Und was ist wenn ich diese Gesetze und Regeln hinterfrage?
Bin ich denn ein guter Mensch, wenn ich mich an schlechte Regeln halte?
Ist ein guter Mensch ein wertender Mensch? Ist es nicht z.b. eher eine christliche Ansicht, jeden Menschen ohne Vorbehalt zu zu schätzen und zu lieben? Wenn ich also andere Menschen nicht einteile, wie kann ich mich selbst werten, ohne dies in Bezug zu setzen?
Und ist das dann wiederum gut?
Mir wäre das zu kompliziert........
Antworten
Ergebnis 31 bis 40 von 61
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24.05.2017, 22:18Inaktiver User
AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?
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24.05.2017, 22:57
AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?
Ich finde, dieser Beitrag bringt es gut auf den Punkt.
Erstens kann man es nicht allen recht machen und außerdem muss man sich selber oft auch abgrenzen, schützen und wehren, um nicht unter zu gehen. Nur gut sein geht nicht. Dann ist man nicht mehr lebensfähig.
Was den Loyalitätskonflikt zu den Mitarbeitern angeht, so könntest du damit anders umgehen. Du müsstest sie nicht verraten. Du bräuchtest nur deine Meinung äußern und damit ganz bei dir selber bleiben. Wenn du das Bedürfnis hast, etwas über deren Sichtweisen preis zu geben, dann frage gleich nach, ob du darüber reden darfst mit deren Vorgesetzten. Ich handle so generell, wenn mir jemand seine Sorgen mitteilt im kollegialen Umfeld. Vorsorglich, damit ich nicht in diese fiese Verräterposition gerate. Damit könnte ich auch nicht leben!
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24.05.2017, 23:18Inaktiver User
AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?
Gut sind für mich die Menschen, die nicht danach fragen, ob sie gute Menschen sind.
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25.05.2017, 02:43
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25.05.2017, 05:46
AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?
Dem kann ich überhaupt nicht zustimmen.
Wieso werde ich schlechter, wenn ich mich selbst kritisch hinterfrage oder andere um ihre diesbezügliche Meinung zu meiner Person frage?
Auch ich favorisiere: "Behandele Deine Mitmenschen so, wie Du selbst behandelt werden möchtest!", in dem Bewusstsein, dass man dies nicht immer perfekt umsetzen kann.Das Leben ist kein Ponyschlecken! (geklaut von fledervieh
)
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25.05.2017, 08:52Inaktiver User
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25.05.2017, 09:51Inaktiver User
AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?
Kritisch hinterfragt wissen möchte ich konkrte Dinge, die sich auf mein Verhalten beziehen.
Aber sich selbst insgesamt moralisch bewerten zu wollen oder sich entsprechende Bewertungen von anderen Menschen zu wünschen geht für mich in Richtung Narzissmus und ist möglicherweise auch ein Schritt in Richtung Selbstgerechtigkeit.
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25.05.2017, 15:45
AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?
Hier könntest Du Dich noch früher und deutlicher abgrenzen, indem Du nicht zuhörst, sondern gleich zu Anfang klarstellst, dass nicht mit Dir, sondern dem jeweiligen Vorgesetzten dieses Thema besprochen gehört.
Warum ist das gut?
Weil derjenige sich dann keine unnötigen Hoffnungen macht, dass Du Dich seines Anliegens annimmst und weil Du Dich nicht mit Problemen belasten musst, die nicht in Deiner Zuständigkeit liegen.
Du hättest dann also auch gar keinen Grund mehr, Deine Kollegen über die Beschwerden ihrer Mitarbeiter zu informieren."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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25.05.2017, 18:10Inaktiver User
AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?
und wenn das kritische hinterfragen dazu führt sich selbst zu optimieren und disziplinieren?
ein stetiges wachsen als mensch und persönlichkeit ist doch nur möglich wenn man sich und sein handeln ständig hinterfragt und seine motive prüft. ein narzist ist übrigens immun gegen selbstkritik bzw er kritisiert sich gar nicht erst selbst und lässt kritik von anderen erst recht nicht zu.
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25.05.2017, 19:42
AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?
Zeichnet sich Narzissmus nicht gerade dadurch aus, dass sich jemand gar nicht kritisch hinterfragt?
Ich finde, solche Werte anzustreben wie die TE (Fairness, Ehrlichkeit, Treue, Loyalität und Offenheit) durchaus positiv, das geht ja dann mit einem entsprechenden Verhalten einher.
Natürlich sollte es nicht nur darum gehen, dass man als guter Mensch anderen gegenüber erscheint, aber so habe ich die Frage auch nicht verstanden.
Die hier schon angesprochene Maxime dass man andere so behandelt wie man selbst behandelt werden möchte sehe ich als gute Leitlinie, um zumindest ein halbwegs guter Mensch zu sein.
Aber trotzdem wird man immer wieder in Situationen kommen, wo einem das nicht hundertprozentig gelingt, oder wo man vielleicht nicht sicher ist, wie man in einer ähnlichen Situation behandelt werden wollte.
Und dann ist ja noch die Frage, inwiefern Unterlassung von bestimmten Dingen, die man rein theoretisch tun könnte, einen zum schlechteren Menschen macht...


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