Also den CEO bei Goldman kann ich definitiv ausschließen... kochen kann ich auch nur für den Hausgebrauch... bei den anderen Dingen zuckt es aber tatsächlich beim Lesen in meinem Herz.
Da ich zu meinen anderen wunderbaren unsteten Eigenschaften auch ein großes Fernweh in mir trage, einen ungestillten Durst nach Abenteuer, kann ich mir tatsächlich einen Wechsel des Lebensmittelpunkts gut vorstellen. Natürlich weiß ich, dass es Alltag überall da gibt, wo man zuhause ist, und ein Wegrennen gibt es auch nicht. Aber ich lebe in einer Region, die zwar schön und nett ist, aber in meinen Augen auch sterbenslangweilig. Der Süden Deutschlands zum Beispiel ist einzigartig, der Norden ist mein Ein und Alles. Ich lebe dazwischen
Wann immer ich irgendwo anders bin und zurück komme, von der Autobahn abfahre und durch die vertrauten Straßen fahre, überkommt mich eine Art Gegenteil von Heimweh. Ich habe dann große Schwierigkeiten, mich wieder ein- und abzufinden.
Hier muss ich allerdings pragmatisch sein, Pläne in diese Richtung sind zur Zeit nicht drin, aus familiären Gründen. Ich kann meinem Kind nicht den Vater in greifbarer Nähe entziehen, ebenso wie ich meine Mutter, die alleine ist, nicht auf weite Distanz verlassen kann. Das brächte ich einfach nicht über das Herz.
Das Wissen darum macht natürlich auch wieder Frust und ich tröste mich mit dem vagen Plan, dass sich das alles ändern kann, wenn die Jahre vergehen. ..
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Ergebnis 21 bis 30 von 41
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24.03.2017, 09:48
AW: Sackgasse zwischen falschem Job und dem inneren Ruf der Persönlichkeit
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24.03.2017, 09:50
AW: Sackgasse zwischen falschem Job und dem inneren Ruf der Persönlichkeit
Ich hatte auch mal den Drang, was "Sinnvolles" zu machen und hab ihn in gewisser Weise noch. Allerdings bin ich durch verschiedene Erfahrungen und viel Nachdenken auch schon einen Schritt weiter als vor ein paar Jahren und möchte Dir, liebe TE, erstmal zurufen: Aber Du tust doch schon ganz viel Sinnvolles! Du zahlst Steuern und in die Sozialversicherung ein und trägst dazu bei, diese Systeme - auch für andere - zu erhalten. Du trägst mit deiner Vertriebstätigkeit dazu bei, dein Unternehmen und die anderen Arbeitsplätze zu sichern. Du erziehst ein Kind, kümmerst dich um Tiere und engagierst Dich ehrenamtlich - das ist doch alles schon ganz schön viel. Nur wenige entdecken oder tun etwas, das wirklich bahnbrechend Leben verändert. Meinst du, wir wären ein anderes Land, wenn z.B. ein anderer die Grünen, den BUND, Peta oder Amnesty International führen würde? Auch dort gibt es in den Jobs überall viel Licht und Schatten, und ich behaupte mal, bei vielen Mitarbeitern noch mehr Frustration, weil man mit so einem hohen, weltverändernden Anspruch einfach nur scheitern KANN.
Das ist kein Plädoyer fürs Nichtstun, sondern eines für Realismus. Klar, es gibt die sozialen Jobs, bei denen man konkret an jedem einzelnen Patienten oder auch Tier merkt: dem habe ich jetzt geholfen, der hat jetzt keinen Durst mehr, keine Schmerzen, was auch immer. Aber Verwaltungstätigkeiten oder einfach strukturelles Engagement sind in diesem Bereich immer sehr mühsam und du wirst am Ende deines Lebens kaum auf mehr Erfolge zurück blicken können als jetzt.
Was ich aber in deinen Postings lese, das ist eine Unzufriedenheit mit den Aufgaben und dem Chef. Da kann man doch ansetzen. Dann such dir halt was neues, um deine Miete zu zahlen. Und mach am Nachmittag weiterhin das, was dir am Herzen liegt. Das reicht in meinen Augen völlig aus, um ein sinnvolles, erfülltes Leben zu führen.
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24.03.2017, 09:58Inaktiver User
AW: Sackgasse zwischen falschem Job und dem inneren Ruf der Persönlichkeit
Candini,
Du kreist um "es geht nicht weil".
WAS geht nicht?
Wo willst du hin?
Was willst du werden, wenn du groß bist?
Träume doch einfach mal. Hier sieht es ja keiner 😉
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24.03.2017, 10:02
AW: Sackgasse zwischen falschem Job und dem inneren Ruf der Persönlichkeit
Genau, und hier kriegt man ja zum Glück auch nicht geschimpft 
Ich will den Hof Butenland.
Kennt ihr den?
Genau den will ich, an genau diesem Flecken Erde. Und alles können, was man dafür braucht.
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24.03.2017, 10:03Inaktiver User
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24.03.2017, 10:04Inaktiver User
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24.03.2017, 10:04Inaktiver User
AW: Sackgasse zwischen falschem Job und dem inneren Ruf der Persönlichkeit
@molto
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24.03.2017, 10:18
AW: Sackgasse zwischen falschem Job und dem inneren Ruf der Persönlichkeit
Statt gleich den ganzen Hof zu wollen, gehe dorthin, mache Praktikum in deinen Ferien, baue Kontakt auf und überlege dir irgendwann ob du da vielleicht auch hinziehen könntest und für weniger Geld glücklicher wärst. Das ist ein Riesenprojekt mit Landwirtschaftlichen Fachkräften weil Tierschutz in dieser Art große Hürden hat und enormes Wissen braucht.
Soweit ich weiß verlieren die diesen Monat eine Praktikantin... wer weiß ob die schon ersetzt wurde ?Die Freiheit findet dort ihre Grenzen, wo die Freiheit des Nächsten beginnt.
© Horst-Joachim Rahn (*1944)
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24.03.2017, 12:19Inaktiver User
AW: Sackgasse zwischen falschem Job und dem inneren Ruf der Persönlichkeit
Ich würde noch einwerfen wollen: du solltest dich nicht so viel mit dem beschäftigen, was NICHT geht, sondern lieber damit, WAS geht. Manchmal motivieren ja auch kleine Schritte in die richtige Richtung. Eine gute Selbstcoaching-Übung ist, mindestens 10 Möglichkeiten auf ein Stück Papier zu schreiben, wie man eine bestimmte Situation verändern kann, und nicht aufzuhören, bevor man die 10 hat. Fast immer hat man nämlich mehr Optionen, als man auf den ersten Blick sieht. Nur für manche braucht man mehr Mut als für andere.
Ein weiterer Punkt ist der Dialog - hast du denn Mutter und Kindsvater mal gefragt, ob sie sich einen Umzug vorstellen könnten? Ich hatte in meinem Umfeld mehrere Fälle, wo die Eltern in höherem Alter dann in die Heimatstadt der Kinder gezogen sind; das kann schon funktionieren.Geändert von Inaktiver User (24.03.2017 um 12:30 Uhr)
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24.03.2017, 12:49
AW: Sackgasse zwischen falschem Job und dem inneren Ruf der Persönlichkeit
Ja, diesen Rat liest man in schlauen Ratgeberbüchern.
Und heraus kommt dann das hier:
Ich halte viel davon, zu träumen von Dingen, die ICH tatsächlich schaffen kann. Und die können auch groß sein, aber nicht gigantisch.
Mein Post klingt bissig, soll es aber gar nicht sein.
Setzt man aber seine Ziele von vornhinein zu hoch an, dann baut man sich schon, ehe man überhaupt begonnen hat, eine nahezu unüberwindbare Hürde. Der Frust ist dann umso größer.Geändert von Trolll (24.03.2017 um 12:54 Uhr)




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