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  1. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Wir, die Außenwelt, können Dich aber nicht zufrieden machen, das kannst Du nur selbst. Und Du willst es nicht anders als Du es gerade machst. Damit musst Du wohl weiter unzufrieden sein...

    Mir kommt vieles, was Du so schreibst, tatsächlich vor wie "die Anleitung zum Unglücklichsein". Du kannst in meinen Augen gar nicht das Erreichte wertschätzen, das wird für Dich sofort wertlos, wenn es "abgehakt" ist.

    Für manch einen ist all das, was Du geschafft hast, vollkommen unerreichbar (gewesen), und dennoch ist er womöglich viel zufriedener als Du. DAS wäre der Schlüssel, aber das willst Du nicht angreifen. Dann bleibt Dir halt das Nörgeln.
    Es ist auch etwas eindimensional das Leben als Bucketlist zu sehen.
    Ich finde da tatsächlich den buddhistischen Ansatz von " Der Weg ist das Ziel " wesentlich spannender.
    Aber selbst als Add on könnte man damit Einiges erweitern, um überhaupt mal Erfahrung in dieser Sichtweise zu sammeln.

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    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Ich mag Karas Posts weil sie immer etwas nonkonformistisch sind - und ich denke sie liebt auch die Provokation ein wenig
    Ich finde das nicht nonkonformistisch, sondern das genaue Gegenteil. Kara erfüllt die Kriterien des heute noch in weiten Teilen verbreiteten Leistungsdenkens; und sie redet sich alles schön, was an Nachteilen damit verbunden ist.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Darüber wollte ich auch schon länger mal einen Strang im Job-Forum eröffnen. Weil trotzdem am Ende vom Tag einer die Kartoffeln aus dem Feuer holen muss und das nicht funktioniert, wenn sich alle aus life-work-Balance-Gründen nicht zuständig fühlen. Aber das sollten wir anderswo diskutieren.
    Wieder meine ganz persönliche Meinung: Ich höre da nicht heraus, dass du dich mit der Thematik schon wirklich auseinander gesetzt hast. Solltest du in den nächsten 20-25 Jahren weiterhin mit Mitarbeiterführung oder gar -auswahl zu tun haben, dann kann ich nur raten, da etwas tiefer und offener einzusteigen.

    Am Ende des Tages geht es nicht um die Kartoffeln im Feuer. Am Ende des Tages geht es darum, dass sich viele, viele Menschen nach dem "warum" fragen. Warum bin ich ausgebrannt. Warum läuft mein Mann/meine Frau weg. Warum geht es mir nicht gut (körperlich/geistig). Und: Welchen Anteil habe ich selbst daran?

    Ich kann dir nur sagen, dass es ein großes Problem ist, dass sich viele Menschen, vor allem in Konzernen, aber auch in KMU's oder auch Selbstständige nicht mit dem identifizieren können, was sie tun.
    Sinnhaftigkeit der Arbeit ist das Stichwort.
    Und der Komplexität der Vorgänge in der Arbeitswelt versucht man mit Regeln und Prozessvorschriften zu begegnen, was wiederum verstärkt, dass die Eigenveranwortung der Mitarbeiter immer mehr ausgebremst wird.

    Das Ziel der Bälle-Bader ist nicht, nicht zu arbeiten. Das Ziel ist es, für etwas zu arbeiten, wofür es sich lohnt und womit man sich identifizieren kann. Und am Ende des Tages geht es eben nicht um die Kartoffeln, sondern darum, ein gesundes UND erfolgreiches Leben zu führen.
    Es sollte eigentlich klar sein, dass das heutige Gesundheitssystem die steigende Anzahl an psychischen und körperlichen Erkrankungen gar nicht mehr lange mitmachen kann.

    Diese Themen hängen alle zusammen und ich finde es irgendwie nicht sehr differenziert oder gar empathisch, dass du das so negativ siehst und abwertest.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich hoffe, das ist jetzt hier nicht allzu OT, aber in meiner Generation ist es einfach mittlerweile sehr verbreitet, sich Gedanken über die eigene mentale Gesundheit zu machen, auch und gerade im beruflichen Kontext.
    Gesundheit ist schließlich etwas sehr Wertvolles.
    Danke, ich sehe das auch so. Dazu hat die TE aber einfach keinen Zugang und daher zählen diese Argumente auch nicht.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde, bei der Betrachtung von "Zielen", die man sich setzt, ist das gar nicht so offtopic, wie es eventuell scheinen mag. Der Erhalt der mentalen Gesundheit kann nämlich auch ein Ziel sein.
    Das Genießen von kleinen Momenten kann ein Ziel sein.
    Und der Körperlichen!



    Ich finde auch nicht, dass es klug/intelligent oder was auch immer ist, seinen Körper zu ruinieren, wenn man gar keinen Grund dazu hat. Als Leistungssportler ist man dazu in gewisser Weise gezwungen (heißt nicht, dass ich das gut finde), weil man eben sein Geld damit verdient.
    Aber dass man als Hobbysportler seinen Körper kaputt macht, finde ich echt traurig.

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    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von _Winterkind Beitrag anzeigen
    Ich finde das nicht nonkonformistisch, sondern das genaue Gegenteil. Kara erfüllt die Kriterien des heute noch in weiten Teilen verbreiteten Leistungsdenkens; und sie redet sich alles schön, was an Nachteilen damit verbunden ist.
    Ich sehe es so, dass Kara alles, was nicht mit Zielerreichung zu tun hat, einfach ausblendet.

    Das kann man für sich selbst machen, wenn man bereit ist, den Preis dafür zu bezahlen, nämlich ein inhaltlich ziemlich schmales Spektrum im Leben.

    Wenn man aber Personalverantwortung hat, ist das ein No go. Ein Vorgesetzter, der die physischen und psychischen Bedürfnisse seiner Mitarbeiter nicht im Fokus hat, hat keine Führungskompetenz, ist nur ein Zieledurchpeitscher.
    Wir werden weitermachen!

  4. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jup, das kommt schon gut hin. Ich bin gern erfolgreich. Aber wer ist das nicht?

    Nein, finde ich überhaupt nicht, denn du kannst ja nicht frei entscheiden. Die Verwaltung schreibt dir vor, was du "darfst" und was nicht. Das ist ein eklatanter Unterschied zu der Wunschsituation "Rente", wenn die Welt irgendwann in ein paar Jahren wieder normal ist.
    Welche Verwaltung schreibt dir was vor? Dein Arbeitgeber? Aber doch nur zu Arbeitszeiten. Privat kannst Du machen was Du möchtest.
    Ganz interessant auch Sport ist Beschäftigung, wenn man ihn so betreibt wie Du. Du spielst hier mit Begrifflichkeiten und blockst so prima das ,was Dir zu nahe kommt.
    Wenn Du so viele Geld hast, suche Dir doch mal einen guten Coach und erzähl das dort. Vielleicht hilft es Dir ,wenn Du richtig viel Geld dafür bezahlen musst, um aus der Unzufriedenheit zu kommen?

  5. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Welche Verwaltung schreibt dir was vor? Dein Arbeitgeber? Aber doch nur zu Arbeitszeiten. Privat kannst Du machen was Du möchtest.?
    Äh, nein? Die Corona-Verwaltung schreibt ziemlich genau vor, was man darf und was nicht. Ich möchte gern Skifahren gehen - darf ich nicht. Oder auf Konzerte gehen - darf ich auch nicht. Ich darf nicht mal mit fünf Leuten am Sonntag gemütlich 30 km laufen. Und das ist eben der Unterschied zum Konzept „Rente nach Corona“. Da kann ich mir das dann eben frei aussuchen.

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    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du spielst hier mit Begrifflichkeiten und blockst so prima das ,was Dir zu nahe kommt.
    Wenn Du so viele Geld hast, suche Dir doch mal einen guten Coach und erzähl das dort. Vielleicht hilft es Dir ,wenn Du richtig viel Geld dafür bezahlen musst, um aus der Unzufriedenheit zu kommen?
    Vielleicht sollten wir einen neuen Strang aufmachen, um weiter zu diskutieren. Ich weiß nicht, inwiefern das hier erlaubt oder erwünscht ist, dass wir "generell" über das Bucket List Thema sprechen, ohne speziell auf Kara einzugehen.

    Denn Kara, so denke ich auch, hat sich einfach damit abgefunden und ich habe nicht das Gefühl, dass da irgendwas von dem, was wir hier schreiben, wirklich ankommt.
    Muss es aber auch nicht.

  7. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von _Winterkind Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollten wir einen neuen Strang aufmachen, um weiter zu diskutieren. Ich weiß nicht, inwiefern das hier erlaubt oder erwünscht ist, dass wir "generell" über das Bucket List Thema sprechen, ohne speziell auf Kara einzugehen.
    .
    Über "bucket list generell" zu schreiben, da spricht ja nichts dagegen. Ich denke eher, dass das Thema "Generation Y und Z" woanders hin gehört (nämlich ins Job-Forum) und habe mich während der letzten Beiträge schön brav auf die Finger gesetzt.

  8. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist DEINE Bewertung!
    Ja, klar, aber daher hilft es auch nicht sehr, über diese unterschiedlichen Definitionen zu diskutieren.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was wäre denn Dein Gefühl, wäre Deine Löffelliste nicht leer, sondern noch voll mit Zielen, die Du gar nicht mehr erreichen kannst?
    Das war mal mein Hemmschuh, mir wirklich 50 Dinge zu suchen, die ich noch machen will. Was, wenn ich den Löffel abgebe, und da sind noch 20 Sachen offen?
    Ein Ziel, das sich nicht realistisch erreichen lässt, ist kein Ziel nach der SMART-Methode. Sondern eher ein "Traum" oder so was.

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    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Über "bucket list generell" zu schreiben, da spricht ja nichts dagegen. Ich denke eher, dass das Thema "Generation Y und Z" woanders hin gehört (nämlich ins Job-Forum) und habe mich während der letzten Beiträge schön brav auf die Finger gesetzt.
    Ich sehe diese Themen ziemlich eng verknüpft, zumindest wenn man die bucket list so definiert, wie du es tust.
    Also: machen, um es abhaken zu können.
    Und dann bist du ziemlich genau bei dem, was die Y/Z-Menschen nicht mehr wollen.

  10. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von _Winterkind Beitrag anzeigen
    Aber dass man als Hobbysportler seinen Körper kaputt macht, finde ich echt traurig.
    Das machen aber doch viele. Die schlimmsten Unfälle mit Langzeit-Folgen sind Skiunfälle, und die passieren meistens Leuten, die das gar nicht so exzessiv betreiben. No risk, no fun. Ich persönlich habe nach ein paar Stürzen eher einen riesigen Respekt vor dem Rennrad, was Verletzungen angeht.

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