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  1. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, hätte sie, ganz spontan erstmal. Aber trotzdem kann es ja Gründe dafür gegeben haben, ich geh erstmal nicht davon aus dass derjenige mich kränken wollte. Man kann das klären, und vielleicht hab ich ja auch jemand als mir näher empfunden, der eigentlich nur eine Bekanntschaft ist, das ist dann aber mein Ding.

    Und über mein Gekränktsein lang sinnieren, das würd ich eben auch nicht.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, ich gehe nicht davon aus, dass meine Freunde (wer auch immer) mich absichtlich kränken oder ärgern wollen. Ich habe nur Angst, sie zu verlieren, weil es vielleicht aus ihrer Sicht nicht mehr passt oder so.
    Ihr tickt da ähnlich. Eine Kränkung bedeutet für euch beide, über die Nähe und Art der Beziehung nachzudenken.

    Hilfskonstruktion, du schreibst, das kann man klären. Das beinhaltet auch, dem anderen in irgendeiner Form mitzuteilen, dass einen die Absage gekränkt hat, auch wenn man es vielleicht nicht so direkt formuliert. Das aber wolltest du nicht, in einer Freundschaft mit dem Gekränkt-sein des anderen konfrontiert zu werden.

  2. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hilfskonstruktion, du schreibst, das kann man klären. Das beinhaltet auch, dem anderen in irgendeiner Form mitzuteilen, dass einen die Absage gekränkt hat
    Nein, das finde ich eben nicht. Ich kann doch relativ neutral fragen, warum jemand dann nicht gekommen ist. Da ein Gekränktsein zeigen wär für mich ohne weitere Information eine unschöne Unterstellung und ein erstmal unberechtiger Vorwurf. Darauf reagiere ich auch sehr allergisch, wer mich so negativ sieht der kann in Zukunft gern auf mich verzichten. Ich finde ein Grundwohlwollen, Gelassenheit und Vertrauen unabdingbar für jede Beziehung, das fehlte mir dann.

    Ich müsste vielleicht genauer formulieren: spontan wäre ich eher enttäuscht, nicht gekränkt, das ist ein Unterschied. Ich fände es schade, dass derjenige nicht gekommen ist, klar, wenn es mir völlig egal wäre hätt ich ihn ja gar nicht eingeladen. Es ist für mich aber auch nochmal ein Unterschied ob ich enttäuscht bin weil er nicht da war, in der Sache also, oder enttäuscht von ihm als Person - das finde ich einen heftigeren Vorwurf, den ich selten erlebt habe. Und da würde ich eben die ganze Beziehung überdenken. Dass jemand mal was nicht macht was ich gern gehabt hätte, also die Enttäuschung in der Sache - damit kann ich leben, da bin ich eher großzügig. Ich mach ja auch nicht immer das was andere von mir gern hätten, soviel Freiheit muss man sich gegenseitig lassen.

  3. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und mir persönlich ist ein ehrlicher Freund lieber, als einer, bei dem ich nie weiss, ist er jetzt wegen irgendwas gekränkt oder enttäuscht.
    Das ja. Andererseits wäre mir jemand, der öfters wegen mir gekränkt und enttäuscht ist, zu anstrengend.

  4. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Deíne Lesungs-"Freundin" ist nach deiner Absage vielleicht enttäuscht gewesen - ist ihre Enttäuschung weniger "wert" als deine?
    Ich habe Angst, sie zu verlieren, wenn ich sie enttäusche. Das ist es. Dabei sehe ich bei uns so viel Potential für andere, gemeinsame Aktivitäten, von denen wir beide was haben.

  5. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ja. Andererseits wäre mir jemand, der öfters wegen mir gekränkt und enttäuscht ist, zu anstrengend.

    Und jemand, der dich öfter kränkt oder enttäuscht (auf freundliche Weise, weil er sagt: das ist nichts für mich, was du tust/denkst usw.???) ?????

  6. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, das finde ich eben nicht. Ich kann doch relativ neutral fragen, warum jemand dann nicht gekommen ist. Da ein Gekränktsein zeigen wär für mich ohne weitere Information eine unschöne Unterstellung und ein erstmal unberechtiger Vorwurf. Darauf reagiere ich auch sehr allergisch, wer mich so negativ sieht der kann in Zukunft gern auf mich verzichten. Ich finde ein Grundwohlwollen, Gelassenheit und Vertrauen unabdingbar für jede Beziehung, das fehlte mir dann.

  7. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei Freundschaften ist es doch nicht anders als in Liebesbeziehungen, wenn es anfängt krampfig zu werden oder einer sich verbiegen muss, damit es angeblich "passt" , ist die Haltbarkeit begrenzt. Das Risiko, dass Menschen kommen und gehen, begleitet einen doch das ganze Leben ! das kann man mit keinem Verhalten der Welt verhindern. Und mir persönlich ist ein ehrlicher Freund lieber, als einer, bei dem ich nie weiss, ist er jetzt wegen irgendwas gekränkt oder enttäuscht. Das wäre mir tatsächlich zu anstrengend und auf Dauer möchte ich mit so jemanden nicht befreundet sein.


    Aber ich bin da seeeeeehr idealistisch.

  8. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    @ all

    Danke, ihr habt mir schon sehr geholfen.

    Dann bin ich mal gespannt, wie selbstbewusst bzw. emotional unerpresserisch, da aufgeklärt und fähig, die Menschen so sind ...

  9. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was würde es auch bringen? Im schlimmsten Fall hätte besagte Freundin einen Haufen Freunde, die alle nicht gut finden, was sie tut - trotzdem da sind und sie irgendwie in falscher Sicherheit wiegen. .
    so eine Sichtweise, hab ich auch noch nicht gehört!
    hat zu allem leider noch den Charakter von "erziehen".........klingt sehr ungut für mich das alles.......

  10. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und jemand, der dich öfter kränkt oder enttäuscht (auf freundliche Weise, weil er sagt: das ist nichts für mich, was du tust/denkst usw.???) ?????


    Oh, das ist mein Alltag!

    Ich hab gelernt damit umzugehen und das eben nicht auf mich persönlich zu beziehen oder als gegen mich gerichtet. Es gibt dann eben andere Dinge, die einen verbinden, das ist mit jedem anders. Was ich sagen will: man muss nicht gekränkt oder enttäuscht sein, das hat oft nur damit zu tun wie ich etwas einsortieren und sehen will.

    Ich musste das sehr mühsam lernen, von meinen hohen Erwartungen an andere wegzukommen, mich hat das in meiner Jugend sehr einsam gemacht, dass keiner dem gerecht wurde. Seit ich andere besser so nehmen kann wie sie sind, und mich auf das verbindende konzentriere entwickeln sich Beziehungen viel leichter und schöner.

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