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    AW: Master Key System o. ä. - Vertrauen aufbauen - wie geht das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Heißt also: Vertrauen aufbauen durch Reden mit anderen, macht mir Angst, da die Menschen so wieder Gelegenheit bekommen, mich eben durch Reden zu manipulieren.
    Reden ist ja nicht einseitig, sondern beruht ja immer auf zwei Seiten.
    Im besten Fall wechseln sich Redner und Zuhörer ab.

    Du kannst ja erstmal die vornehmen erstmal mehr über andere herauszufinden durch Fragen stellen und zuhören. Momentan, so wirkt jedenfalls deine Darstellung auf mich, weißt du ja auch recht wenig über deine Gegenüber.

    Das bedingt natürlich dein Misstrauen.
    Je weniger man über den anderen weiß, desto sinnvoller ist natürlich auch Misstrauen.

    Aber je mehr man über andere weiß, desto weniger Misstrauen muss man haben. Denn man lernt Leute besser einzuschätzen. Und je besser die Einschätzung desto weniger findet man sich auf Glatteis wieder, weil man weiß, wem man was gegenüber machen kann oder besser sein lassen sollte.

    Vielleicht kannst du ja erstmal üben indem du erstmal zuhörst und Fragen stellst um andere besser kennenzulernen. Dann kannst du auch besser einschätzen, ob der andere vertrauenswürdig ist.

  2. Inaktiver User

    AW: Master Key System o. ä. - Vertrauen aufbauen - wie geht das?

    Ist dann so, dass es tatsächlich so ist, dass ich mit super dominanten Menschen nicht so gut kann. Denn diese machen sich oft super breit - überall. Da kann ich unmöglich mithalten und es ist echt anstrengend.

    Das dumme ist, dass ich scheinbar gut hierhin passe. Denn der dominante Mensch kann schon gar nicht mit anderen dominanten Menschen. Jedenfalls nicht, ohne dass es permanent zu Streit kommt?!?

    Am schlimmsten ist, wenn einem Entscheidungen einfach abgenommen werden o. ä. mit dem Spruch "Ich hab's ja nur gut gemeint." Wenn mit unfairen Mitteln gespielt wird, geschummelt, getrickst - na und? Ist der, der reingelegt wird halt der Harry. Hauptsache der andere hat, was er will. Wenn sogar das Kind fürs Tricksen und Schummeln gelobt wird?!? Ja, jeden Tag steht ein Dummer auf. Sowas ärgert mich halt maßlos. Und mit solchen Menschen, wenn ich sie denn erkannt habe, dass sie so ticken - möchte ich nicht.

    Blöd ist, dass sie sich überall in meinem Umfeld breit machen. In der Schwiegerfamilie vor allem. Und wenn man ein blödes Gefühl hat und am liebsten das Weite suchen möchte, dann habe ich unzureichende Mittel, wie ich mich schützen kann. Fremde kann man auch mal gut auf Distanz halten, die kriegen nicht alles von mir mit usw. Hier sieht es anders aus. Wenn ich persönlich mich dazu entscheide, über mich nichts preiszugeben oder den Kontakt einzuschränken/abzustellen, dann funktioniert das nur unzureichend, weil mein Partner das eben nicht tun möchte.

    Und immer die Sprüche: ist doch mein Bruder, meine Mutter etc. Kannst du doch nicht machen. Er sieht es zum Glück auch, dass die nicht so ohne sind. Aber er hängt halt an ihnen.

    Ja, also das Abwehrsystem würde vielleicht schon funktionieren, bis zu einem gewissen Punkt. Und dann ist wieder dieses Verwickeln und Verstricken da. Ich weiß nicht, wie es genau erklären soll.

    Es liegt natürlich schon an mir, dass man sich das alles so bieten lässt. Aber wie es hier schon jemand schrieb, wird es ja auch immer schlimmer mit dem Raffen, Raffen, Raffen. Jeder das meiste. Und letztlich, wofür denn? Man steht irgendwie alleine da. Letztlich aber nur immer ausgenutzt zu werden, während andere an einem vorbeiziehen und dann auch noch auf einen herabsehen, weil sie ja was Besseres sind - nee danke.

    Tja, das Singen, ein Hobby, hat mir immer viel gegeben. Leider ging das in den letzten Jahren irgendwie gar nicht mehr.

    Wenn ich mehr Raum einnehme, dann können andere sich nicht so breit machen. Das ist mir auch klar geworden. Aber so dominant und furchtbar will ich gar nicht werden. Also wähle ich lieber den Rückzug. Solange das noch geht und ich mir nicht die Parkbank am Eck erkämpfen muss, bevor sich ein anderer draufpackt.

    LG

  3. Inaktiver User

    AW: Master Key System o. ä. - Vertrauen aufbauen - wie geht das?

    Nicole,

    wirklich dominante Menschen werden allgemein nicht als sooo anziehend empfunden- weil sie eben selbst viel Raum beanspruchen und den nicht gerne abgeben.
    Dein Empfinden deckt sich also mit vielen anderen Menschen.

    Familie oder Schwiegerfamilie ist nicht mit den anderen Menschen zu vergleichen.
    Ganz andere Strukturen, Abhängigkeiten, Voraussetzungen sind darin enthalten, die mit einem normalen Umgang gar nicht dasselbe sind.
    Sich hier freizuschwimmen ist sehr viel schwerer, denn da kommen auch ganz alte Muster zum tragen,die oft unbewusst und wie von alleine ablaufen.
    Man kann dahinter sehen und damit alles entwirren- braucht Zeit und ist mit professioneller Unterstützung durchaus ein Weg, der sich lohnen kann.

  4. Moderation

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    AW: Master Key System o. ä. - Vertrauen aufbauen - wie geht das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ist dann so, dass es tatsächlich so ist, dass ich mit super dominanten Menschen nicht so gut kann.
    Unverschämtes Verhalten zu belohnen und anständiges zu ignorieren ist die sicherste Möglichkeit, nur von unverschämten Leuten umgeben zu sein. Wenn dein Instinkt dir sagt, "Mach dich vom Acker", hör auf ihn. Gewinne Distanz -- zeitlich, räumlich, emotional -- und Autonomie -- gedanklich, wirtschaftlich, organisatorisch.

    Das gibt dir keiner. Das mußt du dir nehmen. Aber nur unverschämte Menschen machen einen Affenaufstand, wenn du ihnen etwas wegnimmst, das ihnen nicht gehört.

    Irgendwo mußt du einen Platz finden, wo du deine Position verteidigst. Aber das ist nicht im Wohnzimmer unverschämter Leute. Das ist irgendwo, wo du eine Tür zum Zumachen hast, ein Telefon zum Nummern blockieren, eine e-mail mit Blacklist, und Leute, die dein Rudel von Schreckgespenstern als eine Clownsnummer betrachten.

    Wenn du ihr Territorium durchqueren mußt, gib ihnen nichts, und nimm nichts von ihnen an.

    Aber solange du ihnen zugesteht, zu definieren, wie die Menschheit ist, was du von Menschen erwarten kannst, wie du leben kannst, hast du ihnen deine Chance, je in einem sozial funktionalen Umfeld zu landen, mit einem rosa Geschenkbändchen drum überreicht.

    Wo ist eigentlich dein Mann in dem ganzen Drama? Warum mußt du das alleine machen?
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  5. Inaktiver User

    AW: Master Key System o. ä. - Vertrauen aufbauen - wie geht das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber so dominant und furchtbar will ich gar nicht werden. Also wähle ich lieber den Rückzug.
    Vielleicht geht es auch erst einmal um ein grundsätzliches Verständnis zum Thema Kommunikation.
    Und auch einer klaren Definition von Dominanz.
    Dominieren heißt beherrschen und was muss gegeben sein, damit jemand einen mit Reden "beherrscht"?
    Für mich bedeutet das u.a., dass ich ausgeliefert bin und zuhören muss- handlungsunfähig und ohnmächtig, da wegzukommen.
    Unter der Sicht, bleibt die Frage- wann so ein Zustand vorliegt?
    Ich kann letztlich immer gehen- mich immer umdrehen- man kann mitten im Reden auf die Uhr schauen und laut sagen "huch- so spät- ich muss noch was erledigen" und gehen, oder oder oder.

    In ganz normaler Kommunikation ist es letztlich ein immerwährender Wechsel von Reden und Zuhören. Nicht jedes Reden ist Dominieren.

    Du hattest in Deinem Eingangsposting geschrieben
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe immer Angst davor, dass ich nicht so akzeptiert werde wie ich in Wirklichkeit bin.
    Ich denke, dass HIER ein wichtiger Schlüssel für das ganze Thema liegt.

    Wenn sich zwei Menschen treffen, dann treffen zwei Welten aufeinander.
    Man muss sich das Gespräch wie einen weiteren Raum vorstellen, der durch ein Gespräch erschaffen wird.
    Und jeder der Gesprächsteilnehmer bringt nun einiges aus seiner Welt mit (Worte, Gedanken, Ideen) um diesen neuen Raum zu füllen.
    Dieser Raum wird immerzu gefüllt- solange man beisammen ist- das ist wie Gesetz

    Wenn Du nun Angst hast, etwas aus Deiner Welt beizutragen- weil Du deshalb vielleicht abgelehnt wirst- dann wird dieser Raum zwangsläufig von dem angefüllt, was der andere mitbringt.
    Und- da ist natürlich die Gefahr, dass es von Dir als Dominanz interpretiert wird, obwohl es sich nur um einen normalen Vorgang handelt. Denn dieser erschaffene Raum wächst immerzu, solange man miteinander im Gespräch ist.

    Dazu kommt halt auch, wenn wir Angst haben uns zu zeigen, dann haben die Menschen zwar ein Bild von uns (denn wir machen uns von jedem ein inneres Bild) aber es ist sehr wahrscheinlich, dass wir nicht erkannt werden.
    Daraus ergibt sich dann eine ganz ungute Spirale- wir werden nicht gesehen, wie wir sind (wie bei einem unscharfen Bild)- die Reaktionen oder Worte vom Gegenüber führen dann schnell zu einem unguten Gefühl von "ich werde nicht verstanden" und man zeigt sich noch weniger- worauf der andere noch mehr im trüben fischt während er im Gespräch ist.
    Schwierige Situation.

    Die Angst vor Ablehnung tragen auch viele Menschen in sich und da finden sich die Wurzeln gerne in der Kindheit, wo man als Kind eben nicht einfach angenommen und geliebt wurde.
    Die Erziehungsmethode, das Kind auszugrenzen, abzuwerten, auszuschließen oder gar Schlimmeres- wenn es etwas gemacht hat, was den Eltern nicht gepasst hat- war halt lange sehr verbreitet.
    Das hat Wirkung als Erwachsener und führt schnell dazu, dass man als Erwachsener immer noch "das liebe Kind" sein will- bloß nichts tun, was Ablehnung hervorrufen kann!

    Der erste Schritt ist- sich das klar machen- der Zweite zu erkennen, WER vor mir steht.
    Fremde sind nicht Mama oder Papa und auf deren Liebe bin ich nicht mehr angewiesen.
    Schwieriger wird das im Familienkontext (auch bei der Schwiegerfamilie)- denn da wiederholen sich gerne die Bilder/ Geschichten aus der Kindheit.

    Daran kann man gut arbeiten- mit professioneller Unterstützung gut lernen, wo Grenzen sind und wie gut sie sich anfühlen können
    Geändert von Inaktiver User (10.05.2017 um 08:10 Uhr)

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    AW: Master Key System o. ä. - Vertrauen aufbauen - wie geht das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In der Schwiegerfamilie vor allem. Und wenn man ein blödes Gefühl hat und am liebsten das Weite suchen möchte, dann habe ich unzureichende Mittel, wie ich mich schützen kann.
    Liebe Regenbogenfrau!

    Kannst Du den Kontakt zu Deiner Schwiegerfamilie erstmal reduzieren? Es klingt, als wenn Du mit Deinem Mann sehr viel gemeinsam machst, dh eine solche Kontaktreduzierung wäre auch mit einem Gespräch mit Deinem Mann verbunden.
    Es reicht ja, wenn Du ihm sagst, wie belastend diese Kontakte für Dich sind und dass Du Dich jetzt erstmal ein bisschen zurückziehst.

  7. Inaktiver User

    AW: Master Key System o. ä. - Vertrauen aufbauen - wie geht das?

    Mit dominant meine ich: es muss ständig was passieren, Action, Action, Action. Irgendwie wurde das in der Familie so gelehrt, dass sie immer erster sein müssen. So bekomme ich ständig das Gefühl, ein Idiot zu sein, nur weil ich ein ruhiges, geordnetes Leben haben möchte, in dem ich nicht permanent unter Stress stehen muss. Letztlich ja eigentlich auch für nix.

    Mit dominant meine ich auch, den Willen aufzwingen. Wenn es mit Plan A nicht geht, dann funktioniert immer Plan B, der Hintenrumplan. Sich gewisse Sachen nicht gefallen lassen funktioniert nur unzureichend, da dann immer das Totschlagargument kommt: "Mach's doch für X. Ist doch für Y, kannst du jetzt nicht bringen." Sich unwohl fühlen, weil es ständig Streit gibt, egal bei welchem Geburtstag, Weihnachten... Dann ist ja die Familientradition gebrochen, wenn nicht alle kommen.

    Neid und ständig zu kurz kommen ist auch so ein Thema. Was sich das gekloppt wird und Dinge, die schön sind. Hat einer was, gucken die anderen, was sie davon abkriegen können und wie sie sich auch reinhängen können. Dann überholen sie mich, weil die dickeren Ellenbogen haben und eben ständig aktiv sind und machen und tun.

    Ich kann nach solchen Zusammenkünften einfach nicht abschalten. Der Geburtstag ist schon fast eine Woche her und ich denke ständig darüber nach, was gesagt wurde, über die typische Dynamik, die da statt findet. Meine Schwägerin hat ihren Mann dressiert, weil sie ihm oft droht mit dem Kind wegzugehen. So macht er zu Hause im Haushalt viel, hat sich immer frei genommen, wenn das Kind krank war, etc etc. Und sie gibt halt auch immer stark an, mit dem was sie alles hat. Er verdient halt nicht schlecht und wir haben nur Geldsorgen, immer schon. Ich glaube nicht, dass ich grundsätzlich ein sehr neidischer Typ bin, ich bin es gewohnt, mit wenig auszukommen. Aber meine Schwägerin ist jemand, die es extrem notwendig hat, zu präsentieren, was sie alles hat. Und sehr von oben herab. Hat man weniger oder stellt sich eben etwas blöd an, platzt sie auch mal mit einem freudigen Lacher heraus, dass es jemandem schlechter geht als ihr. Ihr Partner findet, sie sei wenigstens ehrlich. Obwohl das ja so auch nicht stimmt. Sie verletzt andere gerne, aber ehrlich ist sie auch nicht. Sie meinte mal, Geld wäre ihr nicht wichtig. Doch sie ist schwer scharf drauf und weiß wie sie's kriegt. Sie hat schon ein Jahr vor Einschulung des Kindes mal geguckt, ob sie noch 20 Euro für die Schultüte aus uns rausleiern kann. Sie meinte mal so nebensächlich, dass mein Mann es gar nicht mitbekommen hat, dass wir ja dann noch 20 Euro für die Schultüte dazugeben. Sie fragt nicht, sie verfügt einfach. Ich seh' das nicht ein, aber kann ich wissen, ob mein Partner nicht doch hinter meinem Rücken was dazugibt?

    Die Familie weiß aber auch wie sie das alles ausgleichen kann. Sie sind schon auch da, wenn man sie braucht und haben eben auch viel Energie und tun und machen. Dafür soll ich mir dann alles bieten lassen? Ich hatte ein Sabbatjahr 2016 und es ging mir irgendwie besser.

    Bald ist der nächste Geburtstag, und ich werde wohl nicht hingehen. Mein Seelenfrieden ist mir das wichtiger. Ich kann das irgendwie nicht ertragen. Ich weiß nicht, wie ich das aus meinem Kopf rauskriegen soll. Wenn es ja nicht alles so zusammenhängen würde..., könnte es mir vielleicht egal sein. Mein Mann erzählt dann sicherlich auch noch, dass ich krank bin und nicht kommen kann. Was ich irgendwie auch doof finde. Wenn ich die Wahrheit sage, dann gibt das nur noch Wasser auf die Mühlen derer, die nicht mehr zu bremsen sind in ihrem rücksichtslosen Tun. Dann bin ich empfindlich und hab' sie nicht mehr alle. Und man darf solche Menschen lieber nicht merken lassen, dass es einem was ausmacht, wenn sich jemand so verhält. Mal auf den Tisch hauen, bringt gar nichts. Denn diese Menschen haben zu viele Vorteile, um sich überhaupt ändern zu wollen. Und sich ändern können ist sowieso schon fast unmöglich.

    Ich verbrate so viel Zeit und Energie damit. Kann ich mir gar nicht leisten. Aber wie kann ich abschalten und mich auf wichtigere Dinge konzentrieren? Die Frage ist auch, wie ich das bis zu meinem Tod alles überstehen soll und auf was ich mich z. B. auch beruflich umschulen lassen soll. Denn rücksichtslose, arrogante Menschen gibt es mittlerweile ja an jeder Straßenecke. Mit der Freundin meines Schwagers würde ich auch nicht zusammen arbeiten wollen. Die ehemaligen Arbeitskolleginnen von ihr waren überglücklich, als mein Schwager kam und sie mitnahm, sodass sie dort dann gekündigt hat.

    Wenn ich mal wieder Vollzeit arbeiten gehe und habe dann zusätzlich noch den ganzen Terz an der Backe - das schaffe ich einfach nicht.

    LG

    Regenbogenfrau

  8. gesperrt

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    AW: Master Key System o. ä. - Vertrauen aufbauen - wie geht das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ist dann so, dass es tatsächlich so ist, dass ich mit super dominanten Menschen nicht so gut kann. Denn diese machen sich oft super breit - überall. Da kann ich unmöglich mithalten und es ist echt anstrengend.
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    Nicole,

    wirklich dominante Menschen werden allgemein nicht als sooo anziehend empfunden- weil sie eben selbst viel Raum beanspruchen und den nicht gerne abgeben.

    hallo ihr zwei,

    mir war von dem bisher geschriebenen nicht bewusst, dass es um dominante Personen geht.

    Mein Post #11 war eher als eine eventuell mögliche Antwort auf die Titelfrage gemeint: "Vertrauen aufbauen - wie geht das?"

    und ja, ich kann das hier geschriebene sehr gut nachempfinden, es gibt solche Energieräuber...und ich bin selbst am Schauen, wie man sich aus solchen Dynamiken befreien kann, in denen man sich völlig belagert fühlt vom Leben anderer.

    Ich kenne zwei solcher Personen, die müssen nur ein/zwei Stunden auftauchen aber der Kopf hängt dem Stunden hinterher und das real geschehene (paar Stunden) steht in keiner Relation zu dem Aufwand, den mein Kopf betreibt.

    Keine Ahnung. Komisches Ding.
    Ich bin bei meinen Gedanken allerdings auch bei dem Punkt, der auch hier angesprochen wurde. Bei mir haben diese beiden Personen ein herrlich verschrobenes Bild von mir, wenn ich mich mit denen unterhalte, dann frage ich mich immer, ob die eigentlich mit mir reden, oder mit irgendetwas, was sie sich von mir im Kopf zusammen gebastelt haben, was weder mit dem übereinstimmt, was ich denke, noch was ich fühle und in dem einen Fall sogar nicht mal mit meiner Vergangenheit zusammen passt.

    Da bin ich dann immer super genervt, weil man ständig Dinge gerade rücken muss oder erstmal ewig viel nachdenken muss, um überhaupt darauf zu kommen wie sie zu diesem Bild von einem kommen. Ich fühle mich da immer sehr sehr fremd, als hätte jemand eine weitere Version von mir geschaffen, die nichts mit mir zu tun hat. Quasi eine andere Wirklichkeit, die einem vor die Füsse geworfen wird und dann Arbeit macht.

    Deren Projektionen überlagern mich, was dann bei mir unmittelbar Befreiungstendenzen freisetzt.

  9. gesperrt

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    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe immer Angst davor, dass ich nicht so akzeptiert werde wie ich in Wirklichkeit bin.
    Ich denke, dass HIER ein wichtiger Schlüssel für das ganze Thema liegt.

    Wenn sich zwei Menschen treffen, dann treffen zwei Welten aufeinander.

    ...

    Wenn Du nun Angst hast, etwas aus Deiner Welt beizutragen- weil Du deshalb vielleicht abgelehnt wirst- dann wird dieser Raum zwangsläufig von dem angefüllt, was der andere mitbringt.
    Und- da ist natürlich die Gefahr, dass es von Dir als Dominanz interpretiert wird, obwohl es sich nur um einen normalen Vorgang handelt. Denn dieser erschaffene Raum wächst immerzu, solange man miteinander im Gespräch ist.

  10. Moderation

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    AW: Master Key System o. ä. - Vertrauen aufbauen - wie geht das?

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    Mit dominant meine ich: es muss ständig was passieren
    Das ist doch Temperamentssache. Manche Leute haben Sitzfleisch, andere nicht.

    Ich kriege so den Eindruck, daß deine Schwiegerfamilie ein lauter, dichtgestrickter Haufen ist, wo ständig Drama herrscht und man unheimlich dicht aufeinanderhängt. So irgendwie Reality-Soap. Und du keine Vorstellung hast, wie du damit umgehen sollst, weil das so gar nicht deins ist. Deswegen nimmt du das als Feindseligkeit und schlechten Charakter wahr. Das bewirkt aber nur, daß du die ganze Zeit aufgebürstet bist, weil alle Leute um dich rum dir feind sind und einen schlechten Charakter haben. Und als wenn das noch nicht kontraproduktiv genug wäre, gehst du davon aus, daß alle Menschen so sind, nicht nur die um dich rum.

    Also hängst du irgendwie mit einer Hand am Wagen, wirst über die Prärie geschleift und kannst nicht einsteigen, nicht loslassen, und den Wagen nicht anhalten.

    "Einsteigen" ist dir zu anstrengend, um so mehr, da du mit dem doppelten Handicap spielst, temperamentsmäßig nicht so verpackt zu sein, und die Regeln, nach denen die spielen, nicht von Kind auf gelernt zu haben. Das lohnt sich nicht zu machen.

    "Anhalten" ist keine Option. Kannst du nicht. Die können dich nicht ändern, du kannst sie noch viel weniger ändern. Aber das ist, habe ich den Eindruck, das, wovon du erwartest, daß es irgendwie passiert. Daß jemand den Wagen für dich anhält. Die Familie ändert und zu etwas machst, wo du einsteigen kannst. Das wird nicht passieren.

    Bleibt also, loszulassen.
    Das lassen sie dich nicht gerne. Das geht gegen das, nehme ich an, was sie von sich erwarten, was sie von dir erwarten, was sie von Familie erwarten, es geht gegen ihre Pläne, ihr Weltbild, ihr Selbstbild, das geht einfach nicht. Finden sie. Findest du.

    Aber das ist ein Irrtum. Das ist das einzige, was geht.

    Und das geht, indem du einen Weg findest, ihnen zu sagen, "Nein". Vielleicht noch, "Tut mir leid, aber, Nein. Nein, mach ich nicht, Nein, muß ich nicht, Nein, paßt mir nicht. Doch, kann ich". Das ist eine Weile nicht schön, weil die Leute finden, das sei doch gegen jede Sitte und Anstand. Aber irgendwann finden sie was interessanteres zu tun.

    Gib ihnen keine Signale, daß sie nur genug nerven müssen, damit ihre Welt wieder in Ordnung kommt. Das hast du in der Vergangenheit genug getan, entsprechend wird es sehr lange dauern, bis sie was interessanteres zu tun finden... aber irgendwann werden sie.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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