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  1. Inaktiver User

    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Kambara, in diese Richtung geht meine Vermutung, warum da derart übertrieben und abfällig gelästert wird.

    @ie-wald: siehst, so meinte ich das. Das klingt doch schon ganz anders, verständlich rübergebracht.

    @Makrele, meine? Wortwahl? Ich habe nur die aufgewühlten Kommentare zusammengefasst (und deine sind schon extrem bissig..) und mich über die Heftigkeit gewundert, nichts weiter. Was du daraus bastelst in Bezug auf mich, sagt mehr über dich aus als über mich, siehe letzter Beitrag von Kambara.
    ;-)

  2. Inaktiver User

    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von SignorinaLimoncella Beitrag anzeigen
    So schauts aus. Zumindest in meinem Umfeld.
    Mein Freundes- und Bekanntenkreis besteht eigentlich durchweg aus recht geselligen Menschen.

    ...

    Die Leute leiden aber unter dieser sozialen Verarmung!

    ....

    Scheint so, dass weniger innerer Widerstand gegen diese soziale Verarmung empfunden wird als gegen eine Modifizierung der Arbeitsbelastung.
    An beides hat man sich wohl schleichend gewöhnt.

    Bei im Laufe der Jahre neu hinzugekommenen Menschen im Freundeskreis - gleiche Altersklasse, gleiches Bild...

    Ich bin ein geselliges Kerlchen und ich habe ausreichend freie Zeit, ich leide unter dieser Entwicklung.
    Obwohl ich mir durchaus selbst genüge und ich mich alleine beschäftigen kann (wenns auch seit meiner Erkrankung weitgehend Essig ist mit meinen Hobbies).
    Aber doch nicht immer! Mööp.
    Woran genau machst du das mit der "sozialen Verarmung" denn fest (außer daran, dass du selbst weniger Sozialkontakte hast)?

    Wenn du so viel freie Zeit hast, kannst du aber vielleicht eben auch nicht nachvollziehen, was es heißt, im Job viel Verantwortung und/oder eine Führungsposition zu übernehmen. Früher, als ich noch so eine Art "Sachbearbeiterstatus" hatte, fand ich private Pläusche am Grill auch noch ganz nett. Mittlerweile besteht mein Alltag daraus, mindestens sechs von 10 Stunden mit Mitarbeitern oder Kunden zu sprechen oder in Meetings zu sitzen. Mein Bedarf an Konversation ist nach einem durchschnittlichen Tag mehr als gedeckt, und bei einer Grillparty unter der Woche würde ich stumm wie ein Fisch daneben sitzen.

    Ich schätze die virtuelle Art der Kommunikation aber sehr, denn emails oder sonstige Nachrichten funktionieren in meiner eigenen Zeitschiene und in meinem eigenen Tempo. Gäbe es die elektronischen Helferlein nicht, wäre mein ohnehin schon kleiner Freundeskreis, der über die ganze Welt verstreut ist, vermutlich nicht existent. Das sind aber auch Leute, mit denen ich "tiefere" Erlebnisse teile, und daher liegt mir auch etwas daran, diese Kontakte aufrecht zu erhalten.

    Wenn ich dagegen nach einem durchschnittlich stressigen Tag die Nachbarn im Treppenhaus höre, stelle ich den Müllbeutel lieber nochmal ab und warte, bis sie wieder in ihrer Wohnung verschwunden sind, denn für smalltalk habe ich da null Kapazitäten.

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    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es erleichtert mich, dass viele hier sich ebenfalls wenig aus Geselligkeit außerhalb des engsten Familien- und Freundeskreises machen. Ich komme mir immer zickig und ein bisschen asozial vor, weil ich die meisten Einladungen als Zumutung empfinde.

    Es macht mir viel mehr Spaß, gemütlich zu Hause ein Buch zu lesen oder Radio zu hören. Meine beste Freundin wohnt auf der Strecke zu meinem Lieblingseinkaufzentrum. Ich treffe sie oft zufällig auf dem Weg, was uns beide freut und als uns als direkter Kontakt völlig ausreicht. Zusätzlich schreiben wir uns jeden Tag.

    Meinen besten Freund treffe ich im Rahmen einer Fahrgemeinschaft alle paar Monate, ansonsten täglich kurz auf Skype. Einen anderen Freund sehe ich nur alle paar Jahre live, doch täglich auf Skype.

    Meine Eltern besuche ich ungefähr einmal im Monat für zwei, drei Tage.

    Mit den Nachbarn pflege ich Smalltalk im Treppenhaus, weil mir eine nette, friedliche Hausgemeinschaft mit gegenseitigen, kleinen Hilfsleistungen (Paketannahme, Blumengießen usw.) wichtig ist. Näher möchte ich nicht mit ihnen zu tun haben.

    Ernsthaft, ich fühle mich gerade viel besser, weil mein mangelndes Kontaktbedürfnis nicht die große Ausnahme ist, für die ich es hielt.
    Zinn, das liest sich so sympathisch von dir, dass ich da mit meinem zurückhaltenden Kontaktbedürfnis glatt eine Ausnahme machen würde

  4. Inaktiver User

    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    @Spatz: Ob das für andere Diskutanten so gilt, weiß ich nicht. Ich nur für mich sprechen. Die Menschen sind grundverschieden, auch wenn sie sich in einem Punkt ähneln.

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    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich dagegen nach einem durchschnittlich stressigen Tag die Nachbarn im Treppenhaus höre, stelle ich den Müllbeutel lieber nochmal ab und warte, bis sie wieder in ihrer Wohnung verschwunden sind, denn für smalltalk habe ich da null Kapazitäten.
    Haha 😂 Exakt, kenne ich.....
    Es ist auch grundsätzlich eine Frage der Lebensphase. Mit Mitte 40 und Kind, Kegel etc. ist man doch einfach noch mehr ausgefüllt mit Tätigkeiten unter der Woche. Da springt man eben selten spontan auf ein Bier zum Nachbarn rein (kommt mal vor, aber eben wesentlich seltener als noch vor 20 Jahren). Finde ich aber auch überhaupt nicht schlimm. Und auf was ich echt mittlerweile total verzichten kann, sind Nachbarschaftsfeste, Betriebsausflüge mit 'lustigem Ausklang ' und ähnliche Veranstaltungen 🙄. Wo dann in der Regel vor allem über alle, die abgesagt haben, hergezogen wird. Da gehe ich echt lieber zum Sport, spiele Brettspiele mit den Kids oder gehe mit den Hunden spazieren 😬👍. Wenn das ungesellig ist, ist das halt so. Jeder nach seiner Facon.....

  6. Inaktiver User

    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Wenn ich dagegen nach einem durchschnittlich stressigen Tag die Nachbarn im Treppenhaus höre, stelle ich den Müllbeutel lieber nochmal ab und warte, bis sie wieder in ihrer Wohnung verschwunden sind, denn für smalltalk habe ich da null Kapazitäten.
    Warum dachte ich bis jetzt, nur ich mache das so?




    Zitat Zitat von Kleiner_Vogel Beitrag anzeigen
    Zinn, das liest sich so sympathisch von dir, dass ich da mit meinem zurückhaltenden Kontaktbedürfnis glatt eine Ausnahme machen würde

    Ja, Introvertierte kommen oft besser miteinander klar als mit Extrovertierten. Nur finden die Introvertierten einander aufgrund ihrer Zurückhaltung nicht so leicht und haben dafür die extrovertierte, für sie stressige Bekannte am Hals.

  7. Inaktiver User

    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    *hüstel* Bitte bleibt beim Thema. Das Anschließen von Wohnräumen gegenüber dem Blumensitter ist off-topic. Danke, Mary
    Danke Dir, aber ich möchte mich trotzdem kurz dazu erklären. Zum einen bin ich ein Einpersonenbetrieb und habe daheim mein Büro. Das Arbeitszimmer sperre ich schon deswegen zu, weil dort meine Geschäftsunterlagen sind, und die gehen niemanden außer mir, meinen Kunden und teilweise noch den Steuerberater bzw. das Finanzamt etwas an. Meine direkte Nachbarin, die fast immer unsere Blumen gießt, wenn wir weg sind, weiß, dass alles abgesperrt ist, und ihr ist es egal. Wenn mit Strom oder Wasser etwas sein sollte: Der Sicherungskasten ist im Gang, und der Haupthahn für unsere Wohnung ist im Klo - und das bleibt offen.

    Und da die Blumen alle in einem Raum sind, muss die Blumensitterin auch sonst nirgends hin.

    Wenn ich bei meiner Nachbarin Blumen gieße, gehe ich auch nur in die Küche, wo sie dann ihre Pflanzen zusammenstellt. Der Rest geht mich nichts an. Die anderen Türen sind dann alle zu, aber ob sie auch abgesperrt sind, weiß ich nicht.

  8. Inaktiver User

    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von teamsheldon Beitrag anzeigen
    Mein Gedanke war, vielleicht liegt da auch der Schlüssel zu dem Phänomen, dass bei manchen Menschen immer alle keine Zeit haben oder zu Feiern zum Großteil absagen.
    Wie meinst Du das?

    Nachstehend noch einmal der Beitrag, auf den Du Dich beziehst:

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    ich bin auch gerade fassungslos und wuerde es genauso empfinden
    zumal, wenn ich eine wohnung betreue ich dann auch in alle raeume schauen wuerde, denn, es kann immer mal etwas sein

    gerade so dinge wie heizkoerper undicht oder sonstiger wasserschaden, fenster nicht geschlossen, rollo ist unten

    all das wollte und wuerde ich nachschauen
    und wenn auf einmal ein rinnsal wasser unter der tuere durchlaeuft in der wohnung die ich betreue und ich kann dann nicht in den raum, kaeme ich mir als "betreuer" schon ein wenig veraeppelt vor
    denn in dem moment stehe ICH vor dem problem, das der wohnungsmieter/eigentuemer mir den zugang verwehrt aus reinem mißtrauen, waere es das erste und das letzte mal, das ich so etwas freiwillig mache

  9. Inaktiver User

    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    @Müll erst raustragen, wenn die Nachbarn aus dem Treppenhaus verschwunden sind:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Warum dachte ich bis jetzt, nur ich mache das so?
    Hab ich auch schon - sporadisch - gemacht

    Ich wohnte einmal über einer Dame, deren Gesprächseinstieg grundsätzlich darin begann, sich über irgendetwas zu beklagen. Das Thema war nicht in zwei oder drei Sätzen erledigt, sondern sie konnte minutenlange Monologe über den schrecklichen Vermieter, die Nebenkostenabrechnung, das Wetter, die Taubensch*** auf dem Balkon und die laute Musik ihres direkten Nachbarn führen. Ich kam mir immer unhöflich vor, mich zu verabschieden, bevor sie ausgesprochen hatte, fühlte mich also gezwungen zu warten, bis sie fertig war. Um dem zu entgehen, bin ich schließlich gar nicht mehr ins Treppenhaus gegangen, wenn sie darin zu hören war.

    Zu jener Zeit war mir ab und zu aufgefallen, dass eine bestimmte andere Wohnungstür oft dann aufging, wenn ich gerade wieder in meiner Wohnung verschwunden war. Hab damals gedacht, diese Person will speziell mich nicht sehen.

    Daher ist es beruhigend zu lesen, dass dieses Verhalten nicht zwingend personenabhängig sein muss.

  10. User Info Menu

    AW: Freunde/Sozialleben out oder nur bei den Anderen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe nur die aufgewühlten Kommentare zusammengefasst (und deine sind schon extrem bissig..) und mich über die Heftigkeit gewundert, nichts weiter.
    Es ist herrlich befreiend, offen über die eigenen Wünsche und Vorlieben zu schreiben und diese auch zu leben. Dass man damit dem ein oder anderen Gutmenschen auf die Füße tritt, ist irgendwie auch egal.

    Ob du die Kommentare gehässig, bissig oder was auch immer findest, ändert doch gar nichts und erheitert mich eher. Ich freue mich sehr darüber, dass es anscheinend vielen ähnlich geht und sie erzwungene Kontakte meiden.

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