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  1. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Loving: dein Hauptproblem scheint doch der Mangel an Fokussierung zu sein. Anstatt etwas anzufangen und auch abzuschließen, prokrastinierst du lieber.

    Die Angst davor, dass etwas "nichts wird", kenne ich auch gut, aber wenn man gar nicht anfängt, wird es erst recht nichts 😎. Und selbst Profis machen zwischendurch mal ein Basistraining...

    For something completely different könntest du mal "Dinge geregelt kriegen" von Sascha Lobo und Kathrin Passig lesen, da geht es um den (humorvollen) Umgang mit dem Thema Prokrastination.
    Eigentlich habe ich gerade gar kein Problem. Ich hatte nur das Bedürfnis nach Austausch.
    Und nein, oder vielmehr ja: Prokrastination ist auch eine meiner Baustellen, so wie die ganz vieler (ich möchte behaupten: aller) Menschen.

    Aber das, was mich aktuell umtreibt, ist wirklich von einer ganz anderen, tieferen Qualität. Aber es ist schwer, ein Gefühl rüber zu bringen.
    Und ansonsten hast Du völlig recht: wenn ich mich nicht heran wage, wird es auch nicht besser.

    Das Buch kenne ich - und schätze ich sehr!

  2. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zum Lernen/neu anfangen/verbessern: doch, wenn man es zulässt, ändert sich tatsächlich irgendwann der Anspruch "nur der/die Beste zu sein ist gut genug".

    Ich habe früher Leistungssport gemacht und dann lange keinen Sport (wie ich es verstehe gg) außer lange Wanderungen und mal bissl hier und da Gymnastik etc. Die Wiederaufnahme der sportlichen Betätigung vor knapp drei Jahren hat mich ehrlich Überwindung gekostet, denn "ich bin ja total ausser Form" (logisch!).

    Und was soll ich sagen; ich ziehe meine Befriedigung heute nicht mehr aus dem Ergebnis an sich (sei es Zeit, Einheiten, was immer) sondern aus dem Erschöpfungszustand hinterher (klingt das bescheuert gg), bzw. der Tatsache, dass ich immer mehr schaffe, mich immer besser fühle. Ich BRAUCHE keine Konkurrenz mehr, keinen Leistungsdruck.

    Anderes Beispiel: immer noch mein Traum vom Klavierspielen, Habe vor ca zehn Jahren mal angefangen und dann aufgrund diverser Einschränkungen (viele Anforderungen in Beruf und Familie, Krankheit etc.) keinen Dreh gefunden. Das Klavier wieder verkauft.

    Und zwei Jahre später wieder eins gekauft. Das ich mal nutze, mal nicht. (Je nachdem wie eingeschränkt ich mit meinem Daumensattelgelenk bin) Aber dieses Klavier wird bei mir bleiben, weil mir schon mein dilettantisches Geklimper so viel bringt. Das Gefühl, etwas Neues zu tun. Die Beschäftigung mit Musik. Das Gefühl etwas zu lernen, was - wie ich mittlerweile festgestellt habe - eigentlich eine MEINER großen Motivationen im Leben ist.

    Nur nicht mehr im "höher schneller weiter" Modus. Sondern im "oooh, klingt interessant, will ich wissen/machen/probieren" Modus.

    Und so mach ich Sport - aber keinen Hochleistungssport.
    Ich "lerne Klavier" - wenn man das so nennen kann gg.
    Ich erweitere meine Fremdsprachenkenntnisse.

    Und all das in MEINEM Tempo.

    Hab ich das Gefühl lebendig zu sein? Ich würde sagen ja, aber ich glaube nicht, dass ich das Gleiche darunter verstehe, wie so einige hier.

    Für MICH liegt das Glück nicht im Rausch. Nicht im Adrenalinschub. Aber auch ich brauche das Gefühl, mein Leben sei erfüllt. Ich glaube, dieses Gefühl brauchen wir alle.

    (Und nun hab ich mich verzettelt. Es gäb ncoh viel was ich schreiben wollte, aber ich glaub das wird zu wirr..)

  3. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    hexe-38:
    Ich verstehe ganz genau, was du sagen willst, denn mir geht es ganz genau so! Nicht Rausch, sondern Erfüllung.
    Der Weg ist tatsächlich das Ziel, so banal das klingen mag.

  4. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe früher Leistungssport gemacht und dann lange keinen Sport (wie ich es verstehe gg) außer lange Wanderungen und mal bissl hier und da Gymnastik etc. Die Wiederaufnahme der sportlichen Betätigung vor knapp drei Jahren hat mich ehrlich Überwindung gekostet, denn "ich bin ja total ausser Form" (logisch!).

    Und was soll ich sagen; ich ziehe meine Befriedigung heute nicht mehr aus dem Ergebnis an sich (sei es Zeit, Einheiten, was immer) sondern aus dem Erschöpfungszustand hinterher (klingt das bescheuert gg), bzw. der Tatsache, dass ich immer mehr schaffe, mich immer besser fühle. Ich BRAUCHE keine Konkurrenz mehr, keinen Leistungsdruck.
    Hexe, Dein Beitrag gefällt mir sehr und ich glaube, da liegt für viele der Hase im Pfeffer. Macht man etwas, weil genau dieses Machen einen befriedigt und glücklich macht oder macht man etwas, um dadurch die Beste, die Schnellste oder Schönste oder sonstewas zu sein?

    In DER Richtung gingen meine Gedanken auch bei dieser Aussage von Dir, LovingLanval:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Zum anderen, und das ist noch wesentlicher: Es gibt Dinge, die sind mir wirklich wichtig - gerade das aber führt auch zu einer Scheu, sich ranzuwagen, weil das Scheitern zu schmerzhaft wäre. Weil Mißerfolge auf dem Weg nicht vermeidbar sind. Und diese Dinge sich auch mit Mühe verbunden.

    Ich bin eben auch Perfektionistin. Und ich kann es lieben, zu malen (nicht ich, als Beispiel), aber mich doch nicht ranwagen, weil Bilder notwendigerweise auch mißlingen. (Was dazu führt, daß ich den Pinsel heulend in die Ecke schmeiße.) Weil ich nicht zufrieden mit den Ergebnissen bin. Weil sie anderen nicht gefallen könnten. Und wenn ich dann vielleicht sogar damit Geld verdienen will, dann ist die Hemmung noch größer.
    Vor allem aber, weil es mir einfach zu wichtig ist, ich aber auch zuviel Ahnung davon habe, um schlecht zu sein, um mich mit mittelmäßigen Ergebnissen zufrieden zu geben.
    Ich hatte zunächst gedacht, dass Du Malen möchtest, weil Dir dieses Hantieren mit Farben gefällt und das Schaffen dieses eigenen kleinen Mikrokosmos namens Bild. Du aber schreibst, Du hast Angst davor, dass es anderen nicht gefallen könnte, dass das Ergebnis mittelmäßig werden könnte.

    Da würde ich mal genauer hinsehen. Ist das Malen eventuell nur ein Mittel, um Anerkennung zu bekommen? Dann ist vielleicht das Malen gar nicht der richtige Weg. Dann lohnt vielleicht die Überlegung, was Dir diese Anerkennung denn bringt.

    Ich finde, das größte Glück ist, wenn man etwas macht, bei dem man nur seinem eigenen inneren Bedürfnis nachkommt und es einem völlig wuppe ist, was andere davon halten. Die Kunst dabei ist, herauszufinden, was das ureigenste innere Bedürfnis ist. Das ist uns leider viel zu oft im Laufe unseres Lebens abhanden gekommen und das gilt es wiederzufinden unter all dem Müll, den man so verinnerlicht hat.

  5. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Guten Morgen!

    Ich bin gerade dabei, zu machen - und mich ganz unvollkommen und unfertig zu zeigen.

    Hexe, das was Du schreibst über früher und jetzt, Leistungssport und nun einfach Freude ohne Druck, das kann ich durchaus nachvollziehen - und ich finde es sehr schön! Und es gibt durchaus auch Bereiche, wo ich das kann.

    Ich lerne auch prinzipiell unheimlich gern. Und ich will auch nicht immer und unbedingt und schon gar nicht gleich die Beste sein.

    Was ich ausdrücken wollte, war ein gewisser Anspruch an mich selbst - etwas schlecht oder mittelmäßig zu machen, befriedigt mich nicht. Jedenfalls will ich es so gut machen kann, wie ich es können kann. Ist aus irgendeinem Tanzfilm: "der beste Tänzer sein/werden, der man sein kann".

    Wobei ich auch diesen Anspruch nicht überall habe. Fremdsprachen: es reicht mir, wenn ich mich im Urlaubsland passabel ausdrücken kann. Ich strebe keine Karriere als Fremdpsrachenkorrespondentin an. Und es macht mir einfach Spaß, Neues zu lernen - zu entdecken, zu begreifen, aber dann eben auch: zu können. Ich kann gerne.

    Aber dann gibt es eben Bereiche, da bin ich mehr oder weniger Profi - und da reicht mir Malen nach Zahlen eben nicht. Und ich habe genug Ahnung, um zu beurteilen, wie gut oder schlecht ich bin. Das heißt nicht, daß ich nicht gerne male (immer noch ein Beispiel) - aber (ebenfalls Beispiel) nach ein paar Jahren Kunststudium und auch Technikunterricht wachsen eben Ansprüche und Anforderungen.

    Aber nun gut, sei's drum - eigentlich ging es mir in diesem Strang überhaupt nicht darum, das zu diskutieren. Ich wollte meine Aufbruchsstimmung ausdrücken und mich darüber austauschen - und es ist alles im Fluß, im Wandel, und tatsächlich: da ist sehr viel Motivation!

    Ich wünsche euch allen einen schönen Tag!

    LL

  6. gesperrt

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    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was ich ausdrücken wollte, war ein gewisser Anspruch an mich selbst - etwas schlecht oder mittelmäßig zu machen, befriedigt mich nicht. Jedenfalls will ich es so gut machen kann, wie ich es können kann. Ist aus irgendeinem Tanzfilm: "der beste Tänzer sein/werden, der man sein kann".
    ein langfristiger Anspruch an sich selbst widerspricht doch nicht kurzfristigem Experimentieren und Ausprobieren. Auch ein Spitzenkoch wird sich immer wieder mal fragen "kann dies oder das denn funktionieren?" - und auch der weiss das auch erst, nachdem er das Experiment gemacht hat. Und auch gelegentlich mal für die Tonne gekocht hat.

    Von sowas wie "Malen nach Zahlen", also dem gedankenlosen Nachvollziehen einer vorgegebenen Vorlage, war allerdings nie die Rede.


    Ich wollte meine Aufbruchsstimmung ausdrücken und mich darüber austauschen
    na dann fröhliches Aufbrechen! Gelingt es denn so, wie du es dir wünschst?

    gruss, barbara

  7. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Guten Morgen!

    Aber nun gut, sei's drum - eigentlich ging es mir in diesem Strang überhaupt nicht darum, das zu diskutieren. Ich wollte meine Aufbruchsstimmung ausdrücken und mich darüber austauschen - und es ist alles im Fluß, im Wandel, und tatsächlich: da ist sehr viel Motivation!

    Ich wünsche euch allen einen schönen Tag!

    LL
    Tja, da isses wieder - ich hatte ja geschrieben ich hab mich verzettelt gg. Von Hütchen auf Stöckchen gekommen und den Ausgangsbeitrag völlig vergessen dabei. Sorry, aber wenn ich erstmal im Schreiben bin geht es oft mit mir durch.

    Aufbruchstimmung... ja, ich weiss was du meinst. Auf der einen Seite "hin zu neuen Ufern" mit all der Begeisterung und Vorfreude - und im Hinterkopf "bääh, da draussen isses anders, wer weiss ob das gut geht"; so fühlt sich Aufbruchstimmung jedenfalls bei mir an. Freude und Bibbern - und anteilsmäßig wechselnd im Viertelstundentakt. Ich habs nicht so sehr mit Veränderungen, noch nie gehabt.

    Ich muss mich zwingen, Veränderungen anzugehen. Weil ich mein Leben mag, wie es ist. Weil ich mich in meinem Leben wohl fühle, sehr wohl sogar.

    Und ich zwinge mich in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen dennoch dazu. Weil es das Hirn jung hält, mal aus der "comfort zone" rauszukommen. Und weil man meist etwas dazu lernt - nicht zuletzt etwas über sich selbst.

  8. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Auch ich kenne sie, diese Sehnsucht nach Lebendigkeit, Funkeln, Morgens-aus-dem-Bett-springen mit dem Gefühl köstlicher Vorfreude auf das, was der Tag Spannendes bringen wird,...
    Gründe, weshalb diese Momente bei den meisten im Laufe des Lebens weniger werden: Auch das tollste Leben wird irgendwann (wenngleich schöne) Gewohnheit, wir sind in Alltag und Routinen eingebunden, die Premieren werden im Laufe der Zeit weniger, auch in der besten Beziehung werden die Schmetterlinge durch andere Qualitäten abgelöst, wir haben vielleicht auch schon viel Schmerz erlebt oder erleben ihn noch, so dass Leichtigkeit kaum eine Chance hat....

    ABER da ist diese Sehnsucht nach dem Funkeln! *seufz*

    Das ist meine persönliche Funkel-Apotheke:
    • Reisen in exotische Länder u./o. auf exotische Arten: Dabei "spüre" ich die Buntheit und Lebendigkeit der Welt viel mehr als zuhause, wo ich im Alltag mit Tod und Krankheit (und entsprechender Energie) konfrontiert bin. Dieser Lebendigkeits-Kick hält bei mir zuhause noch länger an, und wirkt v.a. auch in Rückschau und Erinnerung.
    • Premieren: Wenn ich etwas zum ersten Mal tue, notiere ich das in meinem Tagebuch, und am Ende des Jahres schreibe ich diese Punkte nochmal für meine Jahresbilanz zusammen. Zu sehen, was ich in einem Jahr alles neu gelernt/gemacht/probiert habe, gibt mir einen Lebendigkeits-Kick. Manchmal überwinde ich mich auch bewusst dazu, meine Komfortzone zu verlassen, und dann fühlt sich die Premiere besonders gut an. Ja, ein Tandem-Fallschirmsprung mag etwas Oberflächliches sein, aber mir gibt so etwas einen Kick, der über den Augenblick hinaus wirkt. Es können aber auch ganz banale Dinge sein: Etwas zum ersten Mal gegessen, getan, richtig verstanden, etc. - Betonung auf "zum ersten Mal"!
    • Manchmal gelingt es mir auch mit Kleidung, aber noch nicht so oft. Da muss ich zuvor schon in einer gewissen Grundstimmung sein. Wenn ich dann kräftige oder knalligere Farben tragen, vielleicht noch etwas (moderat) Glitzer, dann wirkt das entsprechend auf mein Gemüt.

    Hm, mehr fällt mir gerade nicht ein.
    Habt Ihr noch weitere Ideen?

  9. User Info Menu

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Das hast du gut beschrieben

    Auch das mit den Reisen-setzt voraus, man hat vorher den Zündfunken, es anzugehen

    Früher hatte ich einen richtigen Japp , nach XY zu reisen

    Nun, Jahre später wars so, dass nix in mir danach rief

    Ich habe mir aber bewusst vorgenommen, es zu tun, in der Hoffnung, der Hunger kommt beim Essen
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

  10. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was ich aktuell sehr bewußt wieder fühle und lange schmerzhaft vermieden habe: Ich brauche mehr zu tun. Ich muß und möchte mehr tun, aktiver leben, meine Träume leben. Und: nicht mehr ins Bett gehen, wenn ich nicht müde bin.

    Tja... Kann jemand damit etwas anfangen? Ich weiß gar nicht so genau, was ich jetzt hören möchte. Keine Ratschläge - aber Austausch, das wäre schön! Vielleicht geht es ja noch jemand so?

    Philosophische Grüße

    LL
    ich glaube es gehört zum zeitgeist das man den sinn des lebens sucht, seinem leben sinn geben will und sein leben sinnvoll und selbstverwirklichend leben will.
    meiner meinung nach liegt das an zuviel freizeit und freiheit. darum sind oft schwer arbeitende bauern in den anden viel zufriedener und glücklicher - weil sie gar keine zeit haben sich über sowas gedanken zu machen welche tätigkeit sinnvoll wäre, denn sie haben nur zeit sinnvolles zu tun, nämlich das notwendige.

    zeit ich kaum noch energie und zeit habe mich zu selbstverwirklichen oder die welt zu retten bin ich viel zufriedener. nicht weil ich tolle hobbies habe, sondern weil meine alltagstätigkeiten wichtig, notwendig und damit sinnvoll sind. für mehr ist fast keine zeit.

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