Es ist eine Frage, welches Ziel man verfolgt.
Narzissmus ist für mich in diesem Fall, dass man ein positives Etikett für sich haben will.
Das finde ich uninteressant und albern.
Das eigene Verhalten kritisch zu hinterfragen finde ich sinnvoll wenn das Ziel darin besteht, es zu verbessern und nicht, den Handelnden aufzuwerten.
Antworten
Ergebnis 41 bis 50 von 61
-
25.05.2017, 22:49Inaktiver User
AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?
-
26.05.2017, 06:21Inaktiver User
-
26.05.2017, 06:46
AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?
Das Unterlassen von Dingen kann einem sehr wohl zu einem schlechteren Menschen machen.
Dass es "Gründe gibt", besagt noch nichts. Auch ein Pädophiler hat seine Gründe, bloss sind das welche, die von der Gesellschaft nicht akzeptiert werden und das ist gut so!
Auch wer zB unterlässt, einem Mobbingopfer beizustehen, trifft eine moralische Entscheidung. Die der Feigheit, zum Beispiel. oder der Bequemlichkeit.
gruss, barbara
-
26.05.2017, 07:31Inaktiver User
AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?
Wobei ich schon glaube, die meisten möchten schon beistehen....
Sie haben Angst vor den Konsequenzen.
Diese Angst vor Nachteilen hält bestimmt viele Menschen davon ab das zu tun was sie für gut im eigentlichen Sinne halten.
Dabei sind die Konsequenzen vom Unterlassen vielleicht sogar noch schlimmer.
Verlust des Selbstrespekts - Schwächung der eigenen Person.
Und, aus eigener Erfahrung - in zwar nicht diesem Falle - solche Begebenheiten verfolgen jeden Menschen.
Da sind mir heute die Nachteile lieber. Allerdings möchte ich auch noch mal nachlegen.
Die Nachteile die man seinen Kindern gleichzeitig antut, weil man eben die Stelle notgedrungen wechseln muss etc....sind noch mal eine ganz andere Hausnummer....
-
26.05.2017, 09:12Inaktiver User
AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?
Das finde ich überhaupt nicht. Natürlich gibt es diese Menschen, die immer oder meistens spontan und aus ihrem Herzen heraus das Richtige tun - aber ich glaube nicht, dass das der einzige Weg ist, vor allem nicht für reflektierte Menschen, die nun mal alles dialektisch durchkauen müssen.
Es gibt das schöne, altmodische Wort "Güte" - vielleicht hilft das, um das Ganze etwas weniger theoretisch zu machen? Güte heißt, anderen Menschen mit Herzenswärme zu begegnen, ihr Wohl im Blick zu haben.
Ansonsten bin ich selbst ein großer Anhänger der Fairness. Fairness beinhaltet ja den Gedanken, dass es in vielen (gerade geschäftlichen) Situationen nicht unbedingt "gut" und "böse" gibt, aber dass wir uns im Umgang mit anderen an unsere Gesetze und ungeschriebenen Regeln halten. Vielleicht will ich bei einem Deal ein gutes Geschäft machen, aber ich will den anderen nicht hintergehen, betrügen oder ihm irgendeinen Schrott andrehen. Vielleicht muss ich als Führungskraft manchmal unangenehme Dinge tun, aber ich tue das im Einklang mit Recht und Gesetz und nach den Regeln eines menschlichen Miteinanders. Ich finde, im Alltag kommt man mit Fairness schon sehr weit.
-
26.05.2017, 20:28Inaktiver User
-
27.05.2017, 09:20
AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?
Hallo Barbara
Ich versuche es nochmals zu erklären: Ich bin Teamleiterin von Team 2. Wir haben drei Teams. Mitarbeiter aus anderen Teams kommen zu mir und beschweren sich über ihre Teamleiter (meine Arbeitskollegen) der anderen Teams. In unseren Teammeetings, unter Teamleiterin und Managern, kommen dann solche Situationen zur Sprache, welche mir von den Mitarbeitern selbst aber anders geschildert wurden.
Da fühle ich mich verpflichtet zu äussern, dass die Mitarbeiter dies anders sehen und offen zu legen, was mir gesagt wurde, habe dann aber gleichzeitig doch ein schlechtes Gewissen den Mitarbeitern gegenüber die "ehrlich" zu mir waren. Keine Ahnung, fühlt sich einfach beides falsch an, was zu sagen und nichts zu sagen...Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.
-
27.05.2017, 09:33
AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?
Hi annakathrin
Das habe ich das letzte Mal getan. Den Leuten gesagt, dass sie doch wissen, dass X meine Arbeitskollegin ist und sie mich in eine sehr blöde Situation bringen, wenn sie mir solche Dinge erzählen. Im gleichen Atemzug habe ich gefragt, ob sie mit ihr schon über dieses Problem gesprochen haben, was natürlich immer verneint wird.
Ich sollte da aber konsequenter sein und den Mitarbeitern sagen, dass ich gerne helfen würde, dies aber nicht mein Bereich ist und sie das bitte mit ihrem Teamleiter klären sollten.
Danke Dir!Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.
-
27.05.2017, 09:36Inaktiver User
AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?
Cariad, ich bin die letzte die dagegen ist, das eigene Tun kritisch zu hinterfragen.
Aber nicht, weil man ein guter Mensch sein will, sondern weil man das Richtige und Sinnvolle tun will.
Das hatte ich aber eigentlich schon geschrieben und ich verstehe nicht wirklich, warum man zitiert wird wenn es um etwas geht, was man selbst erklärtermaßen nicht gemeint hat.Geändert von Inaktiver User (27.05.2017 um 10:51 Uhr)
-
27.05.2017, 09:40
AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?
Da würde ich schon bei dem Gespräch den Mitarbeiter fragen "und was erwartest du von mir, dass ich tue? Und wenn wir Teamleitersitzung haben, kann ich das dort sagen, was du mir hier jetzt sagst?"
Halt einfach von Anfang an transparent sein, gerade auch mit dem Mitarbeiter, der sich vielleicht nicht bewusst ist, in welcher Situation du bist.
Da fühle ich mich verpflichtet zu äussern, dass die Mitarbeiter dies anders sehen und offen zu legen, was mir gesagt wurde, habe dann aber gleichzeitig doch ein schlechtes Gewissen den Mitarbeitern gegenüber die "ehrlich" zu mir waren. Keine Ahnung, fühlt sich einfach beides falsch an, was zu sagen und nichts zu sagen...
Kommuniziere von Anfang an offen auch mit dem Mitarbeiter, sprich dort auch die Teamleitersitzung an und dass ihr dort Probleme von Mitarbeitern besprecht.
gruss, barbara


Zitieren

