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  1. Inaktiver User

    AW: Das Leben auf die Reihe kriegen -überhaupt noch möglich?

    Ich denke, Du solltest professionelle Unterstützung finden und dann daran arbeiten!

    Vermutlich geht jetzt- mal wieder- ein Aufschrei durch die Reihen "das ist doch toootal übertrieben! man braucht doch nicht immer gleich einen Psycho-Fuzzi!"......usw.

    Das Problem- und nicht nur hier zu diesem Thema - ist, dass wir immerzu DENKEN!!
    Und wildwusel hat das nun richtig gut demonstriert:
    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich denk mir gerade, der Hauptvorteil, keine Fehler zu machen, ist, daß einen keiner anschreit oder verspottet.
    es geht NICHT, NICHT, NICHT um das Denken!!!

    Es geht darum, dass man FÜHLT!
    Dass man sich Zeit nimmt um hinzuspüren- hinzufühlen- was kommt in mir auf? wie breitet es sich aus? wo spüre ich es? was kommt mit diesen Gefühlen (die doch körperlich gut zu spüren sind) noch an Gedanken oder Bildern auf?

    Sowas kann man nicht er-DENKEN.
    Das ist absolut einzigartig für jeden Menschen und wer sich je auf so eine Arbeit eingelassen hat, der weiß, dass die Antworten wirklich immer anders, tiefer, raumgreifender und umfassender sind als es unser Denken vorher "vermutet".

    Dieses ununterbrochene "ich denke über mich nach".......bringt einfach keine wirklichen Erfolg.
    Es geht darum, dass du MIT dir in Kontakt gehst und das kann man viel leichter mit Unterstützung.

    Schon das Wissen, dass Du Dir so eine Stunde wert bist (und merh als 1-2 h braucht das niemals)- hat eine Wirkung auf Dich und Deine Seele.
    Dann wirst Du durch so einen Prozess begleitet- hast Zeit- wirst ein Stück weit geführt und kannst Dich so ganz einlassen. Kannst dann weniger leicht ausbrechen, ablenken, ausweichen.

    Für mich suchst Du einen Weg zu Dir.
    Momentan immer noch über den Eingang "andere"- nur bringen die und deren Sichtweisen Dich nicht zu DIR.
    Solange Du nur andere über Dich werten lässt und diese Wertung annimmst- solange zeigst Du, wie unfrei und wenig Du Du selbst bist.
    Geändert von Inaktiver User (05.05.2017 um 11:53 Uhr)

  2. Moderation

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    AW: Das Leben auf die Reihe kriegen -überhaupt noch möglich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    es geht NICHT, NICHT, NICHT um das Denken!!!
    Ich kann da nur für mich sprechen, aber abstrakte Konzepte jenseits meiner Vorstellungskraft (wie Perfektion oder Stringtheorie) kann ich nur simulieren, und Gefühle sollen eigentlich nicht simulieren.

    Heißt nicht, daß es für die TE nicht fühlbar ist, aber das ist kein Grund, mich anzuschreien. (Q.E.D.)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Das Leben auf die Reihe kriegen -überhaupt noch möglich?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    @Lscp, "Ich kann GAR NICHTS" ist der Plan B des Perfektionismus, oder? Wer gar nichts kann, von dem wird gar nichts erwartet, das ist fast so gut wie Perfektion.
    Ja, irgendwie schon .

    Zum Glück habe ich allerdings einen Mann, der mir dann nicht sagt "Mein Exfrau konnte das aber viel besser! Und überhaupt war das Leben mit ihr soooo toll!". Sondern der mir dann den Kopf wäscht (wahlweise meine beste Freundin/meine Schwägerin/mein Bruder) und mich auf meine Erfolge hinweist. Und mittlerweile kann ich das auch schon viel besser, dann nicht in Selbstmitleid zu stürzen.

    Das mit dem "wer gar nichts kann, von dem wird auch nichts erwartet" sehe ich nämlich auch bei meiner Mutter. Nein, so möchte ich nicht werden.

    Und was meine Nachbarn (wir leben ebenfalls auf dem Land) von mir und meiner/unserer Lebensweise denken, ist mir sowas von wurscht.
    Alles zu seiner Zeit.

  4. Inaktiver User

    AW: Das Leben auf die Reihe kriegen -überhaupt noch möglich?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich kann da nur für mich sprechen, aber abstrakte Konzepte jenseits meiner Vorstellungskraft (wie Perfektion oder Stringtheorie) kann ich nur simulieren, und Gefühle sollen eigentlich nicht simulieren.
    Ok- wobei man vielleicht die Stringtheorie nicht ausprobieren kann (null Ahnung)- aber diese beschriebene Sache kann jeder selbst zuhause ausprobieren. Und so aus einem abstrakten Konzept ein gefühltes Erlebnis werden lassen.

    Ich wollte das auch nicht als Angriff verstehen sondern nur deutlich machen - so wie es in unserer Gesellschaft einfach total üblich ist - wir machen uns Gedanken, aber hinspüren, liegt uns recht fern.
    Deine Antwort war einfach typisch klassisch und hätte vermutlich von jedem kommen können (je nach Kontext doch genauso von mir).

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    IHeißt nicht, daß es für die TE nicht fühlbar ist, aber das ist kein Grund, mich anzuschreien. (Q.E.D.)
    wildwusel- ich hatte Dich nur zitiert und gar nicht explizit angesprochen.
    Warum sollte ich Dich anschreien- wollen?? kein Grund dafür da.

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    AW: Das Leben auf die Reihe kriegen -überhaupt noch möglich?

    Liebe TE,

    ich habe eine Kollegin, die war -in Deinen Augen- schon einen Schritt weiter: sie wollte beruflich perfekt sein, nur perfekte Arbeit im perfekten Zeitplan im perfekten Layout abgeben.

    Was soll ich Dir sagen: das ging einige Jahre gut, dann hat sich das gerächt, weil sie aus diesem Hamsterrad der an sich selbst gerichteten Ansprüche nicht mehr abspringen konnte. Irgendwann zeigten sich psychosomatische Erscheinungen, Dauerkopfschmerz, Magenkrämpfe,...

    Dann ist sie im wahrsten Sinne des Wortes umgekippt - sie ist wirklich unter ihren an sich selbst gerichteten ANsprüchen zusammengeklappt. Für viele Wochen wurde sie daraufhin vom Arzt aus dem Verkehr gezogen und arbeitet seitdem im gesunden "NORMAL(!)-Maß".

    In ihrem Büro hängt ein großes Schild: "Scheiß drauf -ich lass das jetzt so!"

    Was ich Dir damit sagen will: warum willst Du "perfekt" sein?

    Häufe Dir doch nicht einen solchen Berg von hätte ich, müsste ich, sollte ich an. Da bekomme ich selbst vom Lesen Beklemmungen.

    Leg all das zur Seite und sage Dir auch mal bewusst: alles zu seiner Zeit.
    Dann nimm Dir aus dem Riiiiiesenberg aus hätte, sollte, müsste ein (!) Ding, eine (!) Idee, eine (!) Vision heraus, die Dir besonders am Herzen liegt und betrachte sie eingehend und beschäftige Dich mit ihr.

    Beispiel: Dir fällt die Vision in die Hände "Ich müsste eigentlich umschulen"

    Überlege Dir:

    -was genau liegt Dir?
    -wo siehst Du das Ziel einer solchen Umschulung (spezielles Berufsbild, das Du danach ausfüllen möchtest,...?)?
    -schau hin und verfolge die Frage: wie kann ich das formal angehen? Erfülle ich die Voraussetzungen (Abschlüsse,...), wo kann die Weiterbildung stattfinden (bei welcher Einrichtung), wieviel Geld kostet das, gibt es Fördermöglichkeiten, kann man in einer Firma arbeitend parallel umschulen in Abendkursen o.ä., wie lange dauert die Weiterbildung, wann muss ich mich anmelden,...?

    Sprich: gehe bei einer (!) Vision vom Allgemeinen zum Konkreten.

    Dann (!) kannst Du auch Deinem Mann davon erzählen, und ich denke, dann wird er Dich auch verstehen und kann Dich auch unterstützen : wenn Du den Shhritt gemacht hast vom "Schatz, eigentlich müsste man ja mal umschulen." hin zum "Schatz, Du hör mal. Ich habe Dir doch immer erzählt, dass mir der Gedanke an Umschulung nicht aus dem Kopf geht. Ich habe mich schlau gemacht. Letztlich will ich ja auf das Berufsbild xyz hinaus. Dafür gibt es bei der abc-Schule entsprechend anerkannte Weiterbildungsmöglickeiten. Mit 4x2 Stunden in der Woche in Form von Abendkursen könnte ich in 6 Monaten meinen Abschluss haben. Das würde mich x Euro kosten. Ich will das gerne machen und habe mich auch schon wegen der Voraussetzungen zur Anmeldung erkundigt. Ich bräuchte Deinen Support. Könntest Du mich beim Fensterputzen, Hemdenbügeln und einkaufen entlasten - das würde mir sehr helfen."

    Gehe eine (!)Sache , die Dir wirklich am Herzen liegt, konkret an.
    Betrachte sie, plane sie, ziehe sie durch.

    Du erstickst ansonsten in diesen Unwägbarkeiten und Allgemeinplätzen.


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    AW: Das Leben auf die Reihe kriegen -überhaupt noch möglich?

    Zitat Zitat von Distracted40 Beitrag anzeigen
    und das schlimme ist auch: Wenn andere mich "gut" finden, denk ich sofort, hoffentlich finden die nicht heraus, wie ich WIRKLICH bin...
    Wieviele Fehler ich hab und Schwächen...


    Distracted
    Auf mich wirken solche Menschen, wie du dich beschreibst, interessant. Die anderen, die du bewunderst, finde ich eher langweilig.

    Das ist schade, dass du denkst, andere Leute ticken da wie du und mögen lieber den schönen Schein.

    Ich bin nie neidisch. Das liegt an meiner Lebenserfahrung. Ich bin einfach nicht vergesslich. Ich weiß genau, was mit Leuten plötzlich passieren kann, die im Licht stehen. Man kann nicht dahinter schauen.

    Gestern sagte eine Bekannte, als wir uns über Urlaube und andere schöne Dinge unterhielten:"Oh, habt ihr ein Glück! Was für ein Glück doch manche haben!" Ich antwortete, dass ich mir sicher bin, dass ihr Glück, worüber sie noch nicht geredet hat, wahrscheinlich noch größer ist. Ich weiß nur noch nichts darüber.

  7. Moderation

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    AW: Das Leben auf die Reihe kriegen -überhaupt noch möglich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wildwusel- ich hatte Dich nur zitiert und gar nicht explizit angesprochen.
    Warum sollte ich Dich anschreien- wollen?? kein Grund dafür da.
    TYPOGRAPHISCHE KONVENTION

    Kein Drama. Es bot sich nur eine dumme Bemerkung an.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. User Info Menu

    AW: Das Leben auf die Reihe kriegen -überhaupt noch möglich?

    Zitat Zitat von Lscp Beitrag anzeigen
    Ja, irgendwie schon .

    Zum Glück habe ich allerdings einen Mann, der mir dann nicht sagt "Mein Exfrau konnte das aber viel besser! Und überhaupt war das Leben mit ihr soooo toll!". Sondern der mir dann den Kopf wäscht (wahlweise meine beste Freundin/meine Schwägerin/mein Bruder) und mich auf meine Erfolge hinweist. Und mittlerweile kann ich das auch schon viel besser, dann nicht in Selbstmitleid zu stürzen.

    Das mit dem "wer gar nichts kann, von dem wird auch nichts erwartet" sehe ich nämlich auch bei meiner Mutter. Nein, so möchte ich nicht werden.

    Und was meine Nachbarn (wir leben ebenfalls auf dem Land) von mir und meiner/unserer Lebensweise denken, ist mir sowas von wurscht.
    Ich halte mich nicht für selten intelligent. Ich kann oftmals die Folgen von etwas nur schwer beurteilen und gerate so in Dinge, die eher bescheiden sind...oft sind 20jährige weitsichtiger als ich.
    Ich bin denke ich irgendwie beschränkt.
    Ich hatte irgendwie große Träume, was ich nach dem Studium machen will, dass ich etwas (endlich einmal) verdienen will - und was ist jetzt? Ich bin 40 und habe nicht, rein nichts erreicht. Die Kinder meines Mannes haben mehr wie ich. Die kriegen regelmäßig (finanzielle) Unterstützung von allen, Eltern, Großeltern, etc...

    Einen konkreten Plan - ich habe keinen...
    Ich weiß nicht, welches ich Berufsbild (ich wieder mal) ausfüllen sollte...wohl eines, welches mich ernähren kann und nicht so was Dummes halb freiberufliches...

    Wenn ich mich doof finde, meint mein Mann, man könnte mir eben nicht helfen, ich müsste allein da raus..

    Wie finde ich nun meinen Lebensplan? Mich hinsetzen und nachdenken? Hinzu kommt, dass ich schön langsam mal angemessen Geld verdienen sollte - so wie es jetzt ist, ist es zu wenig..
    Distracted
    Geändert von Distracted40 (05.05.2017 um 17:16 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Das Leben auf die Reihe kriegen -überhaupt noch möglich?

    wie kam es denn zu der freiberuflichkeit, mit der du jetzt so haderst?

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    AW: Das Leben auf die Reihe kriegen -überhaupt noch möglich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wie kam es denn zu der freiberuflichkeit, mit der du jetzt so haderst?
    Hallo ambiva, es ist ja nicht so, dass ich NUR freiberuflich arbeite - aber zu einem beträchtlichen Teil.
    Eigentlich kam es so, aufgrund der Studienwahl. Ich habe ein Fach studiert, welches dazu mehr oder weniger fast prädestiniert ist - habe aber auch eine kaufmännische Vorbildung mit Berufserfahrung. Jedoch wollte ich nicht mehr in den kaufmännischen Bereich.
    Jetzt bin ich zum Großteil selbsständig tätig - was manchmal schön ist - aber die Nachteile überwiegen, so sehe ich jetzt nach 5 Jahren.
    Ich habe mich wenig weiterentwickelt, verdiene nicht gut und habe aufgrund meiner niedrigen Selbstachtung sicher auch zu niedrige Preise verrechnet.
    Und wie man ja weiß, sind Freiberufler nicht gerade eine angesehene Sparte bei Banken etc, sodass ich mir das echt überlegen muss, ob ich weitermachen will. Abgesehen von fehlendem Krankenstandsgeld, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld usw. usf.
    Und dann Fragen über Fragen - was soll ich machen, weitermachen, umsatteln, fixe Anstellung...nimmt mich noch jemand? Bin ich zu alt? Hab ich nun alles verkackt?
    Ich stehe wieder auf Anfang - habe sicher viele Kompetenzen, aber wohl keine die man so braucht?
    Distracted

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