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  1. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber bei dem markierten Satz beurteilst du, warum jemand gekränkt ist, hier "unterstellst" du ein instabilen Selbstwert.
    Nicht grundsätzlich - aber das ist eben eine häufige Ursache.

    Ich erleb das als ein Fass ohne Boden, da kannst du tun was du willst, der andere wird immer was finden an dem er seine Enttäuschung festmachen kann, weil er - gar nicht mal bewußt - eben enttäuscht sein will, weil das ein ihm vertrautes Szenario ist.

    Während Menschen, die eher in sich ruhen, das entweder gar nicht persönlich nehmen oder dann eben, wenn der Frust überwiegt, an dem Kontakt gar nicht festhalten würden.

    Für mich besteht der Unterschied darin, dass für mich Beziehungen darauf beruhen, dass sich beide etwas geben möchten, freiwillig. Und solche Geschichten wie septima schildert kranken für mich daran, dass da einer was vom anderen haben will und daher enttäuscht ist dass er es nicht bekommt.

    Das kann aber keine Basis sein für freundschaftliche Beziehungen.

  2. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Schade, du bist auf den eigentlichen Teil meines Posts nicht eingegangen.

    Wie sortierst du deine Kränkung ein, zB die Absage einer dir wichtigen Lesung, wenn sich also eine Freundin in deinen Augen nicht loyal verhält?

  3. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    jemand sagt dir eine Lesung ab, die du unter Loyalität in einer Freundschaft einsortiert hast und du bist deshalb gekränkt. Was ist dann? Auch instabiler Selbstwert? Oder hat dann dein Gekränkt-sein eine Berechtigung?
    Ja, hätte sie, ganz spontan erstmal. Aber trotzdem kann es ja Gründe dafür gegeben haben, ich geh erstmal nicht davon aus dass derjenige mich kränken wollte. Man kann das klären, und vielleicht hab ich ja auch jemand als mir näher empfunden, der eigentlich nur eine Bekanntschaft ist, das ist dann aber mein Ding.

    Und über mein Gekränktsein lang sinnieren, das würd ich eben auch nicht.

  4. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schade, du bist auf den eigentlichen Teil meines Posts nicht eingegangen.
    Schau, genau sowas mein ich. Ich hab es jetzt andersrum aufgerollt und zwei Posts geschrieben, und du hast schon nach 10 Minuten (!) deine Enttäuschung formuliert. Ein bisschen mehr Gelassenheit und Vertrauen in andere find ich schon wichtig.

    Wir kennen uns nicht - aber von seinen Freunden sollte man doch erstmal positiv denken? Und nicht davon ausgehen, dass sie einen kränken wollen????

  5. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, hätte sie, ganz spontan erstmal. Aber trotzdem kann es ja Gründe dafür gegeben haben, ich geh erstmal nicht davon aus dass derjenige mich kränken wollte. Man kann das klären, und vielleicht hab ich ja auch jemand als mir näher empfunden, der eigentlich nur eine Bekanntschaft ist, das ist dann aber mein Ding.

    Und über mein Gekränktsein lang sinnieren, das würd ich eben auch nicht.
    Aha. Bei dir kannst du also differenzieren: das eigene Gekränkt-sein ernstnehmen und ihm eine Berechtigung geben ohne dem anderen zu unterstellen, dass er kränken wollte. Das hat die TE im übrigen ihren Freundinnen auch nicht unterstellt.

  6. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schau, genau sowas mein ich. Ich hab es jetzt andersrum aufgerollt und zwei Posts geschrieben, und du hast schon nach 10 Minuten (!) deine Enttäuschung formuliert. Ein bisschen mehr Gelassenheit und Vertrauen in andere find ich schon wichtig.

    Wir kennen uns nicht - aber von seinen Freunden sollte man doch erstmal positiv denken? Und nicht davon ausgehen, dass sie einen kränken wollen????
    Ich habe eine Frage gestellt.
    Du hast geantwortet, dann deine Antwort erweitert und dann noch eine Antwort geschrieben.

    Sorry, dass ich zu früh reagiert habe.


  7. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Hilfskonstruktion,

    so langsam begreife ich den Sinn Deines Nicks.

    Warum ich so denke, das beantwortest Du ja im Prinzip selbst. Möchte da auch nicht so sehr drauf eingehen, ich schrieb ja eingangs ein wenig dazu. Was ich auf jeden Fall möchte, ist mir weniger Gedanken darüber zu machen, vielleicht sogar keine.

    Grundsätzlich kann ich Deinen Ansatz total nachvollziehen. Ich bin auch so jemand, der gerne und freiwillig gibt, sich dann trifft, wenn es passt usw.
    Aber ich bin auch jemand, der sich nicht total symbiotisiert. Das merkt man an dieser Lesung. Da denke ich schon, nee, das will ich nicht, das ist mir jetzt zu viel, das interessiert mich nicht.
    Ich würde, wenn ich ausreichend Zeit hätte/mir danach ist usw., dann würde ich auch was aus Loyalitätsgründen tun. Aber etwas zu tun, was ich eigentlich nicht gut finde, aus Gründen, weil ich die Person mag ... das ist schon etwas, das kommt bei mir eher selten vor.

    Was würde es auch bringen? Im schlimmsten Fall hätte besagte Freundin einen Haufen Freunde, die alle nicht gut finden, was sie tut - trotzdem da sind und sie irgendwie in falscher Sicherheit wiegen.
    Das mag ich nicht. Das würde ich auch selber nicht wollen.
    Gleichwohl bin ich mir darüber bewusst, wie wichtig Unterstützung sein kann. Aber da denke ich auch, dass diese besser ist, wenn sie von Menschen kommt, die wirklich Gefallen daran haben, was sie tut.

    Und zu dem Punkt "innige Freundschaften + Zeit".
    Da habe ich auch schon mal sehr ausführlich drüber nachgedacht und bin für mich zu dem vielleicht unkonventionellen Punkt gekommen, dass ich nicht zu der Art Freund gehöre, der sich jede Woche auf nen Kaffee treffen muss. Dazu kenn ich zu viele Menschen (ich würde wahrscheinich einen Kaffee-Koller kriegen), dazu bin ich auch zu gerne mit mir alleine, dazu bin ich wahrscheinlich auch zu introvertiert.
    Ich bin kein Mensch, der seine Energie daraus zieht, mit anderen was zu machen. Auch wenn ich schon gerne Menschen um mich hab. Aber dann brauche ich auch wieder "meins".

    Wobei ich dieses "meins" - je mehr ich es unter die Menschen streue - auch weniger für mich selber brauche. Aber es ist kein leichter Weg. Jemand schrieb hier von emotionaler Erpressung ... nun ja. Kenn ich.

    Hilfskonstruktion, Du wirkst so, als hättest Du sehr klare Vorstellungen, die Du auch sehr klar kommunizierst. Ich würde mir wünschen, dass Du auch mit jemandem wie mir zurecht kommen würdest, wenn ich das, was ich empfinde, ebenfalls klar - und nicht vorwürflich - kommuniziere.

    Wenn ich mehr "geben" könnte, dann würde ich das tun. Das kann ich aber (noch) nicht.

  8. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Nein, ich gehe nicht davon aus, dass meine Freunde (wer auch immer) mich absichtlich kränken oder ärgern wollen. Ich habe nur Angst, sie zu verlieren, weil es vielleicht aus ihrer Sicht nicht mehr passt oder so.

  9. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Pantanal, find ich gut, dass Du Dich hier blicken lässt.

  10. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, ich gehe nicht davon aus, dass meine Freunde (wer auch immer) mich absichtlich kränken oder ärgern wollen. Ich habe nur Angst, sie zu verlieren, weil es vielleicht aus ihrer Sicht nicht mehr passt oder so.
    Bei Freundschaften ist es doch nicht anders als in Liebesbeziehungen, wenn es anfängt krampfig zu werden oder einer sich verbiegen muss, damit es angeblich "passt" , ist die Haltbarkeit begrenzt. Das Risiko, dass Menschen kommen und gehen, begleitet einen doch das ganze Leben ! das kann man mit keinem Verhalten der Welt verhindern. Und mir persönlich ist ein ehrlicher Freund lieber, als einer, bei dem ich nie weiss, ist er jetzt wegen irgendwas gekränkt oder enttäuscht. Das wäre mir tatsächlich zu anstrengend und auf Dauer möchte ich mit so jemanden nicht befreundet sein.
    Deíne Lesungs-"Freundin" ist nach deiner Absage vielleicht enttäuscht gewesen - ist ihre Enttäuschung weniger "wert" als deine?

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