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  1. Inaktiver User

    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    @ Hilfskonstruktion, so wie du dein Leben beschreibst, kann ich alles gut nachvollziehen und auch verstehen. Das würde mir auch reichen.

    Das hat ja auch was damit zu tun, in welcher Lebensphase man sich befindet. Und manchmal ist man eben auch einfach ausgebucht.
    Das denke ich auch, es hat sowohl mit einem selbst zu tun, als auch den Umständen.

    Würde ich ganz allein wohnen und in einem Einzelbüro arbeiten hätt sicherlich auch ich mehr Bedürfnis nach Kontakt und würde gern abends noch jemanden treffen.

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    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Erster Achter, ich verachte dich bestimmt nicht!

    Ich kenne viele introvertierte Menschen. Die sind mir nicht unsympathisch! Mein Vater ist zum Beispiel ein ganz ruhiger Mensch. Aber er hat so viel auszusagen mit sehr sehr wenigen Worten.

    Da werde ich von dir missverstanden. Ich empfinde introvertierte Menschen nicht als unsozial. Das hat für mich überhaupt nichts damit zu tun.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
    > fritzi: "verplant zu sein" empfinde ich auch als enormen Stress! Darum vermeide ich es, wann immer es möglich ist. Ist es nicht bei Arztterminen ober beruflichen, bei der Goldenen Hochzeit meiner Eltern und beim 60. des besten Freundes und wenn der Dachdecker kommen muss. Dazwischen schieben sich erfahrungsgemäß immer irgendwelche unvorhergesehenen Termine, dann wird aus dem netten Grillabend eine lästige Verpflichtung. Kann doch auch nicht im Sinne der Gastgeber sein, oder?
    Wäre deine lahmende Bekannte ich, dann wollte ich dich nicht "warmhalten", sondern ich treffe mich gern mit dir (wenn ich wirklich Zeit habe, sonst rede ich einfach nur gerne mit dir), aber - s.o. - ich würde mich trotzdem ungern festlegen.
    Sie ist eigentlich nicht "lahm", sondern eher "Hans-Dampf-in-allen-Gassen" (ist eigentlich egal, wollte nur das Bild, das ich vlt falsch gezeichnet habe, korrigieren).
    Spontan geht bei ihr auch nicht, also wie soll ein Treffen dann ohne Festlegung stattfinden? Es wäre für mich ok, wenn sie sich nur melden würde, wenn sie Kapazitäten hätte und wenn das nie wäre, wäre das auch fein.
    Dass sie sich immer wieder meldet wegen Treffen, die dann nie stattfinden, ist der Punkt, der mich stresst.
    Ich nehme mal an, dass Du das nicht machst?

    Im übrigen verstehe ich durchaus diejenigen, die schildern, dass ihnen ihre Sozialkontakte genügen und dass sie sich nicht auf Veranstaltungen und weiteren Treffen tummeln wollen.
    Was ich aber nicht nachvollziehen kann, ist der Punkt, den Spatz aufgegriffen hat: warum verstehen es manche von Euch als Zumutung, überhaupt eingeladen zu werden (Leute, die nerven, die man so wenig braucht, wie Zahnschmerzen und Migräne)?
    Was hindert Euch, einfach abzusagen und gut?
    Ich kenne die Schwierigkeit, dass Absagen zigmal hinterfragt werden (weil mein Mann es nicht mag, zu verplant zu sein, sagen wir durchaus auch Einladungen ab, zu denen ich allein nicht gerne gehe) nicht.
    Ich denke, dass das eher passiert, wenn die Kommunikation nicht klar genug war und wenn man sich vor "wir sollten mal"-s nicht in acht genommen hat, wie zB die Nachbarn aus FrauKleins Beispiel.
    Mein Mann achtet zB peinlich darauf, auf diese nicht zustimmend zu reagieren, sondern eher mit Antworten wie "sieht bei uns gerade schlecht aus", "vielleicht, wenn wir mal mehr Kapazitäten haben, so im Jahr 2025" abzuwiegeln.
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"

  4. gesperrt

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    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von fritzi72 Beitrag anzeigen
    Dass sie sich immer wieder meldet wegen Treffen, die dann nie stattfinden, ist der Punkt, der mich stresst.

    I .
    Das nervt, wenn es öfter vorkommt und hat für mich schon leicht pathologische Züge

    Einladungen werden als Zumutung empfunden? Das muss ich überlesen haben. Belastend im Falle einer Zusage: das ja, deshalb sage ich dann nicht zu. Das verplant sein finde ich ebenfalls sehr belastend, darum reduziere ich es auf das geringstmögliche Maß

  5. Moderation

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    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es erleichtert mich, dass viele hier sich ebenfalls wenig aus Geselligkeit außerhalb des engsten Familien- und Freundeskreises machen. Ich komme mir immer zickig und ein bisschen asozial vor, weil ich die meisten Einladungen als Zumutung empfinde.
    Es ist oft mein erster Impuls, zu heulen, "Oh nein, nicht auch DAS noch" -- also die Einladung als einen mir gräßlichen und unerwünschten Griff auf meine Zeit zu betrachten, geradezu als eine Grenzverletzung. Es ist ein automatischer Defensivreflex, der daher kommt, daß ich dazu tendiere, viel zu viel um die Ohren zu haben, und jedes bißchen mehr mir als der Strohhalm erscheint, unter dem ich Esel zusammenbrechen werde.

    Zum Glück fange ich mich fast immer, bevor ich anfange, hörbar "ih-ah" zu sagen, und das Interesse anderer Leute an mir, ihren Wunsch, mit mir zu tun zu haben oder mir was gutes zu tun, als "Zumutung" zu bezeichnen. Nur weil man stets beschützerischer innerer Schweinehund das so sieht, heißt ja nicht, daß es so ist. Die meinen es nicht böse. Die machen das nicht, um mich zu ärgern. Die leben nicht auf meine Kosten. Die wollen mir nur Kuchen geben, und ich will gerade keinen Kuchen.

    Also bedanke ich mich, und lehne höflich und bedauernd ab. Oder ich sage, "Ich muß nachdenken"; und wenn das laute Geheul unterm Sofa verstummt ist und ich in Ruhe denken kann, überlege ich, ob ich Zeit oder Lust habe, mit den Leuten was zu unternehmen oder Kuchen zu essen, oder nicht, und sage dann zu, oder nicht.

    Ich mag mich nicht, wenn ich wider besseres Wissen meinen Freunden und Bekannten unterstelle, mich zu hassen, nur weil ich mich gerade gehetzt fühle.
    Geändert von wildwusel (29.05.2017 um 01:04 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  6. Moderation

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    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von Gruenekatze Beitrag anzeigen
    Was mich wundert, warum werdet ihr denn immer noch eingeladen, wenn ihr so deutliche Zeichen gebt, dass ihr gar keine Lust darauf habt?
    Bei uns kriegt meist jeder eine Einladung, der interessiert sein *könnte*. Auch wenn der schon 15 Mal abgesagt hat, kann ja ein sechzehntes Mal absagen, oder er hat endlich sein Projekt abgeschlossen, die Tochter braucht keine Hausaufgabenbetreung mehr, die Tabletten wirken, und man kriegt ihn mal wieder zu sehen.

    Wer nicht mehr eingeladen werden will, fährt besser mit "Ich möchte nicht mehr eingeladen werden" oder "Ich habe an dieser Aktivität kein Interesse mehr". Ich habe noch nicht erlebt, daß jemand so cool, spannend und unverzichtbar gewesen wäre, daß seine Freunde diesen Wunsch nicht respektieren.

    Ein bißchen wie Mailinglisten. Wer sich nicht austrägt, bleibt drauf, auch wenn er nie was schreibt.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von fritzi72 Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass das eher passiert, wenn die Kommunikation nicht klar genug war und wenn man sich vor "wir sollten mal"-s nicht in acht genommen hat, wie zB die Nachbarn aus FrauKleins Beispiel.
    Mein Mann achtet zB peinlich darauf, auf diese nicht zustimmend zu reagieren, sondern eher mit Antworten wie "sieht bei uns gerade schlecht aus", "vielleicht, wenn wir mal mehr Kapazitäten haben, so im Jahr 2025" abzuwiegeln.
    Und das ist jetzt eine klare und bessere Kommunikation? Na super. Damit gibt er zu verstehen, dass die einladenden Nachbarn eben nur Priorität Z haben, aber man sich ggf. irgendwann mal herablässt auf die Einladung zurückzukommen... wenn alle anderen keine Zeit haben.
    Also dann lieber gleich ein ehrliches "Das ist nicht unserDing", da beleidigt man wenigstens niemand.

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    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Woran genau machst du das mit der "sozialen Verarmung" denn fest (außer daran, dass du selbst weniger Sozialkontakte hast)?
    Na, an deren Aussagen vulgo Gejammer. Manchmal sieht man sich ja doch. Für mein Umfeld ist das dann fast wie ein paar Stunden Urlaub, was früher Alltag war und was sie auch gerne wieder als solchen hätten. Wie gesagt, es sind ja alles eigentlich gesellige Menschen, bei denen baut sich richtig Leidensdruck auf, wenn man sich gar nimmer unter der Woche sehen kann und an den Wochenenden auch nicht regelmäßig. Und den kommunizieren sie.
    Nur ist er halt noch nicht so stark, dass entsprechend gehandelt wird, um wieder halbwegs ein Gleichgewicht bzw. ein Gegengewicht zur Arbeitsbelastung anzustreben.
    Ich rechne da täglich mit den ersten Burnouts oder Herzkaschperln - aber schlimmer, das tun sie selber auch und strampeln trotzdem weiter...

    Wenn du so viel freie Zeit hast, kannst du aber vielleicht eben auch nicht nachvollziehen, was es heißt, im Job viel Verantwortung und/oder eine Führungsposition zu übernehmen.
    Öööhm, ich war bis zu meiner urplötzlichen schweren Erkrankung vor ca. eineinhalb Jahren auch 20 Jahre lang selbständig (und hoffe, irgendwann zumindest wieder physisch in der Lage zu sein, weiterzumachen, weil auch meine Tätigkeit ziemlich befriedigend ist. Ob ich dem hohen Anspruch und der Konzentration geistig noch gewachsen bin, kann sich erst dann herausstellen).
    Nur hab ich von Anfang an drauf geachtet, dass das nicht, auch nicht schleichend, so ausufert, dass es keinen Raum mehr lässt für all die andere Shyce, die ich noch so im Kopf habe, und - für soziale Kontakte, Freundschaften, Beziehung.

  9. gesperrt

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    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von Alpenmohn Beitrag anzeigen
    Damit gibt er zu verstehen, dass die einladenden Nachbarn eben nur Priorität Z haben, aber man sich ggf. irgendwann mal herablässt auf die Einladung zurückzukommen... wenn alle anderen keine Zeit haben.

    .
    Aber das trifft es doch gar nicht! Er kann nur zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen, was in drei oder sechs Wochen sein wird - oder auch nur am Wochenende oder im Extremfall sogar heute Abend. Mein Installateur hatte letzte Woche mehrere solcher Tage, Wochenende inklusive und das lag nicht an ihm. Der wäre ziemlich sicher weitaus lieber zu deinem Grilltreffen gekommen als sich mit unserem Heizungsproblem rumzuschlagen.
    Ich kann HEUTE eine Einladung wunderbar finden, der Terminkalender ist nahezu wolkenlos. Aus Erfahrung weiß ich aber, dass sich das in der Zwischenzeit ganz massiv ändern kann und meistens auch tut. und das sind dann immer Dinge, die nicht verschiebbar und eben auch wichtiger sind als die Einladung. Für die ich möglicherweise sogar noch Zeit hätte, aber keinen Nerv mehr

    An alle ob der Absagen Pikierten: WIE kann, wie darf, wie soll ich mein "weiß noch nicht" formulieren, damit es akzeptiert werden kann? und wenn das gar nicht geht: wie die Absage?

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    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
    Aber das trifft es doch gar nicht! Er kann nur zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen, was in drei oder sechs Wochen sein wird - oder auch nur am Wochenende oder im Extremfall sogar heute Abend.
    Schön, aber ich bezog mich auf fritzi72 und "ich habe derzeit keine Kapazitäten bis 2025" als Antwort auf die Anfrage von Nachbarn auf ein gemeinsames Grillen aller Nachbarn.

    Wenn das meine beste Freundin mit einem Augenzwinkern sagt, verstehe ich das so, wie von dir beschrieben. Wenn es ein mir fast unbekannter Nachbar als Antwort gibt, wäre ich durchaus verwirrt.
    Warum sagt er also nicht einfach, das was du schreibst: Ich bin die nächsten 6 Wochen total ausgebucht, aber nette Idee, ich komme darauf zurück, sobald ich etwas Luft habe.
    Aber oh nein, dann müsste er ja tatsächlich irgendwann darauf zurück kommen oder wird nochmal gefragt, so wie FrauKlein es vermutlich (zu recht) tun würde... aber eigentlich will er das doch gar nicht. Unverbindlich ist nur die höflichere Absage (so meint man).

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