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  1. User Info Menu

    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Ich weiss nicht, wen ich als erstes rausschmeissen wuerde. Die Tochter, die es dringend noetig hat mal selbstaendig zu werden oder den Mann, der immer noergelig ist? War Dein Mann besser drauf, als die Tochter ein Semester wo anders studiert hat? Kam das Noergeln erst wieder, als sie wieder eingezogen ist?

  2. Inaktiver User

    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen
    Ich weiss nicht, wen ich als erstes rausschmeissen wuerde. Die Tochter, die es dringend noetig hat mal selbstaendig zu werden oder den Mann, der immer noergelig ist? War Dein Mann besser drauf, als die Tochter ein Semester wo anders studiert hat? Kam das Noergeln erst wieder, als sie wieder eingezogen ist?
    Das war tatsächlich besser und er hat sich auch darauf gefreut, wenn die Kinder mal am Wochenende kamen. Schlimmer wurde es aber schon, als sie uns erzählte, dass sie ihr Studium abbrechen und wieder zurückkommen möchte.

  3. Moderation

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    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Liebe Mary,

    dein letzter Beitrag hat mich sehr nachdenklich gemacht... ICH kann es tatsächlich nur schwer ertragen, wenn die anderen frustriert sind... aus irgendeinem Grund komme ich mit eigener Frustration besser zurecht als mit der von meinen Kindern und Partner. Offenbar ist mir das so wichtig, dass ich diesen "Zirkus" so lange mitmache... aber es tut mir nicht gut.

    Liebe Daisy,
    es freut mich, dass du meinen Beitrag konstruktiv verstanden hast, so war er auch wirklich gemeint.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Warum ich das mache? Bei deiner Aufzählung springen mir zwei Begriffe ins Auge, "Illusion von Gemeinsamkeit" (und das Entsetzen darüber, ist Gemeinsamkeit immer nur eine Illusion?? Der Gedanke macht mich wahnsinnig traurig) und der "Schutz vor Einsamkeit"... puuuhh... irgendwie ist da eine wunde Stelle, die ich mir näher anschauen müsste... vielleicht auch daher mein eingangs erwähnter Wunsch mal "abzuhauen", um mich mal nur auf mich konzentrieren zu können? Ich habe diese Zeit "nur für mich" nie in meinem Leben gehabt. Ich bin mit gerade mal 23 Mutter geworden, nachdem ich mich vorher jahrelang um meine kleinen Geschwister gekümmert habe.

    Zwei Gedanken:

    1. Die Art von Gemeinsamkeit, die nicht abgegrenzt ist, ist eine Illusion. Es gibt aber Gemeinsamkeit ohne Selbstaufgabe, die fühlt sich nur anders an. Ich nehme an, dass du einen alten Film lebst, der dich zwar sehr anstrengt, den du aber kennst und "kannst". Im Grunde setzt du immer dich selbst als Regulator, Opfer, Puffer ein, das ist zwar unangenehm bis schmerzhaft, aber es muss früher getaugt haben, um Schlimmeres zu verhindern. Wenn man so eingespannt ist, ist Alleinsein vielleicht wirklich unheimlich - aber eigentlich bist du doch schon oft alleine gewesen und hast es gemeistert - vielleicht lenkt das Drama vom Alleinsein ab?

    2. Trotz allem hast du deine Kinder anscheinend ausreichend gut groß "bekommen" - will sagen, du hast ihnen vermutlich im Bereich Affektregulierung/Frustrationstoleranz einen gewissen Bärendienst erwiesen, aber sie scheinen doch eigentlich gut geraten und können klarkommen. Das ist doch auch etwas Gutes, selbst wenn deine Aufgabe jetzt wirklich sein sollte, ihnen ihr weiteres Leben einschließlich der Frustrationen (an denen sie wachsen werden) zuzumuten und dich zurückzunehmen.
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  4. User Info Menu

    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Was macht denn Deine Tochter jetzt? Die, die nach Hause gekommen ist? Wenn sie der Ausloeser von dem meisten Streit ist, dann wuerde ich mal sehen, was da schief laeuft.

    Wenn sie z.B. arbeitet statt zu studieren, kann sie sich dann kein WG Zimmer leisten? Ich kenne es von mir selbst, dass es einem manchmal richtig schlecht gehen muss, bevor man seinen Po hoch bekommt. D.h. im Hotel Mama ist der Lebensstandard vielleicht so hoch, dass sie nicht einsieht, warum sie sich nach einer Stelle umschauen soll, wo sie Aufstiegschancen hat. So dass sie dann mal von einem WG Zimmer in eine eigene Wohnung kommt.

    So eine Einstellung von ihr "ich geh' wieder nach Hause" kann auch das Verhaeltnis zu ihren Geschwistern stoeren, weil die sehen, was da ablaeuft. Und, sie gibt sich ja auch sonst sehr kindisch und selbstbezogen (Beispiel von dem Club Besuch).

  5. Inaktiver User

    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Liebe Daisy,
    es freut mich, dass du meinen Beitrag konstruktiv verstanden hast, so war er auch wirklich gemeint.





    Zwei Gedanken:

    1. Die Art von Gemeinsamkeit, die nicht abgegrenzt ist, ist eine Illusion. Es gibt aber Gemeinsamkeit ohne Selbstaufgabe, die fühlt sich nur anders an. Ich nehme an, dass du einen alten Film lebst, der dich zwar sehr anstrengt, den du aber kennst und "kannst". Im Grunde setzt du immer dich selbst als Regulator, Opfer, Puffer ein, das ist zwar unangenehm bis schmerzhaft, aber es muss früher getaugt haben, um Schlimmeres zu verhindern. Wenn man so eingespannt ist, ist Alleinsein vielleicht wirklich unheimlich - aber eigentlich bist du doch schon oft alleine gewesen und hast es gemeistert - vielleicht lenkt das Drama vom Alleinsein ab?
    Liebe Mary,

    deine Worte rühren mich sehr an... der alte Film... als ich mich mit meinem Partner gestern Abend bei einem Spaziergang über unsere Situation unterhalten habe, kamen mir die Tränen hoch. Ich habe in vielen Konfliktsituationen zwischen ihm und meinen Mädels das Gefühl, ich müsste sie "beschützen"... ich übersehe dabei, dass meine Töchter so viel Liebe, Kraft, Selbstbewusstsein mitbekommen haben, dass sie das schon lange nicht mehr nötig haben. Den "Schutz", den hätte ich selber gebraucht...

    Ich frage mich, ob dieses Drama vor allem durch mich am Leben erhalten wird? Dass es so ausartet, weil ich eingreife? Auf eine Art, die der Situation womöglich gar nicht angemessen ist? Ich werde mir dieses Thema genauer anschauen müssen, aber lieber in einem anderen Rahmen ;-)

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    2. Trotz allem hast du deine Kinder anscheinend ausreichend gut groß "bekommen" - will sagen, du hast ihnen vermutlich im Bereich Affektregulierung/Frustrationstoleranz einen gewissen Bärendienst erwiesen, aber sie scheinen doch eigentlich gut geraten und können klarkommen. Das ist doch auch etwas Gutes, selbst wenn deine Aufgabe jetzt wirklich sein sollte, ihnen ihr weiteres Leben einschließlich der Frustrationen (an denen sie wachsen werden) zuzumuten und dich zurückzunehmen.
    Danke für das Kompliment . Tatsächlich können sich in der "Welt da draußen" sehr gut zurechtfinden. Daher erstaunt es mich auch immer wieder, wieso es wegen vermeintlichen Nichtigkeiten solches Theater gibt.

  6. Inaktiver User

    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen
    Was macht denn Deine Tochter jetzt? Die, die nach Hause gekommen ist? Wenn sie der Ausloeser von dem meisten Streit ist, dann wuerde ich mal sehen, was da schief laeuft.

    Wenn sie z.B. arbeitet statt zu studieren, kann sie sich dann kein WG Zimmer leisten? Ich kenne es von mir selbst, dass es einem manchmal richtig schlecht gehen muss, bevor man seinen Po hoch bekommt. D.h. im Hotel Mama ist der Lebensstandard vielleicht so hoch, dass sie nicht einsieht, warum sie sich nach einer Stelle umschauen soll, wo sie Aufstiegschancen hat. So dass sie dann mal von einem WG Zimmer in eine eigene Wohnung kommt.

    So eine Einstellung von ihr "ich geh' wieder nach Hause" kann auch das Verhaeltnis zu ihren Geschwistern stoeren, weil die sehen, was da ablaeuft. Und, sie gibt sich ja auch sonst sehr kindisch und selbstbezogen (Beispiel von dem Club Besuch).
    Sie ist in der "Selbstfindungsphase", weiß nicht so recht, was sie wirklich machen soll. Der Studienbeginn war wohl eher ein Versuch, sich und den anderen zu beweisen, dass sie das auch "kann". Sie hat ja auch ihre Klausuren geschrieben und bestanden. Aber weder die Richtung noch der Ort (meine Vermutung ist eher, so weit weg von Freund, Freunden und Geschwistern) waren das Wahre. Ich würde sogar vermuten, dass studieren (momentan jedenfalls) nicht wirklich das Richtige für sie ist. Sie ist pragmatisch veranlagt, braucht aber noch Strukturen von außen, sonst gerät sie ziemlich ins Schwimmen, gerät in Stress und Panik.

    Sie hat auch im März ziemlich verzweifelt versucht, einen Job zu finden, weil es ihr schwer fällt, sich ohne eine äußere Struktur zu irgendetwas aufzuraffen. Da die Nachbarstadt eine Uni-Stadt ist und sowohl sehr vom Tourismus als auch vom "Einkaufstourismus" aus der Schweiz lebt, ist es nicht schwer, Jobs in Gastronomie und Handel zu finden. Seit Anfang des Monats arbeitet sie also, ist so ziemlich den ganzen Tag unterwegs, geht morgens gegen halb neun aus dem Haus und ist nicht vor sieben daheim. Dementsprechend ist sie abends auch platt und der Wunsch nach ausruhen und schlafen steht im Vordergrund.

    Sie könnte sich tatsächlich auch ein WG Zimmer leisten, da aber spätestens ab Oktober etwas "Richtiges" im Sinne von Ausbildung und Studium anfangen sollte und sie dann auch umziehen muss (und es ist noch nicht klar, ob das tatsächlich in "unserer" Stadt klappt), kann sie jetzt bis Anfang September hier wohnen.

    Was die Geschwister angeht... sie ist für die anderen beiden das "Nesthäckchen", das sie immer wieder "betüddeln", oft zum Weggehen mitnehmen, in vielem unterstützen. Ich glaube, sie verstehen vieles, was ihr zu schaffen macht, aber manchmal sind sie halt einfach genervt und wenn sie dann trotzdem nicht Ruhe gibt, kracht es eben.

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    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Was ich mal denke ist, dass Dein Mann denkt, sie wird auch nicht ausziehen, wenn sie in Eurer Stadt ein Studium findet. Sie ist einfach noch nicht ganz abgenabelt.

    Das versteh' ich total. Ich hab auch noch mal eine Runde zu Hause gebraucht bis ich mein Studium wieder aufgegriffen habe.

    Aber, unser Haus war gross und meine Eltern eben beide meine Bio-Eltern. Die (und meine kleine Schwester) fanden das alle toll, mich wieder zu Hause zu haben.

    Aber ich habe in der Zeit auch ein Praktikum fuer mein neues Studienfach gemacht. So etwas ist sehr wichtig. Nur so kann sie sicher gehen, ob die naechste Ausbildung das Richtige fuer sie ist. Sie sollte ein Praktikum machen und nicht in der Tourismus Branche arbeiten.

    Wenn sie schon billig bei Euch wohnt, dann soll sie sich auf ihren naechsten Schritt vorbereiten.

    Dann glaubt Dein Mann vielleicht auch eher daran, dass sie vielleicht noch vor ihrem 30ten Geburtstag auszieht.

  8. gesperrt

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    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Offenbar ist mir das so wichtig, dass ich diesen "Zirkus" so lange mitmache... aber es tut mir nicht gut. Warum ich das mache? Bei deiner Aufzählung springen mir zwei Begriffe ins Auge, "Illusion von Gemeinsamkeit" (und das Entsetzen darüber, ist Gemeinsamkeit immer nur eine Illusion??
    Wenn Gemeinsamkeit vorhanden ist, weil alle das tatsächlich so wollen, ist es keine Illusion.

    Wenn ein Anschein von Gemeinsamkeit da ist (zB alle sitzen gemeinsam um den Tisch), aber das explodiert nur darum nicht, weil da ständig jemand (also du) beschwichtigt, ermuntert, ausgleicht, "sie hat das bestimmt nicht so gemeint" " hab Verständnis, er ist müde heute" etc... ist es halt nur das - ein Anschein.
    . vielleicht auch daher mein eingangs erwähnter Wunsch mal "abzuhauen", um mich mal nur auf mich konzentrieren zu können?
    Ein gesunder und guter Wunsch!

    mach doch mal. Deine Familie ist schon gross, die wird es auch eine Weile ohne dich aushalten.


    Ich habe diese Zeit "nur für mich" nie in meinem Leben gehabt. Ich bin mit gerade mal 23 Mutter geworden, nachdem ich mich vorher jahrelang um meine kleinen Geschwister gekümmert habe.
    Dann, würde ich sagen, ist es höchste Zeit, dass du dir diese Zeit gönnst.

    gruss, barbara

  9. User Info Menu

    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das sehe ich ganz ähnlich... die Kinder sind tatsächlich nur wenig da. Aber ihn stresst es z.B. schon, wenn die Tochter,d ie hier wohnt, nicht exakt sagt, wann sie daheim ist. Dabei ist er weder fürs Einkaufen noch fürs Kochen zuständig, kommt abends nach hause und ist froh, seine Ruhe zu haben. Ob sie da bei ihrem Freund übernachtet (und mir kurz vorher eine Nachricht schickt) oder daheim ist, ist im Grunde egal.

    Und all diese Dinge "gingen nicht", weil für ihn die Situation zu stressig und nicht stabil genug war.
    Oh, wie gut ich das nachvollziehen kann!

    Mein jüngster Sohn ist Student und alle paar Wochen zu Hause. Er meldet sich an und ab und für mich ist das ein Frage der Höflichkeit. Ich mag keine Überfallkommandos.

    Meine 3 Söhne sind auch häufiger bei uns, aber dauerndes Gestreite am Wochenende würde ich mir verbitten. Ich glaube, die Töchter brauchen dich als Zuschauer und Bühne. Das würde ich ihnen nehmen. Als erstes würde ich ihnen mitteilen, WIE nervig und anstrengend ich ihr Verhalten finde. Dann würde ich sie bitten, ihre Streitereien woanders auszutragen, denn DU möchtest dich am Wochenende erholen.

    Dass dein Mann nicht längst das Weite gesucht hat, finde ich erstaunlich. Bei uns wäre keiner wieder eingezogen.

  10. Inaktiver User

    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Hallo daisy,

    Du stellst Dein Thema tatsächlich auf vielen "Straßen" hier hinein und das zeigt auch, was für ein Leid das für Dich wohl sein muss.

    Was mir auffällt: Zähle doch einmal die ABER in Deinen Beiträgen!
    Wirklich, was Du auch aufnimmst von einem Beitrag wird wieder beschränkt mit einem ABER-- wirklich sehr auffällig!
    somit gibt es für Dich unzählige Begründungen.......warum es dann doch NUR so ist, wie Du es beschreibst und nicht anders ist.....

    Du schreibst immens viel über die Anderen- wie wäre es, wenn Du so offen mal mit ihnen redest?
    Zeig ihnen diese ganzen Zeilen- diese Seiten, die schon entstanden sind.
    Traust Du Dich das?
    DEIN Leid diesen Menschen zu präsentieren?

    Ich vermute nein- und so sehr Du leiden wirst, so wenig willst Du das auch loslassen.
    Vielleicht eine gewagte These...?

    Ich finde, Du solltest statt ununterbrochen über die anderen zu reden- anfangen mit Dir zu reden.
    Such Dir dazu doch Unterstützung- vermutlich würde schon ein guter Lebensberater helfen, der sich mit Dir um Dich kümmert.
    Ob allerdings die Bewegung ZU Dir für Dich möglich ist........bleibt ein großes Fragezeichen.

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