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Thema: Selbstliebe

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    AW: Selbstliebe

    An Sex hatte ich dabei gar nicht gedacht, gut, dass Du nachfragst. Körperlichkeit im Sinne von fit sein, sich positiv zu spüren/fühlen, gute Ernährung z.B. kam mir in den Sinn.
    Jetzt habe ich darüber nachgedacht, ich würde antworten: beide Seiten von Sex. Also direkter Sex mit einem Menschen und/oder Masturbation.
    Und ja, auf jeden Fall gehört das - für mich - mit dazu. Sex tut mir gut.
    Sehe ich auch so. Aber gut auch, dass Du es noch mal grundsätzlich als körperliche Dimension erweiterst. Also im Prinzip unsere Grundbedürfnisse, darauf achten, dass es hier stimmt und gut tut.




    Unterschreibe ich beides unbedingt. Ich neige ja auch gerne mal dazu, mich selber zu vergessen - wegen anderer und ihrer Bedürfnisse - das muss ich im Alltag immer mal wieder auf dem Schirm haben.
    Jaaaaaa ... Und ich glaube, das geht echt vielen so. Und wenn man sich dann mal hinstellt und klar sagt, was man denkt, dann gilt man gemeinhin als egoistisch oder sowas. Dabei stimmt das gar nicht! Man bedient im Prinzip nur nicht mehr die Faulheit anderer, sich selbst nicht helfen zu wollen. So!
    *war jetzt sehr radikal ausgedrückt



    Das ist gut .
    Ich glaube, um auf Deine Worte zu kommen, dass es das eine ohne das andere nicht gibt. Ich sehe z.B. "Nein Sagen" als ein Instrument, ne, das passt nicht so ganz, weiß nicht, in jedem Fall ein Teil, eine Art Säule die man neben vielen anderen noch, braucht, um in Richtung Selbstliebe weitere Entwicklungen zu machen.
    Welche anderen Säulen meinst du, gehören noch dazu?




    Klasse Gedanken. Da ist viel für mich bei, einfach auch im Sinne von "immer mal wieder bewusst machen".
    Oh, das freut mich. Und hab auch herzlichen Dank für Deine Anregungen hier!
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

  2. Inaktiver User

    AW: Selbstliebe

    Zitat Zitat von Susisa Beitrag anzeigen
    Welche anderen Säulen meinst du, gehören noch dazu?
    Ich zitiere nochmals, das, was Du mit Deinem Strang herausgearbeitet hast:

    Zitat Zitat von Susisa Beitrag anzeigen
    Selbstliebe und "müssen" geht nicht unbedingt zusammen
    - es gibt eine Entscheidung für Selbstliebe
    - sie hat viel damit zu tun, sich Zeit für sich zu nehmen
    - Grübeln ist keine Selbstliebe (Hach, das kenne ich auch *nerv* - Ich glaube, dass es von unterdrückten Gefühlen kommt.)
    - es gibt eine körperliche Form der Selbstliebe
    Ich finde, das ist - auch - eine sehr persönliche Angelegenheit. Für manche mögen andere Säulen wichtig(er) sein, als die z.B. für Dich.

    Als ich mich diesem Thema anfing, bewusst zu widmen, gab es eine Säule, die ich völlig vernachlässigt hatte. Die war die, für meine eigenen Bedürfnisse und Rechte einzutreten und die des Grenzen setzen.
    Ich finde, das sind Grundsäulen.
    Verantwortung für das eigene Tun und Handeln übernehmen gehört da mindestens genauso mit rein.

    Intuition fällt mir noch ein. Als wichtiger Punkt im Sinne von, die Intuition nicht einfach beiseite zu schieben oder schönzureden, wenn sie mich auf etwas Negatives hinweist. Oder die Variante: ihr nachzugeben, weist sie Dich daraufhin, das genau ist es - auch wenn viele andere Menschen Dir das Gegenteil erzählen, weil es nicht in ihr Bild von Leben etc. reinpasst.
    Die Kunst ist dann, bei sich zu bleiben und möglichst realistisch abzuwägen.

    Das ist mir letztes Jahr bei der Entscheidung, mir ein kleines Häuschen zu kaufen passiert.
    Was musste ich mir alles anhören... Von "Du verlässt Deine Kinder, das befinden wir nicht für gut, das unterstützen wir nicht". Beide "Kinder" volljährig dieses Jahr und einen Vater gibt es auch noch, der bei ihnen ist, ich in Teilzeit ja auch und das Haus ist eine halbe Stunde (!) entfernt von unserem Familienhaus, ich bin also nicht nach Panama ausgewandert
    Bei meiner ersten Chemo habe ich auf Kortison verzichtet, weil ich Gras rauchte (das in Israel z.B. ganz normal den Patienten angeboten wird bei einer Chemo, aus gutem Grund, das wäre aber jetzt OT)... was durfte ich mir da erst anhören, als ich das öffentlich vertrat.
    In beiden Fällen hat meine Intuition dafür gesorgt, dass ich in Eigenliebe gehandelt habe, trotz dass mir im Außen etwas ganz anderes gespiegelt und prophezeit wurde, was ich damit (vermeintlich) Schreckliches mir und anderen antun würde. Das Gegenteil war und ist der Fall.

    An den letzten beiden Beispielen merke ich dann aber auch, wie das alles miteinander verwoben ist. Intuition ernst nehmen und leben ging nicht ohne massive Abgrenzung, also Grenzen setzen.

    Ah. Noch etwas fällt mir ein. Menschen in meinem Umfeld. Wen lasse ich da rein, also in die wirkliche Nähe, wen halte ich da raus. Hat für mich sehr viel mit Eigenliebe zu tun.
    Ich weiß heute sehr genau, was ein Freund/Freundin ist und ebenso was nicht. Letztere habe ich aussortiert bzw. distanziere mich von solchen Menschen, so dass es mir gut tut. Ich habe heute z.B. ein anderes, auch distanzierteres, allerdings dabei ehrlicheres Verhältnis zu meinen Eltern. Da war ich kurz vor Kontaktabbruch, aber auch hier.
    Grenzen setzen hat geholfen. Die wurden akzeptiert, dafür musste ich aber Klartext reden, mehrfach und habe mich entsprechend konsequent verhalten, half auch das nicht. Da habe ich nicht locker gelassen und mache das auch weiter nicht, nur auf dieser Art von Augenhöhe ist für mich der Kontakt weiter lebbar.

    Irgendwie bin ich mit dem Begriff Säulen heute auch nicht mehr einverstanden, vielleicht gibt es einen passenderen, vielleicht auch nicht.
    In jedem Fall führen viele Verhaltensweisen, das ist mein Fazit, zur Selbstliebe. Das ist ein Prozess, der lebenslang nicht aufhört, nach meiner Auffindung. Er ist auch nicht immer so, dass er nur in eine Richtung geht. Es gibt auch Rückschläge, Ausnahmesituationen, wo so gar nichts greifen will, aber ich bin sicher.. bleibt man auf dieser Spur und macht sich das, wie Du eben das hier mit dem Strang tust, immer mal wieder bewusst, sieht an die Stellen, wo es noch Verbesserungen geben könnte, kommt man wieder ein Stück weiter auf dem Weg.

    Wenn ich bald wieder in mein Häuschen ziehe, werde ich sicher in der einen oder der anderen Minute an Deinen Strang denken . Dieses Haus in der Natur ist momentan für mich der Inbegriff geworden, quasi ein "lebendes" Beispiel meiner Selbstliebe.
    So fällt mir zum Schluss noch ein weiterer, für mich sehr wichtiger Punkt ein: ein wirkliches Zuhause haben. Dort, wo eben das Herz auch wohnt und man sich pudelwohl fühlt, sicher und geborgen, im Einklang ist, mit sich und der Welt.

    Netter Gruß zu Dir und in die Runde,

    swingingup.
    Geändert von Inaktiver User (07.01.2017 um 16:31 Uhr)

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    AW: Selbstliebe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    So fällt mir zum Schluss noch ein weiterer, für mich sehr wichtiger Punkt ein: ein wirkliches Zuhause haben. Dort, wo eben das Herz auch wohnt und man sich pudelwohl fühlt, sicher und geborgen, im Einklang ist, mit sich und der Welt.
    swingingup.
    Ich finde das ja immer gut, wenn das jemand sagen kann so wie du für dich.

    Im Einklang mit der Welt im Ganzen bin ich ja so überhaupt nicht. Aber du hast shcon recht, zu Hause könnte es am Schönsten für sich sein - normalerweise - und man kann tun und lassen was man will. Sollte man meinen. Ist aber nicht immer so.

    Also ich habe ja mein Herz immer so bei mir und laufe damit rum. Egal ob zu Hause oder sonstwo. Sonstwo muss man doch schon sehr achtsam sein, da verlasse ich mich nicht auf mein Herz. Manchmal spüre ich es wenn es schlägt oder mich sonst irgendwie emotional beeinflusst manchmal mit fatalen Folgen. Da wäre dann die Frage wer beinflusst da wen. Mein Herz mich oder das was von außen kommt. "Sich selbst achten" in dem Zusammenhang mit Selbstliebe halte ich für das mit am wichtigsten um in diesen komplexen Zeiten so bestehen zu können, dass man sich selbst nicht vergisst.

    Und da ist es mir Herz nicht das Wichtigste als Indikator zu nehmen ob es mir zu HAuse oder sonstwo gefällt oder ob mir hier auch so manches merkwürdig vorkommt.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Selbstliebe

    Danke Swingingup, dein Beitrag passt super zum Thema. Ich kann viele Erfahrungen sogar teilen ... und dass Du ein Häusschen für Dich gefunden hast, das macht mich fast ein wenig neidisch.
    Ist ein großer Wunsch von mir.
    Ich finde nämlich, dass neben vielen anderen angenehmen Komponenten, auch rein symbolisch betrachtet, das eigene Haus auch für ein "eigenes" Selbst steht.

    Also, alles richtig gemacht.
    Und ich schneid mir mal ne kleine Scheibe von Dir bzw. Deinem Verhalten in Bezug auf Intuition ab.


    Stimmt, Säulen klingt irgendwie so statisch und starr. Es sind vielleicht eher Komponenten oder "Energiefelder"? oder Bereiche ... ; Bestandteile ...
    Es gibt viele bessere Worte dafür.
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

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    AW: Selbstliebe

    Zitat Zitat von Susisa Beitrag anzeigen
    .

    Ich kenne Ansätze dafür ein wenig aus dem Yoga. Bin aber leider nie dabei geblieben.
    die Ansätze, die im Yoga sind, kannst du im Grunde überall hin übertragen. Es geht um innere Achtsamkeit und freundlich-sanften Umgang mit sich selbst.

    Selbstliebe ist für mich absolut bedingungslos, hat also nichts mit meinen Stärken und Schwächen zu tun. Ich habe meine Selbstliebe für mich entdeckt und entwickelt durch die Tanztherapie. Den auch hier sind die o.g. Ansätze Kern der Sache und die Form (also Tanz, oder Yoga, oder Malen, Atmen oder sonst irgendwas, ist eigentlich völlig egal) stellt den Rahmen, in dem die Selbstliebe entdeckt und entwickelt werden kann.

    Der Raum bietet Wertfreiheit (es wird also nichts bewertet oder verglichen), Absichtslosigkeit (frei von Leistungsgedanken) und dadurch die Möglichkeit, sich auf die Wahrnehmung und Achtsamkeit einzulassen.

    Selbstliebe bedeutet für mich, dass ich mich nicht verurteile, auch wenn ich zum x-ten mal ins selbe Klo greifen muss. Dadurch, dass ich mich dafür nicht verurteile, ist es mir möglich, dies dann sehenden Auges zu tun, was allermeist die halbe Miete ist, wenn man was bleiben lassen bzw. verändern will. Zensiere ich mich selbst, dann werde ich manches eher ausblenden und nicht wahrhaben wollen, weil ich mich ja dann schlecht fühlen würde. Mich selbst lieben bedeutet für mich, dass ich mich selbst annehme, in jeder Situation, auch wenn ich Scheixxe baue.

    Bei mir war das eher ein unbewusster und stetiger Prozess durch diese Erfahrungen in Räumen der Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung. Diese Begriffe sind leider inzwischen Modebegriffe und werden oft zur Selbstoptimierung mißbraucht, aber im Grunde sind sie die Schlüsselbegriffe für alle Art von Bezugnahme/Beziehung: zu uns selbst, zu anderen Menschen, zur Umwelt, zum Leben an sich usw.

    Mit der Selbstliebe ist es wohl auch so wie mit jeder Art von Liebe: mal spüren wir sie mehr, mal weniger, manchmal gar nicht, aber deswegen muss sie nicht weg sein. Da es mir immer noch manchmal sehr schlecht geht, merke ich den Unterschied. Ich kann mich darin besser annehmen und entwickle daher auch nicht mehr ganz so destruktive Gedanken wie früher. Und ich glaube, dass ich auch schneller aus diesen Löchern wieder raus komme, weil ich mir selbst nicht mehr so viel Druck mache.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Selbstliebe

    Hallo :)

    Wie macht man das denn - seine Schattenseiten annehmen? Also, auch wenn man Mist baut weiterhin Selbstliebe zu praktizieren und das Verhalten anzunehmen?

    Das ist doch wirklich schwer... Man will die eigenen Fehler ja oft nicht sehen oder projiziert sie auf andere, verleugnet sie ...

  7. Inaktiver User

    AW: Selbstliebe

    Zitat Zitat von Susisa Beitrag anzeigen
    aber ich habe auch so eine Neigung, ein wenig in die Opferposition zu gehen. - Wie sicherlich jeder Mensch irgendwie, irgendwo, wenn es ihn kalt erwischt. Das ist einfach in uns drin, denke ich.

    Ich möchte mich, gelinde gesagt, (noch) stärker als handelndes Subjekt empfinden, mehr Verständnis für andere aufbringen usw. ohne aber mich selbst dabei zu vergessen.
    Also durchaus NEIN oder JA oder HALT STOP MAL zu sagen; sich nicht vor lauter Selbstliebe zu überschätzen ... "bei sich" zu bleiben ... sowas halt.

    än:
    Bei diesen Beispielen geht es aber weniger um Selbstliebe als um Konfliktverhalten. Man kann sich auch aufgrund blinder Selbstliebe in die Opferrolle begeben ("ich habe doch alles richtig gemacht, warum sind alle böse zu mir?").

    Wenn man mit den Ergebnissen dessen, was man tut, zufrieden ist, stellt sich die Selbstliebe automatisch ein. Ansonsten muss man sich mehr anstrengen. Zur Selbstliebe gehört auch, Günther, dem inneren Schweinehund, regelmäßig Paroli zu bieten.

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    AW: Selbstliebe

    Zitat Zitat von little_miss_sun Beitrag anzeigen
    Hallo :)

    Wie macht man das denn - seine Schattenseiten annehmen? Also, auch wenn man Mist baut weiterhin Selbstliebe zu praktizieren und das Verhalten anzunehmen?


    Wenn du Schwächen meinst, habe ich dir Erfahrung gemacht, man akzeptiert sie und gibt die Schwächen zu, vielleicht kann man das was verbessern. Ansonsten

    was ist Mist bauen. Wer beurteilt das was Mist ist. Abgesehen von schweren Vergehen die die Allgemeinheit belasten. Dazu müsste mehr ins Detail gegangen werden. Was für den einen gut ist muss für den anderen nicht genauso gut sein. Erst wenn man sich selbst erklären kann, dass eine Sache nicht gut ist und selbst damit nicht umgehen kann sollte man vielleicht eine neutrale Person fragen um was ändern zu können.

    Was ist persönliches Fehlverhalten für dich? Für mich zum Beispiel ist persönliche Orientierung erstmal keine Abhängigkeit von anderen um einfach auch Unsicherheiten auszuräumen. Für mich stelle ich fest, dass für mich persönlich unsicher wirkende Menschen nichts mehr vermitteln können, was meine eigene Beständigkeit so mal als Mensch angreifen kann. Ich will ja nicht sagen, dass es für mich nicht auch Situationen gibt, wo ich mir echt was sagen lassen muss, in Bezug auf Fehlerverhalten. DAmit wird meine Eigenliebe zur Schattenarbeit. Das sind dann aber schon Momente die ich nicht unbedingt so gerne mag, weil ich dann mit diesem Schatten erstmal sein muss. Meine beste Lösung ist "Nachdenken vermeiden". Daran arbeite ich für mich .

    In der Regel unterstütze ich solche unsicheren Menschen , aber nur wenn sie hemmungslos sind und keine Blockaden haben. Ob das für dich was ist ich weiß es nicht. Du fragst auch so allgemein, ich kann dir von meinen Erfahrungen berichten. Vielleicht kannst du da für dich was damit verstehen.


    Was aber unsicher wirkende Menschen sehr gut beherrschen, einem ständig ein schlechtes Gewissen machen zu können. Des wegen halte ich viel Abstand zu unsicheren Menschen. Also ich rede hier von erwachsenen und gesunden Menschen.

    Die sind mir meist ein Greuel. Das räumt schon mal ein schlechtes Gefühl aus, wenn man eines haben sollte. Und wann baut man Mist. Mist bauen hat doch auch eine Ursache.

    Das sollte man denke ich erstmal für sich selbst heraus finden. Sich selbst gegenüber unsicher zu sein ist oft der Anfang von Kettenreaktionen dann auch im Umgang überhaupt mit sich selbst und seiner Umwelt.

    Ich bin auch gar nicht mehr so sehr überzeugt davon , dass Selbstliebe eine überbewertete Position einnimmt um mit den Anforderungen des Lebens zurecht zu kommen. Aber eines weiß ich, gäbe es die Umweltfaktoren nicht, würde ein Mensch nicht in solche unsicheren Situationen geraten. Also so in Bezug auf Persönlichkeit . Aber leider ist ja so, dass wir alle irgendwie miteinander auskommen müssen.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  9. Inaktiver User

    AW: Selbstliebe

    Zitat Zitat von little_miss_sun Beitrag anzeigen
    Das ist doch wirklich schwer... Man will die eigenen Fehler ja oft nicht sehen oder projiziert sie auf andere, verleugnet sie ...
    Auch ich finde, sie anzunehmen ist der erste Weg, sich ihnen zu stellen.

    Nach meinen Erfahrungen ist das ein (Wachstums)Prozess, bei mir hat es im Leben ein paar Mal richtig *bautz* gemacht, bis ich dazu bereit war. Vor 10 Jahren habe ich mich nach einer destruktiven Beziehung deshalb in therapeutische Hilfe begeben, da war ein Punkt erreicht, an dem mir gewahr wurde, Du bist so weit gegangen - in destruktive Strukturen - dass Du nicht nur Dich, sondern auch Deine Kinder reingezogen hast.
    Das wollte ich nicht noch ein einziges Mal erleben bzw. meinen Kinder mitgeben.
    Das war so etwas wie ein tiefer Einstieg in dieses Thema, das mich aber nicht mehr los ließ und wie ich erkennen musste, auch noch lange nicht durch war bzw. ist.

    Allerdings, das sei aber jedem belassen, setzen sich längst nicht alle Menschen nach Erfahrungen, die deutlich aufzeigen, dass man sich selber vernachlässigt hat in diesen Dingen, damit auseinander und gehen stur in alten Mustern weiter.
    Das habe ich gelernt ebenso zu akzeptieren, aber halte mir dann eben die Entscheidung offen, ob ich daran Teil haben will oder auch nicht.

    Nette Grüße,

    swingingup.

  10. Inaktiver User

    AW: Selbstliebe

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen

    Mit der Selbstliebe ist es wohl auch so wie mit jeder Art von Liebe: mal spüren wir sie mehr, mal weniger, manchmal gar nicht, aber deswegen muss sie nicht weg sein. Da es mir immer noch manchmal sehr schlecht geht, merke ich den Unterschied. Ich kann mich darin besser annehmen und entwickle daher auch nicht mehr ganz so destruktive Gedanken wie früher. Und ich glaube, dass ich auch schneller aus diesen Löchern wieder raus komme, weil ich mir selbst nicht mehr so viel Druck mache.
    Das hast Du sehr schön ausformuliert , ich finde mich in diesen Gedanken wieder.

    Merci und viele Grüße,

    swingingup.

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