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Thema: Selbstliebe

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    AW: Selbstliebe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jeder von uns hat in sich einen Kritiker. Achte auf Deine Gedanken, Überzeugungen und Glaubenssätze.
    Ist es nicht eher so, dass man gerade mit diesen Gedanken die du hier aufführst blockiert wird in Sachen Selbstliebe? Gerade wenn du die Kritiker erwähnst.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Selbstliebe

    [QUOTE]
    Zitat Zitat von Susisa Beitrag anzeigen
    Cool. Süß, wie du das beschreibst, Akzent.

    ... geht mir auch so, bestimmt, aber ich würde das gerne noch bewusster leben.
    @Susisa wie stellst du dir das denn vor, diese Selbstliebe bewusster zu leben. Meinst du damit mehr aufmerksamkeit in Bezug zu anderen Menschen oder einfach die Beständigkeit, dass Selbstliebe immer zu spüren sein soll. Ich weiß nicht, ob das so einfach ist. Es gibt ja auch Zeiten, da mag man sich selbst ja nicht so gerne und muss trotzdem dafür sorgen sich mögen zu müssen

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  3. Inaktiver User

    AW: Selbstliebe

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen

    @Susisa wie stellst du dir das denn vor, diese Selbstliebe bewusster zu leben. Meinst du damit mehr aufmerksamkeit in Bezug zu anderen Menschen oder einfach die Beständigkeit, dass Selbstliebe immer zu spüren sein soll. Ich weiß nicht, ob das so einfach ist. Es gibt ja auch Zeiten, da mag man sich selbst ja nicht so gerne und muss trotzdem dafür sorgen sich mögen zu müssen
    Schönes Thema , Susisa, beschäftigt mich gerade ohnehin.

    Muss man das eigentlich "müssen", liebe Akzent?

    Mir fiel gerade allerdings spontan dazu eine Extremsituation auf, wo es mir echt richtig schlecht ging, auch körperlich nach Krebstherapien. Da fühlte ich mich richtig schxxxxx und fand mich auch manches Mal richtig scheixxxxx, so als Mensch, aber irgendwie "musste" das - da sind wir wieder bei dem Wort ) da eher so sein. Und es war auch gut so. Ich brauchte das irgendwie als Weckruf, der er dann auch wurde, naja schrittchenweise...
    Und ich brauchte eine echte Auszeit von diversen Menschen, die mir das auch in Teilen gab.

    Bei der Frage nach dem wofür man sich selber liebt. Urgs. Das kann ich noch nicht soho gut, aber ich übe weiter.

    Ich habe just ein jährliches Projekt abgeschlossen, in dem ich sehr viel und nah mit Jugendlichen arbeite. Doch, da ist so ein Gefühl. Wenn ich junge Menschen wirklich erreicht habe und sie mich das sogar wissen lassen, obwohl mitten im Pubi Alltag und ich Dinge anstoßen konnte, wichtige für ihre Zukunft...
    Da strömt - auch wenn das oftmals richtig anstrengend ist - ganz viel Wärme durch mich. Da fühle ich mich eins zu mir und mag mich ganz schön dolle, eher so.

    Und. Ich habe mich letztes Jahr belohnt.
    Zu einer Zeit, wo andere nur den Kopf schüttelten und ich - bis auf wenige - auch nicht viel Unterstützung dafür bekam. Ich sorgte für ein neues "alleine swingingup"-Zuhause. Da steckt ganz viel (Selbst)Liebe drin und auch dieses bewusste Alleinsein in recht wilder Natur... da fühle ich mich viel mehr, als hier im Alltag unter vielen Menschen/Jobs etc.

    Überhaupt. Bei mir hat Eigenliebe ganz viel mit "zur Ruhe kommen" zu tun.


    Meine ersten spontanen Gedanken.

    Schöne Grüße in die Runde,

    swingingup.
    Geändert von Inaktiver User (04.01.2017 um 22:05 Uhr)

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    AW: Selbstliebe

    @akzent
    Ja genau, vor allem zweiteres, dass man die Liebe immer spürt, dass man ein "genug" spürt, vielleicht sogar etwas mehr als "genug".

    Ich kann gut für mich sorgen, stehe mit beiden Beinen im Leben, mir geht es bestens ... aber ich habe auch so eine Neigung, ein wenig in die Opferposition zu gehen. - Wie sicherlich jeder Mensch irgendwie, irgendwo, wenn es ihn kalt erwischt. Das ist einfach in uns drin, denke ich.

    Ich möchte mich, gelinde gesagt, (noch) stärker als handelndes Subjekt empfinden, mehr Verständnis für andere aufbringen usw. ohne aber mich selbst dabei zu vergessen.
    Also durchaus NEIN oder JA oder HALT STOP MAL zu sagen; sich nicht vor lauter Selbstliebe zu überschätzen ... "bei sich" zu bleiben ... sowas halt.

    Ist das einigermaßen verständlich?

    Es hat sehr viel mit "Selbstbewusstsein" zu tun, im besten Sinne: sich seiner Selbst sehr bewusst sein - und auch so zu handeln und zwar in (fast) jedem Moment.

    @swinginup
    Da waren wir gerade zeitgleich unterwegs. Danke für Deinen Beitrag. Ich werde jetzt aber erstmal etwas "zur Ruhe" kommen, bevor ich ggf. morgen darauf antworte.
    Geändert von Susisa (04.01.2017 um 21:48 Uhr)
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

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    AW: Selbstliebe

    Ich habe erkannt dass ich mich selbst mehr liebe indem es mir mehr und mehr gelingt, Grenzen zu setzen.
    Sozial und christlich erzogen waren meine Glaubenssätze die, dass andere wichtiger sind als meine Bedürfnisse.
    Es war ein langer Weg mit vielen Herausforderungen doch jetzt lass ich mich weder im Job noch privat " schlecht" behandeln.
    Ich bin immer noch sozial, emphatisch und engagiert für andere, stehe aber für mich ein, sage nein und bin gut zu mir.

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    AW: Selbstliebe

    [QUOTE=Inaktiver User;29381911]
    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen

    Muss man das eigentlich "müssen", liebe Akzent?
    Meine ersten spontanen Gedanken.

    swingingup.
    Gute Gedanken @swingingup. Die Frage ob man Selbstliebe haben müssen muss, kann ich nicht beantworten. Ich meine unter Selbstliebe kann man sehr unterschiedlicher Ansichten sein. Manche Menschen sind da ja auch eher Körperbezogen so wie ich auch. Die Körperbezogene Selbstliebe kann aber auch nur funktionieren, wenn man nicht so wie ich im Moment unter Beobachtung steht.


    Meinen Bezug zur Selbstliebe habe ich in einer meiner Ausführungen schon beschrieben. was ich dabei aber auch sehr wichtig (für mich) finde ist, dass ich für mich Möglichkeiten habe bei akutem Aussendruck die Umwelt auszuschalten. Im Moment ist es mir auch nicht möglich.

    Und gerade auch deswegen, gerät eine meiner Formen und Aktivitäten der Selbstliebe in chaotischere Zustände und Ruhe ist dabei überhaupt nicht mal absehbar. Das ist etwas was mich im Moment völlig abgrenzt von mir selbst schon und ich fast schon den Bezug zu meinem Körper verliere und ich ständig innerlich mit meinem Körperbewusstsein zu tun habe um mich festhalten muss. Das sind dann Situationen, in denen ich in dissoziative WAhrnehmungen gerate, aber eben nur körperbezogen.

    Ist bei mir gerade so...Dachte auch ich kann heute zur Ruhe kommen, abschalten und nur noch das machen was ich will, ist mir heute auch nicht möglich. Ich finde es immer bedauerlich, wenn die Außenwelt zu viel Einfluss auf meine Persönlichkeit hat und auch noch in die Privatsphäre eindringt. So was kann auch zu viel werden. Für gewisse Dinge muss man einfach alleine sein.

    Kannst du meine Gedanken verstehen?
    Deswegen finde ich auch gut, dass @Susisa dieses Thema eröffnet hat.
    Geändert von Akzent (04.01.2017 um 22:31 Uhr)

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  7. Inaktiver User

    AW: Selbstliebe

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Die Frage ob man Selbstliebe haben müssen muss, kann ich nicht beantworten. Ich meine unter Selbstliebe kann man sehr unterschiedlicher Ansichten sein. Manche Menschen sind da ja auch eher Körperbezogen so wie ich auch. Die Körperbezogene Selbstliebe kann aber auch nur funktionieren, wenn man nicht so wie ich im Moment unter Beobachtung steht.
    Du lenkst meine Gedanken auf diesen Aspekt aus ganz anderer Richtung. Und Deinen letzten Satz unterschreibe ich .

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Ist bei mir gerade so...Dachte auch ich kann heute zur Ruhe kommen, abschalten und nur noch das machen was ich will, ist mir heute auch nicht möglich. Ich finde es immer bedauerlich, wenn die Außenwelt zu viel Einfluss auf meine Persönlichkeit hat und auch noch in die Privatsphäre eindringt. So was kann auch zu viel werden. Für gewisse Dinge muss man einfach alleine sein.

    Kannst du meine Gedanken verstehen?
    Zum Einen beschreibst Du das derart plastisch, zum Anderen glaube ich (auch dadurch) zu verstehen, wovon Du sprichst.

    Mich brachte vor langen Jahren eine liebe Bri-Userin auf den Gedanken, dass ich ein echtes Winterschlaftier bin, Nachtmensch bin ich - geht es denn - sowieso am liebsten. Heute versuche ich, soweit es irgend geht, auch diese Aspekte zu integrieren, zumindest dann, wenn ich es joblich und finanziell hinbekomme. Ich kann meine Ansprüche in so einer Zeit total runterschrauben, einfach nur, um mehr Ruhe zu haben.
    Genauso schalte ich dann auch um, wenn ich viel arbeiten muss. Da entwickele ich die Energie in die andere Richtung, nicht immer gerne, muss ich morgens ganz früh aufstehen, aber gut. Das ist eben Teil des Pakets.

    Ich glaube, man muss immer und immer wieder austarieren, zumindest dann, wenn das Ungleichgewicht spürbar wird.

    Ein alleiniges "Du musst Dich lieben" reicht nach meinen Erfahrungen schlicht nicht aus und ist auch nicht immer hilfreich, wird es als eine Art Heilmittel postuliert.

    Wie wichtig der körperliche Aspekt ist, wird mir erst gerade mehr bewusst... merci für die Anstöße.

    Ein lieber Gruß,

    swingingup.

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    AW: Selbstliebe

    @swingingup ja ich finde auch müssenmüssen muss nicht sein und dieser Glaubensatz, so wie man das im Allgemeinen so sagt "Du musst dich lieben", reicht nicht aus um sich lieben zu können.

    Allerdings, was mir auffällt, und wenn ich so nachdenke, habe ich diesen Satz noch nie gehört. Aber es betrifft mich ja nicht, vielleicht habe so eine Aussage deswegen noch nie gehört. Da stelle ich mir die Frage, wissen das andere Menschen einfach so, von so von sich selbst, ist das selbstverständlich, dass man darüber überhaupt nicht mehr sprechen oder erwähnen muss. Um es deutlicher zu sagen, die tun es einfach. Schönen Tag noch

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  9. gesperrt

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    AW: Selbstliebe

    Zitat Zitat von Susisa Beitrag anzeigen
    Mir ist schon klar, dass das Thema nichts ist, was man auf Knopfdruck kultivieren könnte. Aber ich denke schon, - das hat mich das Leben gelehrt - dass es möglich ist, sich mehr und mehr selber gern zu haben und eben auch (irgendwann?) zu lieben.
    Was meint ihr dazu? Oder ist das nur esoterisches Gewäsch?
    klar kann man. Wenn man es will, muss man sich dazu entscheiden, und dann diese Entscheidung regelmässig (also mindestens einmal täglich wäre sinnvoll) in die Tat umsetzen, durch Akte der Selbstliebe.



    Was mich auch interessieren würde: ob ihr in eurem Leben irgendwelche "Mittel" und "Möglichkeiten" gefunden habt, um diese Form der Liebe zu pflegen.
    Das Wichtigste ist für mich, meine freie, unstrukturierte Zeit zu schützen. Ich brauche viel davon. Und ansonsten lass ich es mir gerne gut gehen.

    Welche anderen Möglichkeiten gibt es? Wie oft und wie intensiv beschäftigt ihr euch mit euch selbst?
    ich beschäftige mich recht oft mit mir selbst, bloss ist das nicht unbedingt Selbstliebe. Ich hab so eine Neigung zum Grübeln, die will ich aber loswerden. Die hilft mir nämlich nicht.

    Ich stelle immer wieder fest, dass so eine Beziehung zu mir zwar besteht, aber durch die Irrungen des Alltags auch häufig unterbrochen wird, sodass ich nach einem Monat plötzlich feststelle: Hoppala, da war doch was.
    ja, es ist wichtig, immer wieder zu sich selbst zu kommen. Ich brauch das regelmässig, mich zu fragen: ist das, was ich jetzt tue, auch tatsächlich das, was ich tun will?

    gruss, barbara

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    AW: Selbstliebe

    Okay, ich versuche mal zusammenzufassen:

    - Selbstliebe und "müssen" geht nicht unbedingt zusammen
    - es gibt eine Entscheidung für Selbstliebe
    - sie hat viel damit zu tun, sich Zeit für sich zu nehmen
    - Grübeln ist keine Selbstliebe (Hach, das kenne ich auch *nerv* - Ich glaube, dass es von unterdrückten Gefühlen kommt.)
    - es gibt eine körperliche Form der Selbstliebe

    Rückfrage: beim letzten Punkt, den ihr so schön formuliert habt, meint ihr damit Selbst-Sexualität, d.h. Masturbation?

    - jemand hatte geschrieben, dass sie Selbstliebe empfindet, wenn sie für andere da ist (ist bei mir auch so, passe aber auch höllisch auf, mich darin nicht zu verlieren)
    - und es wurde gesagt, dass Selbstliebe auch viel mit Grenzen wahren zu tun hat (sic!)


    Ja, also summa summarum kann ich das, was ihr so formuliert - ich hoffe, ich habe nichts vergessen - voll unterschreiben.
    Interessant finde ich, dass ich viele dieser Themen in den letzten Jahren als Beiträge hatte, z.B. Nein Sagen lernen und ähnliches. Ich kann das jetzt viel besser und ja, dadurch mag ich mich selber auch mehr. Und jetzt halt das Thema Selbstliebe.

    Toll, dass es die Bri gibt! Ich fühle mich gerade irgendwie so "weise".

    Ich würde noch ergänzen:

    - Grenzen austesten

    Ist für mich eine Form der Selbstliebe. Also nicht zu stagnieren, sondern immer mal wieder was Neues auszuprobieren !Abenteuer! . Das muss gar nicht die Fernreise sein, sondern kann schon darin bestehen, einfach mal NEIN zu sagen, wo sonst immer ein Ja kam (oder andersrum) und zu fühlen, wie sich das anfühlt.

    Gerade wird mir auch bewusst, dass Selbstliebe wirklich viel von einer partnerschaftlichen Beziehung hat.

    ... Soweit erstmal wieder meine Gedanken dazu ...
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

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