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    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    Silberpfeil: Wenn ich früher beim Autofahren meinem Unmut, auch wenn ich alleine im Auto war, herausgelassen habe, ging es mir hinterher nicht gut. Vorher mit der Aufregung ging es mir nicht gut und ich habe gemerkt so geht das nicht, ich habe darunter gelitten. Wenn ich mich über jemanden ärger, lasse ich meinen Unmut auch nicht heraus, sondern reflektiere und versuche, der Sache auf den Grund zu gehen. Meistens kommt man seinem Egoismus sehr nahe. Das sind extreme Wege, die ich nicht mehr möchte und es klappt ganz gut. Gefühle ändern sich alle paar Minuten, aber wenn man sich gedanklich hineinsteigert, ist einem nicht damit geholfen. Jedenfalls mir nicht.
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

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    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass du als Kind einfach nie Deine Komfort-Zone verlassen musstest, weil immer jemand auf dich "aufgepasst" hat? Ich hatte das beim Thema Autofahren - war in einer Kleinstadt aufgewachsen, fuhr immer nur die gleichen Strecken , und als ich noch zuhause wohnte, parkte mein Vater mir den Wagen ein und aus. Früher war daher jede Autofahrt außerhalb meiner gewohnten Umgebung Horror pur. Erst als ich beruflich öfters in verschiedenen Städten und mit verschiedenen Autos fahren musste, konnte ich das ablegen, denn ich war gezwungen, meinen Wohlfühlbereich zu verlassen, weil ich sonst meinen Job verloren hätte. Nur so konnte ich die Ängste überwinden.
    Du hast Recht, ich musste meinen Wohlfühlbereich recht selten verlassen als Kind u Jugendliche. Wenn Probleme auftraten, hatte ich stets jemanden an meiner Seite, der half.
    Das kann ich nun wirklich niemandem vorwerfen, aber es mag dazu beigetragen haben, dass mich manche Dinge so stressen.

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    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    Zitat Zitat von linsemo Beitrag anzeigen
    Silberpfeil: Wenn ich früher beim Autofahren meinem
    Unmut, auch wenn ich alleine im Auto war, herausgelassen habe, ging es mir hinterher nicht gut. Vorher mit der Aufregung ging es mir nicht gut und ich habe gemerkt so geht das nicht, ich habe darunter gelitten. Wenn ich mich über jemanden ärger, lasse ich meinen Unmut auch nicht heraus, sondern reflektiere und versuche, der Sache auf den Grund zu gehen. Meistens kommt man seinem Egoismus sehr nahe. Das sind extreme Wege, die ich nicht mehr möchte und es klappt ganz gut. Gefühle ändern sich alle paar Minuten, aber wenn man sich gedanklich hineinsteigert, ist einem nicht damit geholfen. Jedenfalls mir nicht.
    Wie gesagt, ich schreie ja auch mal unschöne Dinge beim Autofahren. Aber das regt mich irgendwie auch mehr auf als ab😞.

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    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    Es gibt von Otto Walkes ein Stück, der auf humorvolle Weise sagt, wie es im Körper ablaufen könnte. Genauso ist es und das möchte ich nicht mehr, weil man sich selber und seinem Körper damit schadet. Der Streß wird durch herumschreien und rausschreien nicht weniger, sondern mehr.

    Was ich besonders fazinierend in dem Buch fand, dort wird erklärt, daß man kein "Ich" hat. Jetzt schreien hier gleich alle auf . Daß alle Menschen, den gleichen edlen Kern in sich haben und je älter man wird, desto mehr baut man selber um diesen Kern herum Schutzschichten auf, um nicht mehr verletzt zu werden. Dadurch entstehen Probleme und man leidet. Ich bin froh, daß ich kein "Ich" habe und es nicht mehr brauche, es lebt sich leichter und einfacher, weil ich für mein "Ich" nicht mehr kämpfen brauch. Das wird in dem Buch alles hervorragend erklärt.
    Geändert von linsemo (11.07.2017 um 14:56 Uhr)
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

  5. Inaktiver User

    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    Zitat Zitat von GreenEye123 Beitrag anzeigen
    Du hast Recht, ich musste meinen Wohlfühlbereich recht selten verlassen als Kind u Jugendliche. Wenn Probleme auftraten, hatte ich stets jemanden an meiner Seite, der half.
    Das kann ich nun wirklich niemandem vorwerfen, aber es mag dazu beigetragen haben, dass mich manche Dinge so stressen.
    Ich meinte das nicht im Sinne einer Schuldzuweisung, sondern eher in Richtung Selbstreflektion als Basis für die Erarbeitung von Strategien, um die Ängste zu überwinden. Vielleicht wäre ja z.B. eine Möglichkeit, sich vor einer angstbesetzten Reise mal ruhig hinzusetzen und sich zu sagen : " Ich befinde mich jetzt am Rande meiner Komfort-Zone, aber es wird keiner kommen und mich wieder zurückschubsen (so wie früher), sondern das löse ich jetzt ganz allein. Ich bin schon erwachsen, und ich kann das." Mit der Zeit wird deine Komfortzone dann größer werden.

  6. Inaktiver User

    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    @linsemo
    Also wenn es knurrt im Bauch - dann hab ICH Hunger. Wenn dieser Körper Sex hat, dann will ICH einen O und danach fühle ICH mich richtig gut. Wenn dieser Körper hinfällt, habe ICH Schmerzen. Und wenn jemand mit einem Auto mit 160 auf der Landstraße auf meiner Spur auf MICH zurast, dann habe ICH Todesangst und dann werde ICH wütend auf dieses Arscxxxxxh...

    Keine Ahnung, aber dass wer kein ICH hat, ist doch Mumpitz. Das geht physiologisch nur bei Bewusstlosen und Toten und ganz kleinen frisch geschlüpften Babies.

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    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Keine Ahnung, aber dass wer kein ICH hat, ist doch Mumpitz. Das geht physiologisch nur bei Bewusstlosen und Toten und ganz kleinen frisch geschlüpften Babies.

    Wenn einer kein ICH hat, dann kann das auch heißen, er hat keinen eigenen Willen und keinen eigene Standpunkt. Dann ist einer sehr ferngesteuert und ganz arm dran.

    Und es gibt auch solche, die in etwa eine Ahnung haben, was sie wünschen und wollen und wo sie stehen, können das aber für sich selbst nicht klar definieren oder umsetzen oder auf den Punkt bringen oder begreiflich machen.

    Da gibt es so viele Farben zwischen schwarz und weiß. Und etwas als Mumpitz abzukanzeln und somit zu verurteilen finden ich zwar entschieden aber keinenfalls empathisch.

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    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    ... und Sorgen muss sich keiner um irgendwas machen.

    Ich habe vor Jahren einfach von jetzt auf gleich damit aufgehört, als mir dieser eine, sehr knappe Satz genau richtig kam:

    Sorgen lösen keine Probleme.


    Du kannst dir also - aus purem Luxus - Sorgen machen... dass dein Sohn gerade gleich die Prüfung vermasselt, deine Eltern demnächst sterben, dass du Berge von Problemen haben wirst und dich sowieso keiner mag und so.

    Du kannst dir aber auch genau das komplette Gegenteil von all deinen negativen Gedanken vorstellen und dabei bleiben.

    Das ist die Lösung.

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    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    Third: Das ist die Oberfläche. Es geht um die Frage, was hinter der äußeren Fassade des Menschen und seinen Funktionsabläufen zu finden ist.

    Buddhisten gehen erst gar nicht davon aus, daß Menschen eine feste Persönlichkeit und ein festes rigides Selbst besitzen, es handelt sich um eine Illusion.

    Wenn man selber mal überlegt, ändert sich ständig etwas, genau wie du oben geschrieben hast und wenn man ein bißchen in sich geht, dann erkennt man auch, daß man sich Menschen gegenüber, je nachdem mit wem man zusammen ist, anders verhält. Man verhält sich nie in der gleichen Weise.

    Aber darüber diskutieren kann man erst, wenn man die Texte gelesen hat. Ich kann hier nicht seitenweise den Text wiedergeben, auswendig kann ich ihn auch nicht und zur Zeit bin ich noch nicht so tief drin, daß ich eine Kurzfassung schreiben könnte.

    Ich finde die Sichtweise interessant, wie sie beschrieben wurde logisch, dazu muß man hinter seine Fassade gucken.
    Geändert von linsemo (11.07.2017 um 22:14 Uhr)
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

  10. Inaktiver User

    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    Zitat Zitat von Vergleichsweise Beitrag anzeigen
    Wenn einer kein ICH hat, dann kann das auch heißen,
    (...)
    Da gibt es so viele Farben zwischen schwarz und weiß. Und etwas als Mumpitz abzukanzeln und somit zu verurteilen finden ich zwar entschieden aber keinenfalls empathisch.
    In deinen Beispielen hat derjenige halt eine schwaches Ich. ICH im Sinne von "Ich bin mir meiner selbst bewusst" bzw. "ich existiere" - das hat JEDER, außer Hirn kaputt oder noch nicht reif.

    Wenn etwas Blödsinn ist in meinen Augen, dann nenne ich das Blödsinn. Oder Mumpitz. Genauso wie ich die Sonne nicht Kinderwagen nenne. Und ja, da bin ich entschieden. Und sehe nicht, was das mit Empathie zu tun haben soll. Ist mir dann auch egal. Und dann geh ICH meditieren, um mich nicht aufzuregen...

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