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    AW: Selbstliebe - lasse Kränkungen und Respektlosigkeiten zu

    Zitat Zitat von pandainclogic Beitrag anzeigen
    ja, die Ausbrüche sah ich damals schon als negativ nur ich sah die Ausbrüche nicht als Teil Ihrer Persönlichkeit.
    In diesen Momenten war sie nicht sie selbst, sondern das Böse in ihr kam hervor und danach war sie wieder meine liebevolle Partnerin.
    Im Englischen gibt es dafür ein Wort: to patronize sb.
    Du setzt dich über sie und erklärst das auch noch aus einer Distanz heraus.

    Egal, es geht ja hier um mich.
    Was hast du denn für sie gefühlt?
    Du klingst nicht nur ihr gegenüber distanziert, sondern erst recht dir selbst gegenüber.

    Das Problem an der Sache ist, dass meine Güte / nicht Verletzbarkeit den Respekt und die Achtung gegenüber meiner Person schwinden lassen.
    Deine Wortwahl ist tatsächlich etwas speziell.

    Ich will verstehen, warum ich das mit mir habe machen lassen.
    Häufig zieht man die Leute an, die man gerade braucht ;)

    Wenn nämlich die Ausbrüche Teil ihrer Persönlichkeit sind, hat sie mich mit Absicht verletzen wollen. Sie hätte auch sagen können "zeig Gefühle" anstatt zu sagen "ich bin eh nie bei Dir gekommen".
    Hat dich letzteres verletzt?

  2. Inaktiver User

    AW: Selbstliebe - lasse Kränkungen und Respektlosigkeiten zu

    Zitat Zitat von Nicole1965 Beitrag anzeigen
    Hat dich letzteres verletzt?
    Warum sollte es ihn nicht verletzen.

    Schließlich handelt es sich um Manipulation, d.h. ihre Aussage ist nicht beweisbar. Ob sie gekommen ist oder nicht, kann man nicht nachprüfen. Billige Masche, altbekannt, auf die männliche Potenz abzielend.


    pandainclogic, geh zum Psychologen und gut ist.

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    AW: Selbstliebe - lasse Kränkungen und Respektlosigkeiten zu

    Zitat Zitat von pandainclogic Beitrag anzeigen
    @Nicole

    ja, die Ausbrüche sah ich damals schon als negativ nur ich sah die Ausbrüche nicht als Teil Ihrer Persönlichkeit. In diesen Momenten war sie nicht sie selbst, sondern das Böse in ihr kam hervor und danach war sie wieder meine liebevolle Partnerin.

    ...

    Nein, ich möchte sie nicht zurück. Ich will verstehen, warum ich das mit mir habe machen lassen.
    Wenn nämlich die Ausbrüche Teil ihrer Persönlichkeit sind, hat sie mich mit Absicht verletzen wollen. Sie hätte auch sagen können "zeig Gefühle" anstatt zu sagen "ich bin eh nie bei Dir gekommen".
    Kann es sein, dass du genau so erzogen wurdest?: Also, wenn du als kleines kind völlig normal mal wütend warst, dass deine eltern deine wut negiert haben, dass sie gesagt haben, das bist nicht du, das ist der bock (oder was auch immer) und das wollen wir nicht haben, das schicken wir weg, dass du nur als das liebe kind gesehen wurdest und das "böse" kind wurde nicht angenommen, nicht als zugehörig akzeptiert, ignoriert?

    Und als folge davon wäre deine eigene wut, dein eigener ärger für dich verschlossen und nicht mehr zugänglich und bei anderen weisst du nicht, wie du damit umgehen sollst, weil du nie etwas anderes kennengelernt hast von zu hause, als diese vorgehensweise, dieses trennen, verleugnen der wütenden seite und mit offenen armen die gute seite aufnehmen, als wäre nichts gewesen und die andere wäre kein teil der persönlichkeit, käme wie eine gewitterwolke von außen und würde wieder abziehen.

    arabeske
    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

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    AW: Selbstliebe - lasse Kränkungen und Respektlosigkeiten zu

    @simpleness2

    Wer alles mit sich machen lässt verliert Achtung und Respekt!
    Und ich dachte, Güte und Nachsicht seien der richtige Weg.

    @marymary
    Nach dem, was du so über deine Ex-Partnerin erzählst: Bist du sicher, dass sie die Wahrheit sagt?
    Hm, wenn du mich so fragst, jein, denn eine offene Ablehnung seitens der Schwiegereltern habe ich nie erfahren. Eher das Gegenteil: in finanziellen und behördlichen Angelegenheiten war ich der erste Ansprechpartner, wir konnten bei Kaffe und Tee stundenlang über Politik sprechen, ich konnte sie jederzeit mit den Kindern besuchen oder sie waren Babysitter.

    Ich weiß es nicht, denn auf der anderen Seite wurden beide Schwester jahrelang gegeneinander ausgespielt, es gab ein regelrechtes Konkurrenz denken: bessere häusliche Fähigkeiten, bessere Studienleistungen, größeres Auto, schickere Wohnung ... keine konnte sich für die andere freuen, Neid und Missgunst. Also doch eine Maske bei den Schwiegereltern ?

    @nicole1965
    Du setzt dich über sie und erklärst das auch noch aus einer Distanz heraus.
    Das habe ich aber nicht bewusst getan. Ich war anfänglich überfordert in dieser Situation -> erste Beziehung, ich konnte mein Glück kaum fassen, dass sie (!) sich für mich entschieden hatte. Sie war liebevoll und zärtlich, dann "Ausbruch", Entschuldigung, Sex. Es lief fast immer gleich ab.


    Was hast du denn für sie gefühlt?
    Du klingst nicht nur ihr gegenüber distanziert, sondern erst recht dir selbst gegenüber.
    Hättest du mich das vor der Trennung gefragt, ich hätte sofort gesagt: Ich habe sie immer geliebt und werde es bis zum Schluss. Ich war in den ganzen Jahren nie fremdverliebt, allerdings auch nie eifersüchtig.
    Heute, nach der Trennung, bin ich mir nicht mehr sicher. Ich habe sie sicherlich irgendwann geliebt, aber die ganze Zeit ?
    Ich glaube nicht. Die Kränkungen haben wohl doch unser Band zerstört, unbewusst, ich wurde eventuell distanzierter zu ihr, sie dann zu mir und wir haben nicht den Absprung geschafft. Dann kamen die Kinder und ich habe mich in dieses Glück geflüchtet.
    Freundschaften sind mehr als überrascht über unsere Trennung. Wir waren harmonisch, liebkosungen in der Öffentlichkeit, zärtlich. Wir hatten bis auf die Ausraster, die seltener wurden seit dem die Kinder da waren, keine Streitereien. Das Glück einer Familie, das zu Hause, wo man Energie tanken kann, kuschelt etc.

    Hat dich letzteres verletzt?
    Nein, denn es war gelogen. Natürlich gab es Momente, wo es für uns beide "nur" schön war, aber in 99% waren wir beide erfolgreich.

    @arabeske

    So weit bin ich noch nicht. Ich habe aber festgestellt, dass meine Situation ähnlich der in meinem Elternhaus war. Mein Vater ist/war Bipolar, zu Hause waren Wörter wie "Schla***, dumme S**" sehr oft zu hören. Mein Vater wurde uns gegenüber nie über griffig, aber meiner Mutter. Das war so, seit dem ich zurückdenken kann. Es waren wie bei meiner Frau Ausbrüche, danach wieder der liebevolle Mann der meiner Mutter Blumen mitbrachte. Unterschied war aber, dass meine Mutter wusste, dass er krank ist, bereits zu meiner Geburt. Sie blieb, so sagte sie mir, weil er wirklich krank war und ihn geliebt hat. Den liebevollen Vater habe ich nicht kennengelernt, ich war zu klein, nur aus Erzählungen von meiner Mutter oder Fotos. Ich wollte also vor allem anders sein als er.
    Also nicht verletzend zu Frauen aber alles ertragend wie meine Mutter. Da ich meine Frau in den Ausbrüchen meines Vaters erkannte, ging ich von einer Krankheit aus.

    Das ist doch alles so widersprüchlich. Wieso blieb sie denn 12 Jahre ?
    Geändert von pandainclogic (07.06.2017 um 08:53 Uhr)

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    AW: Selbstliebe - lasse Kränkungen und Respektlosigkeiten zu

    Zitat Zitat von pandainclogic Beitrag anzeigen
    @arabeske

    So weit bin ich noch nicht. Ich habe aber festgestellt, dass meine Situation ähnlich der in meinem Elternhaus war. Mein Vater ist/war Bipolar, zu Hause waren Wörter wie "Schla***, dumme S**" sehr oft zu hören. Mein Vater wurde uns gegenüber nie über griffig, aber meiner Mutter. Das war so, seit dem ich zurückdenken kann. Es waren wie bei meiner Frau Ausbrüche, danach wieder der liebevolle Mann der meiner Mutter Blumen mitbrachte. Unterschied war aber, dass meine Mutter wusste, dass er krank ist, bereits zu meiner Geburt. Sie blieb, so sagte sie mir, weil er wirklich krank war und ihn geliebt hat. Den liebevollen Vater habe ich nicht kennengelernt, ich war zu klein, nur aus Erzählungen von meiner Mutter oder Fotos. Ich wollte also vor allem anders sein als er.
    Also nicht verletzend zu Frauen aber alles ertragend wie meine Mutter. Da ich meine Frau in den Ausbrüchen meines Vaters erkannte, ging ich von einer Krankheit aus.

    Das ist doch alles so widersprüchlich. Wieso blieb sie denn 12 Jahre ?
    Das scheint doch plausibel. Dabei ist es, denke ich, eher nicht wichtig, was die ursachen bei deiner frau sind, also ob deine frau ebenfalls eine krankheit hat oder "nur" eine entsprechende persönlichkeit - die parallelen zwischen deiner ursprungsfamilie und deiner eigenen familie sind doch enorm. Und um den titel dieses stranges aufzunehmen: "Selbstliebe - lasse Kränkungen und Respektlosigkeiten zu", das ist die form von liebe, die du kennengelernt hast, die dir vorgelebt wurde und mit der du dich zurecht findest und deshalb hast du es 12 jahre ausgehalten und bist geblieben. Deiner frau konnte vermutlich nichts besseres passieren als dich als partner und viele andere wären wahrscheinlich sehr viel schneller weg gewesen.

    arabeske
    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

  6. Inaktiver User

    AW: Selbstliebe - lasse Kränkungen und Respektlosigkeiten zu

    Zitat Zitat von linsemo Beitrag anzeigen
    Agnostiker ist nicht unbedingt ein anderer Kulturkreis. Ein anderer Kulturkreis würde anders aussehen.
    Der TE hat mit keinem Wort behauptet, er sei aus einem anderen Kulturkreis. Seine Partnerin stammt aus einem anderen Kulturkreis.

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    AW: Selbstliebe - lasse Kränkungen und Respektlosigkeiten zu

    Zitat Zitat von pandainclogic Beitrag anzeigen
    So weit bin ich noch nicht. Ich habe aber festgestellt, dass meine Situation ähnlich der in meinem Elternhaus war. Mein Vater ist/war Bipolar, zu Hause waren Wörter wie "Schla***, dumme S**" sehr oft zu hören. Mein Vater wurde uns gegenüber nie über griffig, aber meiner Mutter. Das war so, seit dem ich zurückdenken kann. Es waren wie bei meiner Frau Ausbrüche, danach wieder der liebevolle Mann der meiner Mutter Blumen mitbrachte. Unterschied war aber, dass meine Mutter wusste, dass er krank ist, bereits zu meiner Geburt. Sie blieb, so sagte sie mir, weil er wirklich krank war und ihn geliebt hat. Den liebevollen Vater habe ich nicht kennengelernt, ich war zu klein, nur aus Erzählungen von meiner Mutter oder Fotos. Ich wollte also vor allem anders sein als er.
    Also nicht verletzend zu Frauen aber alles ertragend wie meine Mutter. Da ich meine Frau in den Ausbrüchen meines Vaters erkannte, ging ich von einer Krankheit aus.

    Das ist doch alles so widersprüchlich. Wieso blieb sie denn 12 Jahre ?
    Menschen sind widersprüchlich und wenn eine psychische Störung vorliegt, ist die Widersprüchlichkeit noch größer.

    Wenn man eine solche Kindheit und ein solches Erleben im Elternhaus nicht aufarbeitet und sich keine Hilfe sucht, wiederholt man unbewußt alles, was man zu Hause erlebt hat. Das heißt, du wirst immer wieder Partnerinnen haben, bei denen du deine Kindheit wieder erlebst, weil du das Familienmuster kennst. Du hast von Kind an gelernt Beschimpfungen und die erfolgten Verletzungen nicht wahrzunehmen. Das hat sich in deiner Ehe fortgesetzt.

    Du hast dir ja schon Hilfe gesucht, bleib dabei.
    Geändert von linsemo (07.06.2017 um 21:52 Uhr)
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

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