Ich lese gleich weiter, aber schon mal das, was mir jetzt spontan einfiel:
Nimm dir Zeit für dich, gönne dir täglich ganz bewusst etwas Gutes.
Konzentriere dich auf das Jetzt und sei mit dem Kopf nicht schon woanders.
Was siehst du? Was ist gerade positiv? Was fühlst du? Freust du dich ein bisschen über die Sonnenstrahlen auf deiner Haut? Fühlt sich die Wärme gut an?
Wie fühlt sich der Stoff deines Mantels an? Wie fällt er? Wie wirken die Farben in der Sonne?
Ist dir das bewusste Erleben, ein sinnliches Leben, etwas abhanden gekommen und deine Gefühlswelt ist verhungert?
Füttere sie konsequent jeden Tag ein bisschen zur Wiederbelebung.
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21.05.2017, 22:01
AW: Auf der Suche nach meinen Gefühlen
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21.05.2017, 22:08
AW: Auf der Suche nach meinen Gefühlen
Ja, das ist doch dann wirklich ein Weg zurück ins Fühlen:
schließe die Augen und fühle die Rinde von Bäumen, laufe barfuß durchs Gras, schmecke verschiedene Obst- und Gemüsesorten bewusst, genieße das meditative Gefühl des Radfahrens und mach dich selbst beim Wandern auf Positives aufmerksam.
Stress reduzieren - hm...kannst du etwas umstrukturieren, verändern und dir so Freiräume zur Erholung schaffen?
Nachtrag: ups, eigentlich steht hier schon alles. Aber so habe ich's nochmal bekräftigt.
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22.05.2017, 18:13
AW: Auf der Suche nach meinen Gefühlen
So, guten Abend ich bin wieder da und versuche mal den Faden von gestern weiter aufzudröseln und auf die weiteren Gedanken und Anregungen einzugehen.
Erst mal vielen Dank, dass ihr mich gestern aus meinem "Katastrophenmodus" geholt habt, es scheint tatsächlich noch nicht Hopfen und Malz verloren zu sein
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Was/welche Gefühle vermisse ich - zuallerst dieses "freuen wie Bolle", dann hätte ich gerne diese tiefe Zufriedenheit, wenn etwas richtig gut gelungen ist und dann das Bewusstsein, es reicht, mehr kann und will ich nicht. Das steht ganz oben auf meiner Wunschliste.
Mir ist das Fehlen schon eine Weile bewusst und ich hab da auch schon einiges unternommen, aber ich komm nicht weiter.
Grundsätzlich frühstücke ich - jetzt wo es morgens wieder hell und wärmer ist - draußen, ich kann zu Fuß zur Arbeit und hab auch die Möglichkeit mittags zu Hause zu essen. Ich hab ein Vierteljahr eine Liste über die drei schönen Dinge geführt, eine zeitlang jeden Tag ein Foto geknipst, von etwas was mir gefallen hat, was ich schön fand. Wir sind viel draußen, ich genieße das Frühjahr sehr, aber, Pimenteira beschreibt es sehr gut, das kommt nicht bei mir innen an.
Pimenteira, vielen Dank für deinen Beitrag, Deine Beschreibung trifft es sehr gut.
Vielleicht ist das tatsächlich ein Ansatz.
Ich denke darüber nach, ob ich mir die ganzen Jahre nicht das "Fühlen" aus Gründen der Effizienz abgewöhnt habe.
Vielleicht kann ich mir die auch wieder angewöhnen?Gute Vorsätze:
Weniger Pflichten erfüllen und mehr eigene Wünsche, nicht so viele Aufgaben erledigen, sondern öfter mal das Erledigen aufgeben und vor allem leben!!
...von einer Geburtstagskarte
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22.05.2017, 19:33Inaktiver User
AW: Auf der Suche nach meinen Gefühlen
Ich empfehle Dir das Hörbuch: "Es ist immer Jetzt!" von Eckhart Tolle
Inhaltsangabe:
Warten wir nicht immer auf den nächsten Moment? Der jetzige Moment scheint nie genug zu sein. So lebt jeder unbewusst, als wäre der jetzige Moment ein Hindernis und die Erfüllung läge in der Zukunft. Auf der Suche nach uns selbst übersehen wir ständig die Tiefendimension des JETZT, die untrennbar mit der Dimension der Stille verbunden ist. Das ganze Leben findet immer im JETZT statt, es gibt nichts anderes. Mit dieser Erkenntnis vollzieht sich, wie Eckhart hier sagt, eine Bewusstseinsveränderung, eine tiefere Dimension des Seins wird erfahren, die jenseits von Gedanken liegt.
Unser Glück, unsere Freude, Erfüllung finden wir nicht im Gegenständlichen. Das sind jeweils nur kurze Momente die schnell verpuffen.
Höre Dir an was er zu sagen hat, spür hin was er meinen könnte. Das kann einen Raum in Dir öffnen (Dein Herz). Du wirst wacher, die trennende Glasscheibe verschwindet, Ruhe kehrt ein, Frieden.
Eine stille Freude die einfach ist. An nichts gebunden, von nichts abhängig, von nichts bedingt.
Wenn Du Lust hast, neugierig bist, erforsche es, probiere es aus. Worte können nur die Richtung zeigen.Geändert von Inaktiver User (22.05.2017 um 19:50 Uhr)
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22.05.2017, 22:28Inaktiver User
AW: Auf der Suche nach meinen Gefühlen
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22.05.2017, 22:37Inaktiver User
AW: Auf der Suche nach meinen Gefühlen
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22.05.2017, 22:40Inaktiver User
AW: Auf der Suche nach meinen Gefühlen
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29.05.2017, 10:56
AW: Auf der Suche nach meinen Gefühlen
Guten Tag Waldveilchen,
Ich weis nicht, ob dir meine Geschichte hilft:
Ich bin 45 Jahre alt.
Ich habe ein tolles Leben.
Trotzdem habe ich vor einem Jahr folgendes gespürt:
Der Kontakt zur Außenwelt ist mir entglitten. Es war, wie wenn ich in einem Auto ohne Bremse unterwegs wäre. Bei gerader Strecke (ohne Belastung) hatte ich alles unter Kontrolle. Aber sobald es abschüssig wurde (Stress) war ich zunehmend entscheidungsunfähig.
Bei mir wurde Depression diagnostiziert und erfolgreich (!) therapiert.
Das Ausrufezeichen steht dafür, daß ich sagen will, daß ich heute durch die Natur gehen kann und mich wieder als Teil des Ganzen fühle.
Ich weiß nicht, ob ich meine Krise Depressionen oder eher Identitätsstörung nennen würde.
Im Nachhinein bewerte ich sie als positiv und notwendig, um Verhaltensänderung anzustoßen.
Die Verhaltensänderung war in meinem Fall: weniger Schauspielerei für andere. Mal die Maske fallen lassen.
(Mein liebstes Hobby: nähen. Vielleicht ein anerkannter Depressionsauslöser? Nur ein Witz)
Wenn du dich angesprochenen fühlst, nachfragen magst, schreibe ich gerne mehr.
Alles Gute!


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