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  1. Inaktiver User

    Lass uns leben - egal wohin...

    So...

    Gestern Abend - Heimweg - 160 oder 180 auf der Autobahn - Rumpeln, Krachen, Scheppern - irgendwie auf die Standspur gekommen... Ein LKW hat wohl direkt vor mir seinen Reifen nicht mehr haben wollen...

    Noch viele andere sammelten sich unverletzt auf dem Standstreifen - alle auf dem eiligen Weg nach irgendwo und doch in dem Moment einfach nur froh, dass kein Krankenwagen kommen musste. Die gelben Engel richten jetzt das, was die Schutzengel gestern nicht geschafft haben.

    Und so sitze ich heute noch ein wenig zittrig auf der Couch, hab alle Termine für heute abgesagt und versuche mich in Dankbarkeit, dass "nur Blech kaputt und Hauptsache dir ist nix passiert"...

    Grad sattelt das Schicksal irgendwie immer noch einen drauf, als wollte es prüfen, wieviel ich so aushalte. Wozu das alles? Erst monatelanges Probleme-vor-mir-herschieben im Job, weil einfach immer noch zwei dazu kamen, wenn ich eins gelöst hatte, dann zurückgeworfen ins Single-Sein ... und jetzt heute und hier bekomme ich langsam aber sicher das Gefühl, es dürfte doch jetzt mal wieder gut sein...

    Irgendwie mag ich mal - und wenn auch nur virtuell - ganz fest in den Arm genommen werden. Ex schrieb grad, dass alles wieder gut wird. Immer noch Lieblingsmensch, der mir - nachdem ich endlich, als es ja schon zu spät war, erzählt hab, was mich wirklich so alles umtreibt - hilft, wo er kann. Würd mich so gern in seinen Armen vergraben und an nix mehr denken müssen... und genau diese Strategie hat mich dahingeführt, wo ich jetzt bin. Ein weinendes zittriges Etwas auf ner Couch im Pyjama, das einfach nur noch versucht, froh zu sein, am Leben geblieben zu sein...

    "Wohin mit der Sehnsucht?" - reloaded... Ich brauch Euch zum Denken, es hilft nix. Danke fürs Lesen...

  2. Inaktiver User

    AW: Lass uns leben - egal wohin...

    Hey Süße....ich drück dich ganz fest.

    Nicht verzweifeln!!

    Es gibt für mich sowas wie "Glück gehabt" in dem von dir erlebten nicht. Dein Tag X ist noch lange nicht da. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir diesen Tag haben, den Tag an dem wir abtreten. Den wir nicht verschieben können.

    Glück gehabt? Nein, du bist noch nicht dran gewesen. Darum überleben viele Menschen unglaubliche Dinge!


  3. Inaktiver User

    AW: Lass uns leben - egal wohin...

    Danke, du Liebe
    Nicht verzweifeln ist grad leichter gesagt als getan... ich versuche ja heimlich, seit Wochen nicht zu verzweifeln und bin ganz tapfer. Irgendwann ist der Punkt da, wo ich mich nur noch eingraben will. Und ich darf ja nicht, weil das Leben weiter geht und Geld verdient werden muss...
    Dass mein Tag noch nicht da war, scheint so zu sein. Letztes Jahr gab es schon mal so einen Tag. Da hat uns ein Blitz im Gebirge erwischt... völlig verrückt, und auch da war der Tag noch nicht da... und heute auch nicht.

    Nur wie könnte ich mich jetzt wieder aufrappeln?

  4. User Info Menu

    AW: Lass uns leben - egal wohin...

    Egal ob Glück oder was Anderes: Schön, dass dir nix passiert ist!

    Hört sich nach einer anstrengenden Zeit an, die du gerade erlebst. Nach einer Zeit die sehr existentielle Fragen aufwirft. Das ist bestimmt überhaupt nicht angenehm. Aber ich glaube es sind genau solche Phasen, die Menschen innerlich wachsen lassen. Ich drücke dir die Daumen, dass deine "Erleuchtung" nicht all zu lange auf sich warten lässt, damit die Phase bald abgeschlossen sein kann.

  5. Inaktiver User

    AW: Lass uns leben - egal wohin...

    Zitat Zitat von Ariena Beitrag anzeigen
    Egal ob Glück oder was Anderes: Schön, dass dir nix passiert ist!

    Hört sich nach einer anstrengenden Zeit an, die du gerade erlebst. Nach einer Zeit die sehr existentielle Fragen aufwirft. Das ist bestimmt überhaupt nicht angenehm. Aber ich glaube es sind genau solche Phasen, die Menschen innerlich wachsen lassen. Ich drücke dir die Daumen, dass deine "Erleuchtung" nicht all zu lange auf sich warten lässt, damit die Phase bald abgeschlossen sein kann.
    Danke Dir.
    Ich weiß nicht, ob es da einen Punkt der "Erleuchtung" gibt? Hab ich jedenfalls noch nie so erlebt, eher dass viele kleine Puzzlesteinchen zusammenkommen und irgendwann kann man erahnen, was da für ein Bild draus wird, bis es dann eben fertig ist. Und dann kommt das Schicksal und schüttet einem wieder ein neues Puzzle vor die Füße...

    Und grad fühle ich mich mal wieder an genau diesem Punkt... einen riesigen Berg voll bunter Teilchen vor mir und keine Ahnung, was draus werden soll...

  6. User Info Menu

    AW: Lass uns leben - egal wohin...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Grad sattelt das Schicksal irgendwie immer noch einen drauf, als wollte es prüfen, wieviel ich so aushalte. Wozu das alles? Erst monatelanges Probleme-vor-mir-herschieben im Job, weil einfach immer noch zwei dazu kamen, wenn ich eins gelöst hatte, dann zurückgeworfen ins Single-Sein ... und jetzt heute und hier bekomme ich langsam aber sicher das Gefühl, es dürfte doch jetzt mal wieder gut sein...

    Ja, solche Phasen gibt es. Wo einem alles zuviel wird, über den Kopf wächst, man sich im Stich gelassen fühlt und man nur noch Pech zu haben glaubt.
    Mir hilft dann immer relativieren. Ist jemand gestorben? Bin ich existenziell bedroht?

    Den Unfall lasse ich jetzt mal weg, ich denke, da kommst du drüber weg, das war nur der Tropfen, der das Fass mal wieder zum Überlaufen brachte.

    Mir hat dann weiterhin geholfen, ganz langsam, Schritt für Schritt die Probleme zu sezieren und in kleine Häppchen zu teilen.
    Kategorien:
    - sehr wichtig
    - wichtig
    - kann verschoben werden
    - schmeiß ich weg

    Ich denke mal, mit einem guten Helfer an deiner Seite - so wie es jetzt ist - wird da auch wieder Licht am Ende des Tunnels auftauchen. Und dann kannst du eins nach dem anderen angehen, je nach Priorität.

    Aber vielleicht musst du tatsächlich mal draufschauen, was du wirklich schaffen kannst und was nicht. Wie du deine Kräfte besser einteilen kannst etc.. Da scheint es eine gewisse Schieflage zu geben. Du solltest veilleicht deine Grenzen anerkennen und versuchen, irgendwo kürzer zu treten?

    Ich weiß nicht, ob das genug in den Arm genommen war? Bin halt etwas pragmatisch, bin auch älter und da waren schon paar Probleme bei, da kriegt man ja auch Übung.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  7. Inaktiver User

    AW: Lass uns leben - egal wohin...

    Das mit dem Pzzle ist ein schönes Bild. Wir haben so immer was zu tun. Müssen uns immer neu sortieren. Langweilig wird es so nie...

    Aufrappeln? Du musst natürlich arbeiten, weil selbst und ständig *g*

    Aber unabhängig davon kannst du den Rest baumeln lassen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich ganz Vieles ganz von allein einrenkt. (ich glaube unsere Kanzlerin weiß das auch *g*)

    Und wenn ein paar Tage vergangen sind, ist wieder alles gut....

    Und dann noch das: Aufstehen - Krone richten - weiter gehen!!!

  8. Inaktiver User

    AW: Lass uns leben - egal wohin...

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Mir hat dann weiterhin geholfen, ganz langsam, Schritt für Schritt die Probleme zu sezieren und in kleine Häppchen zu teilen.
    Kategorien:
    - sehr wichtig
    - wichtig
    - kann verschoben werden
    - schmeiß ich weg
    (...)
    Aber vielleicht musst du tatsächlich mal draufschauen, was du wirklich schaffen kannst und was nicht. Wie du deine Kräfte besser einteilen kannst etc.. Da scheint es eine gewisse Schieflage zu geben. Du solltest veilleicht deine Grenzen anerkennen und versuchen, irgendwo kürzer zu treten?

    Ich weiß nicht, ob das genug in den Arm genommen war? Bin halt etwas pragmatisch, bin auch älter und da waren schon paar Probleme bei, da kriegt man ja auch Übung.
    Ja, Danke. Fühle mich ein wenig sortierter - das hast du wirklich drauf
    Umstrukturierung läuft schon an, nur ist es eben bei meinem Job-Ozeandampfer nicht so schnell durchführbar.

    Und solang ist eben noch soviel, dass ich manchmal nicht weiß, wo ich überhaupt anfangen soll. Und das lähmt immens, mich zumindest... und macht es natürlich schlimmer...

    Und ich zerfließe grad förmlich in Tränen der Dankbarkeit, wenn ich sehe, wie Ex sich ins Zeug legt, mir zu helfen. Und werde dann noch verzweifelter, weil wütend auf mich selbst, dass ich ihm nicht viel früher die Chance dazu gegeben hab... und heule und heule und heule... anstatt anzupacken...

    Vielleicht geh ich jetzt erst mal in die Badewanne...

  9. Inaktiver User

    AW: Lass uns leben - egal wohin...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Langweilig wird es so nie...

    Aufrappeln? Du musst natürlich arbeiten, weil selbst und ständig *g*

    Aber unabhängig davon kannst du den Rest baumeln lassen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich ganz Vieles ganz von allein einrenkt.

    Und wenn ein paar Tage vergangen sind, ist wieder alles gut....
    !
    Heute baumele ich dann mal... und versuche mich mal wieder im Meditieren, hab ich lange nicht gemacht. Danke, dass du mich - ohne es zu erwähnen - daran erinnert hast...

  10. User Info Menu

    AW: Lass uns leben - egal wohin...

    Ich weiß nicht, ob es da einen Punkt der "Erleuchtung" gibt? Hab ich jedenfalls noch nie so erlebt, eher dass viele kleine Puzzlesteinchen zusammenkommen und irgendwann kann man erahnen, was da für ein Bild draus wird, bis es dann eben fertig ist. Und dann kommt das Schicksal und schüttet einem wieder ein neues Puzzle vor die Füße...
    Um beim Puzzle zu bleiben. Ich kenne das Gefühl, dass man plötzlich erkennt: Ach, das wird ein Haus/Mund/Osterhase.
    Dann müssen die restlichen Teile zwar noch gefunden werden, aber die grobe Richtung wo es hingehen wird ist schonmal klar.

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