Ihr tickt da ähnlich. Eine Kränkung bedeutet für euch beide, über die Nähe und Art der Beziehung nachzudenken.
Hilfskonstruktion, du schreibst, das kann man klären. Das beinhaltet auch, dem anderen in irgendeiner Form mitzuteilen, dass einen die Absage gekränkt hat, auch wenn man es vielleicht nicht so direkt formuliert. Das aber wolltest du nicht, in einer Freundschaft mit dem Gekränkt-sein des anderen konfrontiert zu werden.
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14.05.2017, 11:20Inaktiver User
AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen
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14.05.2017, 11:32Inaktiver User
AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen
Nein, das finde ich eben nicht. Ich kann doch relativ neutral fragen, warum jemand dann nicht gekommen ist. Da ein Gekränktsein zeigen wär für mich ohne weitere Information eine unschöne Unterstellung und ein erstmal unberechtiger Vorwurf. Darauf reagiere ich auch sehr allergisch, wer mich so negativ sieht der kann in Zukunft gern auf mich verzichten. Ich finde ein Grundwohlwollen, Gelassenheit und Vertrauen unabdingbar für jede Beziehung, das fehlte mir dann.
Ich müsste vielleicht genauer formulieren: spontan wäre ich eher enttäuscht, nicht gekränkt, das ist ein Unterschied. Ich fände es schade, dass derjenige nicht gekommen ist, klar, wenn es mir völlig egal wäre hätt ich ihn ja gar nicht eingeladen. Es ist für mich aber auch nochmal ein Unterschied ob ich enttäuscht bin weil er nicht da war, in der Sache also, oder enttäuscht von ihm als Person - das finde ich einen heftigeren Vorwurf, den ich selten erlebt habe. Und da würde ich eben die ganze Beziehung überdenken. Dass jemand mal was nicht macht was ich gern gehabt hätte, also die Enttäuschung in der Sache - damit kann ich leben, da bin ich eher großzügig. Ich mach ja auch nicht immer das was andere von mir gern hätten, soviel Freiheit muss man sich gegenseitig lassen.
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14.05.2017, 11:35Inaktiver User
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14.05.2017, 11:47Inaktiver User
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14.05.2017, 11:48Inaktiver User
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14.05.2017, 11:52
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14.05.2017, 11:53Inaktiver User
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14.05.2017, 11:56Inaktiver User
AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen
@ all
Danke, ihr habt mir schon sehr geholfen.
Dann bin ich mal gespannt, wie selbstbewusst bzw. emotional unerpresserisch, da aufgeklärt und fähig, die Menschen so sind ...
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14.05.2017, 11:56Inaktiver User
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14.05.2017, 11:59Inaktiver User
AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen
Oh, das ist mein Alltag!
Ich hab gelernt damit umzugehen und das eben nicht auf mich persönlich zu beziehen oder als gegen mich gerichtet. Es gibt dann eben andere Dinge, die einen verbinden, das ist mit jedem anders. Was ich sagen will: man muss nicht gekränkt oder enttäuscht sein, das hat oft nur damit zu tun wie ich etwas einsortieren und sehen will.
Ich musste das sehr mühsam lernen, von meinen hohen Erwartungen an andere wegzukommen, mich hat das in meiner Jugend sehr einsam gemacht, dass keiner dem gerecht wurde. Seit ich andere besser so nehmen kann wie sie sind, und mich auf das verbindende konzentriere entwickeln sich Beziehungen viel leichter und schöner.




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so eine Sichtweise, hab ich auch noch nicht gehört!
