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  1. User Info Menu

    AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?

    "Fairness, Ehrlichkeit, Treue, Loyalität und Offenheit". Ich denke, das ist gerade am Arbeitsplatz überhaupt nicht durchzuhalten. Ich habe auch diese Ideale, aber nicht aus philosophischen Gründen, sondern weil ich dazu erzogen wurde. Und ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man fair, ehrlich, treu, loyal und offen ist, dann wird man am Arbeitsplatz von hinten und vorne nur verarscht. Am Arbeitsplatz ist sicherlich Distanz und Gleichgültigkeit angebracht. Im Privatleben kann man diese Ideale nur leben, wenn man Leute hat, die diese Ideale ebenso verfolgen - und das sind nicht viele. Bei mir funktionieren diese Ideale leider nur mit den Haustieren. Mit Menschen scheitert das leider.
    Zur Frage, was ein guter Mensch ist. Für mich ist das einer, der sich neutral verhält, einfach nur neutral. Alle diese von dir genannten Sachen werden dem Menschen nämlich im Zusammenleben mit anderen früher oder später zum Verhängnis. Loyalität gibt es auch mit den falschen Leuten (in den Augen anderer), Ehrlichkeit macht angreifbar, Fairness gibt es nicht, Treue wird ausgenutzt und als Sicherheit interpretiert und Offenheit kommt nie gut an, weil sie Angst macht.

  2. Inaktiver User

    AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
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    Ich verweise sie immer an denjenigen Vorgesetzten, wenn dieser aber dann darüber im Teammeeting spricht, sind wir eigentlich verpflichtet solche Dinge offen zu legen, damit das Problem auch gelöst werden kann. Denn kommt irgendwann raus, dass sein Mitarbeiter mit mir darüber gesprochen hat und ich dies meinem Teamkollegen nicht erzählt habe, gibt dies eine schlechte Stimmung und bricht das Vertrauen welches wir untereinander pflegen.
    finde ich schwach. entweder ich sage dem mitarbeiter das es schlechter stil ist mir sein leid bei mir zu klagen weil ich nicht für ihn zuständig bin und das auch mit seinem teamleiter thematisieren sollte was dann immer schräg rüber kommt.
    oder ich hörs mir an und versuche tipps zu geben aber auf einem quasi privaten level wie ein life coach. dann halt ich aber vor dem anderen teamleiter die klappe.
    damit der bogen zur ursprungsfrage. ein guter mensch ist immer subjektiv da es nciht das eine richtige wertesystem gibt. millionen menschen wurden in der menschheitsgeschichte für "das einzig richtige" wertesystem abgeschlachtet.
    einen moralischen kompass musst du dir selber bauen. inspiration gibts genug in allen weltreligionen, naturreligionen und der philosophie.

  3. Inaktiver User

    AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?

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  4. Inaktiver User

    AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
    Gut, ich weiss nicht was stimmt, fühle mich dann aber verpflichtet unter Führungspositionen dies anzusprechen.
    das ist meine definition von schwacher mensch. denunzianten wollen nie denunzianten sein sie müssen es ja sein wegen der regeln anderer. was dich ehr ist wenigstens das schlechte gewissen aber besser macht es das auch nicht.

  5. Inaktiver User

    AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?

    Zitat Zitat von Napfi Beitrag anzeigen
    "Fairness, Ehrlichkeit, Treue, Loyalität und Offenheit". Ich denke, das ist gerade am Arbeitsplatz überhaupt nicht durchzuhalten. Ich habe auch diese Ideale, aber nicht aus philosophischen Gründen, sondern weil ich dazu erzogen wurde. Und ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man fair, ehrlich, treu, loyal und offen ist, dann wird man am Arbeitsplatz von hinten und vorne nur verarscht.
    ich stimme dir im grossen und ganzen zu aber das ist kein grund auf diese werte zu verzichten. verzichtet man auf werte wenns unbequem wird hat man diese werte nicht. ich sage es so hart und ich gehe auch so hart mit anderen menschen ins gericht wie mit mir selber auch. karriere macht man so eher nicht denn wenn man seine linie hält und sich integer zu seinem moralischen kompass verhält und nicht zu den regeln anderer. man eckt an, ist ein problemfall. das ist ein steiniger weg.
    ist viel angenehmer gelegendlich mal nen buch über karma schwarma zu lesen, ne räucherkerze anzuzünden und sich so nen modernen gartenzwerg der deutschen ins regal zu stellen (buddha).

  6. Inaktiver User

    AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
    Nun zu meiner konkreten Frage: Denkt Ihr man kann durch und durch ein guter Mensch sein?
    jeder verfehlt mal das ist menschlich aber jeder kann den anspruch haben gemäß seiner eigenen regeln zu leben. wer stark ist und den willen hat schaft das auch wenn er bereit ist die konsequenzen zu tragen und genau da verlieren viele irgendwann ihren idealismus.

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    AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich stimme dir im grossen und ganzen zu aber das ist kein grund auf diese werte zu verzichten. verzichtet man auf werte wenns unbequem wird hat man diese werte nicht. ich sage es so hart und ich gehe auch so hart mit anderen menschen ins gericht wie mit mir selber auch. karriere macht man so eher nicht denn wenn man seine linie hält und sich integer zu seinem moralischen kompass verhält und nicht zu den regeln anderer. man eckt an, ist ein problemfall. das ist ein steiniger weg.
    ist viel angenehmer gelegendlich mal nen buch über karma schwarma zu lesen, ne räucherkerze anzuzünden und sich so nen modernen gartenzwerg der deutschen ins regal zu stellen (buddha).
    Wie gesagt, verzichten sollte man nicht, aber neutral/distanziert verhalten bedeutet ja nicht, dass man zum Arsch wird. Aber klug sollte man schon sein.

  8. Inaktiver User

    AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?

    Für mich bedeutet "ein guter Mensch" zu sein: Stärke

    Stärke zeigen können, stark handeln können.
    Und das kann ich nur wenn ich unabhängig bin.

    Mein Auskommen habe, weiß was ich brauche - und dass ich es mir auch immer holen kann.

    Solche Begriffe wie Leandra sie aufzählt sind mir zu schwammig.
    Ich muss ganz in mir zuhause sein - um auch für Andere aufstehen zu können.

    Ein starker Mensch mobbt auf keinen Fall mit, lügt nicht um sich Vorteile zu verschaffen, neidet anderen nicht ihren Erfolg.
    Also - um ein guter Mensch sein zu können muss ich erst mal bei mir selber anfangen.

    Aber, natürlich kann ich diese Frage auch nicht komplett beantworten.
    Wieso konnte und kann ich mich für meine immer einsetzen. Da gilt wirklich immer.
    Und wieso fiel es mir oft so schwer für eigenen Belange einzutreten?

    Ich glaube Beides muss erstmal im Einklang sein.

    Ob ich mal heute fairer als gestern gewesen bin tangiert mich nicht so.
    Es zählt die große Linie.

    Und das Ergebnis ist glaube ich : Zufriedenheit, eine inneres Sicherheit und sich glücklich fühlen.

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    AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
    Ich verweise sie immer an denjenigen Vorgesetzten, wenn dieser aber dann darüber im Teammeeting spricht, sind wir eigentlich verpflichtet solche Dinge offen zu legen, damit das Problem auch gelöst werden kann. Denn kommt irgendwann raus, dass sein Mitarbeiter mit mir darüber gesprochen hat und ich dies meinem Teamkollegen nicht erzählt habe, gibt dies eine schlechte Stimmung und bricht das Vertrauen welches wir untereinander pflegen. Ein schlechtes Gewissen habe ich dann aber trotzdem, weil es sich wie Du schreibst eben doch wie "weitererzählen" anfühlt.
    meiner meinung nach, solltest du es dir gar nicht anhören - wenn es dich nicht betrifft - BEVOR du dir das problem anhörst, einfach an den jeweiligen vorgesetzten verweisen. dann bist du nicht in der blöden situation und der angestellte steht schlußendlich nicht blöd da.

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
    Ich bereue rückwirkend gesehen sehr wenig, da ich durch jede Fehlentscheidung, Lüge oder meinem damaligen Egoismus jetzt da bin, wo ich immer sein wollte, jedoch macht ein guter Mensch für mich nicht aus, dass er wenig bereut, aber danke für Deine Meinung.
    wenn du alles wieder so machen würdest und es geholfen hat, dein ziel zu erreichen, gibts auch nichts zu bereuen. für mich ist man ein guter mensch, wenn man mit seinem verhalten und seinen erfahrungen sich gut in dem spiegel ansehen kann und eben nichts bereut. niemand ist perfekt, aber man sollte nur dinge tun, hinter denen man auch stehen kann.

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
    Finde es toll, dass Du Dich ehrenamtlich betätigst, dafür habe ich leider keine Zeit und sollte ich mich mal fürs Spenden entscheiden, werde ich das vor Ort tun und kein Geld in eine Organisation stecken.
    auch vor ort kann es eine organisation sein - die nachbarschaftshilfe, das seniorenheim. wenn du zeitlich keine ehrenamtliche tätigkeit hinbekommst - vielleicht einfach mal schauen, ob du ner nachbarin den einkauf mitnehmen kannst oder die kinder von der gestressten alleinerzieherin mal nen nachmittag zu den eigenen dazu zb mir fällt auch, dass hilfsbereite menschen andere damit anstecken und sich oft was gutes entwickelt.
    Liebt Menschen und benutzt Dinge, weil das Gegenteil niemals funktioniert - The Minimalists

  10. User Info Menu

    AW: Wie ist man ein "guter Mensch"?

    Ein guter Mensch zu sein, auch in Arbeitssituationen geht nach der goldenen Regel: gehe mit anderen Menschen so um, wie Du es gerne haettest, dass andere mit Dir umgehen.

    Ich finde die Situation bei der Arbeit kann man doch einfacher machen: wenn Dich oefters Angestellt aus anderen Abteilungen ansprechen und quasi ueber ihren Teamleiter laestern, dann musst Du ihnen nicht nur sagen, dass sie das direkt mit ihr/ihm ansprechen sollen und dass sie nur mit Dir darueber reden sollen, wenn Du eingreifen sollst. Also, wenn sie wirklich mit ihrem Latein am Ende sind.

    Und dann kannst Du Dir die andere Seite anhoeren und fuer Dich entscheiden, ob da ein Missverstaendnis vorliegt, das es zu besprechen gibt (am Besten mit beiden) oder ob die einfach nicht "miteinander koennen". Da kann man wenig machen ausser zu schauen, ob man den Angestellten zu einem anderen Teamleiter versetzen kann.

    Wuerde Dir das als Angestellter so passen? Was haettest Du noch gerne als Angestellter? Und als Teamleiter?

    Wenn es sehr oft vorkommt, dann frag ich mich was bei Euch los ist und warum alle immer zu Dir kommen? Bist Du die einzige TeamleiterIN?

    Dann wirst Du vielleicht von den anderen etwas als softie angesehen, die Kindergaertnerin vom Betrieb, die zu allen lieb ist. Vorsicht, das kann fuer Dich eine Falle werden! Vor allem, wenn es so aussieht,als ob Du den Angestellten mehr helfen willst als den Teamleitern.

    Also, Schneewittchen mit den sieben Zwergen, was kann man dann tun? Es vielleicht in einem Teamleiter-Meeting ansprechen?

    Dass es Dir etwas viel wird und wie es die anderen Teamleiter sehen. Moegen sie Deine Intervention oder sollst Du Dich einfach raushalten. Dann musst Du das auch freundlich den anderen Angestellten sagen. Du wuerdest ihnen so gerne helfen aber es geht leider nicht. Das ist nicht Deine Aufgabe und da wird man auch leicht zum Ventil benutzt. Es wuerde Dir schaden.

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