es eigene gibt- ist ganz schwer auszumachen.
    Schon sich in-Frage-stellen kommt für viele Menschen nicht in Frage, da sie Angst vor Identitätsverlust sind-- denn WER bin ich sonst?

    Die Definitionen für das eigene Leben muss letztlich jeder für sich selbst finden.

  9. gesperrt

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    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Blutige Füsse heilen wieder. ^^

    Ich würde jetzt diese Mentalität nicht zu einer Krankheit umdefinieren wollen. Es gibt halt Menschen, deren Naturell es ist, ständig auf Vollgas zu sein, wozu sie auch gewisse Kollateralschäden in Kauf nehmen. (auch jene, die es lieber gemütlich nehmen, nehmen Kollateralschäden in Kauf.. einfach andere)

    und ja, der Körper ist ein Mittel zum Zweck - zum Zweck, Erfahrungen zu machen - er ist doch kein Selbstzweck.

    Wobei es durchaus sinnvoll ist, wenn man erst mal weiss, welche Zwecke man hat und was man erreichen will, auch dafür zu sorgen, dass das Instrument, mit dem man diese Zwecke erreichen kann, nicht gleich sofort kaputt macht, sondern es pflegt und wartet.

    Gerade langfristig erfolgreiche Spitzensportler sind sehr gut darin, immer die Balance zu finden von "Grenzen suchen, Grenzen überschreiten" und "für sich sorgen". Dass die während einem Wettkampf alles geben, widerspricht nicht der Tatsache, dass sie zwischen der Saison sich die notwendigen Ruhezeiten schenken.

    Man kann Zerstörung - also zB körperliche Belastungen - durchaus in Kauf nehmen, wenn man der Auffassung ist, dass das zu erreichende Ziel es wert ist.

    Im leben geht es doch nicht in erster Linie darum, sich selbst möglichst gut zu erhalten?

    gruss, barbara

  10. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    ...
    Geändert von Inaktiver User (16.07.2017 um 14:15 Uhr)

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