Das Zentrum eines ICHs (das Selbst) ist aber etwas anderes als die Steuerzentrale mit dem ich das ICH aus dem Mittelpunkt bewege und nach außen hin agiere und verwalten kann. Man kann jemandem neben sich stellen aber nicht in sein zentralen ICH-Zustand setzen oder versetzen.
Ob man die Stärke eines ICHs mit Wichtigkeit gleichsetzen kann ist vielleicht nicht nur von einem Selbst abhängig.
Die Energie einer Opferhaltung; soll es geben. Ansonsten verstehe ich déine Aussage nur noch als Zwangslage, hat aber nichts mit Egoismus zu tun außer vielleicht noch Seelenreinigung einer auswegslosen Situation.Wenn ich zB mein Leben für einen anderen gebe, dann liegt darin durchaus auch ein immenser Egoismus
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Ergebnis 31 bis 40 von 93
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25.02.2017, 13:23
AW: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
Geändert von Akzent (25.02.2017 um 13:28 Uhr)
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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27.02.2017, 16:47
AW: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
Natürlich ist jeder selbst die wichtigste Person im eigenen Leben.
Schon rein logisch ist das so:
Ohne Dich gibt es Dein Leben nicht.
(Daher führen ja soviele Menschen auch das falsche Leben, das leben Anderer, nicht das eigene.
Weil sie sich nicht habem bzw. achten oder sich, ihre Selbstachtung verloren haben.
Also haben sie auch ihr eigenes Leben nicht mehr.)
Auch die eigenen Kinder gäbe es nicht ohne einen selbst, ohne das eigene Leben.
Die Kinder hat man auch meist nicht zufällig mal so nebenbei bekommen, sondern sich dafür entschieden.
Sie sind Teil des eigenen Selbst (genetisch sowieso und auch sonst).
Die Motive, sich für Kinder zu entscheiden, sind auch meist nicht so "selbstlos", wie die Welt einen glauben machen möchte.
Also stellen Eltern die Interessen ihrer Kinder oft vor bzw. über die eigenen, weil sie wissen oder spüren, dass die Interessen ihrer Kinder auch ihre eigenen Interesse sind.
Und sei es nur, dass ich einen bestimmten Anspruch an mich als Vater habe, unter dem ich es schon "aus Selbstachtung nicht mache".
Abgesehen davon, dass sich wohl alle Eltern "gelungene" (starke, selhständige, kluge, eigemverantwortliche etc.) Kindern wünschen.
Kluge Eltern stellen ja auch nicht alle Interessen ihrer Kinder über die eigenen, sondern nur die wohlerwogenen Interessen - also das, was den Kindern wirklich nützt oder guttut, nicht aber alles, was die Kinder gerade wollen.
Was hätten Kinder auch Gutes von Eltern, die vor lauter Selbstaufgabe unglücklich wären?
Von falschen, schlechten Vorbild so einer "Selbstaufopferung" mal ganz zu schweigen.
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27.02.2017, 16:57
AW: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
Gute Idee, die eigene Motivation genauestens zu prüfen und ein gute Liste dafür.
Aber mir fehlt da noch:
"Ich kümmere mich um Jeden und Alles, um bloß keine Zeit und Kraft mehr zu haben, mal an meine eigenen Baustellen, Bedürfnisse, Ängste, Probleme heranzugehen."
Beispielsweise die Bricom lebt größtenteils von genau dieser Motivation.
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27.02.2017, 17:01
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27.02.2017, 17:10
AW: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
Logisch, denn in wessen Zentrum würdest Du den Andern auch stellen wollen bzw. können, wenn es Dich nicht gäbe oder Du "vergingest"?
Das ist ja der Quatsch daran, Anderen immer oder auch nur mehrheitlich den Vorrang vor sich selbst zu geben.
Man verschleisst sich selbst, braucht sich auf, ist irgendwann weg.
Und was macht der Andere dann, wer kümmert sich dann, wenn man selbst "weg" ist?
Genau darum ist das "Kinderwünsche und -willen über alles andere stellen" so idiotisch. Was machen denn die Kinder, wenn Mama und Papa nicht mehr da sind?
Andere Menchen haben wohl kaum die Motivation, dann in die Bresche zu springen.
Besser also, Kindern beizubringen, dass sie (eher früher als später) für sich selbst sorgen müssen und wie sie das am Besten machen.
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27.02.2017, 17:29Inaktiver User
AW: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
Letztlich geht es um eine Ausgewogenheit.
ich mache letztlich ALLES für mich- ob ich nun etwas ausschließlich für mich mache oder ich mein Tun oder Handeln ganz in den Dienst eines anderen stelle. Auch dann mache ich es für mich.
Kernpunkt ist, dass ich ausgewogen für mich und das Außen agiere.
Denn die Handlungen für das Außen sind nur bis zu einem gewissen Maße "gesund"- gebe ich zuviel, dann kann ich krank werden. Der totale Zusammenbruch ist das Ende und alle denkbaren Vorstufen dazu sind möglich.
Warum handeln wir aber oft über unser gesundes Maß hinaus?
Weil wir durch Erziehung und Prägung- Überzeugungen und Annahmen mitbekommen haben, die uns Leitsätze geworden sind und über unseren gesunden Rahmen hinaus gehen.
Unbewusst führen sie in uns Regie.
Das heißt- egal ob wir nun den inneren Leitsätzen folgen oder doch ganz bei uns sind-- jeweils handeln wir für uns selbst. (selbst, wenn wir damit den Wunschvorstellungen der Eltern folgen- denn diese Sätze wurden zu unseren!)
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27.02.2017, 18:03
AW: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
[QUOTE] Ich habe den Eindruck, dass es darauf ankommt in welchem BedürfnissKontext die Ausgewogenheit stattfinden soll, damit es nicht zu Stillstand kommt. Ist es nicht eher so, dass im Zwischenmenschlichen das Ungleichgewicht erst zu Bewegung führt und aus dem heraus man anders handeln kann, wenn es sein muss oder nötig ist.
Warum musst du dich ausgewogen fühlen oder sein, damit du nach außen handeln kannst?Kernpunkt ist, dass ich ausgewogen für mich und das Außen agiere.
Ich finde Leitsätze nur interessant und sinnvoll und übertragbarer, wenn sie von beiden Seiten verstanden werden können.Das heißt- egal ob wir nun den inneren Leitsätzen folgen oder doch ganz bei uns sind-- jeweils handeln wir für uns selbst.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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27.02.2017, 19:06Inaktiver User
AW: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
Manchmal besteht das Problem aber auch einfach nur darin, im Grunde genommen keine eigenen Probleme zu haben. Ein gänzlich problemfreies Leben kann auch uninteressant sein
. Da wendet man sich dann gern den Problemen anderer Leute zu. Und ehe man sich's versieht, wird man in deren Strudel hineingezogen und ertrinkt darin, ohne dem anderen wirklich zu helfen.
Geändert von Inaktiver User (27.02.2017 um 21:48 Uhr) Grund: Ergänzung
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27.02.2017, 19:56Inaktiver User
AW: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
Ich bin bei meinen Gedanken nun gar nicht bei einem Austausch zwischen zwei Menschen sondern nur bei dem, der gibt - was in ihm los ist.
Ich rede nicht nur von mir sondern allgemein- und ich meinte nicht, dass man sich ausgewogen fühlen muss (oder sein) um nach außen zu handeln. Das muss natürlich nicht gegeben sein.
ich meine damit, dass man in einer inneren Ausgewogenheit anderen sehr gut geben kann und dabei nicht die eigenen Grenzen übertritt.
Es gibt Menschen, denen diese Ausgewogenheit fehlt und das sind dann gerne die burn-out-Personen. Zuviel gegeben, zuwenig bekommen- keine Ausgewogenheit gelebt.
Ich meine mit Leitsätzen- innere Überzeugungen oder auch Glaubenssätze.
Die haben wir uns uns- unbemerkt und unbewusst. Oft hat der, der sie ins Leben rief genauso wenig bewusstes Wissen darüber wie der, der das übernimmt.
Also werden solche inneren Leitsätze weder verstanden noch bewusst gewusst- wir folgen denen nur unbemerkt
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28.02.2017, 15:35
AW: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
Manche Menschen wenden sich von ihren Helfern ab, weil sie es nicht mehr ertragen, immer in der Rolle des/der Hilfsbedürftigen zu stecken.
Oder sie meiden ihre Helfer, nachdem die Hilfe erfolgreich war und sie wieder ganz obenauf sind, weil sie niemanden mehr in ihrer Nähe haben wollen, der sie "von früher und ganz unten kennt".
Letzteres ist auch eim häufiges Phänomen bei Leuten, die einen starken sozialen bzw. finanziellen Aufstieg hingelegt haben.
Kann auch sein, dass Du dazu neigst, Menschen in ihrer Hilfsbedürftigkeit "zu halten".
Freunden zu helfen ist nur ja dann langfristig tragfähig, wenn beide Seiten den Rollen-Wechsel, die Veränderung im System nach erfolgter und erfolgreicher Hilfe mitgehen können.
Kann aber auch sein, dass dies bereits "erste Früchte" Deiner psychologisch begleiteten Arbeit an Dir selbst ist.
Hiesse, ehemalige Hilfsempfänger meiden Dich jetzt, weil sie merken, dass Du gemerkt hast, wie Du Dich im Helfen erschöpfst und daher vielleicht nicht mehr so viel und bereitwillig hilfst. Die schauen sich also nach neuen HelferInnen um.
Vermutlich wird Dich Dein/e Therapeutin irgendwann auch darauf hinweisen, dass es im Laufe einer Therapie oder Beratung auch zu Umbrüchen im sozialen Leben (Kappung bestimmter Kontakte, Intensivierung oder Wandlung andere Kontakte) kommen kann. Kannst ja vor dem Hintergund der sich abwendenden Menschen auch mal gezielt danach fragen.
Das ist normalerweise so, weil Du Dich veränderst, also zwangsläufig auch die Beziehungen zu anderen Menschen wandelst.
Manche können, manche wollen das aber nicht mitgehen.
Andere werden es begrüßen und geniessen.
1. Versuchst Du es nur oder machst Du es?... Ich versuche Dinge zu tun, die mir gut tun. Aber ich fühle dabei Einsamkeit.
2. Tun Dir nur Dinge gut, die Du bzw. man allein mach(s)t, oder fühlst Du Dich in Gesellschaft einsam?
Dir steht ein großer Systemwechsel bevor.... Ich habe lange Jahre alleine 3 Kinder groß gezogen und voll gearbeitet. Jetzt sind die Kinder gross. 1 Kind ist ausgezogen und 2 werden es bald tun. ...
Wegfallen tut vieles, was Dich bisher daran gehindert hat oder als Ausrede dagegen diente, Dich mit Dir selbst zu befassen, wie beispielsweise dem Fettgesetzten:
Du kannst Kränkungen oder Traumata wie eine Scheidung zwar verdrängen, aber eben nur eine Zeit lang und diese Zeit heilt nicht alle Wunden.... Ich sehe einen großen Umbruch auf mich zukommen und habe viele andere Dinge aus Scheidungsrecht noch nicht verarbeitet. Jetzt wo es eigentlich leichter würde, sitze ich in einem tiefen Loch.
Wie gut, dass Du jetzt in psychotherapeutischer Behandlung bist. Dort kannst Du Dich dieser neuen Situation und den alten Wunden mit professioneller Hilfe nähern.
Viel Erfolg!



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