Entweder eine Veränderung zu etwas (neue Hobbies, Studium) oder von etwas weg (Scheidung). Ich hatte oft das Gefühl, mich befreien zu müssen. Jetzt bin ich frei, auch glücklich, aber unmotiviert. Vielleicht ist es auch nur eine ganz ungewohnte Lebensweise für mich. Fast 50 Jahre kämpfen und jetzt ist Frieden und ich fühle mich ungewohnt.
Ich nehme mir deinen Tip von unten zum Herzen und fahre mal in einen solchen Park. Ich war schon in vielen, auch Disney World, den Kindern zuliebe. Mir liegt es nicht so, aber irgendwie könnte mich das aufrütteln.
Genau...:(Die Frage "was will ich?" ist gar nicht so einfach, wenn äußerer Druck wegfällt und es nur noch um einen selbst geht.
Vielleicht ist es das auch bei mir. Kein Kämpfen mehr, nur SO möchte ich nicht weiter leben. Verlieben will ich mich aber nicht mehr.Vielleicht auch, weil die Verbindung zum Jetzt (zumindest für mich) eher das Gefühl von Ruhe bringt und das Gefühl von Lebendigkeit etwas anderes ist.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 104
-
10.07.2017, 16:52Inaktiver User
AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.
-
10.07.2017, 19:02Inaktiver User
AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.
Ein halbes Jahrhundert kein Stillstand - immer eine Aufgabe, die erfüllt werden musste- äußere Dringlichkeiten, denen man gefolgt ist- Sinnfindung in Erfüllung von Aktionen.
Wie soll es sich nicht fremd, ungewohnt, leer, un-lebendig anfühlen, wenn die "Aufträge" ausbleiben?
Wenn der Sinn verloren ist, weil von außen nichts mehr antreibt?
Wenn man wie im Startblock steht und keiner drückt mehr ab und sagt "los gehts......"
Es muss gelernt werden.
Die Ruhe zu er-leben, die Stille zu er-tragen und das Gefühl der Erfüllung ganz nur aus sich zu spüren.
Den eigenen Kern entdecken und eine Zufriedenheit finden, die satter macht als jede Beschäftigung im außen.
Es gibt soviel mehr Ebenen als wir zu kennen meinen.
Es ist ein Weg zu Dir- und nicht mehr ein Weg, den Du für einen anderen gehst.
-
10.07.2017, 19:07
AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.
Kenzia, das hast du passend formuliert und ich "weiß" das auch mittlerweile
Dennoch vermiss ich mich aus der Zeit da-vor!
Ein Gefühl, was erst noch betrauert, verabschiedet ? werden muß
Es wird Zeit für eine neue Signatur
-
10.07.2017, 19:39Inaktiver User
AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.
Lebensweisheit a la Kara_Thrace: für die Dinge, die einem wirklich wichtig sind, findet man in der Regel immer Raum. Die anderen sind halt dann nicht so wichtig, haben eher die Kategorie "man müsste mal...". Du kannst sowieso nie alles gleichzeitig machen. Und ich wette mit dir, dass du unterm Strich nur marginal mehr umgesetzt kriegst, wenn du zwar deinen Schlaf reduzierst, aber nicht die echte Leidenschaft für die Dinge entwickelst. Also stress dich nicht mit einer langen Liste von Dingen, die "man mal machen müsste", sondern such dir zum Einstieg was, das überschau- und umsetzbar ist.
-
10.07.2017, 20:23Inaktiver User
AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.
Die Frage ist doch auch, ob Du das überhaupt willst?
Vielleicht möchtest Du so weiter leben und dann schau Dich doch um- gerade im Ehrenamtsbereich gibts soviel zu tun!
Du könntest mehr Aufgaben bekommen als Du bewältigen kannst
Es gibt kein "muss"- Du darfst doch selbst entscheiden, wie Du leben möchtest.
-
10.07.2017, 22:47
AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.
Es wird Zeit für eine neue Signatur
-
10.07.2017, 23:09
AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.
ich habe einige Dinge im Leben, die ich tue - ziemlich viele, sogar
- aber es gibt auch immer neue Dinge, um die ich rumschleiche... und ja, auch nicht unbedingt mich gleich traue.
Seit einiger Zeit erhöhe ich konsequent jene Dinge, die ich gern mache, und minimiere jene, die ich nicht mag. auf die Dauer macht das doch einen grossen Unterschied.
gruss, barbara
-
10.07.2017, 23:20
AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.
ich hatte ein paar Jahre lang eine schwierige Phase. Inzwischen ist glücklicherweise die Magie dabei, ins Leben zurück zu kehren. Aber es sind nicht mehr diese grossartigen Höhenflüge der Jugend, es ist alles gesetzter, ruhiger geworden.
ich habe ein gutes reiches Leben, aber diese Höhenflüge fehlen mir auch. Allerdings habe ich in der Zwischenzeit eine Menge an Subtilität und Kultiviertheit gewonnen, das ist auch was wert.
und doch, es gibt noch eine Menge Dinge, die ich erleben und tun will. Einige davon sind absehbar und ich freue mich darauf :-)
gruss, barbara
-
11.07.2017, 09:46Inaktiver User
AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.
Guten Morgen!
Ich beginne mal mit obigem Zitat, denn das trifft mein Gefühl am besten.
Ja, es geht auch um lebendig-sein. So wie manche es oben auch beschrieben.
Ich mag kein so ruhiges Leben führen. Das ist ja eine zeitlang ganz entspannt, aber ich bin ein exzessiver Mensch, und ich will LEBEN, mit jeder Faser meines Körpers. Das schließt die Ruhephasen durchaus mit ein. Aber lebendig will ich dabei sein!
Was das angeht:
Ich weiß durchaus, was Du meinst - aber das hat eine andere Qualität. Jemand schrieb ja auch weiter oben: Das, was einem wirklich wichtig ist, dafür findet man Zeit und Motivation. Nicht zwangsläufig.
Zum einen neige ich zu depressiven Strukturen - das bremst auch gelegentlich. Die kommen aber eher aus Phasen der Unerfülltheit und Unterbeschäftigung - nur ist es um so schwerer, sich aufzuraffen, je länger man in diesem Zustand verharrt hat.
Zum anderen, und das ist noch wesentlicher: Es gibt Dinge, die sind mir wirklich wichtig - gerade das aber führt auch zu einer Scheu, sich ranzuwagen, weil das Scheitern zu schmerzhaft wäre. Weil Mißerfolge auf dem Weg nicht vermeidbar sind. Und diese Dinge sich auch mit Mühe verbunden.
Ich bin eben auch Perfektionistin. Und ich kann es lieben, zu malen (nicht ich, als Beispiel), aber mich doch nicht ranwagen, weil Bilder notwendigerweise auch mißlingen. (Was dazu führt, daß ich den Pinsel heulend in die Ecke schmeiße.) Weil ich nicht zufrieden mit den Ergebnissen bin. Weil sie anderen nicht gefallen könnten. Und wenn ich dann vielleicht sogar damit Geld verdienen will, dann ist die Hemmung noch größer.
Vor allem aber, weil es mir einfach zu wichtig ist, ich aber auch zuviel Ahnung davon habe, um schlecht zu sein, um mich mit mittelmäßigen Ergebnissen zufrieden zu geben.
Oder ein viel harmloseres Beispiel: ich lerne gerne Fremdsprachen. Ich spreche im Urlaub gerne die Sprache des Landes. Aber das ist auch mit Mühe verbunden. Wenn ich erst mal wieder regelmäßig rangehe, habe ich viel Spaß und Freude daran - aber es kann eine ziemlich unüberwindbare Aufgabe sein, den Schreibtisch aufzuräumen und das Lehrbuch aufzuschlagen. (Dafür habe ich eine Lösung gefunden: ich arbeite/lerne morgens im Bett.
Läuft!)
So, nun muß ich tatsächlich mal was arbeiten...
LL
-
11.07.2017, 09:56
AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.
zum Lernen gehört, als Erstes, dass man sich erlaubt, Anfänger zu sein. Dass man sich erlaubt, Dinge erst mal schlecht zu machen.
Und dass man die Ansprüche an sich entsprechend stellt. Also nicht "ich kauf jetzt eine professionelle Leinwand und zaubere ein super Bild", sondern "ich nehm etwas Altpapier und Farbe und schmier einfach mal ein bisschen drauf herum, nur so zum Spass. Mal gucken was passiert."
Die Fokussierung aufs Ergebnis ist wirklich eine grosse Bremse. Man kann sich auc hauf den Prozess fokussieren. zB einen Wecker stellen, eine Viertelstunde oder eine halbe Stunde, und in dieser halben Stunde einfach mal tun, was immer man kennen lernen will. Schlecht malen. Schlecht singen. mit grausamem Akzent fremdsprachige Gedichte aufsagen... aber es tun.Und ich kann es lieben, zu malen (nicht ich, als Beispiel), aber mich doch nicht ranwagen, weil Bilder notwendigerweise auch mißlingen. (Was dazu führt, daß ich den Pinsel heulend in die Ecke schmeiße.) Weil ich nicht zufrieden mit den Ergebnissen bin. Weil sie anderen nicht gefallen könnten.
immer schön eins am andern. Man kann die Haut des Bären erst verkaufen, nachdem er geschossen wurde.Und wenn ich dann vielleicht sogar damit Geld verdienen will, dann ist die Hemmung noch größer.
Wer will, dass womöglich eines Tages gute oder sehr gute Ergebnisse entstehen, muss akzeptieren, dass es in der Zwischenzeit eine Phase gibt, wo man so mittelgut ist.Vor allem aber, weil es mir einfach zu wichtig ist, ich aber auch zuviel Ahnung davon habe, um schlecht zu sein, um mich mit mittelmäßigen Ergebnissen zufrieden zu geben.
Was in dieser Phase geschieht, muss man ja anderen Leuten nicht zeigen, das kann man auch in der Schublade oder im Abfalleimer verschwinden lassen.
Ich empfehle, wieder einmal, das wunderbare Buch "der Weg des Künstlers" von Julia Cameron. Da geht es im Detail um die Blockierungen, die Leute so haben, und wie man sie auflösen kann.
gruss, barbara



Zitieren
