Kambara, in diese Richtung geht meine Vermutung, warum da derart übertrieben und abfällig gelästert wird.
@ie-wald: siehst, so meinte ich das. Das klingt doch schon ganz anders, verständlich rübergebracht.
@Makrele, meine? Wortwahl? Ich habe nur die aufgewühlten Kommentare zusammengefasst (und deine sind schon extrem bissig..) und mich über die Heftigkeit gewundert, nichts weiter. Was du daraus bastelst in Bezug auf mich, sagt mehr über dich aus als über mich, siehe letzter Beitrag von Kambara.
;-)
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28.05.2017, 13:35Inaktiver User
AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen
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28.05.2017, 13:40Inaktiver User
AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen
Woran genau machst du das mit der "sozialen Verarmung" denn fest (außer daran, dass du selbst weniger Sozialkontakte hast)?
Wenn du so viel freie Zeit hast, kannst du aber vielleicht eben auch nicht nachvollziehen, was es heißt, im Job viel Verantwortung und/oder eine Führungsposition zu übernehmen. Früher, als ich noch so eine Art "Sachbearbeiterstatus" hatte, fand ich private Pläusche am Grill auch noch ganz nett. Mittlerweile besteht mein Alltag daraus, mindestens sechs von 10 Stunden mit Mitarbeitern oder Kunden zu sprechen oder in Meetings zu sitzen. Mein Bedarf an Konversation ist nach einem durchschnittlichen Tag mehr als gedeckt, und bei einer Grillparty unter der Woche würde ich stumm wie ein Fisch daneben sitzen.
Ich schätze die virtuelle Art der Kommunikation aber sehr, denn emails oder sonstige Nachrichten funktionieren in meiner eigenen Zeitschiene und in meinem eigenen Tempo. Gäbe es die elektronischen Helferlein nicht, wäre mein ohnehin schon kleiner Freundeskreis, der über die ganze Welt verstreut ist, vermutlich nicht existent. Das sind aber auch Leute, mit denen ich "tiefere" Erlebnisse teile, und daher liegt mir auch etwas daran, diese Kontakte aufrecht zu erhalten.
Wenn ich dagegen nach einem durchschnittlich stressigen Tag die Nachbarn im Treppenhaus höre, stelle ich den Müllbeutel lieber nochmal ab und warte, bis sie wieder in ihrer Wohnung verschwunden sind, denn für smalltalk habe ich da null Kapazitäten.
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28.05.2017, 13:44
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28.05.2017, 14:30Inaktiver User
AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen
@Spatz: Ob das für andere Diskutanten so gilt, weiß ich nicht. Ich nur für mich sprechen. Die Menschen sind grundverschieden, auch wenn sie sich in einem Punkt ähneln.
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28.05.2017, 15:51
AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen
Haha 😂 Exakt, kenne ich.....
Es ist auch grundsätzlich eine Frage der Lebensphase. Mit Mitte 40 und Kind, Kegel etc. ist man doch einfach noch mehr ausgefüllt mit Tätigkeiten unter der Woche. Da springt man eben selten spontan auf ein Bier zum Nachbarn rein (kommt mal vor, aber eben wesentlich seltener als noch vor 20 Jahren). Finde ich aber auch überhaupt nicht schlimm. Und auf was ich echt mittlerweile total verzichten kann, sind Nachbarschaftsfeste, Betriebsausflüge mit 'lustigem Ausklang ' und ähnliche Veranstaltungen 🙄. Wo dann in der Regel vor allem über alle, die abgesagt haben, hergezogen wird. Da gehe ich echt lieber zum Sport, spiele Brettspiele mit den Kids oder gehe mit den Hunden spazieren 😬👍. Wenn das ungesellig ist, ist das halt so. Jeder nach seiner Facon.....
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28.05.2017, 16:57Inaktiver User
AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen
Warum dachte ich bis jetzt, nur ich mache das so?

Ja, Introvertierte kommen oft besser miteinander klar als mit Extrovertierten. Nur finden die Introvertierten einander aufgrund ihrer Zurückhaltung nicht so leicht und haben dafür die extrovertierte, für sie stressige Bekannte am Hals.
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28.05.2017, 17:05Inaktiver User
AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen
Danke Dir, aber ich möchte mich trotzdem kurz dazu erklären. Zum einen bin ich ein Einpersonenbetrieb und habe daheim mein Büro. Das Arbeitszimmer sperre ich schon deswegen zu, weil dort meine Geschäftsunterlagen sind, und die gehen niemanden außer mir, meinen Kunden und teilweise noch den Steuerberater bzw. das Finanzamt etwas an. Meine direkte Nachbarin, die fast immer unsere Blumen gießt, wenn wir weg sind, weiß, dass alles abgesperrt ist, und ihr ist es egal. Wenn mit Strom oder Wasser etwas sein sollte: Der Sicherungskasten ist im Gang, und der Haupthahn für unsere Wohnung ist im Klo - und das bleibt offen.
Und da die Blumen alle in einem Raum sind, muss die Blumensitterin auch sonst nirgends hin.
Wenn ich bei meiner Nachbarin Blumen gieße, gehe ich auch nur in die Küche, wo sie dann ihre Pflanzen zusammenstellt. Der Rest geht mich nichts an. Die anderen Türen sind dann alle zu, aber ob sie auch abgesperrt sind, weiß ich nicht.
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28.05.2017, 17:08Inaktiver User
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28.05.2017, 17:31Inaktiver User
AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen
@Müll erst raustragen, wenn die Nachbarn aus dem Treppenhaus verschwunden sind:
Hab ich auch schon - sporadisch - gemacht
Ich wohnte einmal über einer Dame, deren Gesprächseinstieg grundsätzlich darin begann, sich über irgendetwas zu beklagen. Das Thema war nicht in zwei oder drei Sätzen erledigt, sondern sie konnte minutenlange Monologe über den schrecklichen Vermieter, die Nebenkostenabrechnung, das Wetter, die Taubensch*** auf dem Balkon und die laute Musik ihres direkten Nachbarn führen. Ich kam mir immer unhöflich vor, mich zu verabschieden, bevor sie ausgesprochen hatte, fühlte mich also gezwungen zu warten, bis sie fertig war. Um dem zu entgehen, bin ich schließlich gar nicht mehr ins Treppenhaus gegangen, wenn sie darin zu hören war.
Zu jener Zeit war mir ab und zu aufgefallen, dass eine bestimmte andere Wohnungstür oft dann aufging, wenn ich gerade wieder in meiner Wohnung verschwunden war. Hab damals gedacht, diese Person will speziell mich nicht sehen.
Daher ist es beruhigend zu lesen, dass dieses Verhalten nicht zwingend personenabhängig sein muss.
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28.05.2017, 18:01
AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen
Es ist herrlich befreiend, offen über die eigenen Wünsche und Vorlieben zu schreiben und diese auch zu leben. Dass man damit dem ein oder anderen Gutmenschen auf die Füße tritt, ist irgendwie auch egal.
Ob du die Kommentare gehässig, bissig oder was auch immer findest, ändert doch gar nichts und erheitert mich eher. Ich freue mich sehr darüber, dass es anscheinend vielen ähnlich geht und sie erzwungene Kontakte meiden.


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