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Thema: Irreparablen Fehler begangen
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17.05.2017, 16:43
AW: Irreparablen Fehler begangen
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21.05.2017, 08:06Inaktiver User
AW: Irreparablen Fehler begangen
Ob sie alles richtig gemacht hat wage ich nicht zu beurteilen.
Aus Erfahrung weiß ich aber dass Häuser sehr wohl weiter leben....
Und zwar mit den damit verbundenen Erinnerungen, als die Familie die man damals war und sein konnte....
Meine Oma hat als Universalerbin das Familienanwesen nach heutigem Wissen verschleudert.
Aber zur TE: jetzt ist alles weg. Und Geld ist wirklich schnell ausgegeben.
Und hinterlässt auch keine Erinnerungen.
Vielleicht hättest du auch was verwalten sollen - und im Nachhinein auch können?
Glaub mir, das Haus ist nicht so einfach weg. Es wird jetzt in der Familie weiter als Spuk bleiben.
Solch eine Erbe muss man auch verwalten können. Da müssen Entscheidungen getroffen werden können.
In meiner Erinnerung lebte es sich herrlich im eigenen Haus, auf dem eigenen Grundstück.
Und gerade heute ist es fast unmöglich sich wieder so etwas selber aufbauen zu können.
Hätte es Streit gegeben? Wahrscheinlich. Aber auch Optionen für die Zukunft. Die TE hätte im Haus wohnen können, ihre Kinder dort aufwachsen lassen können, es hätte Familientreffen geben können.
Die eigene Scholle ist schon mal ein Fundament.
Was bedarf es um solch ein Erbe verwalten oder weiter führen zu können?
Bestimmt das Gefühl der Macht und Stärke. Und der Freude am eigenen Heim.
In meiner Familie sind die Streitereien während des Zusammen lebens damals in den Hintergrund getreten.
Und alle rücken ja doch wieder zusammen.
Mit diesem Nichts jetzt leben zu müssen wird auch nicht so einfach sein.
Aber, man muss wahrscheinlich einfach der Typ dafür sein.
Freude am Bewahren haben - und keine Angst vor Anfeindungen.
Das Testament wurde so aufgesetzt, basta.
Aber, nun ist es zu spät.
Mit Entscheidungen zu leben ist anfangs bestimmt nicht so einfach, und die Zweifel die die TE zulässt finde ich in Ordnung.
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21.05.2017, 09:53
AW: Irreparablen Fehler begangen
Hallo Hutliebhaberin,
danke dir für deinen etwas kritischeren Beitrag :-)
Ich hätte das Haus verwalten können, will heißen, ich hätte die Möglichkeiten dazu gehabt (unbefristete Stelle mit Möglichkeit auf Teilzeit zu gehen) und auch die finanziellen Ressourcen gehabt, hätte ich mich mit meiner Tante verständigen können.
Letzteres war aber leider nicht so und so ist alles gekommen, wie es gekommen ist. Hätte ich gewusst, dass das so enden würde, hätte ich mich damals bestimmt anders entschieden. Ich würde schon behaupten, dass ich einiges falsch gemacht habe und nun geht es für mich darum, die Fehler, die ich gemacht habe unter "Lebenserfahrung" zu buchen und daraus zu lernen. Meine Oma hätte nicht gewollt, dass es verkauft wird.
Das Haus hatte einen wirklich großen Garten und etliche Zimmer, jemand hat es sogar mal als Anwesen bezeichnet. Hätte man es renoviert, wäre daraus wirklich ein Schmuckstück geworden. So was kann sich ein Normalsterblicher heutzutage nicht mehr leisten.
Der größte Fehler war meines Erachtens war, dass ich mir nicht so viel zu getraut habe und Dinge nicht genügend durchdacht habe.
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21.05.2017, 19:05Inaktiver User
AW: Irreparablen Fehler begangen
Hallo Sunna,
eigenartig, an so ein Haus hatte ich gedacht. Und eben auch deine Erwähnung dass sich Normalsterbliche heute nicht mehr solche Anwesen leisten können.
Du bist ja noch so jung.
Und so sympathisch ehrlich und kritisch.
Du hättest schon sehr tough sein müssen. Von heute auf morgen so viel Verantwortung übertragen zu bekommen kann erst mal erschrecken.
Ein wenig filmreif ist deine Geschichte auch....
Die Enkelin wird zur Haupterbin. Warst du in die Pläne deiner Oma überhaupt nicht eingeweiht?
Ein wenig kommt mir das so vor.
Aber, egal, ich wünsche dir und deiner Familie Frieden.
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22.05.2017, 10:01Inaktiver User
AW: Irreparablen Fehler begangen
Ehrlich - ich finde das keinen "irreparablen Fehler".
Ich denke, man trifft im Leben immer wieder Entscheidungen auf Basis einer Sachlage. Und zu dem Zeitpunkt ist die Entscheidung richtig und gut. Sei es aus emotionalen Gründen (auch das ist eine Sachlage!)
Wie immer im Leben können sich natürlich Dinge oder Menschen ändern oder durchaus auch die persönliche Sicht auf eine Situation. Manchmal hilft auch der Abstand.
Aber ich denke, Entscheidungen waren einfach zu dem Zeitpunkt, zu dem sie getroffen wurden gut und richtig. Niemand hat eine Kristallkugel und kann sehen was die Zukunft bringt und niemand muß sich mit etwas belasten, was einen mental belastet.
Sie es einfach als Erfahrung für die Zukunft und schließ damit innerlich ab.
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22.05.2017, 10:43
AW: Irreparablen Fehler begangen
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Geändert von wildwusel (22.05.2017 um 11:05 Uhr) Grund: Thema ist eigentlich durch.
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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01.06.2017, 23:06
AW: Irreparablen Fehler begangen
Das Thema ist fast durch ja :-)
Will noch schnell den zweien Antworten:
Hi Hutliebhaberin,
danke für das Kompliment :-)
Doch, mit 16 Jahren hat sie mir von ihrem Vorhaben erzählt. Als sie noch lebte, konnte ich ihr das aber nicht so wirklich glauben, das schien alles so weit weg…und als sie dann, ziemlich plötzlich, gestorben ist, war die Zeit für Fragen und Überlegungen vorbei :/
Passiert wirklich nicht jedem…
Ich wünch dir auch alles Gute
@Antje3:
Danke für deinen Beitrag!
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02.06.2017, 10:37Inaktiver User
AW: Irreparablen Fehler begangen
aktien sind firmenanteile und damit auch ein reeller wert im worst case szenario.
zur storry - ziemlich bitter aber leider auch ziemlich menschlich. 3 kinder reissen an ihrer lieblingspuppe bis sie kaputt ist und niemand was davon hat.
war aber auch von der oma naiv wobei man den hintergrund ja nicht kennt. vielleicht haben sich ihre kinder ja unmöglich verhalten.
wieso hast du eigentlich so ein schlechtes verhältnis mit deinen eltern UND deiner tante?
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05.06.2017, 14:20Inaktiver User
AW: Irreparablen Fehler begangen
Das muss doch nicht die Konsequenz sein.
Manchmal ist es eben Schicksal, vielleicht spielt das hier bei meinen Antworten auch eine nicht unerhebliche Rolle.
Der Mann meiner Jüngsten wurde nicht nur von Oma sondern auch im Einverständnis aller als Erbe des Anwesens auserkoren.
Und er fühlt sich so, lebt schon in dem Wissen - aber aus Freude.
Der ist einfach so. Er ist erstens einer der Wenigen - oder sogar der einzige der mit Oman auskommt und er ist auch so der Typ dem die "eigene Scholle" was bedeutet.
Wie es mal ausgeht weiß ich natürlich nicht.
Grundsätzlich muss aber nicht das Aussuchen eines Menschen der mal ein Werk übernehmen oder weiter führen soll aus Hader und Zwist entstanden sein.
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16.07.2017, 11:08
AW: Irreparablen Fehler begangen
Hallo zusammen,
ich möchte euch kurz updaten: Meine Tante und ich befinden uns wieder im Clinch, weil sie mir vorwirft, ich hätte das Haus zu günstig verkauft und alles verschleudert.
Ich bin mir inzwischen bewusst, dass ich mein Bestes gegeben habe und es auf Grund der katastrophalen Familienverhältnisse nicht möglich gewesen ist, das Haus, das aus dem Fleiß meiner Oma entstanden ist, im Familienbesitz zu halten.
Wenn jemand mal im World Wide Web nach Hilfe für ein ähnliches Problem sucht und dabei auf meinen Thread stößt, kann ich dir nur mit dem auf Weg geben, an dich selber zu glauben und dich von Leuten unterstützen zu lassen, die es gut mit dir meinen und ein Haus besser selber zu verkaufen als über einen Immobilienmakler.



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