Ich sag mal was zu dem Urlaubsgedöns :
1. der Arbeitgeber muss dich beurlauben
2. der Arbeitgeber hat für eine Vertretung zu sorgen
3. es geht nicht an, dass ein Arbeitnehmer erst dann seinen Urlaub nehmen kann, wenn dieser selbst eine Vertretung gefunden hat, denn das hieße im Umkehrschluss
4. dass, wenn alle Kollegen das nicht wollen, Frauke = Arbeitnehmerin ihren Urlaub nicht nehmen kann.
Sozialtöffel (nettes Wort) hin oder her, da macht es sich die Teamleitung etwas zu einfach.
Es liegt also nicht alles nur an dir. Schwacher Trost, ich weiß
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 26
-
06.05.2017, 17:02
AW: Sozial ungeschickt, was sich rächt... wie überwinden?
-
06.05.2017, 20:48
AW: Sozial ungeschickt, was sich rächt... wie überwinden?
-
07.05.2017, 17:16
AW: Sozial ungeschickt, was sich rächt... wie überwinden?
kann es sein, dass du dich, vor lauter Bemühen sozial zu sein, ziemlich ausnutzen lässt? Freunde, die mir so blöd kommen, sind keine Freunde mehr. Um Urlaubsvertretung kümmert sich der Vorgesetzte, basta! Lass dich nicht ausnutzen, schau auf dich!
Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

-
07.05.2017, 20:16
AW: Sozial ungeschickt, was sich rächt... wie überwinden?
Normalerweise ist immer jeder zu 100 bis 120% ausgelastet. Wer das nicht ist, bekommt mehr zu tun. Deswegen wird niemand ehrlich sagen können, daß er noch was übernehmen kann, was nur eine Vertretung ist und deswegen zu seinen vorhandenen Aufgaben dazukommt. Und wer den Eindruck erweckt, er hätte nicht geng zu tun, indem er z.B. sagt, "das könnte ich noch mitmachen" ist offenbar nicht ausgelastet.
Deswegen sollten Vertretungsregelungen immer vom Chef gemacht werden. Denn bei diesen Auslastungen wird etwas liegenbleiben, und dafür muß er gegenüber den Kunden oder seinem Chef geradestehen.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
-
07.05.2017, 20:32Inaktiver User
AW: Sozial ungeschickt, was sich rächt... wie überwinden?
Ich finde es schon in Ordnung, dass man erstmal im Kollegenkreis versucht, sich zu einigen. Wenn das nicht funktioniert, muss aber der Chef eine Einteilung vornehmen.
-
08.05.2017, 08:50
AW: Sozial ungeschickt, was sich rächt... wie überwinden?
An der Geschichte bin ich Eingangsbeitrag auch etwas hängengeblieben. Da sehe ich definitiv die Teamleitung in der Pflicht, sowie denjenigen, der den Urlaub genehmigt hat (ein übergeordneter Abteilungsleiter u.ä.?).
Wenn auf informellem Dienstweg keine Vertretung gefunden werden kann muss die Teamleitung halt selber ran. Und wenn beim Mechanismus zum Klären von Vertretungsregeleungen vor dem Urlaub etwas nicht stimmig ist muss die Firma eine bessere Lösung suchen.
Das würde ich auch von dem Problem der mangelnden sozialen Anbindung im Team trennen - man muss sich ja nicht alles aufladen.
Da ich das auch nicht gut kann habe ich mir neulich aus einem Artikel folgenden Tipps mitgenommen: mit dem Blick auf die Augenbrauen zielen ist am Anfang leichter. Und es reicht, dem anderen in die Augen zu sehen, wenn derjenige redet, wenn man selber redet darf man die Augen schweifen lassen.
Das mit der Ente ist natürlich auch gut
.
Ich bin totale Gruppenlegasthenikerin und irgendwelche Zweierübungen sind der absolute Horror für mich. Hatte ich neulich auch gerade wieder die Situation, dazu noch in einer Kleingruppe
.
Aber man neigt aus eigener Unsicherheit in dieser Situation leicht dazu, die Dinge negativer zu beurteilen als sie sind.
Die zweite neue Person war vielleicht einfach etwas offener, hat schneller Blickkontakt aufgenommen, oder hatte vielleicht auch vor dem Training beim Umkleiden schon etwas mit den Leuten geplaudert.
Oder es war schlicht und einfach Zufall.
Das heißt doch nicht, dass dich alle ablehnen oder du total unangenehm aufgefallen bist, auch wenn man sich dann leicht so fühlt wie "einer gegen alle".
Ich finde es aber wichtig, dass man sich klar macht, dass das ein Gefühl ist, nicht die Realität.
-
08.05.2017, 10:44
AW: Sozial ungeschickt, was sich rächt... wie überwinden?
Ich versuche mal auf alle Kommentare einzugehen!
Generell ist es normal, dass sich jeder von jedem vertreten lassen kann und es findet sich immer wer. Ich bin da eine Ausnahme. Die Teamleitung ist auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich später in den Urlaub gehen kann. Den Auftrag habe ich erhalten, nachdem der Urlaub schon bewilligt war, weil jemand krank geworden ist. Da habe ich schon angemerkt, dass ich das nicht bis zum Ende führen kann. Die Teamleiterin meinte, es findet sich immer jemand, der das übernimmt...
Generell nehme ich wohl wirklich alles persönlich... Das mit dem Sport fand ich total schlimm. Ich habe dann immer Sorge, dass das der Auftakt zur nächsten Mobbingkampagne ist. Ich weiß zwar, dass so ein Denken falsch ist, aber kann. Es nicht immer abstellen.
Es ist auch schon anstrengend genug, im.er das eigene Auftreten. Hinterher zu analysieren um rauszufinden, ob man wieder was falsch gemacht hat.
-
08.05.2017, 14:17
AW: Sozial ungeschickt, was sich rächt... wie überwinden?
Setze ihm eine Frist. "Ich gehe da dreimal hin und dann guck ich, ob es für mich OK ist oder nicht." Oder, "Wenn ich das Gefühl habe, daß Leute sich gemeinsam Aufwand machen, um mir das Leben schwer zu machen, gehe ich nicht mehr hin." Man kann Außenseiter sein, ohne gemobbt zu werden, oder ohne gemobbt worden zu sein. Einfach so, weil man im Prinzip alleine besser klarkommt als mit fremden Leuten. Und nicht jede Dynamik bietet sich für Mobbing an.
Immer am Auftreten rumzuanalysieren ist wie das Spiegelkabinett auf der Kirmes, nur nicht so lustig. Meistens glaubt man, man betrachte sich selber, während man in Wahrheit mit der völlig vergeblichen Tätigkeit des Gedankenlesens beschäftigt ist. Es ist viel praktischer, soziale Interaktion als Black Box zu betrachten, von der man nur Aktion und Ergebnis kennen kann. Wenn Aktion A zu Ergebnis Z führt und einem das nicht paßt, kann man sich sagen, "Hätte ich was anders machen können? Was? Wie? Kann ich das realistisch umsetzen? Ist es mir das wert?" und es das nächste Mal B machen, gucken, ob Y passiert, und ob das besser ist.
Es gibt selten "falsch" und "richtig". Erstens, was falsch und was richtig ist, mißt sich am Ergebnis, und das Ergebnis ist meist "für mich akzteptabel" oder "für mich nicht akzeptabel".
Mein "Ich bin nicht da, bitte ignoriert mich!" ist ganz oft richtig, weil ich in Ruhe gelassen werde. Mein "Ich habe eine Vorstellung, wie der Laden läuft, und handele danach" ist auch ganz oft richtig, weil ich nicht ständig fragen muß. Aber "Tut mir leid, das wußte ich nicht. Vielen Dank für die Info!" und "(Trainer), ich bin ein bißchen schüchtern und ein bißchen langsam, du kennst die Gruppe, gibt es jemanden, mit dem ich zusammen die Übungen machen sollte?" sind richtig, wenn der erste Versuch falsch war.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
-
09.05.2017, 11:14
AW: Sozial ungeschickt, was sich rächt... wie überwinden?
@Wildwusel: ich finde, dass hört sich alles gut an und ich kann das auch alles unterschreiben. Bloß manchmal ist man so tief im Geschehen, dass man auf einem oder gleich auf zwei Augen blind wird und wieder in alte Verhaltensmuster oder meinetwegen auch Denkmuster fällt.
Das Problem ist, ich würde gern mehr mit anderen machen. Auch auf Arbeit, nur das fällt mir dort schwerer..
Leider habe ich immer noch das passende Hobby entdeckt, da ich gerne mehr Sport machen möchte und das in einer Gruppe. Ich habe insbesondere beim Sport totale komplexe, wenn ich merke, dass ich als Einzige etwas nicht auf die Reihe kriege.
Vielleicht will ich das auch zu sehr... Zumindestebs habe ich jetzt ein paar potentiale Rhetorik/Sprechkurse gefunden und würde erstmal die ausprobieren. Da kriegt man auch Feedback von außen :)
-
09.05.2017, 12:02
AW: Sozial ungeschickt, was sich rächt... wie überwinden?
Vielleicht ist in dem Fall Mannschaftssport nicht ideal, weil man da finde ich schnell unter Leistungsdruck gerät?
Es gibt ja auch nicht-kompetitive Sportarten, die man in einer Gruppe ausübt und wo man Leute treffen kann.
Rhetorik-Kurs finde ich gut, da kann man wirklich was über die eigene Außenwirkung lernen. Das kann auch hart sein :-(, aber mir hat es sehr geholfen dabei, meine Schwächen und Stärken klarer zu sehen.
Auf der Arbeit könntest du gucken, ob du eine nette Kollegin findest, mit der du erstmal öfter ganz unverbindlich ein Gespräch anfängst. Vielleicht ergibt sich dann von selber mehr.


Zitieren

