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  1. Inaktiver User

    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    So, und da ich inzwischen einsehe, dass ich weder meine nörgelige und unzufriedene Tochter noch meinen unzufriedenen Partner ändern kann, ist meine Frage, wie ICH mit deren negativen Gefühlen und Stimmungen umgehen kann, ohne dass mich das jedes Mal so herabzieht und auslaugt und ohne dass ich abhauen oder sie komplett aus meinem Leben aussperren muss? Denn, darüber hinaus haben sie ja auch sehr viele guten Seiten an sich, die aber momentan kaum Raum haben.
    Ich würde dir raten, mal was über das "Dramadreieck" zu lesen. Ich könnte wetten, dass du wahlweise die Figur des Opfers oder die Figur des Retters einnimmst. Beide Rollen sind kein Muss, es gibt andere Wege. Ansonsten gilt - wie für alle Dinge im Leben auch - dass es mindestens drei Lösungsansätze gibt: change it, Love it, Leave it.

    Hast du denn mit deinem Partner mal ernsthaft darüber gesprochen, wie für ihn ein gutes, entspanntes, zufriedenes Leben aussehen würde? Und was mögliche Kompromisslösungen auf dem Weg dorthin sein könnten? Was fehlt ihm denn jetzt im Moment, um zufrieden zu sein?

    Und noch ein Punkt: auch wenn manche Probleme von außen trivial oder überflüssig erscheinen, heißt es ja nicht, dass der/die Betroffene nicht sehr darunter leidet. Man muss sich natürlich in der Partnerschaft nicht jeden Problem-Schuh anziehen, sollte die Haltung des anderen aber grundsätzlich erst mal respektieren. In deinem Eingangs-Posting lese ich dagegen eher ein "warum stellt der sich so an, wir könnten es doch so schön haben...". Das ist jetzt nicht so hilfreich als Grundhaltung.

  2. Inaktiver User

    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Ganz gut funktioniert manchmal ein Themawechsel zu etwas Erfreulicherem.
    Oder die ernstgemeinte Frage: "Und was kann ich dabei für dich tun?"
    Besser funktioniert in meiner Erfahrung, den Ball zurückzuspielen: "Und hast du eine Idee, wie du das ändern könntest?" / Und was willst du tun, um das zu ändern?"

  3. Inaktiver User

    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Besser funktioniert in meiner Erfahrung, den Ball zurückzuspielen: "Und hast du eine Idee, wie du das ändern könntest?" / Und was willst du tun, um das zu ändern?"

    Das ist, glaube ich, ein wunderbarer Ansatz!
    Ja, ich bin die "Verantwortliche", die Macherin, die anpackt, Dinge verändert und gerne gestaltet. Mein Sohn und meine andere Tochter haben da auch einiges davon übernommen und haben eigene Ideen, machen selber. Und wenn sie dann mal auf mich zukommen, bringt meine Unterstützung und Hilfe meistens auch etwas. Mein Partner und die andere Tochter wissen zwar, was ihnen nicht gefällt, aber sie wissen nicht, WIE sie es ändern könnten und haben offenbar auch keine Lust, sich selber dafür anzustrengen.

    Ein Beispiel bei uns sind die zu wenigen Außenkontakte/Freundschaften. Als wir zusammen gekommen sind, hatte mein Partner sein Studium beendet, die Freunde sind in unterschiedliche Richtungen zerstreut worden. Er hat sich total auf mich fokussiert. Mit "meinen" Kontakten konnte er zu einem Teil deshalb nicht warm werden, weil sie alle "älter" waren (dadurch, dass ich die Kinder so früh bekommen hatte, waren Freunde in der gleichen Lebensphase oft 5 - 10 Jahre älter), in der Familienphase steckten oder so "komisch" waren (gerade Kollegen, die halt zu einer anderen Berufsgruppe gehörten, als seiner) oder "spießig" waren. Seine Freundschaften hat er vernachlässigt - weil, er hat ja seine ganze Zeit mit uns verbracht (wobei da mal ein sehr netter Freund aus Jugendtagen war, der uns besucht hatte und wir ihn ALLE sehr nett fanden, aber komischerweise hat er den Kontakt versanden lassen). Und nun liegt er mir seit Monaten in den Ohren, er würde vereinsamen, wir bräuchten unbedingt andere Kontakte. Und was mache ich? Lade die Nachbarn mal zum Kaffee ein... organisiere ein Treffen mit einer Freundin und ihrem Partner, versuche den Kontakt zu alten Freunden von mir (ein Paar) zu intensivieren, Treffen zu organisieren. Aber es reicht nicht/erfüllt ihn nicht. Und wieder kommt, wir haben keine Freunde.... ich habe aber Freunde! Ich frage mich nur, warum ich so blöd bin und immer wieder darauf anspringe??

    Heute meinte ich beim Mittagessen (als er wieder damit anfing), er soll bitteschön einen KONKRETEN Vorschlag machen, was wir machen könnten und dann könnten wir wieder drüber reden! Er wüsste halt nicht, wo anfangen.... ist mir aber jetzt auch vollkommen egal, schließlich muss ich mir auch überlegen, wo und wie ich anfangen soll, weil ich auch eher zurckhaltend bin

  4. Inaktiver User

    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Heute meinte ich beim Mittagessen (als er wieder damit anfing), er soll bitteschön einen KONKRETEN Vorschlag machen, was wir machen könnten und dann könnten wir wieder drüber reden!
    Das meinte ich aber nicht.
    Wenn er einen konkreten Vorschlag macht und ihr darüber redet, engagierst du dich erneut. Und er wird dir erneut die Umsetzung überlassen. Nein, er soll nicht einen konkreten Vorschlag machen und dir quasi "unterbreiten", denn damit bist erneut du in der Verantwortungsrolle. Sondern sag ihm, wenn ih mdas ein Anliegen sei, soll er etwas KONKRETES tun, um die offenbar unbefriedigende Situation zu ändern.

    Mein Partner und die andere Tochter wissen zwar, was ihnen nicht gefällt, aber sie wissen nicht, WIE sie es ändern könnten und haben offenbar auch keine Lust, sich selber dafür anzustrengen.
    Weil du es ihnen immer abgenommen hast.
    Mach das nicht mehr. Entweder es ist ihnen wichtig genug, um sich dafür anzustrengen. Oder die Anstrengung dafür ist zu viel - dann ist es aber auch kein so gewichtiges Problem, dass du es dir anhören müsstest. Punkt.

  5. gesperrt

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    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Daisymiller,

    ich kann so Vieles in Bezug auf die Kinder nachfühlen, weil ich selbst ggü. meinen Mädchen solche Abgrenzungsprobleme habe.
    Jeder Tag ist ein hartes Training und jedes Kind bekommt dabei natürlich auch einen unterschiedlichen Härtegrad zu spüren.
    "Nein" ist mein Lieblingswort gegen jede Anfrage geworden, der ich nicht nachkommen möchte. Keine Fahrdienste mehr, keine Beschäftigung mit Problemen, zu denen ich nicht beitragen kann.
    Meine Älteste ist in den letzten zwei Monaten so erwachsen geworden, im Elternhaus wäre sie in 10 Jahren nicht so weit.

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    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen



    Weil du es ihnen immer abgenommen hast.
    Mach das nicht mehr. Entweder es ist ihnen wichtig genug, um sich dafür anzustrengen. Oder die Anstrengung dafür ist zu viel - dann ist es aber auch kein so gewichtiges Problem, dass du es dir anhören müsstest. Punkt.
    Ganz genau

    So mache ich es
    Und das funktioniert
    Dauert ein paar Wochen bis sie es begreifen
    Aber dann
    Funktioniert es

  7. Moderation

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    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Liebe Daisymiller,

    ich empfinde es auch so, dass du häufig (lange) Variationen des ewig gleichen Themas einstellst.

    Dieses Thema hat nach meinem Empfinden nichts mit deinen Töchtern oder deinem Lebensgefährten zu tun, sondern mit deinem Bedürfnis, dass alle so zufrieden/frustrationsfrei sein sollen, wie du das brauchst. Nicht sie.

    Ab einem gewissen Alter ist man für seine Zufriedenheit bzw. seine Frustrationen selbst verantwortlich. Auch deinen Kindern kannst du längst nicht mehr helfen.

    Wenn du also weiter um diese Themen kreisen willst, dann, weil du es willst. Weil du dich unwohl fühlst, wenn die anderen sich nicht so fühlen, wie du dir das wünschst.

    Die Abgrenzung liegt innerseelisch bei dir. Indem du dich zu entspannen lernst, während die anderen frustriert sind. Sie werden sich schon zu helfen wissen, wenn sie es anders haben wollen.

    Aber die Frage ist eben, was du aufgibst, wenn du seelisch wirklich bei dir selbst bleibst. Kontrolle, Illusion von Gemeinsamkeit, Grenzenlosigkeit, Schutz vor Einsamkeit, Allmacht, Versorgerrolle... das kannst nur du wissen.
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  8. Inaktiver User

    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Super Beitrag, Mary!

  9. Inaktiver User

    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Liebe Mary,

    dein letzter Beitrag hat mich sehr nachdenklich gemacht... ICH kann es tatsächlich nur schwer ertragen, wenn die anderen frustriert sind... aus irgendeinem Grund komme ich mit eigener Frustration besser zurecht als mit der von meinen Kindern und Partner. Offenbar ist mir das so wichtig, dass ich diesen "Zirkus" so lange mitmache... aber es tut mir nicht gut. Warum ich das mache? Bei deiner Aufzählung springen mir zwei Begriffe ins Auge, "Illusion von Gemeinsamkeit" (und das Entsetzen darüber, ist Gemeinsamkeit immer nur eine Illusion?? Der Gedanke macht mich wahnsinnig traurig) und der "Schutz vor Einsamkeit"... puuuhh... irgendwie ist da eine wunde Stelle, die ich mir näher anschauen müsste... vielleicht auch daher mein eingangs erwähnter Wunsch mal "abzuhauen", um mich mal nur auf mich konzentrieren zu können? Ich habe diese Zeit "nur für mich" nie in meinem Leben gehabt. Ich bin mit gerade mal 23 Mutter geworden, nachdem ich mich vorher jahrelang um meine kleinen Geschwister gekümmert habe.

  10. Inaktiver User

    AW: Wie sich gegenüber nahestehenden Menschen abgrenzen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... ICH kann es tatsächlich nur schwer ertragen, wenn die anderen frustriert sind... aus irgendeinem Grund komme ich mit eigener Frustration besser zurecht als mit der von meinen Kindern und Partner. Offenbar ist mir das so wichtig, dass ich diesen "Zirkus" so lange mitmache... aber es tut mir nicht gut.
    Klingt für mich nach "Rama-Familien-Syndrom" - alle sollen immer happy sein, und wenn du selbst gerade nicht happy bist, knipst du das Bühnen-Lächeln an, um das zu kaschieren. So lange, bis es weh tut.

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