Hallo lilalka
Mal ein paar spontane Gedanken zu deinem Post
Was antwortest du darauf?
Oder darauf?
Was wäre, wenn du weg gingest, dorthin, wo du eher auf deinesgleichen triffst? Oder sie erstmal suchst
Siehe oben. Wenn du dort, wo du jetzt bist, keine Resonanz bekommst, dann vielleicht woanders.
Oder etwas provokanter: niemand hat das Recht auf Applaus oder Bewunderung von anderen. Aber dafür ein Recht, es von sich selbst zu bekommen.
Das glaube ich. Vielleicht sind es dann nicht die richtigen Ansprechpartner.
Warum bekommen die it-girls soviele likes? Von wem bekommen sie die? Möchtest du auf so einer schnellen Welle mitschwimmen?
Ich zB 'folge' auf instagram auch mehreren Menschen, die Hunderte und Tausende von likes bekommen. Das sind keine austauschbaren Bikini- oder Dessousmädchen, die spätestens nach 2 oder 3 Saisons out sind, sondern Fotografen und Fotojournalisten. Die haben was zu sagen, die können was. Die sind auch in einigen Jahren noch da, weil sie für ihre Sache brennen. Und das ist ansteckend.
Wenn es dir um Leistungsanerkennung geht, dann guck, wo dein Feld ist und die passenden Leute dazu.
Wirst du generell nicht 'gesehen'? Oder nur nicht auf deine Leistung bezogen?
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 145
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20.03.2017, 12:39
AW: Der Drang, etwas Besonderes zu sein
"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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20.03.2017, 12:41
AW: Der Drang, etwas Besonderes zu sein
Hallo Flau,
Anerkennung von meinem Konkurrenten gibt es nicht viel. Eher Missgunst. Bin dieses jahr Meisterin geworden, seitdem werde ich sogar öfter gemieden.
Dem Trainer war das ein Lob wert aber nach der Meisterschaft ist vor der Meisterschaft...
Also aus der Ecke kommt nicht so viel.
Ich stand in der Zeitung, aber das auch nur lokal und viel kam da auch nicht.
Ja, die Kritik an meinem leben ist sicherlich auch berechtigt. Es ist momentan sehr stressig. So ist es halt, wenn man dich was eigenes aufbauen will aber auch noch normal arbeiten muss, damit das Geld reicht.
Ich halte die Kritik auch aus, aber es kommt halt nichts positives, was die Waage wieder ausgleicht. Mit fällt es auch nicht leicht 7 Tage zu arbeiten, aber ich habe ein Ziel, was ich erreichen will. Deshalb tue ich es. Fühle mich mittlerweile aber schon so als sei das kriminell. Dabei ist es in meinen Augen bewundernswert. Sieht nur ausser mir leider keiner so.
Vielleicht bin ich such einfach überarbeitet. Ich arbeite ohne ende und es ändert sich noch nix. Vielleicht erscheint mir der Ruhm deshalb so reizvoll. Wäre ich entspannt und zufrieden würde mich das nicht triggern.
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20.03.2017, 12:42
AW: Der Drang, etwas Besonderes zu sein
Nachtrag: Flau und Cariad können es viel besser als ich ausdrücken :)
"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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20.03.2017, 12:52Inaktiver User
AW: Der Drang, etwas Besonderes zu sein

Ich weiß nicht, ob du auch kreativ tätig bist, aber ich fand bei der Selbsterkenntnis das Buch "Der Weg des Künstlers" sehr hilfreich (auch wenn ich überhaupt nicht spirituell bin). Es geht dabei darum, sich selbst Anerkennung und Raum zu geben. Sich selbst die Erlaubnis zu geben, so zu sein, wie man ist, und das zu tun, was man möchte.
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20.03.2017, 13:10
AW: Der Drang, etwas Besonderes zu sein
Huch, das ist aber ein haessliches Umfeld, waere ja gar nichts fuer mich. Ist das einfach so im Sport? Oder in diesem Sport? Und warum macht das dann irgendjemand? Vor allem, wie gewinnt man Nachwuchs, so ohne Lob und Anreiz?
Hmmm. Ich habe eine Freundin, die Leichtatlethin ist, mitlerweise nicht mehr als Leistungssport, aber frueher war sie wohl mal kurz vor Olympianiveau. Jetzt, wo ich darueber nachdenke, spricht sie allerdings immer von sich, wenn sie von den positiven Erlebnissen erzaehlt. Sie fuehlt sich gut, wenn sie laeuft, sie verfolgt ihre eigene Hoechstleistung. Sie hat mir mal erzaehlt, dass ihr bestes Rennen das war, wo sie eher in der zweiten Haelfte abgeschlossen hat. (Genau weiss ich's nicht mehr, aber es war jedenfalls kein objektiv toller Platz.) Aber sie hatte eine Zeit, die fuer sie persoenlich sehr gut war, und sie denkt immer noch mit Stolz und Freude daran zurueck. Vielleicht waere das mal ein Gedanke fuer Dich, wie weit Du gekommen bist, unabhaengig von anderen? Wobei ich zugeben muss, dass sie z.B. in ihrer Familie schon Anerkennung bekam und bekommt. Wenn da bei Dir so gar nichts kommt, ist das schon ein bisschen ignorant, muss ich sagen. Ich mein, es sollte zumindest den Naechsten und Liebsten ja reichen, dass es Dir wichtig ist, um da auch ein bisschen mitzufiebern. Also auch da wieder die Frage, ob Du Deine Fuehler mal woanders ausstrecken koenntest. Ohne dabei die Wertschaetzung Deiner selbst zu vernachlaessigen!
Okay, also ist das aehnlich wie im Sport. Fuer Dich ist das schon stimmig, Du hast ein Ziel vor Augen, was Dir den Einsatz wert ist. Dann ist die Arbeitslast ja erstmal in Ordnung. Und ich verstehe schon, dass es frustrierend ist, wenn so Null Wertschaetzung fuer etwas kommt, wofuer ich brenne.
Sich selbst zu lieben ist ja schoen und gut. Aber bei Dir scheint es tendentiell ja schon so zu sein, dass Dinge, die Dir wichtig sind, von anderen geradezu madig gemacht werden, und das muss niemand tolerieren. Vielleicht ist das auch ein Thema? Es geht gar nicht darum, was Du willst und nicht hast (daran arbeitest Du ja sehr stetig), auch nicht unbedingt um mangelnden Applaus, sondern um mangelnden Respekt? Also, wenn meine Arbeit und mein Hobby immer nur als "Spinnerei" abgetan wuerden - da koennte ich noch so ein Selbstbewusstsein haben, das wuerde mich runterziehen.
Ich wiederhole an dieser Stelle frangipanis Frage: Wie reagierst Du darauf?
Und koennte es sein, dass Du die Diskussion, so Du sie ueberhaupt fuehren willst, an der falschen Stelle fuehrst? Wenn Du z.B. argumentieren wuerdest: "Aber mit meinen Graffittis will ich reich und beruehmt werden", dann oeffnest Du ja Skeptizismus und Widerspruch Tor und Tuer (die Zukunft ist ja immer diskutabel). Was wuerde passieren, wenn Du sagtest: "Mag sein [dass es Spinnerei ist], aber diese Befriedigung, wenn ein Design fertig ist, das kannst Du Dir gar nicht vorstellen! Und ich verfolge das jetzt auch, das ist ein Lebensziel, und ich glaube daran."Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne
"Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".Maxi Gstettenbauer
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20.03.2017, 13:27Inaktiver User
AW: Der Drang, etwas Besonderes zu sein
@lilalka, magst du denn deine arbeit?
tust du sie gerne?
hast du gelebt in der zeit, in der du sie getan hast?
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20.03.2017, 13:28Inaktiver User
AW: Der Drang, etwas Besonderes zu sein
Wieviel Aufmerksamkeit/Bewunderung/Anerennung gibts DU anderen Personen?
Kennst du den Spruch "Jeder ist für irgendwen etwas Besonderes"? Wer ist für dich etwas Besonderes, ausser du selbst?
Du bist nicht alleine mit deinem Problem, Menschen deines Alters haben das oft - und "schuld" daran sind eigentlich Menschen meines Alters. Wenn man eine ganze Generation "individueller Genies" groß zieht, bekommt man eben eine ganze Menge unzufriedener erwachsener, weil halt irgendwann das "Einatmen - Ausatmen, das hast du GUUT gemacht mein Kind" wegfällt.
Du schreibst, in deinem Umfeld gibt es nur "gewöhnliche langweilige Leute" (ab ich jetzt verkürzt und interpretiert, hast du nicht wörtlich so geschrieben), die merkwürdigerweise mit ihrem ach so langweiligen Leben zufrieden sind. Ganz oft sind sie es nicht. Der Mann im Bus dir gegenüber trämt vielleicht genau wie du von Berühmtheit, Reichtum und Schönheit gg.
Ich glaube nicht, dass wir hier irgendwie helfen können. Der größte Reichtum, das größte Glück im individuellen Leben iist das, was aus dir selbst entsteht. Wenn du Glück von der Anerkennung anderer abhängig machst, begibst du dich in gefährliches Gewässer.
Du bist wer du bist. wenn du dir selbst nicht genügst, musst du an dir arbeiten. Wenn du ANDEREN nicht genügst - hier gibt es eine userin, die hat in der Signatur "die einen kennen mich - die anderen können mich". Find ich treffend gg
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20.03.2017, 13:30
AW: Der Drang, etwas Besonderes zu sein
Machmal muß man sich fragen, "Ist es Weltschmerz, sind es Verdauungsstörungen, oder krieg ich die Grippe?"
Und jetzt fehlt dir die nächste Hürde, der nächste Gipfel, der nächste Gegner?
"objektiv" ist in diesem Zusammenhang komplett irrelvant. Krisen kriegt man normalerweise nur bei Sachen, die einem wichtig sind, und in Sachen, die einem wichtig sind, hat man für gewöhnlich eine gewisse Kompetenz, sonst hätte man sie schon lange vom Laster geworfen. Es jammert nicht die Malerin, daß sie nicht singen kann, sondern die Sängerin.
Dieser Wunsch ist... nicht besonders besonders.
Meistens, indem sie sich zum Deppen machen. Die Leute, die talentiert, fleißig und außergewöhnlich vom Glück begünstigt sind, und in einem nicht zu kleinen Zirkel ein nicht zu kleines Maß an Bekanntheit erreichen, sind vielleicht mehr, als in einen ICE passen, aber bei 7 Milliarden Menschen auf der Welt doch recht wenige.
Was wärst du denn gerne? Welche Art von Ruhm würde dir gefallen? Wer fällt dir ein, in dessen Fußstapfen du gerne treten würdest? Neil Armstrong, Stefanie Meyer, Uli Hoeneß, Yoko Ono? Oder eher Jenny Elvers? Das kann dir vielleicht helfen, dir darüber klarzuwerden, was dir im Leben fehlt und wovon du glaubst, daß Ruhm es dir geben kann, und welche Art von Ruhm dir gefällt.
Was kannst du gut? Welche Leute kannst du ansprechen? Wo triffst du die Leute, die du mit dem ansprechen kannst, was du gut kannst? In welcher Fähigkeit würdest du gerne richtig gut werden?
Wenn dir nichts einfällt, denk drüber nach, dich für eine Reality-Show zu bewerben und dich vor allen Leuten, die du kennst, zum Deppen zu machen und in einem Jahr ein Has-been zu sein, dessen größte Chance auf ein Comeback das Dschungelcamp oder eine besonders peinliche Art, zu Tode zu kommen ist.
Gute Idee.
Da unvermeidlich die Leute, zu denen man Kontakt hat, im Schnitt immer mehr Kontakte haben als man selber, ist das eine Quelle endloser Frustration wenn man auf der Seite empfindlich ist. Und man verbringt zu viel Zeit mit Gelaber, die man nutzbringender einsetzen könnte.
Niemand? Nicht dein Verlobter, nicht deine Freunde, nicht deine Kollegen, nicht deine Mutter, nicht deine Sportkumpels? (Hast du einen Hund?)
Oder nehmen dich nur die Leute nicht wahr, die dich nicht kennen, die dich nie getroffen, nie ein Wort mit dir gewechselt haben?
Wen nimmst du richtig wahr?
Nach Jahren in der BriCom ist das der Satz, wo ich sagen würde, bitte such dir psychologische Beratung. Du hast ein Riesenproblem.Geändert von wildwusel (20.03.2017 um 13:54 Uhr)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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20.03.2017, 13:47Inaktiver User
AW: Der Drang, etwas Besonderes zu sein
Da bin ich mir gar nicht mal so sicher, dass das Problem so riesig ist.
Es ist toll, lilalka, was du alles geschafft hast und was du leistest. Doch mein Eindruck ist der, dass du das, was dir tiefe innere Befriedigung verschafft (und das kann etwas ganz Profanes sein, fernab von Leistung und damit verbundener Anerkennung) noch nicht gefunden hast.
Und diese Frage
möchte ich auch noch einmal hervorheben.
Zitat von Inaktiver User
Dass du andere Menschen gedanklich bewunderst, konnten wir hier lesen. Doch sprichst du die Anerkennung auch aus?
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- Grund
- Doppelt
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20.03.2017, 13:50Inaktiver User
AW: Der Drang, etwas Besonderes zu sein
möglicherweise ist sie auch einfach ihrem umfeld entwachsen.
sie leistet etwas in einer kategorie, die im gewohnten umfeld nicht anerkannt wird. das kann zu ziemlich heftigen identitätskonflikten führen.
oder die arbeit ist fremdbestimmt - darauf zielt oben meine frage.



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