Das sehe ich aber völlig anders. Sämtliche Leistungsträger in Führungpositionen, die ich so kenne , waren durchaus charismatische ,empathische und eloquente Persönlichkeiten und keine "Ich muss das jetzt gewinnenTypen" oder sie hatten Assistenten mit entsprechenden Attributen.
Gerade wenn man kein Gespür hat für Andere und nur selbst gewinnen möchte, dann ist es sehr schwer, dass der Ton auch so ankommt, dass andere auch in Ihrer Leistung motiviert werden.
Darum gehts aber in der Regel bei Vorgesetzten.
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05.02.2021, 19:58Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
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05.02.2021, 20:00
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Was sagt das über Menschen aus, die nur „glücklich“ sind, wenn sie andere übertrumpfen?
Früher hätte ich deine Meinung evtl geteilt, mittlerweile glaube ich nicht mehr, dass es richtig ist, dass solche Menschen an der Spitze von Unternehmen sitzen etc.
Bei Führung sollte es darum gehen, den Mitarbeitern die nötigen Freiräume zur Entwicklung zu bieten - nicht, sie möglichst gut nach den eigenen Interessen zu dressieren.
Zumindest, wenn wir jetzt nicht über Fließbandarbeit sprechen.
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05.02.2021, 20:06Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Das eine schließt aber doch das andere nicht aus. Minister Heiko Maas ist ein ambitionierter Triathlet und kann trotzdem gut reden. Viele amerikanische Top-Manager sind ehemalige College-Sports-Athleten. Und so viel falsch machen tun die ja nicht, wie man an der wirtschaftlichen Entwicklung sieht.
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05.02.2021, 20:06Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Eine bestimmte Menge Ehrgeiz muss man schon haben, wenn man eine Führungskraft sein möchte.
Ich z.B. habe daran überhaupt kein Interesse. Ich habe auch Ehrgeiz, aber nicht darin mich zu messen. Tja..was macht eine Führungskraft aus?
(Ich glaube das ist hier O.T.)
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05.02.2021, 20:23
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Mein "bester" Chef, also der, von dem ich am meisten gelernt habe und mit dem ich am liebsten gearbeitet hatte, war ebenfalls Sportler. Und ehemaliger Europameister in seiner Sportart.
Ehrgeiz ist also nicht falsch für so eine Position.
Und andere Menschen überflügeln zu wollen ist nicht gleichbedeutend mit "unfair und rücksichtslos".
Auf das Geschäftsleben übertragen heißt das : Ich muss evtl einen ganzen Schwung Leute entlassen, wenn die Situation es erfordert, die sog. Minderleister sind, weil ich sonst Gefahr laufe, den ganzen Laden vor die Wand zu fahren. Dann müssen alle gehen - das ist auch keine Lösung.
Man kann, und da liegt der Unterschied, aber dafür sorgen, dass sie "abgefedert fallen", dh ich sorge dafür, dass sie in Weiterbildungen landen bzw Unterstützung bekommen, die sie benötigen, nicht nur in finanzieller Form.
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05.02.2021, 20:33Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Ich finde aber auch, dass sich Ehrgeiz und die Fähigkeit, Dinge auch ohne einen Wettkampf mit anderen zu genießen, jetzt nicht unbedingt ausschließen.
Meiner Meinung nach wird Ehrgeiz an dem Punkt ungesund, an dem es nicht mehr möglich ist, den Ehrgeiz mal zurückzustellen.
Mir ist aber noch ein anderer Gedanke gekommen.
Kara hatte hier ja geschrieben, dass ihr die Herausforderungen fehlen, und dass es für sie eine große Motivation ist, am Ende ein mess- und vorzeigbares Ergebnis zu haben.
Für mich schwingt da irgendwie sehr der Blick auf die Bewertung von außen mit, zum Beispiel bei dem Beispiel mit dem Kurs und dem Zertifikat. Das Gefühl, man müsste etwas haben, damit die anderen einem "glauben", dass man was erreicht hat.
@Kara: Ist das so?
Wenn dem so sein sollte, könnte vielleicht ein Perspektivwechsel wirken.
Wenn man zum Beispiel einen Kuss macht und am Ende verschlampt das Institut die Zertifikate - hat man dann nicht trotzdem genau so viel gelernt? Ist das dann nicht auch etwas wert? Für einen selbst?Geändert von Inaktiver User (05.02.2021 um 20:40 Uhr)
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05.02.2021, 20:44Inaktiver User
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05.02.2021, 20:52Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Dieser Führungsstil ist zumindest in meinem Unternehmen mindestens schon seit 15 Jahren überhaupt nicht mehr gefragt. Leadership wird hier als Mentoring/Guidance gesehen und der Mitarbeiter bekommt mehr und mehr Eigenverantwortung und will das auch. Bei uns gib es kaum noch Chefs, die irgendwem sagen, was er zu tun hat. Und diese wenigen Chefs müssen sich beim upward feedback warm anziehen. Gefragt ist agiles Arbeiten mit einem Chef, der sich um das Engagement und die Motivation der Mitarbeiter kümmert. Natürlich ist nicht jeder Mitarbeiter in strategische Entscheidungen involviert, aber die Strategie wird nicht diktiert, sondern entwickelt.
Für mich gibt es mindestens 100 Graustufen zwischen "Ton angeben" und "zufrieden mit Status Quo". Bei uns wird beruflich immer im Team gearbeitet, und der Manager wird nicht nach seinem eigenen Fleißkärtchen bewertet, sondern ausschließlich nach der Leistung seiner Mitarbeiter. Und wenn er die bloß herumkommandiert, kann da nicht viel erwarten. Die Zeiten sind zumindest in dem großen Dax-Konzern, in dem ich tätig bin, längst vorbei.
Ich muss hier nicht buckeln wie ein Sklave. Ich stelle meine Arbeitskraft zur Verfügung, und das in meinem Fall für eine bestimmte Anzahl an Stunden die Woche. WIE ich arbeite, ist mir selbst überlassen im Rahmen der deutschen Gesetzgebung. Zurzeit pandemiebedingt 100% daheim, im Normalfall flexibel mal hier, mal dort, in unterschiedlichen Teamkonstellationen und Arbeitsräumen. Aber niemand käme auf die Idee, dass ich mehr leiste, nur weil ich länger im Büro bin. Es zählt das Ergebnis.
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05.02.2021, 21:06
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Ich kann es nicht genauer ausführen, sonst wäre zuviel Anonymität "flöten".
Nur soviel : es handelte sich um einen Betrieb mit Taktfertigung. Da muss der Mitarbeiter zwingend in einer festen Arbeitszeit arbeiten, hat das nach bestimmten Vorgaben zu tun (das WIE) und auch an einem bestimmten Ort (ein Entwickler bei Audi oder VW kann gut und gern nachts um 3 von zu Hause arbeiten. Hauptsache, zum Zeitpunkt X liefert er. Die Mitarbeiter an der Linie können das nicht).
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05.02.2021, 21:37Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Yup. Bis auf Australien, aber das wäre ja ein no-brainer, wenn nicht COVID dazwischen gekommen wäre. Sprachen lernen habe ich irgendwann aufgegeben, denn am Ende vom Tag braucht man Englisch, Französisch und Spanisch plus google translate, um in der Welt klarzukommen, der Rest ist vernachlässigbar. Und was Fortbildungen angeht - damit bin ich "durch", ich habe viel Geld und Zeit in so was investiert, und jetzt ist da mal Schicht im Schacht.



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