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  1. Inaktiver User

    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Mich macht bei den erreichbaren Zielen eher glücklich, sie zu erreichen, und sie erreicht zu haben. "Das ist spannend und könnte gut werden", "das ist fertig und ist gut geworden". Ja, so entstehen Süchte, ich bin fertig, grinse breit, schnapp mir gleich das nächste und erhöhe stetig die Dosis. Ich habe ein Spitzendeckhen gehäkelt, jetzt mache ich ein doppelt so großes mit doppelt soviel Spitze. Ich habe alle einfachen Denksportaufgaben im Buch gelöst, jetzt löse ich alle mittleren.

    Ich finde das nicht dramatisch.
    So machst du das? Hätte ich zumindest nicht erwartet. Ich finde, du beschreibst eher einen Weg, unglückich zu werden und leer.
    Oder war das ironisch?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Das Ziel einer solchen Liste ist vielleicht eher, wie Bastian in Phantásien herauszufinden, was man sich wirklich wünscht... und dafür muß man vielleicht, wie Bastian, durch eine Menge "es kam mir gerade wie eine gute Idee vor" gehen.
    Schon.

    "Dumm sein und Arbeit haben: das ist Glück." (Benn)


    Meine Mutter sagte immer, wenn sie im Ruhestand ist, wird sie nur noch auf der Terrasse oder am Ofen sitzen und lesen.
    Das hat sie voll umgesetzt.
    Ging es ihr gut dabei?

    - Angst als Ursache für Aufschieberitis -
    Bei mir die Angst, Fehler zu machen (ich weiß, es ist kein Fehler, Fehler zu machen…). Es nicht wirklich gut (also fast schon sehr gut) zu machen. Angst, dass ein Auftraggeber unzufreiden ist (Angst vor Kritik). Bisher ist das fast nie passiert.
    Eine Arbeit zu tun, die eine positive Herausforderung ist, ist schön. Ein bisschen wachsen können.

    Und wir wissen nicht mal, wie etwas "rein Gutes" aussehen könnte, wir wissen nur, daß wir es nicht haben, und irgendwann dämmert uns vielleicht, daß wir es auch nicht mehr kriegen werden.
    Ja.

    Der Preis, eine Sache zu machen, ist, andere nicht zu machen?
    Mit Sicherheit!

    Das muss keine "Strafe" sein. Es ist einfach so: Wenn man sich für etwas entscheidet, entscheidet man sich gleichzeitig gegen etwas anderes. Deshalb mögen manche Ziele vielleicht nicht? Man muss Farbe bekennen. Und sagen: "Ich will." Das fällt mir manchmal schwer, dieses "Ich will. Jetzt!" Meine Freundinnen würden das allerdings bestreiten.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ziele zu haben erlaubst ein selbstbestimmtes Leben. Die Erfahrung von Selbstbestimmtheit erlaubt Veränderung.
    Ja, das finde ich wichtig!!

    Von *Glück* allerdings ist da nicht die Rede.
    Da hast du Recht!

    Was ist denn ein Ziel? Was ist *dein* Ziel?
    Öh … , da muss ich in Ruhe nachdenken.
    Ich lasse ja auch so kleine Ziele gelten wie "ich möchte jetzt kochen".

    Ein großes Ziel wäre … wachsen, etwas lernen, sich entfalten, sich lebendig fühlen! Etwas Sinnvolles zu einer Gemeinschaft beitragen. Lieben. Nähe erleben und Zuneigung.

    Sind das für dich Ziele?
    Oder zu einem Ziel ganz anderer Art: Pflichtfüllung.
    Das ist ein Ziel?

    Doch, für die Erstgeborernen ist es das wohl oft.

    Passen deine Schritte zu deinen Zielen?
    Da muss ich auch drüber nachdenken! Könnte was dran sein!

    Fürchtest du, etwas anderes zu verpassen?
    Ich glaube nicht.

    Ist "überleben" wirklich ein Ziel, das in der privilegierten Situation, in der eine große Zahl der Menschen in diesem Land und dieser Zeit lebt, sich lohnt zu setzen?
    Ja.

    Es gibt Schritte die sind komplett unspaßig und doof und gräßlich und führen aber dem Ziel zu, und es gibt Schritte, die sind ihr eigener Lohn. Und alle sind gleichermaßen nötig, wenn man selbstbestimmt leben möchte.
    Ja, das mag stimmen, auhc wenn ich es nicht gerne höre … Es klingt so vernünftig und nach Disziplin und Verzicht. Selbstbeherrschung.

  2. Moderation

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    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    So machst du das? Hätte ich zumindest nicht erwartet. Ich finde, du beschreibst eher einen Weg, unglückich zu werden und leer.
    MIch würde nur unglücklich machen, wenn es nicht mehr weiterginge.

    Das traurigste, was je ein Lieblingsautor von mir geschrieben hat, war, daß er mit 50 bereit war, ein Buch zu schreiben, wo ihm die Idee seit Jahren im Kopf herumging, weil er jetzt gut genug wäre, um es zu schreiben und besser wohl nicht mehr werden würde.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich lasse ja auch so kleine Ziele gelten wie "ich möchte jetzt kochen".
    "Ich will diesen Kuchen machen!" ist für mich auch ein Ziel. Ein kleines, ein abhakbares, aber ich freue mich, wenn er gemacht ist. Mit "ich möchte jetzt kochen" habe ich dagegen irgendwie Schwierigkeiten, das als Ziel zu sehen... hm, interessant. Muß ich mal drüber brüten, was für einen Unterschied ich da empfinde.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ein großes Ziel wäre … wachsen, etwas lernen, sich entfalten, sich lebendig fühlen! Etwas Sinnvolles zu einer Gemeinschaft beitragen. Lieben. Nähe erleben und Zuneigung.
    Ja. Ich denke, das sind "Marschrichtungs"-Ziele, die in jedem Moment, wo man eine Wahl hat, was man tun will, wichtig sind, weil sie sagen, was man tun sollte, oder zumindest, von welchen Idealen das Tun geleitet sein sollte. Solche Ziele geben viel Orientierung im Leben und wehren Beliebigkeit ab.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist ein Ziel?
    Es ist ein Thema, unter dem man "Auftrag erledigen, Fensterputzen, Sport treiben" zusammenfassen kann: "Ich habe es zu meiner Pflicht gemacht, diese Dinge zu tun, also tue ich sie. Ich bin jemand, die Pflichten, die sie übernommen hat, erfüllt."

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja.
    Ist es auch eine Herausforderung? Oder muß es das nicht sein, um ein Ziel zu sein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es klingt so vernünftig und nach Disziplin und Verzicht. Selbstbeherrschung.
    Für mich ist das eher, "wenn ich ins Kino will, muß ich aus dem Haus gehen". Aus dem Haus gehen ist nicht das Ziel, aber wenn ich nicht gehe, komme ich nicht ins Kino, und wenn ich den Abend auf dem Sofa verbringe, bin ich nicht glücklicher, als wenn ich ins Kino gegangen wäre (selbst wenn der Film sich als schlecht erweist). Eine praktische Erwägung, sozusagen. Andererseits ist das nach-dem-Kino-heimradeln etwas, das mir Spaß macht, und damit zwar nötig, aber auch sein eigener Lohn. Würde ich das aus-dem-Haus gehen mehr hassen als ich ins Kino gehen möchte, wäre "Kino" kein gutes Ziel, weil ich es nicht umsetzen werde. Es könnte allerdings ein Schritt sein, um ein anderes Ziel zu erreichen (wenn ich z.B. dafür bezahlt werde, eine Filmkritik zu schreiben).
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  3. Inaktiver User

    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Das traurigste, was je ein Lieblingsautor von mir geschrieben hat, war, daß er mit 50 bereit war, ein Buch zu schreiben, wo ihm die Idee seit Jahren im Kopf herumging, weil er jetzt gut genug wäre, um es zu schreiben und besser wohl nicht mehr werden würde.
    Warum ist das traurig? Weil er weiß, besser wird er nicht mehr werden? Oder das Buch wird später nicht besser werden?

    Passt das zu deinem "ein Ziel zu erreichen macht Spaß"?

    "Ich will diesen Kuchen machen!" ist für mich auch ein Ziel. Ein kleines, ein abhakbares, aber ich freue mich, wenn er gemacht ist. Mit "ich möchte jetzt kochen" habe ich dagegen irgendwie Schwierigkeiten, das als Ziel zu sehen... hm, interessant. Muß ich mal drüber brüten, was für einen Unterschied ich da empfinde.
    Vielleicht willst du eine neues oder ungewöhnliches Rezept ausprobieren. Während ich ein Bedürfnis stillen möchte. "Ich möchte bald etwas Gesundes und Leckeres essen." Von dieser Bedürfnisbefriedung oder dem Für-sich-gut-sorgen lasse ich mich schnell ablenken. Deshalb wäre es ein Ziel: "Ein eigenes Bedürfnis erkannt, Bedürfnis befriedigt."

    Es ist ein Thema, unter dem man "Auftrag erledigen, Fensterputzen, Sport treiben" zusammenfassen kann: "Ich habe es zu meiner Pflicht gemacht, diese Dinge zu tun, also tue ich sie. Ich bin jemand, die Pflichten, die sie übernommen hat, erfüllt."
    Ja, ja, an sich ist es schon so.

    Für mich ist das eher, "wenn ich ins Kino will, muß ich aus dem Haus gehen". Aus dem Haus gehen ist nicht das Ziel, aber wenn ich nicht gehe, komme ich nicht ins Kino, und wenn ich den Abend auf dem Sofa verbringe, bin ich nicht glücklicher, als wenn ich ins Kino gegangen wäre (selbst wenn der Film sich als schlecht erweist). Eine praktische Erwägung, sozusagen. Andererseits ist das nach-dem-Kino-heimradeln etwas, das mir Spaß macht, und damit zwar nötig, aber auch sein eigener Lohn. Würde ich das aus-dem-Haus gehen mehr hassen als ich ins Kino gehen möchte, wäre "Kino" kein gutes Ziel, weil ich es nicht umsetzen werde. Es könnte allerdings ein Schritt sein, um ein anderes Ziel zu erreichen (wenn ich z.B. dafür bezahlt werde, eine Filmkritik zu schreiben).
    Ja, verstehe.

  4. Inaktiver User

    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    Ein wirklich spannendes Thema und so viele Sichtweisen, ich springe immer gedanklich von einer Seite zur anderes, es gibt hier ja letztendlich kein "Richtig" oder "Falsch" im Allgemeinen, da ist es ja schon fast ein Lebensziel, die richtige bzw. glücklich machende Einstellung/Sichtweise für sich zu finden.

    Ziele/Wünsche......wo ist da die Abgrenzung? Ich glaube im Nachbarthread wurde das mit der SMART Formel beschrieben, ich muss gestehen, bei dem Gedanken wurde mir doch leicht übel.

    Soll auf meinem Grabstein stehen, dass ich meine Leben möglichst effektiv gelebt habe?

    Letztens sah ich ein tolles Zitat "Niemand wird auf ihrer Beerdigung aufstehen und sagen, dass sie ein tolles, teures Sofa hatte und ihr Wohnung immer sauber war".

    Ich finde auch nicht jeder Wunsch muss sofort erfüllt werden, manches Mal ist es ja auch schön, noch von Dingen träumen zu können, oder sehe ich das falsch? Ich finde es immer eher schade, wenn Menschen keine Träume mehr haben.

    In letzter Zeit habe ich mich etwas mit Sun Tzu angefreundet, ohne ins Detail zu gehen ist eine der Kernaussagen auch: "Wahrlich siegt, wer nicht kämpft" und eine Ableitung daraus sagt, wenn man sich einen Wunsch oder Ziel genau vorstellt, es sich wirklich bildhaft vorstellen kann und es sich in allen Details ausmalt und in diesem Moment sich sehr danach sehnt, dann wird das Schicksal irgendwann die Gelegenheit bieten, die man dann ergreifen sollte und das Ziel erreichbar werden lässt.

    Für mich es es eine schöne Linie zwischen dem "sich treiben lassen" und warten was auf mich zukommt und dem etwas bisweilen nach "Scheuklappen" aussehenden Ziel kompromisslos und strukturiert verfolgen und erreichen, und womöglich tolle Gelegenheit rechts und links nicht sehen.

    Das Leben hat mir gezeigt, dass es für Abarbeiten von Strichlinien keine Belohnung gibt, dass es für seelische oder materielle Opfer keinen Pokal gibt, dass leider immer selbst Acht geben muss, wenn man nicht vom "Stamme Nimm" ist, dass die Waage immer zu eigenen ungunsten ausschlägt.

    Was ich mir gut vorstellen kann, sind Ziele wie Familie oder Kinder, wenn man einen starken Kinderwunsch hat, dann sollte dies auch zu konkretem Handeln führen, denn das Nichterreichen dieses Zieles macht doch schon viele Menschen unglücklich.

    Angst als Ursache für Aufschieberitis kenne ich auch, bzw. für komplette Inaktivität......es unterliegt der Illusion, dass wir immer die richtige Entscheidung treffen müssen, denn wenn dies fehl schlägt, ist man ja selbst schuld, also trifft man lieber keine Entscheidung, statt die falsche zu treffen.

    Manchen Aussagen entnehme ich dann auch die Illusion, sein Leben immer im Griff zu haben, auf alles Kontrolle haben zu können, Willensstärke als absolute erstrebenswerte Eigenschaft zu huldigen und alles andere als charakterschwach und faul oder willensschwach zu sehen. Diesem Irrglauben erlag ich auch eine Zeit lang, das Leben schlägt dann bisweilen besonders hart zu ....

    Vielleicht braucht es im Leben nicht unbedingt Ziele um glücklich zu sein, vielleicht sind es auch Wünsche, oder Aufgaben, einen Sinn? Die Unterscheidung ist fließend?

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    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    Ziele sind mE eine zweischneidige Sache: Ja, sie können einen motivieren, ja, sie können einen auf den Weg bringen. Und wenn man sie erreicht, fühlt es sich auch großartig an. Aber was ist, wenn man sein Ziel nicht erreicht, nicht erreichen kann? Dann kann es je nach Persönlichkeit schon recht bitter werden. Und dann machen Ziele alles andere als glücklich.

    Glück ist aus meiner Sicht, weniger zu denken. Die Menschen, in meinem Leben, die glücklich sind oder waren, konnten das sehr gut mit dem im Hier-und-Jetzt-Sein. Nicht drüber nachzudenken, was morgen so kommt. Nicht zuviel Pläne machen. Wenn man die nach ihren Zielen gefragt hätte, wär wohl eher ein Achselzucken gekommen. Oder eine Antwort, wie: Der Rasen muss heute noch gemäht werden.
    Egal wieviel ich esse, es ist immer Platz für Nachtisch.

    Nachtisch geht nicht in den Magen, Nachtisch geht direkt ins Herz.

  6. gesperrt

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    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?
    für mich, ja. wenn ich keine Ziele habe, langweilie ich mich, und wenn ich mich langweile, neige ich dazu, die Zeit mit ungünstigen Zeitvertreiben (zB Saufen) vertreiben zu wollen. Tut mir nicht gut, sowas!

    Aber Ziele haben sich bisher auch immer ziemlich von selbst ergeben.

    Mein Problem ist momentan meine geringe Motivation zu allen möglichen Tätigkeiten, die nötig und wichtig wären.
    Wenn ich so etwas hätte, über längere Zeit (also ein paar Wochen oder Monate) würde ich mich fragen: sind diese Tätigkeiten tatsächlich nötig und wichtig? sollte ich nicht vielleicht besser etwas Anderes tun? Oder bin ich einfach müde, überarbeitet und erschöpft und brauch erst mal Ruhe und Erholung, dann kommt's schon wieder? Oder gibt es einen Aspekt, ein Detail an diesen Dingen, das mir widerstrebt und drum mach ich es nicht?

    Prokrastinierer sind Angsthasen, schrieb gestern jemand. Ja, mag sein … und nun? Was mache ich nun mit der Erkenntnis?
    Selbstüberlistung, dort wo es nötig ist, um nicht in Rückstand mit wichtigen Dingen zu kommen, und ansonsten sich sagen: morgen ist auch ein Tag!

    Aber da fängt es schon an: Brauche ich das wirklich, so eine Reise? Hängt davon mein Glück ab?
    Ich tue Dinge nicht nur dann, wenn mein Glück davon abhängt. Ich frage eher: ist das eine interessante Erfahrung, gefällt mir das, bereichert mich das? Wie ist das Preis-Leistungsverhältnis, lohnt sich das für mich?

    Vielleicht habt ihr auch noch ein paar Gedanken zu dem Thema?
    Einen ganzen Strauss an grossen und kleinen Zielen zu haben, ist nützlich, weil dann immer mindestens eine Sache vorwärts geht. Und andererseits brauchen viele Dinge auch ihre Ruhezeiten und Brützeiten. in Bezug auf Zielen bin ich ein bisschen wie ein Huhn das auf einem Nest mit Eiern hockt, manchmal braucht es diese Zeit einfach.

    Darum nehme ich mir kaum je etwas mit Datum- oder Zeitangabe vor. Wenn der richtige Zeitpunkt da ist, geht's meist wie von selbst, aber erzwingen mag ich nichts. Viel zu anstrengend! (zum Thema Faulheit: Faulheit bedeutet auch, dass man jene Dinge, die man tun muss, mit maximaler Effizienz tut - dann hat man nämlich nachher schnell wieder frei)

    gruss, barbara
    Geändert von Bae (02.12.2016 um 07:12 Uhr)

  7. gesperrt

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    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    Zitat Zitat von Baretta Beitrag anzeigen
    Aber was ist, wenn man sein Ziel nicht erreicht, nicht erreichen kann? Dann kann es je nach Persönlichkeit schon recht bitter werden. Und dann machen Ziele alles andere als glücklich.
    Solche Ziele sind wie der Nordstern am Himmel: sie helfen bei der Orientierung und helfen dabei, die Richtung zu finden, aber es ist keineswegs die Idee, dass man sie je erreicht. Eins meiner Ziele ist, eine bessere Rednerin zu werden; ich finde, ich kann das schon ganz ordentlich (zum Beispiel in den privilegierten Momenten, wo das Publikum in absoluter Stille an meinen Lippen hängt und aufmerksamer nicht seni könnte), aber es gibt IMMER ein Detail, an dem man noch weiter schleifen kann.

    Und vielleicht werd ich nie Klimmzüge schaffen; aber durch das Üben werde ich trotzdem stärker und fitter. Ist mir auch recht.

    Glück ist aus meiner Sicht, weniger zu denken. Die Menschen, in meinem Leben, die glücklich sind oder waren, konnten das sehr gut mit dem im Hier-und-Jetzt-Sein. Nicht drüber nachzudenken, was morgen so kommt. Nicht zuviel Pläne machen.
    so ein bisschen Pläne schaden gar nicht, wenn es möglich ist, sie nicht allzu verbissen anzugehen.

    Eins meiner Ziele für die nächsten Jahre ist eine eidgenössische höhere Fachprüfung zu absolvieren, sprich die höchste mögliche Qualifikation in meinem Beruf zu erlangen. Der Weg dahin ist bekannt... und den geh ich jetzt einfach Schritt für Schritt. Ich muss nicht rennen oder hetzen. Ich orientiere mich auf das Ziel und mache die dazu notwendigen Schritte, immer wieder, aber ohne Stress und Druck.

    gruss, barbara

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    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    Zitat Zitat von Tabea57 Beitrag anzeigen
    Aber gerade im trödeln und im zweckfreien Tun kann sich doch vieles entwickeln. Wer weiß, vielleich kommst Du auf Gedanken, Pläne und Wünsche , die Du beim aktiven Ziele suchen niemals entdeckt hättest?
    ja, ist gut möglich und kommt ja auch vor, aber in unmotivierten phasen kann ich stunden vorm pc oder vorm tv verbringen und das erfüllt mich einfach nicht - ist manchmal notwendig zum abschalten, aber soll eben keine dauerhafte freizeitbeschäftigung sein. längerfristig fühl ich mich einfach besser, wenn ich dinge mache, die mich glücklich machen und ich mir mein leben so gestalte, dass ich zufrieden bin. und mein heutiges leben ist zum teil aus punkten meiner liste entstanden, einiges kam und passierte ungeplant, aber beruflich und sportlich bin ich jetzt da, weil ich an meinen zielen gearbeitet habe. wobei meine liste keine extrem dinge beinhaltet - ich bin zwar gern aktiv, aber ich bin nicht der megaabendteurer typ. ich würde ein gutes buch jedes mal zb einer ballonfahrt vorziehen
    Liebt Menschen und benutzt Dinge, weil das Gegenteil niemals funktioniert - The Minimalists

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    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    S
    Eins meiner Ziele für die nächsten Jahre ist eine eidgenössische höhere Fachprüfung zu absolvieren, sprich die höchste mögliche Qualifikation in meinem Beruf zu erlangen. Der Weg dahin ist bekannt... und den geh ich jetzt einfach Schritt für Schritt. Ich muss nicht rennen oder hetzen. Ich orientiere mich auf das Ziel und mache die dazu notwendigen Schritte, immer wieder, aber ohne Stress und Druck.
    sehr schön formuliert - so geh ichs auch an.
    Liebt Menschen und benutzt Dinge, weil das Gegenteil niemals funktioniert - The Minimalists

  10. Inaktiver User

    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    MIch würde nur unglücklich machen, wenn es nicht mehr weiterginge.

    Das traurigste, was je ein Lieblingsautor von mir geschrieben hat, war, daß er mit 50 bereit war, ein Buch zu schreiben, wo ihm die Idee seit Jahren im Kopf herumging, weil er jetzt gut genug wäre, um es zu schreiben und besser wohl nicht mehr werden würde.
    was ist denn daran traurig?

    so ist das leben eben, es verläuft alles in bögen. die kunst ist, zum richtigen zeitpunkt das richtige und mögliche zu tun.

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