Kann ich ja einerseits verstehen, aber andererseits schreibst du:
Also magst du ja nicht selbst kündigen. Ergo bleibt nur: Zähne zusammen beißen und Schritt für Schritt kleine Lösungen finden. Wenn du Hartz 4 als schlimmer empfindest als deine körperlichen Leiden (die ich damit nicht klein reden will, bitte nicht falsch verstehen), gibt es erst mal keinen anderen Weg.
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Thema: Das Leben ändern - wie?
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26.06.2017, 20:05Inaktiver User
AW: Das Leben ändern - wie?
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26.06.2017, 20:09
AW: Das Leben ändern - wie?
Habe ich. Doch die Liste ist so lang, dass mich leichte Panik überfällt, wie ich das alles schaffen soll.
Mich erschrickt, dass ich teilweise Realität von Traum nicht mehr unterscheiden kann.
Letzte Nacht wollte ich um 4 aufstehen, weil ich felsenfest davon überzeugt war, dass ich tagelange schon nicht mehr gegossen hatte, weil ich mich nicht in den Garten aufraffen konnte. Dann hörte ich, dass es in Strömen goss. Dennoch musste ich mich am Fenster davon überzeugen, um es zu glauben.
Dann schlummerte ich ein und träumte, dass meine Vorgesetzte mir eine SMS geschrieben hätte, dass ich bestimmte Unterlagen unbedingt als erstes durchsehen müsse und die lägen auf meinem Tisch. Es war übrigens tatsächlich so, dass mir die Dame gegen 23 Uhr eine Nachricht geschickt hatte. Ich sah nur den Namen aufblitzen und dachte mir aber, dass ich sonntags nachts keine Dienst-SMS lese. Nach dem offiziellen Weckerklingeln habe ich nicht mehr dran gedacht, dass tatsächlich eine SMS gekommen war. Ich war davon überzeugt, dass ich unbedingt als erstes bestimmte Unterlagen durch gehen müsste, die aber nicht auf meinem Schreibtisch lagen. Ich wollte schon anfangen zu suchen, da erst dämmerte es mir, dass ich die SMS von gestern Abend noch gar nicht gelesen hatte, und da stand ja gar nichts von Unterlagen durchsehen... und dann wiederum kam ich drauf, dass das nur ein Traum war. Das macht mir etwas Angst.
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26.06.2017, 22:15Inaktiver User
AW: Das Leben ändern - wie?
Also an deiner Stelle würde ich mich sofort krankschreiben lassen, denn du bist krank von dieser arbeit! und in ruhe um gesundheit und neuen job kümmern. das geht ja gar nicht und wofür?
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27.06.2017, 00:23Inaktiver User
AW: Das Leben ändern - wie?
Hallo Schwarzistbuntgenug,
Wenn du vor deinem Vorstellungsgespräch zur Arbeit gehst, solltest du bedenken, wenn du nicht rechtzeitig rauskommst, ist doch oft so wenn man einen Termin hat, dann kommst du abgehetzt oder zu spät zum Gespräch.
Warst du wegen der Schlafstörungen beim Arzt?
Kennst du MBSR zur Stressregulierung, die Kurse werden auch an der VHS angeboten, und von den Krankenkassen bezuschusst.
Daß du dich kurzfristig zum pilates angemeldet hast, finde ich gut.
Wie lange geht denn die Probezeit noch?
Wäre es für dich eine Option, nach der Probezeit, zur Reha zu gehen und dann aus einer besseren gesundheitlichen Verfassung, in den Bewerbungsprpzess zu starten?
Oder hängen deine gesundheitlichen Probleme ausschließlich mit deinem Job zusammen?
Vor einigen Jahren hatte ich auch eine neue Stelle angetreten, die Arbeitsbedingungen waren miserabel, ich habe meine gesundheitlichen Probleme die auftraten verdrängt, bis nix mehr ging weder körperlich noch psychisch.
Mach das nicht, das ist keine Arbeit wert.
Alles Gute
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27.06.2017, 07:19
AW: Das Leben ändern - wie?
Da hilft nur, die Länge der Liste ignorieren und immer das lösen, was gerade am leichtesten geht.
Die Abneigung gegen Sozialhilfe kann ich nachvollziehen. Andererseits, wer sich gesundheitlich ruiniert für den Arbeitgeber, landet früher oder später mit grosser Wahrscheinlichkeit AUCH bei der Sozialhilfe, ist aber zusätzlich noch gesundheitlich angeschlagen, sprich man hat dann zwei grosse Probleme aufs Mal, statt "nur" ein grosses Problem.
ja, das ist wohl zu Recht erschreckend. Wer in dem Zustand ist, ist nicht gesund, und hat jeden Grund, sich erst mal krank schreiben zu lassen!Mich erschrickt, dass ich teilweise Realität von Traum nicht mehr unterscheiden kann.
Wer immer im Hamsterrad rumhetzt, kommt gar nie dazu, klare Gedanken zu fassen. Man braucht Ruhe, um zu sich zu kommen und die Vernunft zu bewahren.
gruss, barbara
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27.06.2017, 07:43
AW: Das Leben ändern - wie?
so ist es.
da kann man juristisch streiten, das wird aber wohl kaum jemand in der probezeit tun.
liebe te, sieh dein dilemma positiv: du bist in einem loch mit verschiedenen baustellen, aus dem du rauskrabbeln musst. ging mir vor 11 jahren so: geschäftspartner tödlich verunglückt und dann wurde ich auch noch von meinem lieben (?) partner betrogen.
der vorteil war, ich hatte den schmerz über die ganzen baustellen nur einmal . .
es gibt arbeitsstellen und arbeitgeber, die krank machen können. so eine stelle hast du wohl erwischt. 3 neue leute bei 7 personen in der firma ist ne harte nummer. wie kommst du mit dem chef klar? ist der überfordert mit der situation? wer weiss, vielleicht hat der auch schlafstörungen . .
zu einer kündigung würde ich dir nicht raten. es macht sich bei bewerbungen besser, wenn du dich aus einem ungekündigten arbeitsverhältnis bewirbst.
wie alt bist du denn?
lg und ich schick dir ne portion optimismus!
luci
Geändert von luciernago (27.06.2017 um 07:49 Uhr)
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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27.06.2017, 08:02
AW: Das Leben ändern - wie?
Hierzu ein Hinweis: ich handabe es seit einigen Monaten konsequent so, dass ich mein Handy abends/nachts auf Flugmodus stelle (selbst wenn ich keine dienstlichen Nachrichten darüber erhalte). Aber diese ständigen Reize können zur Überforderung beitragen, ich bin selber sehr anfällig was das angeht, gerade auch was das Thema Träume angeht.
Das ist jetzt vielleicht eine Kleinigkeit, aber dir scheint ja das Abschalten von der Arbeit generell schwerzufallen - da finde ich es ganz wichtig, Abends und am Wochenende Abstand zu erzeugen.
Den Hinweis von Vyana zu MBSR unterstütze ich, habe vor einigen Monaten so einen Achtsamkeitskurs gemacht und fand das wirklich sehr hilfreich, um aus der Daueranspannung rauszukommen.
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27.06.2017, 09:55
AW: Das Leben ändern - wie?
das ist ein sehr guter ansatz. ich hab mein handy auch oft auf stumm, weil ich einfach meine ruhe will. wenn man keine 20 mehr ist will und braucht (!) man einfach mehr ruhe.
übrigens, da muss ich noch was lustiges loswerden, ich lese ja öfters von dir. luci ist mit patenkind und deren bruder im zoo und steht vor dem gürteltiergehege . . drumrum ein haufen leute . . ein gürteltier räkelt sich und da fragt der kleine (5 jahre) mit lauter stimme: luci, wo kommt denn bei dem gürteltier das kacka raus.
war echt ein lacher, der durch die reihen ging derweil das gürteltier sich immer noch räkelte . .
luci
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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27.06.2017, 13:06
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30.06.2017, 12:48
AW: Das Leben ändern - wie?
Es kam nun alles anders als gedacht. Dienstag war solch ein schlechter Tag, in jeder Hinsicht. Arbeit ohne Ende, ständig neue Zwischenfälle, ein total genervter, gereizter Chef, der an einfach ALLEM herum genörgelt hat. Irgendwann wurde mir schwarz vor Augen und der Kreislauf versagte.
Aus der wegen des Vorstellungsgesprächs geplanten Krankschreibung wurde nun eine echte. Meine Ärztin hat mich für DREI Wochen aus dem Verkehr gezogen, damit ich etwas zur Ruhe kommen kann. Sie meinte auch, ich soll danach wieder hinkommen, wenn es nicht geht, sie würde mich notfalls krankschreiben, bis ich einen anderen Job habe.
Ich soll mir außerdem Montag (neues Quartal) ein Rezept für manuelle Therapie der Halswirbelsäule abholen. Darüber freue ich mich ehrlich.
Das Vorstellungsgespräch lief nicht so überragend. Die Stellenbeschreibung im Inserat suggerierte ein anderes Aufgabenfeld als das, was dann mit mir besprochen wurde. Vom Verdienst her würde ich mich nicht verbessern, stattdessen hätte ich einen weiteren Arbeitsweg. Aber der erste Versuch muss ja auch nicht unbedingt klappen. Muss mich auch erst einmal daran gewöhnen, Gründe für meinen Wechselwillen vernünftig zu formulieren. Das Thema Initiativbewerbungen werde ich durchaus angehen.
Ich überlege noch, ob ich aus dem Pilates-Kurs gleich eine Fitnessclub-Mitgliedschaft mache, auch wenn ich eher ein Outdoor-Fan bin. Das Fitnesscenter bietet diesen Pilates-Kurs mit Abrechnung über die Krankenkasse an. Zu einer günstigen Zeit haben sie aber auch noch Yoga und eigentlich könnte ich durch Gerätetraining doch an meiner Rückenmuskulatur arbeiten, oder? Laut Website gibt es ein Eingangsgespräch mit Festlegen der persönlichen Ziele und fortwährend Betreuung. Ich weiß nur nicht, ob das sinnvoll ist, oder ob zuerst an meinen Fehlhaltungen/Fehlstellungen ärztlich/therapeutisch gearbeitet werden sollte?



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