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  1. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Inwiefern? - Sorry, ich meine die Frage ernst, ich sehe das nämlich nicht/kann es nicht sehen. - Ich würde sagen: ich denke doch an die anderen!
    nein ganz im Gegenteil. Du denkst ausschließlich an dich und deine Empfindungen und Erwartungen. Buchstäblich egozentrisch. Und wenn dein Gegenüber nicht deinen Erwartungen und Empfindungen, die du als selbstverständlich normal voraussetzt, entspricht, bist du enttäuscht.
    Im Gegenzug darf aber der /die andere nicht um sich kreisen.
    Ich lese dich hier als gewolltes "Opfer", dabei bist du genauso Täter. So lange du nicht bei dir selber ansetzt und - vielleicht mit Hilfe von außen - eine Strategie entwickeln kannst, zu differenzieren, wird es immer schwierig bleiben, Beziehungen zu pflegen.

  2. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Soziale Zugehörigkeit ist ein menschliches Bedürfnis und Ablehnung tut weh. Das sind zwei wissenschaftlich erwiesene Tatsachen.

    Ich erlebe es so: wenn ich mich im Grunde geborgen fühle, dann kann ich mit solchen Erlebnissen, wie Du sie hier beschreibst, ganz locker umgehen. Es verletzt mich nicht, wenn ich im Grunde geborgen bin. Nun bin ich des Berufes wegen schon mehrere Male umgezogen und musste sozial neu anfangen. Da kam es dann vor, dass ich einsam war und Kontakte ebenso enttäuschend erlebt habe. Ich finde, mein Gefühl hat mich da nicht getrügt, die Kontakte konnten oder wollten mir nicht geben, was ich gebraucht hätte, nämlich Zuverlässigkeit, Respekt und positive Resonanz. Nur sagt das so niemand. Da tut eben auch ein Smilie weh.
    finde ich sehr wahr, was Du schreibst
    Geändert von Inaktiver User (13.05.2017 um 15:07 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Du gestehst Dir die EnttäuSchung schon zu, sonst würdest Du hier nicht schreiben. So blind ist dieser Fleck nicht.
    Irgendwie meine ich, du stellst die Beispiele nicht nur ein, um zu überlegen, wie du mit Enttäuschungen besser umgehst, sondern auch, um von anderen zu erfahren, ob sie in ähnlichen Fällen nicht auch enttäuscht gewesen wären, um dich zu entlasten.
    Ich gestehe mir die Enttäuschung hier zu, ja, das stimmt. Aber im Kontakt mit anderen nicht, das geschieht erst später. Wenn ich in dem Moment so empfinden würde, könnte ich das evtl. besser/schneller kommunizieren und hätte dieses Problem gar nicht.

    Wie ich oben schrieb geht es mir genau auch darum: herauszufinden, wo ich selber überreagiere und wo evtl. mein Gefühl auch angemessen ist. Ja, das wäre dann auch eine Entlastung im Sinne von "Ich bin nicht falsch gepolt", sondern: mein Gefühl ist richtig.

  4. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und geh mal vom Thema: meine Enttäuschung anderen nicht zumuten weg zu der Ursache der Enttäuschung:
    Du gestehst Dir selbst zu, spontan abzusagen, wenn du keine Lust/Energie hast.
    Warum anderen nicht?
    Ich sage spontan ab, ja. Aber ich habe ein unheimlich schlechtes Gewissen dabei und kommuniziere das auch entsprechend. Ich sage/schreibe sowas wie: "Ich wäre gerne dabei, aber leider ... " - dann kommen die Gründe. Die Freundin, die mir wegen Krankheit abgesagt hat, hat ja nur das geschrieben/sehr pauschal abgesagt, mehr nicht. Das fand ich schade/enttäuschend.

  5. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    [QUOTE=spreefee;31126566
    Ich erlebe es so: wenn ich mich im Grunde geborgen fühle, dann kann ich mit solchen Erlebnissen, wie Du sie hier beschreibst, ganz locker umgehen. Es verletzt mich nicht, wenn ich im Grunde geborgen bin. Nun bin ich des Berufes wegen schon mehrere Male umgezogen und musste sozial neu anfangen. Da kam es dann vor, dass ich einsam war und Kontakte ebenso enttäuschend erlebt habe. Ich finde, mein Gefühl hat mich da nicht getrügt, die Kontakte konnten oder wollten mir nicht geben, was ich gebraucht hätte, nämlich Zuverlässigkeit, Respekt und positive Resonanz. Nur sagt das so niemand. Da tut eben auch ein Smilie weh.[/QUOTE]

    Sehr interessant, Danke dafür. Dazu würde passen, dass ich bei einigen Freundinnen/Bekannten dieses Gefühl nicht habe, wenn sie absagen. Bei besagter Freundin, die dann krank war, hatte ich das Gefühl eine lange Zeit ebenfalls nicht ... aber wir haben uns im letzten Jahr etwas voneinander entfernt (auch räumlich). Und da schwingt auch die Angst mit, dass wir uns vielleicht noch weiter voneinander entfernen. - Vor allem, wenn dann da gar nichts "liebevolles" in der Absage steht, sondern nur so pauschal. Vielleicht trügt mich mein Gefühl also doch nicht.

  6. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    nein ganz im Gegenteil. Du denkst ausschließlich an dich und deine Empfindungen und Erwartungen. Buchstäblich egozentrisch. Und wenn dein Gegenüber nicht deinen Erwartungen und Empfindungen, die du als selbstverständlich normal voraussetzt, entspricht, bist du enttäuscht.
    Im Gegenzug darf aber der /die andere nicht um sich kreisen.
    Ich lese dich hier als gewolltes "Opfer", dabei bist du genauso Täter. So lange du nicht bei dir selber ansetzt und - vielleicht mit Hilfe von außen - eine Strategie entwickeln kannst, zu differenzieren, wird es immer schwierig bleiben, Beziehungen zu pflegen.
    Ich würde sagen, ich bin ein Opfer meiner Selbst. Ich habe eigentlich auch gar keine Lust, darüber nachzudenken, wer, wann, was, wieso und ob ... Ich suche Klarheit und weiß, dass ich für meine Grübeleien selbst verantwortlich bin.

    Meinst Du, ich bin Täter, weil ich anderen absage? ... Finde die Wortwahl Opfer-Täter übrigens ziemlich derb. Aber sie veranschaulicht schon auch das Problem.

    Als Opfer (mir wird abgesagt) tut es mir weh/leid - zumindest im Fall der Freundin, die krank war. Als Täter (ich sage ab), tut es mir auch weh/leid - zumindest im Falle der Bekannten. Ich wäre da schon gerne hingegangen, auch und gerade wegen ihr, wie gesagt.

    Ich wünschte, ich könnte da drüber stehen. Geht doch die Welt nicht von unter.

    Wahrscheinlich hast Du recht mit dem Egozentrismus. Egal, was passiert: ich leide still vor mich hin. Ist doch bekloppt.

  7. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich sage/schreibe sowas wie: "Ich wäre gerne dabei, aber leider ... " - dann kommen die Gründe. Die Freundin, die mir wegen Krankheit abgesagt hat, hat ja nur das geschrieben/sehr pauschal abgesagt, mehr nicht. Das fand ich schade/enttäuschend.

    es ist aber keine Rechtfertigung/Begründung nötig

    ich halte das für eine überzogene Erwartung

    ("Enttäuschung ist die Folge falscher Erwartungen" (weiß nicht, von wem das stammt...)

    es ist keine "Absolution" vom Gegenüber für eine Absage nötig nach dem Motto:

    "ist dieser Grund in den Augen der anderen gerechtfertigt? "

    etwas mehr Selbstbewusstsein bitte!
    Geändert von Inaktiver User (13.05.2017 um 17:04 Uhr)

  8. gesperrt

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    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich sage spontan ab, ja. Aber ich habe ein unheimlich schlechtes Gewissen dabei und kommuniziere das auch entsprechend. Ich sage/schreibe sowas wie: "Ich wäre gerne dabei, aber leider ... " - dann kommen die Gründe. Die Freundin, die mir wegen Krankheit abgesagt hat, hat ja nur das geschrieben/sehr pauschal abgesagt, mehr nicht. Das fand ich schade/enttäuschend.
    Wenn sie krank war und du offensichtlichtlich bezüglich der Sache noch Gesprächsbedarf hattest, warum hast du sie nicht schnell angerufen?

    bzw. machst es noch?
    und holst euren Plausch am Telefon nach?

  9. User Info Menu

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Also, zur Lesung hättest Du schon gehen können.
    Dann hättest du eben weniger Zeit für Dich gehabt, aber möglich wäre es gewesen. Oder die Freitag/Sonntag-Verabredung absagen.
    Aber die anderen Dinge Freitag/Sonntag/Zeit für Dich waren Dir wichtiger.
    Oder die Freundin ist dir einfach nicht so wichtig.

    Deine andere Freundin war vermutlich auch nicht krank, sondern wollte lieber etwas anderes machen oder bei ihrem Freund sein. Du warst ihr nicht so wichtig.

    Da spiegelt sich dir etwas. Du findest es vielleicht selbst nicht gut, wie du andere hintenanstellst bzw sagst es ihnen nicht direkt - und wenn andere es mit dir tun stößt es dir auf.

  10. Inaktiver User

    AW: Vom Umgang mit (mini) Enttäuschungen

    Puh.

    Aber wäre das nicht ganz schön direkt? Einfach zu sagen: Du, mir sind andere Sachen wichtiger?

    Es ist ja nicht so, dass ich die andere nicht mag, dass ich ständig alles absagen würde. Die Freundin mit der Lesung sehe ich fast alle zwei Wochen ... da finde ich es schon gut und richtig - und wichtig - auch mal sagen zu können, ich habe keine Zeit.

    Die Freundin, die mir wegen Krankheit abgesagt hat, da war es so, dass ich sie nur sehr selten sehe (alle 3 Monate höchstens) und das fand ich eben schon eine Spur "härter". Hab sie übrigens danach angerufen gehabt; sie hat sich nicht gemeldet.

    Soll ich ihr im Nachhinein sagen, dass ich das scheiße finde? Und wann sollte ich es sagen? Wenn sie sich bis nach zwei Wochen immer noch nicht gemeldet hat?

    Ich weiß nicht ... das ist alles sehr verwirrend. Ich glaube, ich könnte es verstehen, wenn man mich auch mal nicht sehen will. Ich komme gut damit zu recht, Menschen auch mal ein paar Wochen nicht zu sehen, vielleicht sogar Monate. Aber bei einem Treffen alle drei Monate, bin ich dann schon ein wenig gekränkt.

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