Grade der erste Abschnitt : ja, genau so ist es! Ich fühle mich wie ein Hochstapler und denk mir inmer: ach das ist doch eigtl nicht der Rede wert
Und andere menschen drängen sich so extrem in den Vordergrund.
Das ist meine doofe Erziehung. Ich war schon immer sehr angepasst. Es hat mich schon immer genervt , aber jetzt hab ich echt Leidensdruck deswegen.
Ich will nach aussen treten, aber trau mich nicht, weil ich insgeheim denke, das ist doch nix besonderes was du kannst oder machst.
Nur wer laut ist kriegt Aufmerksamkeit. Und über die Hürde komme ich nicht.
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20.03.2017, 17:16
AW: Der Drang, etwas Besonderes zu sein
Geändert von lilalka (20.03.2017 um 17:31 Uhr)
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20.03.2017, 17:21
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20.03.2017, 17:28
AW: Der Drang, etwas Besonderes zu sein
Ich bin keine 14 jährige, die popstar werden will.
Ich bin eine erwachsene Frau. Das "berühmt sein" bezieht dich nur darauf, aus der Masse herauszutreten.
Im Gegensatz zu dem, was manche hier rein interpretieren, weiss ich was Glück ist. Es ist das schnurren meiner Katze, der Kaffee am morgen, die Sonnenstrahlen morgens im Schlafzimmer, ein tolles Musikstück.
Ich habe etwas, das mich beseelt, wofür ich brenne.
Ich bin balletttänzerin und tanze noch in anderen Sparten.
Ich habe mein ganzes Leben Disziplin und Durchhaltevermögen bewiesen.
Ich sehe mein Umfeld, wo die meisten grade mal eine 40 Stunden Woche auf die reihe bekommen und ansonsten auf dem Sofa versacken und ich denke mir : da muss doch noch mehr drin sein für mich! Ich bin nicht so, ich möchte strahlen.
Im tanz bekomme ich schon Lob etc, aber zu echtem Ruhm reicht es nicht.
Wir leben alle nur ein mal. Es tut mir leid, wenn für mich shoppen, Gartenarbeiten oder ins Kino gehen zu wenig ist.
Ich spüre eben in mir, dass da noch mehr ist und ich habe den Drang, das im leben zu manifestieren. Das bricht grade durch. Ich suche gedankliche Hilfestellung. Ich bin verwirrt.
Ich habe alles, was ich je wollte, aber immer noch das Gefühl, dass da noch was kommen muss für mich, daß mir das noch nicht reicht.
Deshalb fühle ich mich undankbar.
Ob berühmt oder nicht - ich möchte mehr!
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20.03.2017, 17:35Inaktiver User
AW: Der Drang, etwas Besonderes zu sein
Du denkst von anderen Leuten doch auch, was sie machen, ist nix besonderes - und DIE stellen ihr Licht auch nicht unter den Scheffel, also trau dich. Nur sei dir klar darüber - auch das "Klappern und laut sein", die eigene Glocke läuten sozusagen, bringt nicht automatisch Zustimmung und/oder Berühmtheit und darum gehts dir ja.
Gehört werden ist - wenn man erst mal ne gewisse Hemmschwelle überschritten hat - nicht wirklich schwierig, Ist aber eigentlich nicht das, was du willst, oder? Ich hab jetzt verschiedentlich die Frage an dich gelesen, ob du berühmt oder gemocht werden willst... und deine Antwort ist nicht schlüssig, aber aus dem kompletten Strang heraus lese ich, was dir fehlt ist die pure Anerkennung, das Lob.
Ich kann nicht herauslesen, ob dir Lob ganz allgemein wichtig ist, oder ob es um BESTIMMTE MENSCHEN in deinem Leben geht, die dich nicht anerkennen. Bei letzterem wirds schwierig. Du kannst Menschen nicht ändern, und wenn du in deinem Umfeld nur "nicht gemeckert ist genug gelobt"-Menschen hast, wirst du immer im Defizit leben, solange du in diesem Umfeld bleibst. Da heisst es - wie hier auch schon geraten - das Umfeld erweitern.
Aber weisst du, ich lese schon auseiträgen, dass du ganz gut weisst, wie gut du bist. Du selbst bist ja ü berzeugt etwas zu leisten. Warum ist es dann so wichtig, dass alle anderen auch überzeugt sind? (Ausser es geht darum, nen künftigen Arbeitgeber zu beeindrucken, aber das scheint mir ja nicht so zu sein)
Diese Frage solltest du dir - ehrlich - beantworten, denn darin liegt dein eigentliches Problem.
Geh dahin, wo es weh tut, an die ekligen Stellen, die jeder Mensch hat, die Stellen, die man an sich selber grad gar nicht leiden kann.. Warum du zum Beispiel so empfindlich auf den Beitrag von syriana reagiert hast. Da wo es weh tut, da ist in der regel der beste Punkt zum Ansetzen.
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20.03.2017, 17:39
AW: Der Drang, etwas Besonderes zu sein
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20.03.2017, 17:40Inaktiver User
AW: Der Drang, etwas Besonderes zu sein
Mein letzter Beitrag hat sich mit deinem gekreuzt.
Ich hoffe, ich tu dir nicht weh, aber Ballett-Tänzerin, und die große böse 3 im Geburtstag,,, könnte deine innere unruhe DAMIT zu tun haben? ich meine, profimäßig Ballett macht man nicht bis 60 im Allgemeinen. Siehst du unbewusst das Ende dieser Karriere auf dich zukommen und kommst damit nicht klar? Könnte ich gut verstehen, dass dir das Angst macht....
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20.03.2017, 17:44
AW: Der Drang, etwas Besonderes zu sein
Natürlich auch, ja. Mit 30 ist man schon alt, das tut natürlich weh.
Wie ich sagte, kein Hahn kräht danach was ich mache. Ich spüre aber noch so viel Potenzial in mir... ich möchte nicht auf die Rente warten und mir die zeit bis dahin ganz Netz gestalten. Ich möchte was erreichen, an mir arbeiten, mich voranbringen, meine Selbstwirksamkeit erfahren.
Aber es ist nicht so leicht, in diese Richtung etwas zu machen.
Man muss eben entweder sehr laut sein oder exzellent in irgendetwas.
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20.03.2017, 17:51Inaktiver User
AW: Der Drang, etwas Besonderes zu sein
Aber genau das TUST du doch gerade. Du arbeitest an dir, an deiner emotionalen und seelischen Entwicklung.
Das Gemeine ist, dabei kann dir niemand wirklich helfen. Und die Belohnung kannst auch nur DU SELBST, ganz IN DIR erfahren. Kein Lob, keine Aufmerksamkeit und keine Bewunderung der Welt gibt dir das. Aber - und das ist das Schöne - was du dir da erarbeitest, kann dir auch niemand JE WIEDER NEHMEN. Das gehört dir. Das BIST du.
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20.03.2017, 17:53
AW: Der Drang, etwas Besonderes zu sein
Du bist ein sehr einfühlsamer Mensch, vielen Dank, liebe hexe!
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20.03.2017, 18:08Inaktiver User
AW: Der Drang, etwas Besonderes zu sein
Genau das dachte ich mir auch. Es hat nicht für die große Karriere gereicht und jetzt rücken Jüngere nach. In dieser Sparte sind keine großen Erfolge mehr zu erwarten.
Du hast sinnvollerweise eine gute Ausbildung gemacht, hast darin auch Erfolg, aber deine berufliche Situation ist noch ungesichert.
Du du bist dabei, dir eine Selbständigkeit aufzubauen. So ein Start macht erst mal viel Arbeit und Mühe.
Für mich sieht das so aus: Die glamouröse Art, Aufmerksamkeit zu bekommen, geht ihrem Ende entgegen.
Beruflich sind die Mühen der Ebene angesagt.
Könnte es sein, dass du deswegen so stark den Wunsch nach "Berühmtheit" empfindest? Weil die Vorstellung, eine Überfliegerin zu sein, möglicherweise Ängste vor dem weniger glamourösen Berufseinstieg kompensiert?
Als Tänzerin wird man immer "gesehen" man steht schließlich auf einer Bühne und hat Publikum. Ich weiss nicht, was du beruflich machst, aber wie viele Möglichkeiten zu "performen" bietet dir dein Beruf?



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