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    AW: Verstehe ich nicht ....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    . Aber im "Kennenlern"-Forum ist das schon anders. Und da ist es tatsächlich so, dass häufig und schnell die Therapeuten-Lobhudelei gesungen wird. Was, du hast keinen Partner, das kann nicht sein, du machst etwas falsch, da steckt bestimmt deine Kindheit dahinter, da geh' am besten in Behandlung.
    und im Beziehungsforum wird dann den Leuten, die unglücklich sind in ihren Beziehungen, ebenfalls geraten, eine (Paar-)Therapie zu machen. Die Sache kommt doch letztlich fast überall, wo es dauerhaft Probleme gib, als Vorschlag. Finde ich auch nicht schlimm, da kann doch jeder draus machen, was er will. Auch wenn ich mir manchmal wünsche, es wären auch andere Möglichkeiten bekannter, wie man mit einem Profi arbeiten kann.

    Ich würde aus Therapeutenlobhudelei in einem Forum nicht gleich eine generelle Weltsicht machen. Im Beruflichen würde ich mich als Single zwar auch bedeckt halten, aber das gilt doch für Männer und Frauen gleichermaßen. Natürlich ist unser kulturelles Musterprogramm die monogame Zweisamkeit. Aber die Wirklichkeit ist doch viel bunter. Nur würde ich diese Buntheit nur mit Freunden und anderen Nahestehenden teilen und nicht mit Kollegen und Fremden. Zum Eigenschutz. Das hat hat für mich aber noch nichts mit einer Pathologisierung des Singletums zu tun. Ich würd ja auch nicht meinen internen Ehekram rumtratschen. Es geht einfach niemanden was an.

    Ist es bei den Kennenlernthemen nicht eher oft so, dass die TEs schreiben "ich will unbedingt einen Partner haben, und ich mache dies und das und es klappt nicht? Was mache ich falsch? Wie mache ich es richtig?
    Darauf folgen dann seitenlang die üblichen Ratschläge aus der eigenen Erfahrungswelt, was letztlich auch nicht wirklich hilft, weil das einfach eine sehr individuelle Sache ist. Aber letztlich ist es doch meist der Leidensdruck der TEs, der dann meist zu solchen Aussagen führt, so meine Beobachtung
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  2. gesperrt

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    AW: Verstehe ich nicht ....

    Die andere Frage ist natürlich, wieso assoziiert man Therapeut gleich damit, einen Fehler zu haben?
    Nur weil man eine andere Art der "Beratung" und Unterstützung in Anspruch nimmt, ist man doch noch nicht völlig daneben.

    Sollte das endlich anerkannter werden, würde man andere, die zum Therapeuten gehen, nicht gleich als Verrückte sehen und dann ist der eigene Sprung auch ein wenig kleiner.

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    AW: Verstehe ich nicht ....

    Zitat Zitat von Bamboo82 Beitrag anzeigen
    Die andere Frage ist natürlich, wieso assoziiert man Therapeut gleich damit, einen Fehler zu haben?
    So aus reinem Spaß an der Freude geht man da kaum hin. Jemand, der eine Therapie macht, hat also zumindest irgendein Problem, bei dem er professionelle Hilfe braucht.

    Sollte das endlich anerkannter werden, würde man andere, die zum Therapeuten gehen, nicht gleich als Verrückte sehen und dann ist der eigene Sprung auch ein wenig kleiner.
    Verrückt ist sicher keiner, der zum Therapeuten geht. (Echte Verrückte sind in geschlossenen Einrichtungen untergebracht.) Sich bei ernsthaften Problemen Hilfe zu holen ist auch nichts verkehrtes. Wenn ich mich krank fühle, dann gehe ich ja auch zum Arzt. Nur zahlt das dann die Kasse und dafür braucht man schon eine Überweisung z.B. vom Hausarzt, der erstmal eine Diagnose stellen muss. Ansonsten wäre es Privatvergnügen.

    Single zu sein ist keine Krankheit, selbst dann nicht, wenn man darunter leidet und sich einen Partner wünscht. Der Therapeut kann ja auch nichts daran ändern, zumindest nicht akut.

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    AW: Verstehe ich nicht ....

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Single zu sein ist keine Krankheit, selbst dann nicht, wenn man darunter leidet und sich einen Partner wünscht. Der Therapeut kann ja auch nichts daran ändern, zumindest nicht akut.
    der Therapeut kann nie was ändern, das ist gar nicht seine Aufgabe. Das muss man schon selbst machen. Ein Profi kann dabei allerdings unterstützen. Ob das ein Therapeut ist, oder ein Coach oder ein Berater, das hängt u.a. von der Fragestellung ab.

    Und die hat nix mit Krankheit zu tun. Ein Leidensdruck ist auch noch nicht krank, aber einfach einschränkend und nicht schön. Eine Änderung ist ja auch oft nicht möglich, weil wir einen Balken vorm Kopp haben, weil wir schon immer in irgend einer bestimmten Spurrille vor uns her trotten oder weil wir einfach destruktives Zeugs glauben, das irgendwelche Erfahrungen oder Menschen in uns angelegt haben. Da kann ein Profi tatsächlich helfen, der Sache auf die Spur zu kommen, oder sie einfach anders zu bewerten. Insofern würde ich das nicht gleich negativ verstehen.

    Vielleicht verstehen es ja auch eher die Leute negativ, die noch gar nie professionelle Unterstützung irgendwelcher Art in Anspruch genommen haben. Die Vorurteile und Fehlinformationen in dem Bereich sind ja nicht gerade gering.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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