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  1. User Info Menu

    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    Zitat Zitat von Marie-Madeleine Beitrag anzeigen

    Ich finde es sogar schön zu sehen, dass manche Menschen mit ihrem Leben, so wie es ist, zufrieden sind, entweder, weil sich ihre Herzenswünsche bereits erfüllt haben oder aber, weil sie es irgendwie hingekriegt haben, das Beste aus dem zu machen, was ihnen das Leben vor die Füße wirft.

    Je älter ich werde, desto klarer wird mir, dass DAS die wahren Lebenskünstler sind.
    Ein paar Wünsche kann man ja trotzdem anvisieren und sich freuen, wenn es sich ausgeht. Z.B. noch einen Klettersteig oder es auch immer, aber rechnet halt damit, dass das Leben dir andere Herausforderungen vor die Füße knallt.
    Es zu schaffen, auch dann noch zufrieden zu sein, wäre auch ein Ziel.
    Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
    Aber macht!


    ausgeborgt von Uli_F-2009

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    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    Zitat Zitat von irgendeinwald Beitrag anzeigen
    .

    ich bin ja der totale planungs-und listenfreak und ich finde ziele für mich persönlich total wichtig, da ich dazu neige, sonst ganze wochen zu vertrödeln und die zeit verfliegt ja nur so ....
    Aber gerade im trödeln und im zweckfreien Tun kann sich doch vieles entwickeln. Wer weiß, vielleich kommst Du auf Gedanken, Pläne und Wünsche , die Du beim aktiven Ziele suchen niemals entdeckt hättest?
    Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
    Aber macht!


    ausgeborgt von Uli_F-2009

  3. gesperrt

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    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    Zitat Zitat von Marie-Madeleine Beitrag anzeigen
    Wenn es die Gesundheit zulässt, kann man doch auch noch mit 80 reisen oder anderen Hobbys nachgehen
    Auch mit 90 +

  4. Inaktiver User

    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    aktuelles Ziel: baldiger Feierabend....lecker Essen bei Schwiegerdad´s Birthday

  5. Inaktiver User

    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    Ich mochte das Buch "Ich bleib so scheiße, wie ich bin" von Rebecca Niazi-Shahabi. Oder "Einen Scheiß muss ich" von Sean Brummel. Wunderbare Gegenentwürfe zum Postulat der ständigen Selbstoptimierung und der allgegenwärtigen SOLLTE-Seuche.

  6. Inaktiver User

    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir geht der Nachbarstrang ab. Ihr merkt es.

    Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist? Zufällig habe ich gestern nach langer Zeit mal wieder meine eigene Signatur gelesen und da stand es ja.
    Wer das Ziel kennt, kann entscheiden. Wer entscheidet, findet Ruhe. Wer Ruhe findet, fühlt sich sicher. Wer sicher ist, kann überlegen. Wer überlegt, kann verbessern. Chinesische Weisheit

    Mein Problem ist momentan meine geringe Motivation zu allen möglichen Tätigkeiten, die nötig und wichtig wären.
    Ich meine jetzt nicht nur den anstehenden Auftrag, Fensterputzen und Sport machen. Habe ich mich wohl noch nicht richtig für das Ziel entschieden? Oder es mir erlaubt? ("Du darfst Fenster putzen." )
    Dagegen habe ich mir gestern und vorgestern erlaubt, auf den Weihnachtsmarkt zu gehen.

    Prokrastinierer sind Angsthasen, schrieb gestern jemand. Ja, mag sein … und nun? Was mache ich nun mit der Erkenntnis?

    Ich jedenfalls kann so einer Eimer-Liste ("Was willst du noch machen, bevor du tot bist?") wenig abgewinnen.
    Ich habe nur den Eingangsbeitrag gelesen, werde den Rest nachholen, von daher unvollständig.
    Ich habe in meinen jungen Jahren so viel Blödsinn veranstaltet, das reicht mir in vielerlei Hinsicht.
    Beim Lesen anderer Leute Listen ging es mir so, dass ich mir dachte, oh je, wie langweilig bin ich eigentlich? Ich will nichts machen, was mit Höhen zu tun hat: keine Ballonfahrt, kein Bungee usw. Auch Opernbesuche in riesigen Stadien müssen nicht sein. Der Zigeunerbaron in Augsburg am Roten Tor würde völlig ausreichen.

    Bei mir ging's die meiste Zeit so wild zu, dass ich mir nur noch denke: Ruhe. Ich brauche eigentlich nur noch Ruhe und Struktur. Wenn ich das mal wieder eine Weile hätte...ja dann kann mir in 20 Jahren wieder mal ein Rucksackurlaub einfallen...

  7. Inaktiver User

    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oder "Einen Scheiß muss ich" von Sean Brummel. Wunderbare Gegenentwürfe zum Postulat der ständigen Selbstoptimierung und der allgegenwärtigen SOLLTE-Seuche.
    oh ja!
    Da bin ich ganz bei dir!

  8. Moderation

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    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    Ich antworte jetzt mal, als wär der Strang nicht schon 60 Postings alt, um erst mal meine Gedanken zu sortieren.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?
    Ich denke, das Zitat in deiner Signatur ist sehr zutreffend. Ziele zu haben erlaubst ein selbstbestimmtes Leben. Die Erfahrung von Selbstbestimmtheit erlaubt Veränderung. Veränderung ermöglicht, unglückliche oder unbefriedigende Situationen oder Gewohnheiten zu verlassen.

    Von *Glück* allerdings ist da nicht die Rede. Es ist nur eine Option auf Unglücksreduzierung, und man kann daran scheitern.

    Trotzdem würde ich annehmen, daß ein selbstbestimmtes Leben tendenziell glücklicher ist als ein fremdbestimmtes.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mein Problem ist momentan meine geringe Motivation zu allen möglichen Tätigkeiten, die nötig und wichtig wären.
    Was ist denn ein Ziel? Was ist *dein* Ziel?
    Der Auftrag und Fensterputzen und Sport, das sind mMn keine Ziele. Das sind vielleicht Schritte auf dem Weg zu einem recht bodenständigen Ziel: Erfolgreiche Alltagsbewältigung (finanzielle Sicherheit, ein gemütliches Zuhause, ausreichende körperliche Kompetenz). Oder zu einem ehrgeizigen Ziel: Autarkie. Oder zu einem Ziel ganz anderer Art: Pflichtfüllung.

    Ein Schritt ist ein Schritt. Wo er hinführen soll, ist ein Ziel.

    Passen deine Schritte zu deinen Zielen?
    Prokrasinierst du, weil du Mißerfolg fürchtest? Fürchtest du überhaupt etwas, wenn du deinen Auftrag angehst, die Fenster putzt und Sport machst? Fürchtest du, etwas anderes zu verpassen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber da fängt es schon an: Brauche ich das wirklich, so eine Reise? Hängt davon mein Glück ab?
    Warum dürfen deine Ziele nur das sein, was du brauchst? Ist "überleben" wirklich ein Ziel, das in der privilegierten Situation, in der eine große Zahl der Menschen in diesem Land und dieser Zeit lebt, sich lohnt zu setzen?

    Es gibt Ziele, die sind Marschrichtungen. Es gibt Ziele, die sind Wegmarken. Es gibt Ziele, die sind Blumen am Wegrand. Es gibt Schritte die sind komplett unspaßig und doof und gräßlich und führen aber dem Ziel zu, und es gibt Schritte, die sind ihr eigener Lohn. Und alle sind gleichermaßen nötig, wenn man selbstbestimmt leben möchte.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  9. Moderation

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    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin...fast..wunschlos glücklich.
    Ich hatte früher lange Phasen, wo ich wunschlos unglücklich war.
    Das war nicht so prickelnd.

    Zitat Zitat von Marie-Madeleine Beitrag anzeigen
    Bucket Lists halte ich für überbewertet, weil bei dem Thema so oft suggeriert wird, dass man kein lebenswertes Leben führt, wenn man nicht noch zig Sachen auf die Bucket List schreiben könnte.
    Als ich 16 war war meine Liste, "alle interessanten Orte zu sehen, alle guten Lieder zu singen, und alle spannenden Bücher zu lesen." Mir war damals schon bewußt, daß die Jahre Methusalems für diese einfachen Wünsche nicht ausreichen würden.

    Das Ziel einer solchen Liste ist vielleicht eher, wie Bastian in Phantásien herauszufinden, was man sich wirklich wünscht... und dafür muß man vielleicht, wie Bastian, durch eine Menge "es kam mir gerade wie eine gute Idee vor" gehen.

    Oder es ist einfach und unkompliziert eine positive To-Do-Liste, wo man draufguckt, wenn man sagt, "jetzt ist Zeit für was nettes" und sich denkt, "was nehm ich denn?"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da gibt es auch so einen Spruch - "Ich bin glücklich, weil ich will, was ich muss." Den mag ich gar nicht.
    "Dumm sein und Arbeit haben: das ist Glück." (Benn)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ziele hat er absolut keine, und Motivation, noch viel anzugehen, ebenso wenig. Trotzdem ist er glücklich - sagt er und ich glaub ihm das, denn ich kenne ihn gut und er wirkt tatsächlich "gemittet", in sich ruhend und zufrieden.
    Meine Mutter sagte immer, wenn sie im Ruhestand ist, wird sie nur noch auf der Terrasse oder am Ofen sitzen und lesen.
    Das hat sie voll umgesetzt.

    ***

    Angst als Ursache für Aufschieberitis: Ja. Wenn man nicht weiß, wie man etwas anfangen soll, ob es überhaupt das richtige ist, ob es sich lohnt... dann ist es sehr leicht, es aufzuschieben. "Wenn ich das hier falsch mache, muß ich meinem Chef erklären, wieso für den Rest des Tages niemand mehr arbeiten kann Ich les besser noch ein bißchen mehr darüber, was man alles falsch machen kann..." Zum Glück habe ich genügend Ungeduld, um irgendwann einfach zu machen, und mir zu denken, wenn's schiefgeht, fällt mir schon was ein.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vermutlich kommt jeder irgendwann an den Punkt, wo er sich dem stellen muss: Es gibt nichts rein Gutes.
    Wir sind eben komplexe Wesen mit einem großen Gehirn in einer komplexen Welt. Wir können uns immer alles mögliche vorstellen, was noch besser, oder anders sein könnte. Wir können nie alles haben, jede Entscheidung für etwas ist auch eine gegen etwas, jede Entscheidung kauft ihre Konsequenzen mit, jede Entscheidung wird auf unzureichende Datenlage getroffen, da wir die Zukunft nicht kennen können.

    Und wir wissen nicht mal, wie etwas "rein Gutes" aussehen könnte, wir wissen nur, daß wir es nicht haben, und irgendwann dämmert uns vielleicht, daß wir es auch nicht mehr kriegen werden.


    Zitat Zitat von Marie-Madeleine Beitrag anzeigen
    Ich mag auch den Gedanken nicht, dass man für Glück "bezahlt"
    Opportinitätskosten? Der Preis, eine Sache zu machen, ist, andere nicht zu machen?
    Wenn dann nagende Zweifel dazukommen, ob die Sache die richtige ist, erzeugt man sich ein ausgewogenes Universum. Aber kein gutes.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ein altes Ziel schon lange beiseite geschoben gehabt und dann - Überraschung! Einfach mal was ausprobieren -, nicht zu sehr planen:
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  10. Moderation

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    AW: Braucht es Ziele im Leben, damit es ein glückliches Leben ist?

    Zitat Zitat von linsemo Beitrag anzeigen
    Wer sich Ziele sucht, der glaubt auch daran, daß diese Ziele ihn glücklich machen.
    Mich macht bei den erreichbaren Zielen eher glücklich, sie zu erreichen, und sie erreicht zu haben. "Das ist spannend und könnte gut werden", "das ist fertig und ist gut geworden". Ja, so entstehen Süchte, ich bin fertig, grinse breit, schnapp mir gleich das nächste und erhöhe stetig die Dosis. Ich habe ein Spitzendeckhen gehäkelt, jetzt mache ich ein doppelt so großes mit doppelt soviel Spitze. Ich habe alle einfachen Denksportaufgaben im Buch gelöst, jetzt löse ich alle mittleren.

    Ich finde das nicht dramatisch.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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