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    AW: Immer wieder zu impulsiv

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe im übrigen auch immer wieder erlebt, dass jähzornige und impulsive Menschen das als Machtinstrument einsetzen - so nach dem Motto: "wenn ihr mich schon nicht mögt, dann fürchtet mich wenigstens". Ob das bewusst oder unbewusst ist, ist allerdings schwer zu beurteilen.
    Zorn als Machtinstrument einzusetzen ist oft nichts anderes, als Machtlosigkeit und sich nicht adäquat auseinandersetzen zu können. Die Zornigen wissen denke ich schon um ihre Gewalt. Schliesslich beobachten sie ihr Gegenüber genau und prüfen Reaktionen. Je öfters das Mittel Zorn und Wut erfolgreich angewendet werden kann, umso lieber wird es eingesetzt werden können um etwas für sich selbst rücksichtslos erreichen zu wollen.

    Ebenso cholerische Menschen, da kommt man kaum gegen an, weil sie einem sowieso nicht zuhören können.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Immer wieder zu impulsiv

    Merkwürdige Küchenpsychologie.
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

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    AW: Immer wieder zu impulsiv

    Zitat Zitat von linsemo Beitrag anzeigen
    Merkwürdige Küchenpsychologie.
    Deinen Impuls so zu handeln und das im Prinzip als Ablehnung meinen, was ist das dann?

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  4. Inaktiver User

    AW: Immer wieder zu impulsiv

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Die Zornigen wissen denke ich schon um ihre Gewalt. Schliesslich beobachten sie ihr Gegenüber genau und prüfen Reaktionen. Je öfters das Mittel Zorn und Wut erfolgreich angewendet werden kann, umso lieber wird es eingesetzt werden können um etwas für sich selbst rücksichtslos erreichen zu wollen.

    Ebenso cholerische Menschen, da kommt man kaum gegen an, weil sie einem sowieso nicht zuhören können.
    Tja, das frage ich mich halt, ob das so ist - wie gesagt, ich habe da jahrzehntelange Erfahrung mit Herrn Thrace und bin daraus aber nie richtig schlau geworden. Vielleicht können die "Zornigen" hier im Strang ja mal was dazu sagen.

    Weiterhin würde mich interessieren, ob den Zornigen klar ist, wie sehr sie gerade Schwächere damit verletzen können - wird das in dem Moment einfach ausgeblendet, hat es keine Bedeutung, oder wird es sogar billigend in Kauf genommen und somit instrumentalisiert?

    Bei Herrn Thrace gibt es z.B. das interessante Phänomen der Sxhuldzuweisung - wenn er sich aufregt , bezichtigt er als allererstes jemanden damit, an seinem Ausbruch "schuld" zu sein. Ist das etwas Spezielles, oder findet sich das oft bei Zornigen? Also die "Schuld" einzig und allein dem Gegenüber zuzuschieben? Bzw. das Konzept der "Schuld" überhaupt so offen und explizit mit in den Konflikt hineinzutragen?

  5. Inaktiver User

    AW: Immer wieder zu impulsiv

    P.S.: Und welche Rolle spielt bei Zornigen das Thema "Selbstverteidigung" oder "Verteidigung anderer" bei ihren zornigen Episoden?

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    AW: Immer wieder zu impulsiv

    Zitat Zitat von Matratze Beitrag anzeigen
    Magst Du ausführen um welchen Kurs es sich inhatlich handelt oder in welche Richtung es geht und wie profund?
    Es ist ein Kurs zum Thema Achtsamkeit, aus der Kursbeschreibung geht es in Richtung des MBSR-Programms, auch wenn es offiziell nicht so benannt ist. Der Kurs geht über mehrere Wochen und findet in einer Kleingruppe statt. Die Konstellation klingt für mich so, dass ich denke, die Chance zu haben, mich im Rahmen den Kurses gut auf das Thema einzulassen.

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Und in gewisser Weise haben dann andere Leute "die Macht", denjenigen "wütend zu machen" -will sagen, diese intensive Wut ist durch bestimmte Situationen/Konstellationen auslösbar.
    Ja, das ist bei mir jedenfalls so. Manche Leute "machen" mich wütend, aber sicherlich findet das meistens unabsichtlich statt und hat mehr mit meiner Interpretation der Situation und der Vorgeschichte mit dieser Person zu tun.

    Es gibt aber durchaus auch Konstellationen, wo ich den Eindruck habe, jemand provoziert mich. Vielleicht unbewußt, aber doch irgendwie mit dem Ziel, mich zu einer Reaktion zu bewegen, die der Person dann wiederum als Rechtfertigung für einen "Gegenschlag" dient.
    Aber auch in einer solchen Situation möchte ich natürlich die Kontrolle über mich haben.

    Zitat Zitat von Nicole1965 Beitrag anzeigen
    Man selbst fühlt sich auch weniger fremdgesteuert, durch plötzliche "Impulse", weil man die Sache selbst in die Hand genommen hat. Je früher desto besser.
    Ja, das stimmt, eine konstruktivere Kommuninkations-Strategie würde mich wahrscheinlich auch helfen, nicht erst in so eine gefühlsmäßige Sackgasse zu geraten.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kann Dir dazu die Gewaltfreie Kommunikation sehr empfehlen.
    Du wirst sehr mit Dir selbst in Kontakt gebracht- und lernst, Abstand zu bekommen.
    Ebenso kann hinter die Umstände geschaut werden (also zB ob es um einen Kindanteil geht).
    Ich habe mich mit dem Thema schon mal ansatzweise beschäftigt und bei uns liegt auch noch ein Buch zu dem Thema rum (von meinem Mann). Außerdem habe ich mir mal ein Buch von Marshall Rosenberg zum Thema Wut gekauft, was wohl letztendlich einen Ausschnitt aus dem Thema gewaltfreie Kommunikation mit dem Fokus auf Wut darstellt. Ich werde mich damit noch mal näher beschäftigen.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    So eine Wut ist wie ein wilder böser Hund - der muss sofort an die Leine, beim kleinsten Anzeichen von Missverhalten.

    und kriegt dann meinetwegen einen Stock zum drauf rumbeissen.
    Das Bild vom dem Hund gefällt mir - und passt zum "Mond anheulen" von Matratze.


    Zitat Zitat von linsemo Beitrag anzeigen
    Ich kann auch schon mal impulsiv sein, aber ich finde es dann auch richtig. Meistens, wenn mir Menschen extrem auf den Geist gehen oder einen dämlichen Satz von sich geben oder oder oder......
    Also mir passiert es auch schon mal, dass ich nach so einer Episode denke "geschieht dir recht", wenn mir jemand wirklich dumm gekommen ist. Wobei das sehr selten ist. Und für mich fühlt es sich trotzdem nicht gut an, ich will mich zum einen unter Kontrolle haben und zum anderen nicht auf das Niveau desjenigen begeben, der mir blöd kommt.

  7. User Info Menu

    AW: Immer wieder zu impulsiv

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    P.S.: Und welche Rolle spielt bei Zornigen das Thema "Selbstverteidigung" oder "Verteidigung anderer" bei ihren zornigen Episoden?
    Also bei mir ist es primär die Selbstverteidigung, mich triggert wie schon beschrieben vor allem das Gefühl, ich werde gerade abgewertet, das ist häufig verbunden mit der Überzeugung, dass mir jemand etwas Böses will. Verteidigung anderer ist es auch ab und zu.

    Aber es mischt sich auch manchmal so etwas da rein wie Machtdemonstration. Gerade bei Konflikten mit Kollegen.

    Dass ich eventuell jemanden verletze ist mir zumindest hinterher klar. Es ist aber so gut wie nie meine Intention. Und die Schuld suche ich in der Regel bei mir selber.

    Ich bin selber mit einer Mutter aufgewachsen, die zu jähzornigen Ausbrüchen neigte. Das war allerdings eine ganz andere Liga. Da kamen als Kind richtige Vernichtungsängste hoch.
    Sie hat auch grundsätzlich die Schuld bei anderen gesehen und fühlte sich in ihrem Zorn absolut gerechtfertigt, selbst wenn die akute Phase abgeklungen war.
    Ganz furchtbar, so will ich nicht sein, was vermutlich auch einer der Gründe ist, warum mich dieses Problem mit meiner Impulskontrolle so wurmt.

  8. Inaktiver User

    AW: Immer wieder zu impulsiv

    Zitat Zitat von guerteltier Beitrag anzeigen
    Ich bin selber mit einer Mutter aufgewachsen, die zu jähzornigen Ausbrüchen neigte. Das war allerdings eine ganz andere Liga. Da kamen als Kind richtige Vernichtungsängste hoch.
    Sie hat auch grundsätzlich die Schuld bei anderen gesehen und fühlte sich in ihrem Zorn absolut gerechtfertigt, selbst wenn die akute Phase abgeklungen war.
    Ganz furchtbar, so will ich nicht sein, was vermutlich auch einer der Gründe ist, warum mich dieses Problem mit meiner Impulskontrolle so wurmt.
    Interessant - das war bei Herrn Thrace genauso (nur dass es in dem Fall der Vater war). Ich habe manchmal den Eindruck, dass ihm "normales" Konfliktverhalten nie vorgelebt wurde und er sich deshalb so schwer damit tut. Dazu kommt noch, dass er in einer relativ großen Familie der Älteste war und gewohnt ist, sich durchzusetzen. Klappt das mal nicht (oder nicht so auf Anhieb) ist das auch so ein Trigger für seine Wutanfälle.

  9. Inaktiver User

    AW: Immer wieder zu impulsiv

    Zitat Zitat von guerteltier Beitrag anzeigen
    Also bei mir ist es primär die Selbstverteidigung, mich triggert wie schon beschrieben vor allem das Gefühl, ich werde gerade abgewertet, das ist häufig verbunden mit der Überzeugung, dass mir jemand etwas Böses will. Verteidigung anderer ist es auch ab und zu.

    Aber es mischt sich auch manchmal so etwas da rein wie Machtdemonstration. Gerade bei Konflikten mit Kollegen.
    Ich würde dir raten, mal nach dem Begriff "Dramadreieck" zu googeln und dir zu überlegen, welche Rolle du wann einnimmst, und wie du aus diesem Rollenmuster ausbrechen kannst. Ich war früher in Konfliktsituationen oft beleidigt, und mir hat es geholfen zu erkennen, dass ich mich so ohne Not immer wieder in die Opferrolle begeben habe.

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    AW: Immer wieder zu impulsiv

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also die "Schuld" einzig und allein dem Gegenüber zuzuschieben? Bzw. das Konzept der "Schuld" überhaupt so offen und explizit mit in den Konflikt hineinzutragen?
    Ohne jetzt zu den Zornigen zu gehören, ist meine Erfahrung, dass eine lautstarke Schuldzuweisung von jenem selbst nachdrücklich ablenken soll. Also in dem Sinn, die eigene Unzulänglichkeit oder sogar Unachtsamkeit in einer bestimmten Sache nicht für sich selbst zugeben oder eingestehen zu wollen. Also Schwäche in der Sache an sich nicht zeigen zu wollen. Chronischer Zorn ist doch unangenehm. Ich möchte mit solch einem Menschen auf Dauer nicht sein.

    Ob dieses Konzept der Schuldzuweisung aufgeht, das zeigt sich dann an den Reaktionen des *Schuldigen* und ob es zu Wiederholungen kommen kann.

    Ich selbst unterscheide zwischen Impulsivität aus einer Sache heraus, welche man verteidigen will, die aber nichts mit Zorn meiner Meinung nach und nichts mit Wut zu tun hat, welche für Kommunikation verwendet werden will um das Gegenüber von irgendwas überzeugen zu wollen, wenn man verschiedener Meinung ist. Wenn du mit deinem Mann solche Zornesausbrüche erlebst, müsstest du doch erkennen woran es liegt. Vielleicht ist es einfach auch nur Provokation, die du als solche nicht von dir ihm gegenüber sehen magst. Manche rasten halt einfach auch schneller aus. Haben kein Rüstzeug für wertschätzende Kommunikation.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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