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  1. Inaktiver User

    AW: Scanner-Persönlichkeiten vereinigt euch!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Exakt, wir leben ja nicht alleine auf der Welt und wenn die Umgebung das eigene Verhalten als Anderssein spiegelt, kann das einen schon auf'sGemüt schlagen. Ich nehme an, daraus resultieren auch die ganzen Entschuldigungen oder Rechtfertigungen. Ich bin so, weil...dabei wäre ich lieber normal. Mit einem Etikett wird man zu entschuldbar anders und gehört gleichzeitig zu den Normalen.
    Das ist der Unterschied. Die einen wären sehr gerne normal, oder würden zumindest gerne von ihrem Umfeld nicht als Außenseiter betrachtet - die anderen finden das Anderssein verlockend und tun alles dafür um nur ja besonders zu sein, weil sie gar nicht wissen, wie unschön das tatsächlich ist.

    Natürlich sind wir alles Individuen, aber meiner Wahrnehmung nach gibt es doch deutliche Unterschiede darin, wie sehr ich einer Mehrheit angehöre und bestimmte Normen erfülle oder nicht.

  2. Inaktiver User

    AW: Scanner-Persönlichkeiten vereinigt euch!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Natürlich sind wir alles Individuen
    Ich nicht!

    Sorry, das war gerade zu verlockend.

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    AW: Scanner-Persönlichkeiten vereinigt euch!

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Brauche ich eine Rechtfertigung für meine Persönlichkeit?
    Muss ich mein "Anderssein" rechtfertigen?
    Wenn man zu der Erkenntnis gekommen ist, dass man es nicht muss, dann hat man es ja schon geschafft.

    Mir wurde aber schon als Kind vorgehalten, alles anzufangen und nichts zu ende zu bringen oder mich eben nicht "richtig" damit zu beschäftigen. Und dieser "Makel" hat mich selbst dann schon relativ lange begleitet und genervt.
    Wobei ich das im Nachhinein gerade für Kinder gar nicht schlimm finde.
    Mein Vater hätte vor allem gern gesehen, dass ich wie meine Cousinen regelmäßig und begeistert Sport in einer Sportgruppe mache.

    Ich brauche nicht direkt eine Bezeichnung für meine Persönlichkeit, allerdings finde ich es irgendwie erleichternd, gar nicht nur sprunghaft in meinen Interessen zu sein, sondern mich auch vielseitig zu finden und zu merken, dass auch das eine Begabung ist. Da ich nun kein Spezialist sein kann, bin ich eben ein Generalist.
    (Der Spezialist weiß von Nichts alles und der Generalist weiß von Allem nichts.)

    Also im Grunde geht es darum, sich selbst kennenzulernen, speziell darum, seine Stärken zu erkennen und einzusetzen, anstatt sich an seinen Schwächen abzuarbeiten. Dazu braucht man keine spezielle Bezeichnung, keine Bücher u.s.w., aber manchmal hilft es und verkürzt den Weg zur Selbsterkenntnis.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  4. Inaktiver User

    AW: Scanner-Persönlichkeiten vereinigt euch!

    wie wahr!

  5. Inaktiver User

    AW: Scanner-Persönlichkeiten vereinigt euch!

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Also im Grunde geht es darum, sich selbst kennenzulernen, speziell darum, seine Stärken zu erkennen und einzusetzen, anstatt sich an seinen Schwächen abzuarbeiten. Dazu braucht man keine spezielle Bezeichnung, keine Bücher u.s.w., aber manchmal hilft es und verkürzt den Weg zur Selbsterkenntnis.
    Aus meiner Sicht ist das Einordnen, die Positionierung in einer Gemeinschaft das Relevantere. Zu wissen, wo man steht, ist auch eine Art kennenlernen. Stärken und Schwächen sind doch erst im Vergleich erkennbar.

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    AW: Scanner-Persönlichkeiten vereinigt euch!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aus meiner Sicht ist das Einordnen, die Positionierung in einer Gemeinschaft das Relevantere. Zu wissen, wo man steht, ist auch eine Art kennenlernen. Stärken und Schwächen sind doch erst im Vergleich erkennbar.
    Ja, gehört sicher alles zusammen, im Vergleich/dem Einordnen geht es aber auch ein wenig um oben/unten, während es beim Erkennen von persönlichen Stärken und Schwächen wirklich mehr darum geht, effektiver für sich selbst mit den Ressourcen umzugehen und eben sich nicht genau an der falschen Stelle aufzureiben, während man woanders mit weniger Aufwand mehr erreichen könnte.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: Scanner-Persönlichkeiten vereinigt euch!

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    In anderen Fällen empfinde ich dieses Suchen nach Etikettierungen für Persönlichkeiten als kontraproduktiv. Insbesondere wenn kein Leidensdruck besteht und das gefühlte "Anderssein" scheinbar eine Begründung braucht. Doch jede Etikettierung erzeugt mE auch eine Stigmatisierung. Ist das erwünscht?
    da stimme ich dir völlig zu, xani, aber nimmst du nicht selbst auch eine etikettierung deiner person vor, nämlich "normal, langweilig"?

    ich schreibe dieses mit einem deutlichen zwinkern und meine es nicht als vorwurf. mein gedanke war: "aha, eine ist normal und langweilig und etikettiert damit andere als unnormal und aufregend?" ich gehe davon aus, dass sich die meisten adhs'ler, scanner, etc. eben auch als normal sehen möchten.

    und wieso möchte sich jemand als langweilig sehen? das trägt doch in der folge zur eigen-schubladisierung bei, im zweifelsfall. das kommt rüber als: wer sich als "normal" bezeichnet, ist glücklicherweise nicht in einer schublade. doch, isser

    klar, ausnahmen gibt es (hab ich gestern bei FB eindruckvoll erlebt)

    meine, möglicherweise scannermäßig oberflächlichen 2 cent dazu.


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    AW: Scanner-Persönlichkeiten vereinigt euch!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube aber, dass das nur jemand formuliert, der dieses Anderssein aus eigenem Erleben nicht kennt.

    Wer sich von klein auf "falsch" fühlt und das auch immer vermittelt bekommt, der findet das gewiss nicht erstrebenswert.
    das ist definitiv so. mich beschäftigt das gerade ziemlich, weil ich in kurzer zeit aus ganz unterschiedlichen ecken von den forschungen zu scanner-typen erfahren habe.

    seit ich mich mit seriösen quellen beschäftige UND erlebe, dass es hier und da einen guten, fundierten austausch, moderiert von kennern der thematik, gibt, fühle ich mich befreit. mächtig befreit. das ist nicht punktuell (ich glaube, das würde mich umhauen), sondern ein längerer prozess, der sich so, so gut anfühlt.

    ich hatte nämlich seit meiner früheren teenagerzeit diees deutliche gefühl, anders zu sein. und es war ein verifizierbarer eindruck; das kann ich heute rückwirkend sagen. in den frühen 20ern führte das zu einer ersten stark depressiven phase, es folgten in abständen weitere, bis ich in therapie ging. auslöser war damals tatsächlich dieses "anderssein", das mich offenbar auch kognitiv stark beeinträchtigte, obwohl ich tests zufolge etwas mehr als durchschnittlich intelligent bin. aber ich hätte es nicht benennen können.

    es war allerdings ein großer leidensdruck damit verbunden, sehr, sehr viele tränen. vor allem in der teenagerzeit. welcher teenager will schon "anders" sein?

    es folgten längere therapien, in denen auch nicht darauf eingegangen wurde. dauernd nebenschauplätze, die aber eher symptome waren, nicht aber den tatsächlichen grund angingen.

    ein langer leidensweg. ich will damit KEIN krankheitsbild postulieren - natürlich nicht. aber die zurkenntnisnahme, dass es unterschiedliche persönlichkeitstypen gibt, und dass die einordnung bestimmter symptome (ich meine "symptom" hier nicht im sinne einer pathologisierung) den scanner-typus erkennbar kennzeichnet, wäre eine große erleichterung und ein fortschritt. das würde bestimmte reaktionen, die scanner-typisch sind, für nicht-scanner erklärber machen.

    natürlich birgt das auch die gefahr einer ausgrenzung seitens derjenigen, die "nicht-normale" gern in schubladen stekcen und dann auf sie herabschauen, weil sie "anders" sind.
    Geändert von Lizzie64 (28.02.2017 um 13:24 Uhr)


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    AW: Scanner-Persönlichkeiten vereinigt euch!

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen
    seit ich mich mit seriösen quellen beschäftige ...
    Kannst du mal solche Quellen benennen? Rein interessehalber, ich sehe mich eigentlich selbst da nur am Rande betroffen ... Aber in der Psychologie ist dieser Begriff noch nicht wirklich angekommen bzw. angenommen?
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: Scanner-Persönlichkeiten vereinigt euch!

    Sprachlos, du bekommst eine pn

    ein gutes buch ist "du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend träume hast" von barbara sher. der titel ist ein bisschen blumig (das original ist englisch), aber das haben deutsche verlage ja leider so an sich, wenn sie titel von sachbüchern in's deutsche bringen.
    Geändert von Lizzie64 (28.02.2017 um 13:44 Uhr)


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