Häufig ist tatsächlich das, was einem liegt, aber nicht unbedingt ein Beruf.
Also Sänger zum Beispiel.Klar, man kann Musik studieren, aber dafür muß man erst mal die Aufnahmeprüfung bestehen - und dafür muß man wirklich gut sein. Also gerade, wenn es Richtung Solo-/Operngesang gehen soll. Und dann hat man selbst mit Examen noch lange kein Engagement.
Die meisten Musiker halten sich mit Unterrichten übers Wasser. Und viele tun DAS eher schlecht...
Oder das, was einem liegt, "funktioniert" nicht mehr / man verliert den Spaß daran, wenn man es beruflich tun MUSS.
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10.01.2017, 08:25Inaktiver User
AW: Neigungen - Stärken und Schwächen - woran merkt man, was einem liegt und was man
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10.01.2017, 10:02
AW: Neigungen - Stärken und Schwächen - woran merkt man, was einem liegt und was man
Ich glaube, dass man etwas wecken kann, was nur geschlafen hat.
Und ich glaube, dass viele Menschen mehr könnten, wenn sie sich denn trauten.
Aber ich glaube nicht, dass man einfach aus einem Menschen erfolgreich einen ganz anderen Menschen machen kann, wenn da nicht schon vorher Neigungen waren.
Ich glaube z.B. nicht, dass aus meinem Sohn mit guter Förderung ein Bildermaler werden könnte. Er hat sehr früh gezeigt, wo seine Neigungen sind. Der neue Farbkasten wurde mit Begeisterung dazu verwendet, um zu sehen, wie Farben zueinander reagieren, wenn man sie mischt. Ein Bild damit zu malen, lehnte er kategorisch ab.
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10.01.2017, 10:11Inaktiver User
AW: Neigungen - Stärken und Schwächen - woran merkt man, was einem liegt und was man
Mal ganz neugierig gefragt: handhabst du das tatsächlich so oder ist das jetzt eher eine Empfehlung an den, der hier fragt?
Für mich klingt das sehr theoretisch, ich meine ja eher, das macht ganz intuitiv. Ich bin da mehr bei Skirbifax und frag mich: wie kann man das nicht wissen?
Aber ich lese hier auch immer wieder Stränge, wo Leute nach Hobbies fragen, oder womit sie ihre Zeit verbringen können. Das scheint also doch für viele schwierig zu sein, zu wissen, was Ihnen liegt.
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10.01.2017, 11:13Inaktiver User
AW: Neigungen - Stärken und Schwächen - woran merkt man, was einem liegt und was man
Vieles verändert sich im Verlauf, so auch Neigungen. Um die eigenen Stärken und Schwächen richtig kennenzulernen, sollte man viel ausprobieren. Manchmal verbergen sich vorhandene Stärken, weil man sich bislang nicht getraut hat, in eine bestimmte Richtung zu agieren. Ich denke, diese Dynamik geht nie zu Ende.
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10.01.2017, 12:47Inaktiver User
AW: Neigungen - Stärken und Schwächen - woran merkt man, was einem liegt und was man
Nee, jähzornige Menschen wissen das in der Regel eben nicht bzw. streiten es ab, denn dein Beispiel hat mit Jähzorn nichts zu tun. Jähzornig ist jemand, der aus dem Stand rumbrüllt, weil ... ja, warum? Weil ihn die Fliege an der Wand ärgert. Da geht es nicht um tatsächlich unfaire Behandlung oder Vergleichbares.
Nö, so verallgemeinerbar ist das sicher nicht.
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10.01.2017, 13:14
AW: Neigungen - Stärken und Schwächen - woran merkt man, was einem liegt und was man
Dass auch dem Geduldigsten mal der Kragen platzt, finde ich ganz normal. Ob das passiert, liegt ja auch am jeweiligen Gegenüber.
Es kommt darauf an, wie sich dieser "Jähzorn" äußert und wie oft und bei welchem Anlass das vorkommt.
Ich würde mich als gelassen und friedfertig bezeichnen, aber ich kann sehr wohl wütend werden. Nur halt ziemlich selten und nicht ohne Anlass.
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10.01.2017, 22:01
AW: Neigungen - Stärken und Schwächen - woran merkt man, was einem liegt und was man
Ich mache das so. Das ist natürlich auch ein Charakterzug, eine Neigung, eine Stärke und eine Schwäche, dieser Wunsch, vieles auszuprobieren, und ihn umzusetzen, Sachen nicht nur eine, sondern auch eine zweite Chance zu geben, in Aktivitäten Zeit, Geld und Energie zu investieren, nur um zu gucken, wie es sich anfühlt. Zu sehen, wie jemand etwas tut, was ihm Freude macht, und die erste Reaktion ist "will auch!"
Aber es ist auch eine Empfehlung. Theoretisch zu ermitteln, was einem liegt, ist nahezu unmöglich, Tests liegen daneben, die Einschätzung anderer ist durch ihre eigenen Erwartungen (und manchmal Absichten) gefärbt. Der Wert des Puddings zeigt sich beim Essen.
Ich weiß ohne jede Selbstreflektion, daß ich jähzornig bin: Der Kakao an der Wand oder die Trümmer des Klassenzimmerstuhls sprechen eine deutliche Sprache. In gewissem Maß "überkommen" einen Talente in dieser Form, daß man macht, weil man es nicht *nicht* machen kann: Musik, Mode, Mathematik, Menschenführung fallen mir ein. Aber dann weiß man noch lange nicht, daß man ein Talent hat, der Fisch denkt ja nichts übers Schwimmen nach. Selbstreflektion hilft, das abstrakte Konzept des "Talents" in dem zu erkennen, was der Kopf und die Hände tun.
Das ist, denke ich, eine ganz andere Frage. Ein Hobby muß wesentlich mehr (und auch andere) Ansprüche erfüllen als "habe ich da Talent für".
Wenn jemand trotz des Kakaos an der Wand behauptet, er sei nicht jähzornig, solltest du davon ausgehen, daß er dich manipuliert. (z.B. Gaslighting).Geändert von wildwusel (10.01.2017 um 22:52 Uhr) Grund: quote repariert
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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10.01.2017, 22:06Inaktiver User
AW: Neigungen - Stärken und Schwächen - woran merkt man, was einem liegt und was man
Danke für die Erläuterung.
Mich fasziniert das, weil ich das so nie machen würde, das ist wohl auch Typsache.
Ich hab eher das Problem dass mich diverse Sachen derart faszinieren, dass meine Lebenszeit da gar nicht ausreicht um mich in der Tiefe wie ich gern wollte mit allem zu befassen. Auf die Idee, irgendwas auszuprobieren käm ich daher gar nicht, weil mich das ja noch mehr davon abhalten würde was mich mit Leib und Seele gepackt hat.
Und, wir hatten es ja im "Ziele Strang" davon, ob ich was gut mache ist mir ganz egal, bei mir geht es mehr um Interessen, um Dinge über die ich mehr wissen und verstehen will als um "besser können".
Völlig unterschiedliche Ansätze also, aber umso spannender daher.
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11.01.2017, 08:36
AW: Neigungen - Stärken und Schwächen - woran merkt man, was einem liegt und was man
Manchmal kommt es vor, dass man vorhandene Talente nicht als solche erkennt, gerade weil es einem so leicht fällt! - und was einem leicht fällt, ist halt einfach normal. und sogar das gelegentliche Wundern, warum andere Leute sich womöglich so ungeschickt anstellen bei einer so einfachen Sache, führt keineswegs notwendigerweise zur Erkenntnis, dass man da womöglich ein besonderes Talent identifiziert hat.
Ich probiere gern Neues aus, wenn ich ein Talent besonders ausgeprägt habe, dann ist es das Talent, leicht zu lernen. Und es ist auch befriedigend, Neues zu lernen; beim Neuen umso mehr, weil man da auch in der Regel den Effekt des Anfängerglücks mitgeliefert bekommt. Aber das heisst dann nicht, dass ich alles, was ich lerne, dann auch in die Tiefe weiter verfolge.
gruss, barbara
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11.01.2017, 09:28Inaktiver User
AW: Neigungen - Stärken und Schwächen - woran merkt man, was einem liegt und was man
Ob du Talente entdeckst oder ob sie brach liegen, entscheidet nicht unwesentlich deine Herkunft und die dazugehörige Sozialisation. Wenn bestimmte Themen außerhalb des Erfahrungshorizonts deines Umfelds liegen, kommst du erst einmal nicht damit in Berührung und zweitens schon gar nicht auf die Idee, das wäre was für dich.


Klar, man kann Musik studieren, aber dafür muß man erst mal die Aufnahmeprüfung bestehen - und dafür muß man wirklich gut sein. Also gerade, wenn es Richtung Solo-/Operngesang gehen soll. Und dann hat man selbst mit Examen noch lange kein Engagement.
Die meisten Musiker halten sich mit Unterrichten übers Wasser. Und viele tun DAS eher schlecht...
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