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  1. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Was war denn die Motivation damals?
    Entweder eine Veränderung zu etwas (neue Hobbies, Studium) oder von etwas weg (Scheidung). Ich hatte oft das Gefühl, mich befreien zu müssen. Jetzt bin ich frei, auch glücklich, aber unmotiviert. Vielleicht ist es auch nur eine ganz ungewohnte Lebensweise für mich. Fast 50 Jahre kämpfen und jetzt ist Frieden und ich fühle mich ungewohnt.
    Ich nehme mir deinen Tip von unten zum Herzen und fahre mal in einen solchen Park. Ich war schon in vielen, auch Disney World, den Kindern zuliebe. Mir liegt es nicht so, aber irgendwie könnte mich das aufrütteln.

    Die Frage "was will ich?" ist gar nicht so einfach, wenn äußerer Druck wegfällt und es nur noch um einen selbst geht.
    Genau...:(

    Vielleicht auch, weil die Verbindung zum Jetzt (zumindest für mich) eher das Gefühl von Ruhe bringt und das Gefühl von Lebendigkeit etwas anderes ist.
    Vielleicht ist es das auch bei mir. Kein Kämpfen mehr, nur SO möchte ich nicht weiter leben. Verlieben will ich mich aber nicht mehr.

  2. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Fast 50 Jahre kämpfen und jetzt ist Frieden und ich fühle mich ungewohnt.
    Ein halbes Jahrhundert kein Stillstand - immer eine Aufgabe, die erfüllt werden musste- äußere Dringlichkeiten, denen man gefolgt ist- Sinnfindung in Erfüllung von Aktionen.

    Wie soll es sich nicht fremd, ungewohnt, leer, un-lebendig anfühlen, wenn die "Aufträge" ausbleiben?
    Wenn der Sinn verloren ist, weil von außen nichts mehr antreibt?
    Wenn man wie im Startblock steht und keiner drückt mehr ab und sagt "los gehts......"

    Es muss gelernt werden.
    Die Ruhe zu er-leben, die Stille zu er-tragen und das Gefühl der Erfüllung ganz nur aus sich zu spüren.
    Den eigenen Kern entdecken und eine Zufriedenheit finden, die satter macht als jede Beschäftigung im außen.

    Es gibt soviel mehr Ebenen als wir zu kennen meinen.
    Es ist ein Weg zu Dir- und nicht mehr ein Weg, den Du für einen anderen gehst.

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    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Kenzia, das hast du passend formuliert und ich "weiß" das auch mittlerweile

    Dennoch vermiss ich mich aus der Zeit da-vor!

    Ein Gefühl, was erst noch betrauert, verabschiedet ? werden muß
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

  4. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Obwohl ich mehr als genug Dinge zu tun hätte und mehr als genug andere Dinge gerne täte, wenn ich mich denn aufraffen könnte. Die Art Dinge, die einem wichtig sind, an die man sich aber doch nicht rantraut, weil sie emotional unbequem und auch durchaus mit Anstrengung verbunden sind - oder auch einfach nur Zeit mit und für sich bewußt zu verbringen. Sowas wie: Fremdsprachen lernen, Geschichten schreiben, Musik machen, an der beruflichen Selbstverwirklichung arbeiten, alte Träume reaktivieren und leben, Bücher lesen oder auch einfach nur auf der Terrasse sitzen mit einem Drink und einer Kippe und den Fledermäusen beim Fliegen zuschauen.

    Und da dachte ich auf einmal, und das war so ein inneres Begreifen der tieferen Art: "Wieviel Zeit habe ich verloren!"

    LL
    Lebensweisheit a la Kara_Thrace: für die Dinge, die einem wirklich wichtig sind, findet man in der Regel immer Raum. Die anderen sind halt dann nicht so wichtig, haben eher die Kategorie "man müsste mal...". Du kannst sowieso nie alles gleichzeitig machen. Und ich wette mit dir, dass du unterm Strich nur marginal mehr umgesetzt kriegst, wenn du zwar deinen Schlaf reduzierst, aber nicht die echte Leidenschaft für die Dinge entwickelst. Also stress dich nicht mit einer langen Liste von Dingen, die "man mal machen müsste", sondern such dir zum Einstieg was, das überschau- und umsetzbar ist.

  5. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    Dennoch vermiss ich mich aus der Zeit da-vor!
    Die Frage ist doch auch, ob Du das überhaupt willst?

    Vielleicht möchtest Du so weiter leben und dann schau Dich doch um- gerade im Ehrenamtsbereich gibts soviel zu tun!
    Du könntest mehr Aufgaben bekommen als Du bewältigen kannst

    Es gibt kein "muss"- Du darfst doch selbst entscheiden, wie Du leben möchtest.

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    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Frage ist doch auch, ob Du das überhaupt willst?

    Vielleicht möchtest Du so weiter leben und dann schau Dich doch um- gerade im Ehrenamtsbereich gibts soviel zu tun!
    Du könntest mehr Aufgaben bekommen als Du bewältigen kannst

    Es gibt kein "muss"- Du darfst doch selbst entscheiden, wie Du leben möchtest.
    Jajajaja, ich will den Teil von mir zurück und ich will ihn leben

    Es mangelt mir! nicht , ein ausgefülltes Leben zu leben

    Mittlerweile glaube ich, dass Andere "dieses" Gefühl von Vermissen nur verstehen, wenn sie es selber fühlen
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

  7. gesperrt

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    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Art Dinge, die einem wichtig sind, an die man sich aber doch nicht rantraut, weil sie emotional unbequem und auch durchaus mit Anstrengung verbunden sind - oder auch einfach nur Zeit mit und für sich bewußt zu verbringen. Sowas wie: Fremdsprachen lernen, Geschichten schreiben, Musik machen, an der beruflichen Selbstverwirklichung arbeiten, alte Träume reaktivieren und leben, Bücher lesen oder auch einfach nur auf der Terrasse sitzen mit einem Drink und einer Kippe und den Fledermäusen beim Fliegen zuschauen.
    ich habe einige Dinge im Leben, die ich tue - ziemlich viele, sogar - aber es gibt auch immer neue Dinge, um die ich rumschleiche... und ja, auch nicht unbedingt mich gleich traue.

    Seit einiger Zeit erhöhe ich konsequent jene Dinge, die ich gern mache, und minimiere jene, die ich nicht mag. auf die Dauer macht das doch einen grossen Unterschied.

    gruss, barbara

  8. gesperrt

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    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    Früher : sooviel, was ich spannend fand und machen wollte-u n b e d i n g t !!

    Dann viele Jahre wo dafür kein Raum war und als dieser wieder da war, hatte ich mich? , die Neugier verloren
    ich hatte ein paar Jahre lang eine schwierige Phase. Inzwischen ist glücklicherweise die Magie dabei, ins Leben zurück zu kehren. Aber es sind nicht mehr diese grossartigen Höhenflüge der Jugend, es ist alles gesetzter, ruhiger geworden.

    ich habe ein gutes reiches Leben, aber diese Höhenflüge fehlen mir auch. Allerdings habe ich in der Zwischenzeit eine Menge an Subtilität und Kultiviertheit gewonnen, das ist auch was wert.

    und doch, es gibt noch eine Menge Dinge, die ich erleben und tun will. Einige davon sind absehbar und ich freue mich darauf :-)

    gruss, barbara

  9. Inaktiver User

    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    Jajajaja, ich will den Teil von mir zurück und ich will ihn leben
    [...]
    Mittlerweile glaube ich, dass Andere "dieses" Gefühl von Vermissen nur verstehen, wenn sie es selber fühlen
    Guten Morgen!

    Ich beginne mal mit obigem Zitat, denn das trifft mein Gefühl am besten.

    Ja, es geht auch um lebendig-sein. So wie manche es oben auch beschrieben.

    Ich mag kein so ruhiges Leben führen. Das ist ja eine zeitlang ganz entspannt, aber ich bin ein exzessiver Mensch, und ich will LEBEN, mit jeder Faser meines Körpers. Das schließt die Ruhephasen durchaus mit ein. Aber lebendig will ich dabei sein!

    Was das angeht:
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Lebensweisheit a la Kara_Thrace: für die Dinge, die einem wirklich wichtig sind, findet man in der Regel immer Raum. Die anderen sind halt dann nicht so wichtig, haben eher die Kategorie "man müsste mal...". Du kannst sowieso nie alles gleichzeitig machen. Und ich wette mit dir, dass du unterm Strich nur marginal mehr umgesetzt kriegst, wenn du zwar deinen Schlaf reduzierst, aber nicht die echte Leidenschaft für die Dinge entwickelst. Also stress dich nicht mit einer langen Liste von Dingen, die "man mal machen müsste", sondern such dir zum Einstieg was, das überschau- und umsetzbar ist.
    Ich weiß durchaus, was Du meinst - aber das hat eine andere Qualität. Jemand schrieb ja auch weiter oben: Das, was einem wirklich wichtig ist, dafür findet man Zeit und Motivation. Nicht zwangsläufig.

    Zum einen neige ich zu depressiven Strukturen - das bremst auch gelegentlich. Die kommen aber eher aus Phasen der Unerfülltheit und Unterbeschäftigung - nur ist es um so schwerer, sich aufzuraffen, je länger man in diesem Zustand verharrt hat.

    Zum anderen, und das ist noch wesentlicher: Es gibt Dinge, die sind mir wirklich wichtig - gerade das aber führt auch zu einer Scheu, sich ranzuwagen, weil das Scheitern zu schmerzhaft wäre. Weil Mißerfolge auf dem Weg nicht vermeidbar sind. Und diese Dinge sich auch mit Mühe verbunden.

    Ich bin eben auch Perfektionistin. Und ich kann es lieben, zu malen (nicht ich, als Beispiel), aber mich doch nicht ranwagen, weil Bilder notwendigerweise auch mißlingen. (Was dazu führt, daß ich den Pinsel heulend in die Ecke schmeiße.) Weil ich nicht zufrieden mit den Ergebnissen bin. Weil sie anderen nicht gefallen könnten. Und wenn ich dann vielleicht sogar damit Geld verdienen will, dann ist die Hemmung noch größer.
    Vor allem aber, weil es mir einfach zu wichtig ist, ich aber auch zuviel Ahnung davon habe, um schlecht zu sein, um mich mit mittelmäßigen Ergebnissen zufrieden zu geben.

    Oder ein viel harmloseres Beispiel: ich lerne gerne Fremdsprachen. Ich spreche im Urlaub gerne die Sprache des Landes. Aber das ist auch mit Mühe verbunden. Wenn ich erst mal wieder regelmäßig rangehe, habe ich viel Spaß und Freude daran - aber es kann eine ziemlich unüberwindbare Aufgabe sein, den Schreibtisch aufzuräumen und das Lehrbuch aufzuschlagen. (Dafür habe ich eine Lösung gefunden: ich arbeite/lerne morgens im Bett. Läuft!)

    So, nun muß ich tatsächlich mal was arbeiten...

    LL

  10. gesperrt

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    AW: Leben ist jetzt! Oder: tempus fugit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zum anderen, und das ist noch wesentlicher: Es gibt Dinge, die sind mir wirklich wichtig - gerade das aber führt auch zu einer Scheu, sich ranzuwagen, weil das Scheitern zu schmerzhaft wäre. Weil Mißerfolge auf dem Weg nicht vermeidbar sind. Und diese Dinge sich auch mit Mühe verbunden.
    zum Lernen gehört, als Erstes, dass man sich erlaubt, Anfänger zu sein. Dass man sich erlaubt, Dinge erst mal schlecht zu machen.

    Und dass man die Ansprüche an sich entsprechend stellt. Also nicht "ich kauf jetzt eine professionelle Leinwand und zaubere ein super Bild", sondern "ich nehm etwas Altpapier und Farbe und schmier einfach mal ein bisschen drauf herum, nur so zum Spass. Mal gucken was passiert."

    Und ich kann es lieben, zu malen (nicht ich, als Beispiel), aber mich doch nicht ranwagen, weil Bilder notwendigerweise auch mißlingen. (Was dazu führt, daß ich den Pinsel heulend in die Ecke schmeiße.) Weil ich nicht zufrieden mit den Ergebnissen bin. Weil sie anderen nicht gefallen könnten.
    Die Fokussierung aufs Ergebnis ist wirklich eine grosse Bremse. Man kann sich auc hauf den Prozess fokussieren. zB einen Wecker stellen, eine Viertelstunde oder eine halbe Stunde, und in dieser halben Stunde einfach mal tun, was immer man kennen lernen will. Schlecht malen. Schlecht singen. mit grausamem Akzent fremdsprachige Gedichte aufsagen... aber es tun.

    Und wenn ich dann vielleicht sogar damit Geld verdienen will, dann ist die Hemmung noch größer.
    immer schön eins am andern. Man kann die Haut des Bären erst verkaufen, nachdem er geschossen wurde.

    Vor allem aber, weil es mir einfach zu wichtig ist, ich aber auch zuviel Ahnung davon habe, um schlecht zu sein, um mich mit mittelmäßigen Ergebnissen zufrieden zu geben.
    Wer will, dass womöglich eines Tages gute oder sehr gute Ergebnisse entstehen, muss akzeptieren, dass es in der Zwischenzeit eine Phase gibt, wo man so mittelgut ist.

    Was in dieser Phase geschieht, muss man ja anderen Leuten nicht zeigen, das kann man auch in der Schublade oder im Abfalleimer verschwinden lassen.

    Ich empfehle, wieder einmal, das wunderbare Buch "der Weg des Künstlers" von Julia Cameron. Da geht es im Detail um die Blockierungen, die Leute so haben, und wie man sie auflösen kann.


    gruss, barbara

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