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  1. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Vielleicht sollte ich ihr das sagen. Beiden. Vielleicht meinst du das, mit Spiegel vorhalten.

  2. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Septima, hättest du Lust dich mit Leuten zu umgeben, die gekränkt sind und dir Vorwürfe machen?

  3. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Puh.

    Aber wäre das nicht ganz schön direkt? Einfach zu sagen: Du, mir sind andere Sachen wichtiger?

    ...
    Zitat von mir gekürzt

    Doch, so machen meine Freundinnen oder Bekannten und ich es. Wir sagen: "Öh, das interessiert mich jetzt nicht so ... oder .. ich habe schon etwas anderes vor ... oder ... ich habe keine Lust."

    Wir machen das ziemlich direkt und dadurch wissen wir auch - als angenehmer Nebeneffekt - ob wir es wirklich wollen, wenn es zur Gemeinsamkeit kommt.

    Ich habe da auch schon geschluckt, um ehrlich zu sein (auch, wenn es mir selbst kürzlich passiert ist, dass ich plötzlich grob und rüde ausstieß: "Wah, das interessiert mich wirklich nicht." Da war es ein Vortrag einer meiner Freundinnen ... ) Umgekehrt passiert mir das auch ... Allerdings kennen wir uns über viele Jahre.

  4. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Hallo septima,

    grundsätzlich bedeutet Enttäuschung, dass man sich selbst getäuscht hat.
    Du bist einer Täuschung aufgesessen, die Du Dir selbst gemacht hast-- es war Deine Vorstellung vom anderen!

    Wenn Du sagst, dass Du IN dem Moment noch gar nicht viel spürst- erst später, dann klingt das danach, dass erst Deine Gedanken ZU dem Thema zu den unguten Gefühlen führen.
    Was wiederum bedeuten kann, dass Du tatsächlich gar nicht soo getroffen bist sondern erst ein Gedankenkonstrukt zu den unguten Gefühlen führt!

    Das wiederum kommt von Erinnerungen und sicher auch der Überzeugung, die Du ja auch schon erzählt hast, Vergangenheitserfahrungen und weshalb du jetzt auch noch "so bist".

    Es kann gut sein, dass Du mti allem besser klar kommst als Du denkst!
    Wir denken gerne und formatieren dann Geschichten um- gerne auch von neutral ins Negative.

    Zu Deinen zwei Beispielen:
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Freundin mit der Lesung sehe ich fast alle zwei Wochen ... da finde ich es schon gut und richtig - und wichtig - auch mal sagen zu können, ich habe keine Zeit. .
    Hält denn Deine Freundin ständig Lesungen?
    Nur dann kann ich Deine Aussage verstehen.
    Ansonsten ist das doch was Besonderes, Außergewöhnliches und lebt nunmal vom Publikum!
    Für mich wäre bei sowas klar, dass ich schon aus Gründen der Unterstützung hingehe- selbst wenn mich das nun nicht soo interessieren würde.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Freundin, die mir wegen Krankheit abgesagt hat, da war es so, dass ich sie nur sehr selten sehe (alle 3 Monate höchstens) und das fand ich eben schon eine Spur "härter". Hab sie übrigens danach angerufen gehabt; sie hat sich nicht gemeldet. .
    Wenn ihr euch selten seht, ist das Verhältnis nicht unbedingt sehr eng.
    Sich dann eher weniger zu melden oder nicht zurück zu rufen, finde ich stimmig.

    Wir entwickeln alle unsere ganz eigene "Brille des Lebens"- Sichtweisen, Überzeugungen, Ansichten- aus der Erfahrung und was wir gezeigt bekamen in der Kindheit. Und damit ist jeder Mensch einzigartig.

    Deine Sichtweisen müssen sich mit niemandem decken- Du bist dennoch "richtig".
    Gut wäre es, wenn Du lernst offen zu kommunizieren.
    Ich komme jetzt- wie doch häufig- mit der Gewaltfreien Kommunikation, die Dein LEben echt gut unterstützen könnte.
    Lernen sich aufrichtig auszudrücken und dabei seine eigenen Wünsche klar auszudrücken.

    Vor allem setzt Du Dich dann auch mit Dir selbst auseinander- lernst Dich besser kennen.
    Denn ich lese bei Dir von Unsicherheit gegenüber Dir und Deinem Verhalten. Wäre doch schön, wenn Du Dir ganz klar wirst, was in Dir los ist
    Geändert von Inaktiver User (14.05.2017 um 07:24 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Soll ich ihr im Nachhinein sagen, dass ich das scheiße finde? Und wann sollte ich es sagen? Wenn sie sich bis nach zwei Wochen immer noch nicht gemeldet hat?

    Ich weiß nicht ... das ist alles sehr verwirrend. Ich glaube, ich könnte es verstehen, wenn man mich auch mal nicht sehen will. Ich komme gut damit zu recht, Menschen auch mal ein paar Wochen nicht zu sehen, vielleicht sogar Monate. Aber bei einem Treffen alle drei Monate, bin ich dann schon ein wenig gekränkt.

    wie wäre es, wenn Du mal an Deinem Selbstbewusstsein arbeitest und Dich nicht von außen so steuern lässt?

    Wer sich seiner sicher ist und weiß, was er selber denkt und fühlt und will,
    lässt sich von sowas nicht verwirren

  6. Moderation

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    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Welche Rolle spielt emotionale Erpressung in deiner eigenen Kommunikation?

    Wenn ich mich freue, dann zeige ich das und wenn ich enttäuscht bin, dass zeige/sage ich das. Nicht mit dem Hintergedanken, dem anderen ein schlechtes Gewissen zu machen und ihn darüber dazu zu bringen, dass er tut, was ich will, sondern um ihm ehrlich zu sagen, das ich empfinde. Denn meine Freunde sollen MICH doch kennen und wissen, was in mir vorgeht.

    Ich weiß allerdings, dass es eine Reihe von Menschen gibt, denen das ein Zuviel an Ehrlichkeit ist und die damit nicht umgehen können. Die sind in der Regel nicht mit mir befreundet, sondern mit anderen Menschen.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Puh.

    Aber wäre das nicht ganz schön direkt? Einfach zu sagen: Du, mir sind andere Sachen wichtiger?

    Es ist ja nicht so, dass ich die andere nicht mag, dass ich ständig alles absagen würde. Die Freundin mit der Lesung sehe ich fast alle zwei Wochen ... da finde ich es schon gut und richtig - und wichtig - auch mal sagen zu können, ich habe keine Zeit.

    Die Freundin, die mir wegen Krankheit abgesagt hat, da war es so, dass ich sie nur sehr selten sehe (alle 3 Monate höchstens) und das fand ich eben schon eine Spur "härter". Hab sie übrigens danach angerufen gehabt; sie hat sich nicht gemeldet.

    Soll ich ihr im Nachhinein sagen, dass ich das scheiße finde? Und wann sollte ich es sagen? Wenn sie sich bis nach zwei Wochen immer noch nicht gemeldet hat?

    Ich weiß nicht ... das ist alles sehr verwirrend. Ich glaube, ich könnte es verstehen, wenn man mich auch mal nicht sehen will. Ich komme gut damit zu recht, Menschen auch mal ein paar Wochen nicht zu sehen, vielleicht sogar Monate. Aber bei einem Treffen alle drei Monate, bin ich dann schon ein wenig gekränkt.
    Hier wurde ja schon mal gesagt, dass die Lesung ja besonders ist und man sich dafür die Mühe machen kann - sei doch mal ehrlich zu dir, warum du nicht hingegangen bist.
    Warum hast du deine Freundin nicht unterstützt?

    Letztendlich wird dir sie nicht wichtig genug gewesen sein.

    Und mit der Freundin, die du alle 3 Monate siehst, ist es umgekehrt.
    Da findest du es aber nicht in Ordnung.

    Das meine ich mit Spiegel vorhalten.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Septima, hättest du Lust dich mit Leuten zu umgeben, die gekränkt sind und dir Vorwürfe machen?
    Das sehe ich wie Promethea - wo ist denn da der Vorwurf, wenn man ehrlich ist?
    Klar kann man "nett tun" - eine echte Freundschaft ist es dann aber nicht.
    Liegt es dann nicht eher an der anderen Person, wenn sie das Feedback nicht verträgt?

    Den Beitrag von kenzia finde ich auch sehr gut.

  8. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Boah, superspannend eure Fragen und Antworten.

    Das, was ihr beschreibt, trifft es sehr gut. Gerade Deinen Beitrag, Prometha, finde ich einfach sehr stimmig. Ich halte leider noch mit vielem hinterm Berg, was ich so denke. Das liegt daran, dass ich denke

    1. ich will niemanden zu sehr einengen
    2. wer bin ich, dass ich Anforderungen stelle
    3. ich will niemanden kränken, verletzen, emotional erpressen usw. (ähnlich 1.)

    Aber ich finde diese Haltung sehr ansprechend, einfach ehrlich zu sagen, was man mag und was nicht. Bei besagter Freundin ist es z.B. so, dass mich das, was sie schreibt üüüüüüüüüüüüüüüüberhaupt nicht anspricht.
    Was wiederum nicht bedeutet, dass wir nicht andere, interessante Schnittpunkte haben. Aber ihre Art von Literatur weckt bei mir kein Fünkchen Gefallen. Leider. Ihr das zu sagen ... empfand ich bisher als unfreundlich ... aber ich kann es ja auch freundlich sagen, bestimmt und - vor allem - mir selber treu.

    Sehr gut, Danke!

    Nun kann man dabei auch annehmen @hilfskonstruktion, dass man dann "mosert" ... oder wie ich schon sagte, irgendwie unfreundlich ist. Vielleicht würdest du das in diesem Fall ja auch gar nicht so sehen? Oder doch?

    Und wenn mir danach ist, dass ich die Freundin, die ich nur alle paar Monate sehe mal auf den Pott setzen will, weil sie sich so zurückzieht, dann ist das mein gutes Recht - genauso, wie es das Recht der Freundin sein könnte, dann noch mehr auf Abstand zu gehen, weil sie sich gekränkt oder belästigt fühlt oder was weiß ich.

    Sich zu zeigen ist wichtig, seine Gefühle zu zeigen. Diese aber auch so zu kommunizieren, dass es den anderen eben nicht verletzt. Das hat dann aber auch viel mit dem Selbstbewusstsein der anderen zu tun ... und ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Leute leider nur sehr wenig davon haben. Mich eingeschlossen.

    Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass ich sehr gut mit der Wahrheit klarkomme, wenn sie freundlich kommuniziert wird. Das ist auf jeden Fall 1000 mal besser, als irgendso ein Herumgemauschel + subtile Botschaften.

  9. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Also, es war nicht die Freundin, die ich nicht sehen wollte, sondern ich hatte keine Lust auf diese Lesung.

    Und was die Häufigkeit der Treffen anbelangt steh ich auch dazu, denn wenn ich jemanden alle zwei Wochen sehe, dann reicht mir das persönlich und ich mag dann eben an anderen Tagen auch mal andere Leute treffen/ was anderes machen. Ggf. auch mal nur was mit mir alleine machen.

    Sehr stimmig. Danke.

  10. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Welche Rolle spielt emotionale Erpressung in deiner eigenen Kommunikation?

    Wenn ich mich freue, dann zeige ich das und wenn ich enttäuscht bin, dass zeige/sage ich das. Nicht mit dem Hintergedanken, dem anderen ein schlechtes Gewissen zu machen und ihn darüber dazu zu bringen, dass er tut, was ich will, sondern um ihm ehrlich zu sagen, das ich empfinde. Denn meine Freunde sollen MICH doch kennen und wissen, was in mir vorgeht.

    Ich weiß allerdings, dass es eine Reihe von Menschen gibt, denen das ein Zuviel an Ehrlichkeit ist und die damit nicht umgehen können. Die sind in der Regel nicht mit mir befreundet, sondern mit anderen Menschen.
    danke, wie wunderbar hast Du das geschrieben !

    leider kenne ich mich damit zu gut aus (ich wurde als Kind grundsätzlich emotional erpresst- sehr unschön und langwierig, das zu bearbeiten....aber sehr lohnend!)

    liebe TE, Du bist sicher auf einem guten Weg!

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