Wenn das nur so einfach wäre.
Ich bin in diese Krise gekommen, weil ich Menschen, besonders meinen Exmann in jeglicher Hinsicht über meine Grenzen habe gehen lassen. Zurück blieb ein Nichts.
Ich habe Jahre funktioniert und mich verloren.
Jetzt versuche ich mich zu finden, Grenzen zu erkennen. Aber ich reagiere noch häufig immer noch mit Entschuldigung anderen gegenüber und dem eigenen Versagen als Erklärung.
Ich glaube es liegt daran, dass ich Angst habe Freunde zu verlieren.
Und jetzt verliere ich erst recht!
Das macht doch keinen Sinn.
Und es bestätigt mich in meinem alten Bild. Ich bin falsch, ich bin es nicht wert, dass mich jemand mag.
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Ergebnis 51 bis 60 von 93
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26.03.2017, 12:36
AW: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
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26.03.2017, 13:09Inaktiver User
AW: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
Irgendwie scheinst du aber auch recht viele und recht komplizierte Freunde zu haben 🙄. So was wäre mir persönlich so oder so zu anstrengend. Wie wär's mit einer Freundschaftspause - 4 Wochen Funkstille ALLEN gegenüber von deiner Seite, ohne Ausnahme. In der Zeit kümmerst du dich mal ausschließlich um dich (dein Strangtitel). Und dann siehst du ja, was passiert. Wenn man für sich selbst der wichtigste Mensch sein will, muss man auch lernen, mit sich selbst klarzukommen.
Geändert von Inaktiver User (26.03.2017 um 13:15 Uhr)
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26.03.2017, 13:24Inaktiver User
AW: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
Hallo Wolkenfeld, falls du dich der Thematik als Ergänzung zur Therapie auch über Lektüre nähern kannst/möchtest, hier ein vielleicht gutes Buch für dich. Ich weiß, Buchempfehlungen sind sehr subjektiv, aber vielleicht hast du die Möglichkeit, es dir mal auszuleihen. Ich habe letztens aus ähnlichen Gründen das Buch "Praktische Selbstempathie" von G. Fritsch gefunden, was - finde ich - eine gute Anleitung gibt, wie man selbst liebevoller mit sich umzugehen lernt und auch eine Orientierung sein kann im Hinblick auf eigene Bedürfnisse und Gefühle - also hilft, die Frage "wer bin ich eigentlich" zu beantworten. Es ist eng an das Prinzip der gewaltfreien Kommunikation angelehnt, hier aber halt im Bezug auf sich selbst. Ich fand es sehr erhellend und schön geschrieben.
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26.03.2017, 13:48
AW: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
@Karate
vermutlich hast du recht.
Aber auch das bekomme ich noch nicht hin.
Weil die Frage nach dem Warum? In Dauerdenkschleife ist. Ich möchte so gerne verstehen können.
Ob die Freunde kompliziert sind oder ich?
Ich weiß es nicht. Ich verstehe auch die Freundschaftskündigung oder umkategorierung nicht.
Und würde gerne.
In dem anderen Fall hat meine Therapeutin und auch die meiner Tochter ( Aufarbeitung Trennung in Sicht des Kind) klar gesagt, dass das ein Vertrauensmissbrauch war. Da wurden Dinge aus unserer Freundschaftsebenen meiner Erwachsene Tochter zugetragen, die sie nicht erfahren sollte und nichts mit der Mutter Kind Ebene zu tun hat.
Ich habe das Gefühl nur Baustellen zu haben.
Was mache ich falsch?
@Panamissy
Danke für den Tipp!
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26.03.2017, 17:41
AW: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
Hallo Wolkenfeld,
oftmals ist es so, Freunde kommen und gehen. Und ich wünsche dir vom ganzen Herzen, dass du wieder neue Kontakte knüpfen kannst. Vor vielen Jahren hat sich eine sehr gute Freundin nach und nach aus meinen Leben geschlichen. Erst wurde der Kontakt weniger. Gründe u.a. waren dafür, dass sie jemanden brauch, der häufiger Präsenz zeigt bei ihr. Konnte ich nicht so richtig nachvollziehen. Sie meinte, ich kann ja nichts dafür. Da sind eben meine beiden Kinder, die Zeit mit ihren Eltern brauchen. Und so nach und nach hat sie sich aus meinem Leben zurückgezogen, wobei wir lange Telefonkontakt hatten. Dann gab es eine kurze Zeit, ich arbeitete bei ihrem Arbeitgeber/Dienstherren, wo wir uns dann nach zwei Jahren wiedersahen und zumindestens ab und an in der Mittagspause sahen. Gab viele Gespräche. Bis ich wohl mal gefragt hatte, was sie sich zum Geburtstag wünsche. Ich dachte an eine kleine Aufmerksamkeit. Das hätte ich wohl lieber nicht sagen sollen. Daraufhin hat sie den Kontakt mit Ausreden fast komplett eingestellt. Es sei denn wir trafen uns zufällig, dann klönten wir mal so 10 Minuten
miteinander. Aber irgendwann verlor ich sie aus den Augen. Einmal habe ich sie kurz mit ihrem Freund getroffen. Ans Smalltalk war nicht so denken. Ihr Verhalten fand ich einfach nur nochnäsig. Ich hatte ja immer vorsichtig nachgehakt, ob ich etwas getan haben, Antwort nein. Und ich kannte sie zum diesem Zeitpunkt fast 30 Jahre.
Ich halte es übrigens für ganz wichtig, dass man der wichtigste Mensch in seinem leben ist. Hat nichts mit Egoismus, Narzissmus zu tun. So können wir auch mit unseren Mitmenschen in Kontakt treten. Und manchmal müssen wir auch die Notbremse ziehen bei Leuten, die der Meinung sind, dass das eigene Ich grundsätzlich zugunsten anderer nach hintenzustellen hat. So etwas habe ich in meiner eigenen Familie. Ich pflege meinen jüngsten Sohn mit Autismus, wo ich dann einfach mal ganz dringend eine Auszeit brauchte und auch gerne Sachen für mich machen wollte. Das wissen auch die meisten in meiner Familie und Freundeskreis. Und wird auch aktzeptiert und wurde sogar ausdrücklich darum gebeten, damit ich wieder ins Lot komme. Nur mein eines Geschwisterteil ist da ganz anderer Meinung. Ich wäre eh ein Egomane, der sich Zuwenig um die eigene Mutter kümmert. Behindertes Kind und eigene Auszeit ist nicht so wichtig. Ja, so etwas gibt es. Und das ist mehr als krank. Zu dieser Person habe ich keinen Kontakt mehr. Brauch ich auch nicht.
LG Jedimeisterin
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26.03.2017, 18:16
AW: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
Ich tue mich nur nicht so einfach damit Menschen, die mir etwas bedeuten gehn zu lassen.
Bei meinem Exmann hat das nicht loslassen können am Ende zu meiner völligen Selbstaufgabe geführt.
Und auch in Bezug auf diese beiden Freundschaften oder was es auch immer ist, tue ich mich schwer.
Ich möchte so gerne Antworten, warum mich jemand vor 3 Wochen noch als Freund bezeichnet hat es jetzt nimmer tut und es nur noch als freundschaftliches Sprechen bezeichnet.
Ich zeige Verständnis und bin eigentlich wütend.
Selbst wenn man mein Vertrauen missbraucht zeige ich nicht meine Wut.
Ich bin selbst so wütend auf mich.
Ich versuche mich im Üben der wichtigste Mensch für mich zu sein.
Aber egal wie ich es drehe früher war ich nicht glücklich mit mir und wollte Veränderung, jetzt suche ich meine Änderung und Versagen immer noch.
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26.03.2017, 18:44
AW: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
Hallo Wolkenfeld,
nein, so einfach lasse ich keinen gehen, die mir etwas bedeuten. Nur wenn ich auf meine Fragen keine richtigen Antwort bekomme. Für mich war das ein Zeichen von meiner ehemaligen Freundin hier und nicht weiter. Wenn sie gesagt hätte, ich habe zur Freundschaft einfach keine Lust mehr, kann ich damit leben. Falls ich ihr nochmal begegnen sollte und es käme zu einem Mehr als Hallo wie geht es wie stehts, werde ich sie garantiert fragen. Ob ich dann eine Antwort bekomme weiß ich nicht. Es ist nun auch ein paar Jahre her. Bei Freundschaften bin ich grundsätzlich jetzt auch vorsichtiger. Ich habe eine sehr gute Freundin. Wir sehen uns nicht häufig, wir sind aber füreinander da, wenn es Problem gibt. Und wir kennen uns über
40 Jahre.
Hast du denn noch Freunde, denen du vertrauen kannst?
LG Jedimeisterin
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26.03.2017, 18:53
AW: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
Ich habe noch eine sehr gute Freundin, die ich such seit 40 Jahren kenne und einen Freund, dem ich auch vertraue.
Diesen beiden Menschen von denen ich oben geschrieben habe, habe ich auch vertraut bzw eigentlich tue ich das auch noch.
Die eine war eine kürzere Freundschaft zu einem Bekannten mit dem ich Badminton gespielt habe. Wir haben sehr lange und tiefe Gespräche geführt und es ist daraus, so dachte ich Freundschaft geworden. Dann wurde ich krank, er ist begründet auf Abstand.
Und jetzt keine Freundschaft, sondern nur freundschaftliches Sprechen.
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26.03.2017, 19:35Inaktiver User
AW: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
Man muss nicht alles verstehen, was andere Menschen tun. Und auch ein Stück weit akzeptieren, dass sie ihre Gründe haben, auch wenn man diese nicht immer nachvollziehen kann. Und keiner ist verpflichtet, alles und jedes, was er tut, den anderen gegenüber zu erklären. Daher ist mein Rat (wie auch schon in meinem vorherigen Beitrag): mach dich frei von anderen Menschen, betrachte sie als nettes Add-on, aber nicht als essentiell wichtige Konponente. Nur wer sich selbst genügt, ist wirklich frei. Das ist zumindest die Erfahrung, die ich selbst gemacht habe. Jemand anderes hat hier schon geschrieben: Menschen kommen und gehen - genau so ist es. Genieße die Zeit mit ihnen, aber lass sie ziehen, wenn sie weiter wollen.
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26.03.2017, 22:36Inaktiver User
AW: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
Vielleicht gehen die Menschen auf Distanz, weil Du Dich zu sehr an sie klammerst?
Ich würde mich dann auch verstärkt abgrenzen und wenn das nicht hilft, ganz zurück ziehen.
Gespräche, Erklärungen helfen da meiner Erfahrung nach nicht wirklich, weil der "Bedürftige" dann zwar versucht seine Erwartungshaltung zurück zu schrauben aber die Anspruchshaltung bleibt in der Luft, genauso wie die unterschwellige Aggression, weil er nicht bekommt was er eigentlich so dringend braucht und sucht.
Du bist nun auf Dich selbst zurück geworfen. Das ist gut so! So kannst Du nach den Ursachen in Dir forschen und diese bearbeiten.
Kein Mensch ist für Deine Gefühlslage verantwortlich! Mach Dir das klar und übernimm Verantwortung dafür.
Ich schließe mich dem Beitrag #59 von Kara_Thrace an.Geändert von Inaktiver User (26.03.2017 um 22:47 Uhr)


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