:) Ich habe es etwas zugespitzt formuliert. "Mir wird Energie abgezapft"- so ähnlich wurde es beschrieben, als wäre es eine aktive Handlung anderer. Ich wollte gern ausdrücken, dass es sehr sehr viel mit einem selber zu tun hat, wenn man solche Schwierigkeiten bekommt. Also vielleicht könnte man es auch als eine Art "Leck" bezeichnen.
Das Beispiel mit der Jacke...ja, Du hast Recht. Es gibt Leute, die möchten es dann aber lieber so sehen: der böse Winter, der macht es mir so kalt...
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Thema: Mehr Geben, als Bekommen
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19.02.2017, 09:27
AW: Mehr Geben, als Bekommen
Geändert von ernesto_01 (19.02.2017 um 10:28 Uhr) Grund: Ergänzung
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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19.02.2017, 09:31Inaktiver User
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19.02.2017, 15:26Inaktiver User
AW: Mehr Geben, als Bekommen
Früher hatte ich auch mal eine Bekannte, der ich unfreiwillig mehr gegeben habe, als ich wollte.
Bei mir war das so, dass ich nicht gerne "klugscheiße" und auch nicht gerne anderer Probleme löse, aber diese Bekannte hat mir unaufgefordert immer von ihren ganzen Problemen erzählt. Ich habe zigmal (wohl über 10 mal) gesagt, dass ich ihr nicht helfen kann und nichts von ihren ganzen Problemen hören will, aber sie hat immer ignoriert, was ich ihr gesagt habe.
Nach einiger Zeit habe ich ihr noch mal gesagt, dass ich nicht ihre ganzen Probleme hören will, weil ich selbst genug Stress auf der Arbeit habe und dann hat sie mir gesagt, ich hätte ihr das doch nie gesagt, dass ich ihre Probleme nicht hören. Und das war einfach gelogen, ich habe es ihr zigmal gesagt, aber sie hat mir offenbar nicht zugehört und meine Wünsche ernstgenommen. Vor allem habe ich nie den Eindruck erweckt, dass ich ihren Problemen gerne zuhöre, nur hat sie sich nie daran gestört und einfach weiter geredet. Mein Fehler war es die Bekanntschaft nicht sofort zu beenden nachdem sie zum ersten Mal mein "Nein" ignoriert hatte. Wo ich die Bekanntschaft beendete war sie auch noch sauer auf mich, weil ich nicht mehr ihr Kummerkasten sein wollte, aber das war mir auch egal.
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19.02.2017, 15:33Inaktiver User
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19.02.2017, 15:58Inaktiver User
AW: Mehr Geben, als Bekommen
Ich war dabei wirklich zu tolerant. Sie hat mich ja auch immer in die unangenehme Situation gebracht, ihr immer wieder zu sagen, dass ich mir ihre Probleme nicht anhören will. Nach dem ersten Mal "Nein" dachte ich, es wäre jetzt gut, aber sie hat da nicht aufgehört.
Ich frage mich, ob ihr diese vielen Situationen, nicht auch irgendwann peinlich waren oder ob sie da völlig schmerzfrei war? Mir waren diese Gespräche immer richtig peinlich, aber vielleicht dachte sie auch, mit dem Ignorieren meiner Worte ihren Willen zu bekommen.
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19.02.2017, 17:19
AW: Mehr Geben, als Bekommen
Was Du beschreibst, gibt es häufiger als man denkt. Deine Freundin hat aber nie gelogen, sie hat nur aus ihrer Wahrheit heraus gesprochen. Und sie ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass man den Satz: "wenn man drüber redet, wird alles besser" einfach nicht stimmt - zumindest nicht immer. Nicht einen Deiner Ratschläge, Bedenken und Sichtweisen ist bei Ihr angekommen. Du warst in dem Fall nicht einmal ein "Kummerkasten", sondern nur ein Kotzkübel.
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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19.02.2017, 17:51
AW: Mehr Geben, als Bekommen
Also, dass ist schon ein extremer Fall. Ich kenne soetwas so nicht, aber das liegt eben doch daran, dass es bei mir erst gar nicht dahin kommen kann. Jemand, der so frech ist, überhaupt keine Manieren hat und nur sich selbst als Zentrum des Universums sieht, hat wohl überhaupt erst keine Chance überhaupt in ein Gespräch zu kommen. Ich würde aber auch, wenn, dann das Gespräch völlig anders führen und der Spuk ist vorbei bevor er begann. Ich bleibe dabei, es hat sicher mehr mit Dir als anderen zu tun. Das es Quasseltypen gibt, will ich nicht leugnen- aber wer sich darauf einläßt, ist beteiligt.
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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19.02.2017, 18:27Inaktiver User
AW: Mehr Geben, als Bekommen
Ich sage ja, dass es mein Fehler war, die Bekanntschaft nicht sofort zu beenden, nachdem sie zum ersten Mal mein "Nein" nicht akzeptiert hatte. Und ja, früher war ich wahrscheinlich auch zu gutmütig und zu höflich, aber wenn man normalen Menschen einmal sagt, dass man sich deren Probleme nicht mehr anhören will, sollte es eigentlich auch gut sein. Ich glaube aber nicht, das ihr Verhalten jetzt speziell mit mir zu tun hatte, sie jammerte andere Menschen genauso voll. Ich glaube, sie suchte einfach nur einen Kummerkasten. Heutzutage lasse ich es gar nicht mehr so weit kommen.
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19.02.2017, 19:45Inaktiver User
AW: Mehr Geben, als Bekommen
Wenn man sich die vielen Threads im Freundschaftsforum dazu ansieht, dann ist das Thema Abgrenzung ein weit verbreitetes Problem.
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19.02.2017, 21:45Inaktiver User
AW: Mehr Geben, als Bekommen
Wenn man sich unsere Gesellschaft anschaut, möchte man gar nicht wirklich wissen, wieviele einsame Freundinnen da draußen in Not und aus Einsamkeit den Kontakt suchen, nach jemandem, der ihnen zuhört und dem sie wichtig sind.
Und solche Reaktionen, da bleibt dann doch besser jeder alleine für sich mit seiner Energie bevor es ihm zuviel wird, auch noch das Leid und den Kummer einer Bekannten ertragen zu müssen.
Solche Freundinnen möchte man ja nicht im Traum geschenkt haben, wie sich hier beklagt wird.
Treffen sich 2 Freundinnen: Wie geht's? Ja, super! Ja, bei mir auch!




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