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  1. Inaktiver User

    AW: Mehr Geben, als Bekommen

    Diese Bekannte war nie meine beste Freundin und ich habe ihr auch nie versprochen immer für sie da zu sein und mir alle ihre Sorgen anzuhören. Sie wollte immer nur jammern, aber nichts ändern. Hätte ich mir das auch noch anhören sollen? Wer war hier egoistisch?

    Sie hat immer verlangt, dass ich mir all ihre Sorgen anhöre, obwohl ich ihr schon mehrmals gesagt habe, dass ich das nicht will, aber es war ihr immer egal, wie mir es dabei geht. Außerdem hatte diese Bekannte auch nie interessiert wie es mir geht. Ich wünsche Ihr, dass sie jemanden findet dem sie wichtig ist und der sich um sie kümmert, aber ich kann ihr das nicht geben, ich habe selbst schon genug Probleme und brauche keine zusätzlichen Probleme. Für mich war es keine Bekanntschaft mehr, wo man sich gegenseitig gut tut, sondern sie war für mich nur jemand, der mich als Kummerkasten benutzen wollte und meine Grenzen nicht akzeptierte.
    Geändert von Inaktiver User (19.02.2017 um 22:08 Uhr)

  2. Moderation

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    AW: Mehr Geben, als Bekommen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei mir war das so, dass ich nicht gerne "klugscheiße" und auch nicht gerne anderer Probleme löse, aber diese Bekannte hat mir unaufgefordert immer von ihren ganzen Problemen erzählt. Ich habe zigmal (wohl über 10 mal) gesagt, dass ich ihr nicht helfen kann und nichts von ihren ganzen Problemen hören will, aber sie hat immer ignoriert, was ich ihr gesagt habe. .
    Manche Leute so in ihrer eigenen Show gefangen sind, daß sie gar nicht merken, daß die Claquere nur noch in ihrem Kopf klatschen. Die könnten auch mit dem Gummibaum reden.

    Da muß man dann irgendwie nachdrücklicher werden. Gehen, auflegen, einen hysterischen Anfall hinlegen, (nach Ankündigung) anfangen, laut zu singen, körpersprachlich irgend etwas sonderbares machen, Handzettel in die Hand drücken, etwas wirklich freches sagen... Vor einiger Zeit habe ich eine paar wirklich liebe Leute, die ich auch von Herzen mag, nur durch einen hysterischen Anfall davon abgebracht, jedes. einzelne. verdammte. Mal. wenn sie bei mir waren, stundenlang mit Tränen in der Stimme über ihre Jobs zu lamentieren. War total peinlich, so auszurasten, aber sehr wirkungsvoll.

    Man ist einfach oft übersozialisiert.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  3. Moderation

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    AW: Mehr Geben, als Bekommen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    vielleicht dachte sie auch, mit dem Ignorieren meiner Worte ihren Willen zu bekommen.
    Ich denke, die war komplett in ihrem eigenen Film.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Mehr Geben, als Bekommen

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Vor einiger Zeit habe ich eine paar wirklich liebe Leute, die ich auch von Herzen mag, nur durch einen hysterischen Anfall davon abgebracht, jedes. einzelne. verdammte. Mal. wenn sie bei mir waren, stundenlang mit Tränen in der Stimme über ihre Jobs zu lamentieren. War total peinlich, so auszurasten, aber sehr wirkungsvoll.
    Es fällt mir schwer, mir soetwas vorzustellen- und noch dazu "ein paar Leute"... also kein extremer Einzelfall? Und es muss erst soweit kommen, dass Du- nachdem sie stundenlang mit "Tränen in der Stimme" lamentieren, ausrastest?
    Mich würde das nachdenklich stimmen, ob wirklich" diese Leute in ihrer eigenen Show gefangen sind" oder das eigene Kommunikationsverhalten neben der Spur läuft, zumal wenn es öfter das gleiche Muster mit verschiedenen Akteuren ist.
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

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    AW: Mehr Geben, als Bekommen

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    Es fällt mir schwer, mir soetwas vorzustellen- und noch dazu "ein paar Leute"... also kein extremer Einzelfall? Und es muss erst soweit kommen, dass Du- nachdem sie stundenlang mit "Tränen in der Stimme" lamentieren, ausrastest?
    Der gekochte Frosch. Das wird einfach langsam über Monate oder Jahre immer mehr.

    Ich sag mir ja auch, wer einen Job macht, erwirbt damit Jammerrechte. Aber irgendwo muß mal Schluß sein, und wenn "Leute. Themawechsel." nicht funktioniert, weil drei oder vier Leute mit ganz ähnlichen Jobs sich gegenseitig durch den Jammerultramarathon hetzen und in ihrem Kopf überhaupt nichts anderes mehr ist (man kann über *Katzen* reden und ihnen fällt ein Jobdrama ein) -- das ist dann der Moment, wo irgendwas echt Unerwartetes passieren muß, um das Muster noch zu durchbrechen. (OK, einzeln vernünftig mit ihnen zu reden hätte bestimmt auch geholfen. Die Explosion war schneller.)
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    AW: Mehr Geben, als Bekommen

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Der gekochte Frosch. Das wird einfach langsam über Monate oder Jahre immer mehr.

    Ich sag mir ja auch, wer einen Job macht, erwirbt damit Jammerrechte. Aber irgendwo muß mal Schluß sein, und wenn "Leute. Themawechsel." nicht funktioniert, weil drei oder vier Leute mit ganz ähnlichen Jobs sich gegenseitig durch den Jammerultramarathon hetzen und in ihrem Kopf überhaupt nichts anderes mehr ist (man kann über *Katzen* reden und ihnen fällt ein Jobdrama ein) -- das ist dann der Moment, wo irgendwas echt Unerwartetes passieren muß, um das Muster noch zu durchbrechen. (OK, einzeln vernünftig mit ihnen zu reden hätte bestimmt auch geholfen. Die Explosion war schneller.)
    Hier bieten sich doch auch andere Ansätze an (Wenn Dir an der Freundschaft/ Bekanntshaft liegt): Was kann ich dazu beitragen, dass es Dir besser geht?- oder: Kannst du Dir Alternativen zu Deinem derzeitigen Job vorstellen... etc, etc.
    So könnte das Gespräch vielleicht doch noch einen konstruktiven Verlauf nehmen, natürlich und ausschließlich nur, soweit Dir selbst auch noch daran gelegen ist.
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    AW: Mehr Geben, als Bekommen

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    Hier bieten sich doch auch andere Ansätze an (Wenn Dir an der Freundschaft/ Bekanntshaft liegt): Was kann ich dazu beitragen, dass es Dir besser geht?- oder: Kannst du Dir Alternativen zu Deinem derzeitigen Job vorstellen... etc, etc.
    Alles schon dagewesen. Deswegen sie Einsicht, jeder Job, egal wie sicher, angesehen oder gut bezahlt, bringt Jammerrechte mit sich, und unter verständnisvollen Gleichgesinnten kann das eben mal absurde Ausmaße annehmen.

    Mein Punkt war aber ein ganz anderer: Wenn man immer nur wieder das gleiche sagt und dann weitermacht als sei nichts gewesen, kriegt man immer nur wieder das gleiche Ergebnis -- z.B. wie Sonia, wenn der Gegenüber gar nicht mitkriegt, daß man was gesagt hat, oder was. Also muß man was anderes sagen. Oder nicht weitermachen, als sei nichts gewesen. Oder beides.

    Letztlich kann nur jeder selber eben *nicht* "mimimi! rufen und des Jammerns Hund' entfesseln." Andere können ihm oder ihr nur nahelegen, daß es sozialkompatibel wäre, sich zusammenzunehmen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
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    AW: Mehr Geben, als Bekommen

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Wenn man immer nur wieder das gleiche sagt und dann weitermacht als sei nichts gewesen, kriegt man immer nur wieder das gleiche Ergebnis -- z.B. wie Sonia, wenn der Gegenüber gar nicht mitkriegt, daß man was gesagt hat, oder was.
    :) Ich weiß nicht- für mich wäre eine mögliche Erklärung, dass derjenige unter Drogen steht oder er/sie leidet unter einem schweren Trauma. In Alltagssituationen dieser Art komme ich nicht.

    Mir gefällt auch nicht der Strangtitel, Menschliche Kommunikation und Interaktion ist kein Handel. In aller Regel "bekommen" alle etwas: Informationen, Bestätigung, Aufmerksamkeit etc..., wenn es schlecht läuft, "bekomme" ich gar nichts. Das Gespräch ist für mich wertlos und braucht von daher ja auch nicht geführt werden, wenn ich es nicht möchte. Fällt eine Bilanz jedoch gefühlt negativ aus, dann hat es bestimmt mehr mit mir als mit meinem Gegenüber zu tun.
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  9. Inaktiver User

    AW: Mehr Geben, als Bekommen

    Meiner Meinung hatte meine ehemalige Bekannte nicht unter Drogen gestanden, sondern einfach ignoriert, was ich gesagt habe und mich nicht ernst genommen.

    Hast Du dich nicht auch schon mal mit manchen Leuten länger unterhalten als Du wollest? Vielleicht auch aus reiner Höflichkeit oder guter Erziehung? Kennst Du es nicht, dass manche Leute einem ungefragt von ihren Problemen erzählen, obwohl man nicht nachgefragt hat?

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    AW: Mehr Geben, als Bekommen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kennst Du es nicht, dass manche Leute einem ungefragt von ihren Problemen erzählen, obwohl man nicht nachgefragt hat?
    Ja, klar, ständig- kein Mensch wartet immer, bis er gefragt wird. Normalerweise passiert das in passenden Momenten, so sensibel sind meine Freunde/ Bekannte in aller Regel. Es gibt auch Fälle, wo jemand akut in einer Situation ist. Da kann ich doch entscheiden, ob ich ein Gespräch führe oder nicht.

    Es kommt auch vor, dass aus Höflichkeit einmal ein Gespräch länger dauert, als ich es für ideal hielte- hier entscheide ich doch auch selber, ob ich höflich sein möchte oder mehr oder weniger harsch abbreche. Meist ist es ja auch für den Ratsuchenden oder Redebedürftigen unbefriedigend, wenn ich mich nicht konzentrieren kann und nicht zugewandt sein kann oder möchte. Wer das überhaupt nicht merkt, darf doch- mit allem Respekt und aller Höflichkeit, aber auch Deutlichkeit, darauf hingewiesen werden. Ich habe noch nicht erlebt, dass das jemand ignoriert.
    Geändert von ernesto_01 (20.02.2017 um 19:59 Uhr)
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