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  1. Inaktiver User

    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    Zitat Zitat von GreenEye123 Beitrag anzeigen
    Ich möchte auch keinesfalls, dass meine drei Kinder das Gefühl bekommen, ich sei unsicher oder ängstlich, sondern ihnen das Gefühl von Sicherheit geben.
    Zum Leben und seinen Situationen gehört Angst und Unsicherheit dazu.
    Das ist ganz normal.

    Seinen Kinder "vorzumachen", Mama hätte ja nie Angst und wäre nie unsicher ist genau das Gegenteil von "Sicherheit geben".
    1. wenn du dich so nicht fühlst, aber so tust als ob, spüren die Kinder eine Inkongruenz (je kleiner sie sind desto extremer werden sie es wahrnehmen) und sind DANN verunsichert.
    2. werden sie sich selbst in Frage stellen, wenn sie mal Angst erleben, denn Mama kennt keine Angst- also was macht man dann damit?- alternativ lernen sie: Mama verdrängt und verdeckt die Angst-- so macht man das also! (läuft unbewusst ab).

    Viel besser ist es doch, sich authentisch zu zeigen und dabei zu vermitteln, dass Angst und Unsicherheit zum Leben dazu gehört, dasein darf und wir auch alle damit gut leben können.
    Es ist ein Teil von uns und jeder kennt das.
    Das Problem bei ganz vielen Menschen ist nicht, dass sie Angst haben sondern das sie damit nicht gut umgehen können.
    Wäre das mal akzeptierter bei jedem im Kopf- wäre das Leben um ein Vielfaches einfacher.

  2. Inaktiver User

    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    Für den Badezimmerspiegel

    puppy

  3. User Info Menu

    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    Die Kleine macht ein Schläfchen und somit finde ich doch etwas Zeit :-).

    Kenzia,
    Du hast sicher Recht mit Deiner Aussage, dass man Ängste weniger verdrängen als damit umzugehen lernen sollte. Aber wie macht man das? Wie lässt man Angst zu und schafft es gleichzeitig, dass sie einen nicht übermäßig negativ beeinträchtigt?

    Nocturna,
    das mit den Gegenstrategien ist natürlich ein logischer Gedankengang. Ich mache das auch. Aber manchmal wünsche ich mir, Dinge einfach auf mich zukommen zu lassen, anstatt im Vorfeld wie ein verrücktes Huhn alle denkbaren Probleme zu wälzen und dagegen anzugehen, bevor sie überhaupt eingetreten sind.

    Der Witz ist, dass ich im Leben immer viel Glück hatte und mir viele Dinge irgendwie in den Schoß fielen. Das fing an mit meiner Ausbildung, für die man schwierig eine Lehrstelle, geschweige denn eine Arbeitsstelle bekommt. Lehrstelle bekam ich durch eine damalige Schulfreundin, deren Onkel mich ausbildete. Meine jetzige Stelle bekam ich, indem ich in der Stadt von Tür zu Tür ging und just zu diesem Zeitpunkt traf ich auf jemanden, der gerade eine Stelle frei hatte und ich arbeite dort seit 24 Jahren.

    Ich lernte durch zig Zufälle meinen Mann kennen und wir lieben uns seit 26 Jahren.

    Ich könnte noch viele weitere Dinge dieser Art aufzählen. Und genau darum begreife ich nicht, woher dieser Pessimismus rührt. Warum gehe ich oft vom Schlimmsten aus, wo doch bisher alles Wichtige prima gelaufen ist in meinem Leben?
    Das ist doch völlig widersinnig



    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (...)
    Hier hilft es, in die Situationen hinein zu gehen und sich anzuschauen, was der andere wohl für "gute Gründe" hat, um so zu reagieren.
    Und es geht nicht um entschuldigen sondern darum zu erklären und zu verstehen.
    :
    Das versuche ich sehr oft. Wenn einer rast/ drängelt/ unfreundlich ist, suche ich nach Erklärungen dafür. Zum Beispiel dass der betreffende einen wichtigen Termin/ kranke Katze im Auto/ einen schlechten Tag hat.
    Ich gehe einfach zu oft von mir selbst aus (wie ich mich verhalten würde) oder beziehe Verhaltensweisen anderer auf mich, obwohl ich weiß, dass das Quatsch ist.

    Das klingt ja langsam wirklich, als bräuchte ich ne Therapie! Aber ich möchte erst einmal versuchen, selbst an mir zu arbeiten.

    Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass die beschriebenen Dinge keinesfalls jeden Moment meines Lebens beeinträchtigen. Ich renne nicht den ganzen Tag kopflos umher, rege mich auf bzw mache mir Sorgen. Aber WENN es passiert, dann eben so extrem. Und das würde ich zumindest gern etwas abmildern...

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    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für den Badezimmerspiegel


    puppy

  5. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    Zitat Zitat von GreenEye123 Beitrag anzeigen
    Du hast sicher Recht mit Deiner Aussage, dass man Ängste weniger verdrängen als damit umzugehen lernen sollte. Aber wie macht man das? Wie lässt man Angst zu und schafft es gleichzeitig, dass sie einen nicht übermäßig negativ beeinträchtigt?
    ich mache das jeweils so:

    Wenn ich eine Angst habe, setze ich mich in einer ruhigen Minute aufs Sofa, und ich erlaube mir, die Angst zu fühlen. Ich rufe sie. Oft bringt nur schon das Anerkennen und Annehmen der Angst - also einfach der Tatsache "da ist Angst" - eine deutliche Minderung. Nicht immer, aber oft.

    Ich durchdenke die Angst rational. Ist es etwas, woran ich etwas ändern oder machen kann? Ist es eine berechtigte Angst, also ein Aufruf zum Handeln? oder ist es lediglich Rumgespinne meines Egos?

    Wenn ich zum Ergebnis komme, doch, da muss ich was machen - mache ich, was immer ich muss. (das ist der seltenere Fall)

    Wenn ich zum Ergebnis komme, das ist nur mein offenbar unterbeschäftiges Ego, das rumspinnt (der häufigere Fall), sage ich mir selbst "ich habe die Botschaft gehört, ich habe darüber nachgedacht, und bin zum Schluss gekommen, das ist nur Rumgespinne. Ich nehm dich nicht ernst, weil es keine ernsthafte Sache ist. Ende." - und das sag ich mir dann jedes Mal, wenn diese Angst wieder auftaucht. Mit der Zeit wird's dann besser, die Anfälle weniger brutal, die Abstände grösser.


    Aber manchmal wünsche ich mir, Dinge einfach auf mich zukommen zu lassen, anstatt im Vorfeld wie ein verrücktes Huhn alle denkbaren Probleme zu wälzen und dagegen anzugehen, bevor sie überhaupt eingetreten sind.
    Immer, wenn ich merke, dass ich auf so eine Schiene komme, zwinge ich mich dazu, etwas Anderes zu machen. Ich sage mir selbst "das ist jetzt wieder Unsinn, ich löse Probleme dann, wenn sie da sind, nicht vorher", und sag ein auswendig gelerntes Gedicht auf, mach Kopfrechnungen, nehm die Gitarre und spiele ein paar Lieder, Sport... irgend etwas, wo ich mich auf etwas Anderes konzentrieren muss.


    Warum gehe ich oft vom Schlimmsten aus, wo doch bisher alles Wichtige prima gelaufen ist in meinem Leben?
    Das ist doch völlig widersinnig
    Womöglich hast du die Erfahrung noch nicht - oder nicht sehr intensiv - gemacht, dass du ein schweres Problem hattest, es lösen konntest, und dir nachher sagen konntest "na siehste, Unkraut verdirbt nicht, auch das hat mich nicht umgehauen!"

    Wenn ein Problem erst mal da ist, ist es meist leichter, damit umzugehen, als wenn man es vorher in der Fantasie herumwälzt, wo es zu Überlebensgrösse heranwächst, da es nie an der Realität gemessen wird. (eine gute Vorstellungskraft und viel Fantasie zu haben, kann ein Fluch sein...)

    oder vielleicht solltest du einfach Katastrophenromane schreiben und deinen Ängsten auf diese Weise Raum geben...?


    Das versuche ich sehr oft. Wenn einer rast/ drängelt/ unfreundlich ist, suche ich nach Erklärungen dafür. Zum Beispiel dass der betreffende einen wichtigen Termin/ kranke Katze im Auto/ einen schlechten Tag hat.
    mir scheint, in dem Fall sei "der ist ein Idiot" meist völlig ausreichend.

    gruss, barbara

  6. Inaktiver User

    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    Zitat Zitat von GreenEye123 Beitrag anzeigen
    Kenzia,
    Du hast sicher Recht mit Deiner Aussage, dass man Ängste weniger verdrängen als damit umzugehen lernen sollte. Aber wie macht man das? Wie lässt man Angst zu und schafft es gleichzeitig, dass sie einen nicht übermäßig negativ beeinträchtigt?.
    Der Anfang ist, dass Du erkennst, was für ein großer Freund Angst ist!
    Wie gut sie ist und wie wichtig.
    Solange ich Angst nur als Feindbild sehe- und manche können schon das Wort kaum lesen oder gar aussprechen, ohne schon Angst zu spüren- solange kann das nicht leichter werden.

    Angst wird sich NIE gut anfühlen- auch das muss klar sein- egal wie positiv ich Angst annehme.
    Es ist der Charakter von Angst, dass sie sich nicht gut anfühlt-- so MUSS das auch sein. Wie ein Igel nunmal piekt- das ist seine Natur.
    Und nur SO kommen wir dann aber auch in eine Handlung, die uns schützen soll (der Sinn der Angst).

    Es gibt wirklich viel über Angst zu erfahren und zu lernen und schon alleine dieses Wissen hilft sehr, anders damit umzugehen.

    Zitat Zitat von GreenEye123 Beitrag anzeigen
    Der Witz ist, dass ich im Leben immer viel Glück hatte und mir viele Dinge irgendwie in den Schoß fielen. .
    Ich könnte noch viele weitere Dinge dieser Art aufzählen. Und genau darum begreife ich nicht, woher dieser Pessimismus rührt. Warum gehe ich oft vom Schlimmsten aus, wo doch bisher alles Wichtige prima gelaufen ist in meinem Leben?
    Das ist doch völlig widersinnig.
    Wieso?
    Es zeigt doch nur, dass Du bei Situationen, die nicht einfach laufen- verunsichert bist!
    Und wie schon gesagt- daran ist ja nichts Schlimmes.
    Vielleicht bewertest Du genau aus diesem Gedanken extremer- weil Du DENKST, Du müsstest anders empfinden?
    Da kommt die Frage auf, was ist nun normal?
    Du sagst ja selbst, es ist kein Dauerthema sondern kommt nur ab und zu auf.......

    Zitat Zitat von GreenEye123 Beitrag anzeigen
    Ich gehe einfach zu oft von mir selbst aus (wie ich mich verhalten würde) oder beziehe Verhaltensweisen anderer auf mich, obwohl ich weiß, dass das Quatsch ist..
    Wir gehen IMMER zuerst von uns selbst aus!
    Auch das ist ein natürlicher Mechanismus, den man erst dann durchbricht, wenn man "das Denken" anfängt- also das Bewusstsein dazu schaltet. Und das ist auch sinnvoll, denn wir sind alles Menschen und Verhalten ähnelt sich.

    Wenn Du Verhalten auf Dich beziehst, dann zeigt das nur, dass du noch zuviel beim anderen bist als bei dir
    Zuerst kommen wir selbst!
    Heißt: ich schaue, wie es mir geht und warum- und dann darf ich mir erst mal satt Empathie geben- Selbstempathie.
    Und wenn ich davon genug habe (wann geben wir uns das überhaupt??), DANN schau ich auf den anderen und kann den dann auch entspannter ansehen.
    Nur der Beginn ist bei mir selbst.

    Und dann tritt der andere, was er womöglich wollte oder nicht- automatisch zurück.

  7. User Info Menu

    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    Du hast ein sorgenfreies Leben und bisher viel Glück gehabt.
    Vielleicht machst Du Dir deshalb um Kleinigkeiten Sorgen.
    Nicht böse gemeint, aber wenn Du "echte" Probleme hättest, wären Dir diese Dinge egal.
    Mir geht es manchmal genauso. Wenn ich gerade eine problemlose Lebensphase habe, mache ich mich wegen Lächerlichkeiten verrückt. Einen echten Tipp habe ich nicht -ich weiß nur, dass es vielen so geht.

  8. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    Zitat Zitat von Caramac Beitrag anzeigen
    Nicht böse gemeint, aber wenn Du "echte" Probleme hättest, wären Dir diese Dinge egal.
    ich würde sagen, sich ständig Sorgen zu machen IST ein echtes Problem.

    Das raubt unglaublich viel Energie. Man ist nur noch so die Hälfte seiner selbst. die schlechtere Hälfte :-/

    Nur weil es ein Erste-Welt-Problem ist, heisst das nicht, dass es nicht belastet, oder dass es leicht zu lösen sei.

    gruss, barbara

  9. Inaktiver User

    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    Liebe GreenEye123,

    weißt du was?
    Ich war noch schlimmer - und ich kenne viele, viele Menschen die genau so sind...
    Warum ich das weiß? Weil ich mit Anderen darüber gesprochen habe.

    Ich nenne mal ein paar Beispiele:

    Regelmässig die Angst das Bügeleisen angelassen zu haben. Nicht selten musste mein Mann kurz bevor wir im Freibad waren nach hause fahren. In einem Kurs sagte mir die Leiterin: das ist ja noch gar nichts, wir waren schon auf der Autobahn und sind deshalb umgekehrt....

    Oder: ich bin ganz heroisch mit meinen Kindern Seilbahn gefahren, obwohl ich unter Höhenangst leide.
    Was passiert? Die Jüngste steht ruckartig auf und die ganz Gondel wackelt, woraufhin ich ihr eine Schelle verpasste, nicht doll, war nur so ein Reflex. Woraufhin die nun erst recht los heulte...

    Mein Rat: mach doch aus deinem Herzen, deinem Wesen keine Mördergrube, beziehe deine Familie mehr mit ein. Zeige auch Schwächen, das macht doch einen Menschen auch erst sympathisch.

    Gegen manche Ängste wie einfach um das Heil unserer Lieben habe ich meinen Glauben.
    Ich bete um Schutz - das hilft.

    Ansonsten, gestalte dein Leben nicht nur danach was du musst.
    Vielleicht fährst du auch generell lieber mit der Bahn - wie ich zum Beispiel?

    Die Autofahrten waren für mich immer der reinste Horror......

    Mir hilft auch immer der Gedanke: im Film ist das lustig....

  10. Inaktiver User

    AW: Wie schaffe ich es, gelassener zu bleiben und mir weniger Sorgen zu machen?

    Zitat Zitat von Caramac Beitrag anzeigen
    Du hast ein sorgenfreies Leben und bisher viel Glück gehabt.
    Vielleicht machst Du Dir deshalb um Kleinigkeiten Sorgen.
    Nicht böse gemeint, aber wenn Du "echte" Probleme hättest, wären Dir diese Dinge egal.
    Mir geht es manchmal genauso. Wenn ich gerade eine problemlose Lebensphase habe, mache ich mich wegen Lächerlichkeiten verrückt. Einen echten Tipp habe ich nicht -ich weiß nur, dass es vielen so geht.
    Ich sehe es ähnlich.

    Wenn man reale, aktuelle Sorgen hat hat man weder Kraft noch Motivation sich über irgendwas was (auch noch) irgendwann eintreten könnte Sorgen zu machen.

    Ich glaub inzwischen, das ist wie mit dem Immunsystem bei Allergien: wenn das nichts zu tun hat, man in einer sterilen Umgebung lebt, dann neigt das auch quasi wegen Unterbeschäftigung dazu, sich gegen den eigenen Körper zu richten.

    Das kann man jetzt nur bedingt ändern, man kann sich ja nicht verschulden oder trennen oder krank werden, damit man echte Sorgen kriegt - aber ich denke doch, es hat auch damit zu tun, ob man ein ausgefülltes Leben hat, spannende Inhalte, ausgelastet ist mit Dingen die einen wirklich befriedigen. Dann kann man sich damit befassen, macht ja normalerweise auch mehr Spaß als solche Gedankenspiralen.

    Jedenfalls ist das meine persönliche Erklärung für dieses ja nicht so seltene Phänomen.

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