Da ich auch ein riesiger Fan von bucketlists bin und die auch gerne visualisiere, kann ich verstehen, dass es eine Leere auslöst, wenn man alles was man im Leben wollte, abhaken kann.
Allerdings hoffe ich nicht, dass ich jemals in die Situation komme. Meine Liste ist jetzt schon so lang, dass ich ein zweites Leben dafür bräuchte.
Kara, bist du wirklich schon jeden Marathon gelaufen, den du laufen wolltest? Hast jeden Berg bestiegen? Jedes Land gesehen, welches dich interessiert? Jede Sprache gelernt/Fortbildung gemacht usw.? Das ist tatsächlich unvorstellbar für mich.
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05.02.2021, 15:24Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
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05.02.2021, 15:25Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Ich finde schon, dass es etwas gebracht hätte zu diskutieren, was Du denn als "Bucket List" definierst, denn die weicht zumindest meiner Meinung nach stark von der allgemeinen Definition ab.
Hier hast Du mich (absichtlich?) missverstanden.
(Die SMART-Methode ist aber auch auf "Pizza essen in Italien" anwendbar.
Spezifisch: klar, Pizza ist spezifisch und Italien spezifisch genug
Messbar: natürlich, ich habe eine Pizza dort gegessen oder eben nicht (0/1)
Attraktiv: liegt im Auge des Zielerstellers, für Kaileigh war es ein attraktives Ziel
Realistisch: hast Du selbst schon bejaht, man braucht einfach Zeit und Geld für ein Ticket
Terminiert: das ist der Sinn der Bucket List, Bilanztag ist der letzte Tag des Lebens)
Gemeint hatte ich:
Du hast davon gesprochen, dass auf Deiner Bucket List stand "Doktor machen". Hast Du erreicht. War sicher auch realistisch. Aber jetzt mal ANGENOMMEN, Du hättest Dich totgeprüft und könntest dieses Ziel nicht mehr erreichen.
Was hättest Du getan?
Das Ziel gestrichen? Alles Mögliche unternommen, um doch noch in einem anderen Fach zu promovieren?
(Eine klassische Bucketlist sagt ja, das alles möchte ich erreichen, bevor ich sterbe. Insofern könnte man das eine oder andere Ziel ja sehr hartnäckig, ein Leben lang verfolgen und es wird von Jahr zu Jahr möglicherweise schwieriger, es zu erreichen.)
Jetzt hast Du ja gesagt, mit 40 hast Du schon alles erreicht, was Du Dir jemals für Dein Leben vorgenommen hast. Fertig. Leben durchgespielt.
Das bedeutet nach Deinem Leistungsgedanken doch nur eins: "raise the bar". Deine Ziele waren zu einfach zu erreichen und Deine Bucketlist zu anspruchslos. Was spricht also dagegen, sie zu erweitern?
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05.02.2021, 15:31Inaktiver User
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05.02.2021, 15:33Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Da ich wirklich neugierig bin, was das Bällebad denn nun ist:
https://bfriends.brigitte.de/foren/p...l#post35048430
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05.02.2021, 15:37
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Das könnte man machen, die Messlatte höher legen.
Aber dann kommt man irgendwann unweigerlich an den Punkt, an dem alle Messlatten zusammenbrechen, weil es - aus gesundheitlichen oder was auch immer für Gründen - nicht mehr geht.
Dann, auf einem so hohen Niveau, die Kurve zu kriegen zu einem Leben ohne Leistungsgedanken, dafür mit Muße, Achtsamkeit, Seele baumeln lassen, halte ich für schwierig bis unmöglich.
Und dann - spätestens - kommt eine enorme Lebensunzufriedenheit. Wenn nicht schon vorher.
Ich plädiere eher dafür, sich mit Alternativen zum Messlattenprinzip anzufreunden.
Und diesen ganzen SMART-Kram aus nichtberuflichen Themen herauszuhalten.Wir werden weitermachen!
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05.02.2021, 15:38Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Gut verstehe , das Wort Verwaltung läuft bei mir nicht unter Corona. ,Das geht aber gerade allen so .Ich kann noch nicht mal arbeiten und schon gar nicht das machen ,was ich sonst mache. Dafür mache ich eben was Anderes. Ist absehbar und endlich.
in Rentenzeiten kannst Du das vielleicht auch nicht mehr ausser Konzerte ,also wäre es doch gut sich noch was Anderes zu suchen ,was man könnte?
Ich finde solidarisches "es ist eben so " auch leichter zu ertragen ,als wenn es nur mich betreffen würde.
Ich erforsche gerade unter Anderem die Kochtechniken von Ottolenghi.Damit habe ich 2 Sachen ,die mir gut tun, neue Erfahrungen und jeden Tag gutes Essen.
Oder suche mir ganz gezielt Dokus raus ,wo ich dann nach Corona wieder sein möchte und freue mich schon vor...Nur mal so als Anregung , was man privat machen könnte?
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05.02.2021, 15:38Inaktiver User
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05.02.2021, 15:38
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Witzig, ich hatte das im Original ueberlesen, aber jetzt, da andere es zitieren, faellt mir als erstes auf: Nein, die SMART-Methode ist nicht gedacht fuer "Ziele" im weiteren Sinne, sondern eher fuer Vorhaben. Das Ziel kann viel weiter gefasst sein.
Also, wie Lily z.B. schreibt, das Ziel ist mentale Ausgeglichenheit. Das ist als ganzes ein lebenslanger Prozess und nicht zuverlaessig durch die SMART-Methode einzugrenzen. Aber was kann ich dazu beitragen, diese Ausgeglichenheit zu erreichen? Vielleicht (je nach Umstaenden), kann ich Taetigkeiten, die mir nur Kraft entziehen reduzieren und ich kann etwas Wohltuendes, sagen wir mal, Meditation, integrieren.
Dann kann ich als Vorhaben nach SMART setzen:
- Ich moechte regelmaessig vor dem Einschlafen in einem fuer mich angenehmen Raum fuer 30 Minuten zu Musik mit einer optischen Hilfe meditieren.
- Ich moechte dies in den naechsten 3 Monaten zu einer Angewohnheit ausformen
- Kann ich erreichen, indem ich mit kurzen Zeiten anfange und die Zeit langsam verlaengere (z.B. mit 5 Minuten anfangen und jede Woche 5 Minuten dranhaengen) (ich kenne A als "attainable" - erreichbar, nicht zu unspezifisch, nicht zuviel.)
- Dass es realistisch ist, nehmen wir mal an.
- Time: s.o., ueber drei Monate zu 30 Minuten taeglich.
Darauf kann ich vielleicht besser schlafen, besser abschalten, gewinne mehr Energie usw. - alles Dinge, die zu meinem ZIEL (mentale Stabilitaet) beitragen.
Realistisch muss es allerdings schon beides sein, ansonsten ist es ein Traum oder Ideal, da stimme ich Kara zu. Das ist etwas anderes, aber auch etwas Notwendiges. Frage: So wie ein Vorhaben nur sinnvoll ist, wenn es einem Ziel dient (und sei dieses Ziel: Spass), ist eine Bucketlist nur dann sinnvoll, wenn sie Traeumen und Idealen zulaeuft?Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne
"Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".Maxi Gstettenbauer
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05.02.2021, 15:45Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Flau, das ist ein total toller Post!
Tatsächlich ist es nämlich so, dass wir in meiner Therapie auch mit dem SMART-Konzept arbeiten. Ziel der Therapie ist nämlich logischerweise, dass ich meine psychische Krankheit in den Griff kriege. Nur: Um zu wissen, ob die Therapie Erfolg hat, müssen ja irgendwie messbare Fortschritte definiert werden.
Dafür wendet mein Therapeut auch gerne die SMART-Methode an und gibt den Patienten damit Anregungen an die Hand, was sie in der Zeit zwischen den Therapiestunden ausprobieren können.
Von daher finde ich schon, dass diese Methode auch außerhalb von beruflichen Kontexten sehr viel Sinn machen kann.
Ich fände es allerdings befremdlich, tatsächlich ALLES, was ich tue, erstmal dahingehend abzuklopfen.
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05.02.2021, 15:46Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Schon eher Ziele. Wenn ich z.B. das erwähnte halbe Jahrtausend Zeit hätte: "ich will jede Sprache auf dem Planeten verhandlungssicher sprechen können" - da muss man schon dran arbeiten.
Zum Beispiel. Und ich hätte noch etliche mehr, "Marathon" stünde auch drauf
Oder ein eigenes Unternehmen führen.
Zumindest das mit den Sprachen ginge auch jetzt, bringt dir natürlich nichts, wenn Du an Sprachen wenig interessiert bist.


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