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    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    schon verdächtig. ich hab s nicht gehört

  2. Inaktiver User

    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Ich war letzten Sonntag auf dem Bücherfest in Tübingen. Frühes Treffen mit einer Freundin am Hauptbahnhof. Picknick für alle Fälle mitgebracht bzw. teils am Bhf gekauft, (u.a. Frischkäsebrezeln mit Schnittlauch, die habe ich noch vor unserem Treffen auf dem Bhf gekauft, weil sie im Vorbeigehen so lecker aussahen - und meine Freundin hatte ihrerseits etwas mitgebracht, von dem sie dachte, es könne uns beiden schmecken, war aber vorher nur ausgemacht, dass wir jeder Wasser mitbringen und unterwegs gemeinsam einkehren ...) Uraltes Städtchen am Neckar in Sonnenglut. Der Neckar mit den Stocherkähnen. Viele frohe Menschen. Wenn es zu heiß war, sind wir in die Stiftskirche geflüchtet (es lebe das Mittelalter!). Bücherflohmärkte auf historischen Plätzen und in Gässchen. Mehrere Male in Straßencafés eingekehrt. Musiknoten dort erstanden und meine Freundin ein Buch über Esskultur. Gemeinsam darin gelesen ... Eine Dichterlesung (war ihr Geld wert!, mit einem jungen Dichter) im großen Park am Neckar des ev. Stiftes Tübingen, wo heute ev. Theologen ausgebildet werden und das vor der Reformation ein Kloster war. Durch die hohe Hecke konnten wir den von riesigen Bäumen beschatteten Neckar und die Stocherkähne mit den zufriedenen Ausflüglerstimmen wahrnehmen. Danach Mittagsschläfchen im Park, der sonst nicht öffentlich ist, und wieder dnach bis zum Abend treiben lassen. Auch mal mit anderen Bücherwürmern in Gespräche gekommen.

    Als wir im Park lagen, versicherten wir uns mal wieder untereinander, dass wir manchmal ein schönes Leben haben und gerade in diesem Moment. Ich liebe sie und kenne sie schon seit fast 20 Jahren (übers Chorsingen kennengelernt, auch wenn wir inzwischen in verschiedenen Chören leben äh ... singen).

    Also alleine ist das anders. Nähe zu anderen Menschen über lange Zeit macht einfach das Herz warm und glücklich.

    Morgen Abend Spazierengehen mit einer anderen langjährigen Freundin und ihrer erwachsenen Tochter. Darauf freue ich mich jetzt zwei Tage, den Pfingstsonntag und den Pfingstmontag lang, während ich eifrig allein bügele, meine Pflanzen pflege, bisschen Wohnung schöne - die zwar immer schön ist .... - (seit heute Morgen 7:30 und schon fertig damit), gerade mit meiner jungen Jazzmusik studierenden Untermieterin auf dem Ostbalkon gefrühstückt habe ... Weiteres ist offen

    Die Abwechslung macht's, finde ich.
    Geändert von Inaktiver User (04.06.2017 um 13:14 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Und unsere Gesellschaft sei narzisstisch geprägt. Den Menschen fehlt oftmals die Fähigkeit, die Perspektive ihres Gegenübers einzunehmen.
    Letzteres ist überhaupt nichts Neues. Heute sind die Leute nur nicht mehr so vielen (Gruppen)Zwängen ausgesetzt und der Individualismus kann offen ausgelebt werden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Menschen früher nicht per se einfühlsamer, sozialer eingestellt oder von Natur aus verbindlicher waren.

    Früher musste man, heute kann man. Wenn man will.

  4. Inaktiver User

    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Silvesterfeier des Grauens
    Das wäre einen eigenen Strang wert.

    Silvester- und andere Parties des Grauens.

    Da käme einiges zusammen, schätze ich.

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    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Letzteres ist überhaupt nichts Neues.
    ...
    Früher musste man, heute kann man. Wenn man will.
    Ja leider.

    Es gab mal eine Zeit, da haben sich die Dichter und Denker daran ausgelassen und meinten, Menschen seien edel, hilfreich und gut.

    Ich hatte wahrscheinlich zu viel Literatur in der Schule. Denn ich stellte mir ein Leben in einer Gesellschaft so vor, dass sich alle gegenseitig stützen und tragen. Ich stellte mir das so vor, dass ich zum Beispiel in einem Viertel lebe oder in einer Gemeinschaft Sport betreibe oder einem Hobby nachgehe... Egal was, es ist egal wer zu dieser Gemeinschaft gehört, er gehört eben einfach dazu und ist integriert.

    So stellte ich mir ein Leben mit Menschen vor, so dass kein Mensch vergessen werden kann. Kein Stress rechtfertigt, dass man den Nachbarn in seiner Not übersieht. Ob klug oder weniger klug oder auch behindert, jeder gehört gleichwertig zu dieser Gemeinschaft.

    Das waren meine Idealvorstellung von Zusammenleben, als ich noch jugendlich war. Heute weiß ich, dass das ein Traum bleiben wird und wir uns immer mehr von dieser Vorstellung entfernen. Das hat für mich nichts mit Weiterentwicklung zu tun.

    Aber das Leben ist scheinbar nur Fortpflanzung. Und wenn wie jetzt Überbevölkerung herrscht, rotten sich die Menschen gegenseitig aus. Heute ist es der Terror. Was die Evolution damit bezwecken will, weiß ich nicht. Es geht wohl eher in die Richtung, dass uns die Erde bald ab schütteln muss.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

  6. Inaktiver User

    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Was du dir vorstellst, animosa, nennt sich seit Thomas Moore Utopie, und ist der Antrieb für viele Menschen sich politisch und sozial zu engagieren. Im Großen wie im kleinen. Nachbarschaftshilfe sowie ehrenamtliche Betätigung und Hilfsbereitschaft im Allgemeinen gehören dazu. Die Grundlage dies zu tun ist ein gewisses Maß an Idealismus.

    Ich denke, keine der hier Mitschreibenden wird sich dagegen aussprechen, im Gegenteil. Das hat aber nichts damit zu tun ob man privat ein geselliger Mensch ist, der gerne mit seinen Nachbarn grillt oder sonstwas tut. Oder man seinem Wesen nach eher zurückgezogener lebt.

    Du vermischt da was.

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    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Es gab mal eine Zeit, da haben sich die Dichter und Denker daran ausgelassen und meinten, Menschen seien edel, hilfreich und gut.
    Du kämpfst schon mit der Grammatik und deswegen ist deine Schlussfolgerung falsch. Goethe schrieb:
    "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut". Er schrieb es im Konjunktiv und es war eine Aufforderung.

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Ich hatte wahrscheinlich zu viel Literatur in der Schule. Denn ich stellte mir ein Leben in einer Gesellschaft so vor, dass sich alle gegenseitig stützen und tragen. Ich stellte mir das so vor, dass ich zum Beispiel in einem Viertel lebe oder in einer Gemeinschaft Sport betreibe oder einem Hobby nachgehe... Egal was, es ist egal wer zu dieser Gemeinschaft gehört, er gehört eben einfach dazu und ist integriert.
    Ich hatte Deutsch als Leistungskurs und das mit einem klaren Einser-Schnitt. Entweder hattet ihr ausschließlich Hedwig Courths-Maler oder du hast den größten Teil der deutschen Literatur verpasst.

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Aber das Leben ist scheinbar nur Fortpflanzung. Und wenn wie jetzt Überbevölkerung herrscht, rotten sich die Menschen gegenseitig aus. Heute ist es der Terror. Was die Evolution damit bezwecken will, weiß ich nicht. Es geht wohl eher in die Richtung, dass uns die Erde bald ab schütteln muss.
    Zu diesem Gequengel möchte ich mich nicht äußern. Meine Vorjahren waren arme Handwerker oder Bauern. Ich wollte nicht einen einzigen Tag in meinem Leben mit ihnen tauschen.

  8. gesperrt

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    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von Makrele Beitrag anzeigen
    Meine Vorjahren waren arme Handwerker oder Bauern. Ich wollte nicht einen einzigen Tag in meinem Leben mit ihnen tauschen.
    kurz gedachter Kulturpessimismus bringt uns tatsächlich nicht weiter, er ändert nichts und - ganz richtig - er ist auch in der Sache nicht zutreffend. ICH hätte auch nicht mit Ludwig IVX tauschen wollen, der bei lebendigem Leibe verfaulte. nicht nur des Wundbrandes wegen, sonder weil seine Leibärzte auch noch die letzten gesunden Reste verpfuschten. Alle Zähne gezogen, dabei den Kiefer zerbrohen, ein Stück vom Gaumen herausgebrochen und zur Desinfektion mit glühendem Eisen gebrannt. richtig essen und trinken konnte er logischerweise nicht mehr, aber er stank zum Gotterbarmen bis der sich tatächlich seiner erbarmte

  9. Inaktiver User

    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Die Geschichte um den armen Louis erzählte mir mein Zahnarzt, während er mir einen Zahn extrahierte. Wie dem Mann beim Essen die Suppe durch die Nase gelaufen ist. Vor dem versammelten Hof.

    Das hat mich Demut und Dankbarkeit ob unserer neumodischen Zeiten gelehrt. Wenn auch nicht gerade in diesem Moment.

  10. gesperrt

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    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    immerhin war es eine Freundin (<--- soziales Leben, topic), die einen Zahnarzt kannte, der Betäubungsspritzen auch bei normaler Zahnbehandlung setzte. die man natürlich selbst bezahlen musste, auf heute hochgerechnet würde ich da so einen Hunni veranschlagen. Aber in den frühen 1960-er Jahren war sowas ein absolutes Novum

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