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25.11.2016, 21:40
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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25.11.2016, 21:42Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und n
Naja, ich habe die Dinge ja auch recht verkürzt dargestellt, weil man sonst immer so schnell abdriftet. Neben dem Thema Fotografie gab es noch gefühlte 50 weitere Aktivitäten der Kategorie "Beschäftigung", die ich angefangen und dann wieder fallengelassen hatte. Wenn ich aufzähle, was das alles war, werde ich gleich wieder als überheblich dargestellt (wenn auch nicht von Dir), also lasse ich das
. Meist lag es daran, dass die Ziele, die dahinter standen, dann nicht so greifbar waren (SMART-Kriterien für Fotografie... hmmm.... schwierig). Deshalb war mein Antritt in diesem Strang, Abstand von den "Beschäftigungen" zu nehmen.
Bei meinem ersten Marathon war das dagegen anders - greifbares Ziel, in das trotzdem Anstrengung hinein fließen musste, klare Erfüllungsrkiterien (entweder man läuft durchs Ziel oder eben nicht) und "once in a life time"-Erlebnis (der erste ist immer der beste und einzigartigste). Nur liess sich das dann für mich nicht mehr so replizieren, denn das Ziel, beim nächsten Mal ein paar wenige Minuten besser zu werden, war dann nicht mehr so attraktiv. Ich bin trotzdem noch einen gelaufen, bevor ich dann verletzungsbedingt aussetzen musste, und obwohl ich mich zeitlich verbessert hatte, war der Zieldurchlauf nicht das gleiche - es war irgendwie "flach"
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Ok, und was passierte dann nach 40? *neugierig frag*? Klar ist jede Biographie und jede Persönlichkeit unterschiedlich, aber mich interessiert eben trotzdem, wie andere diese Krise überwunden haben, damit ich dann meine eigenen Schlüsse daraus ziehen kann
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Geändert von Inaktiver User (25.11.2016 um 21:52 Uhr)
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25.11.2016, 22:07
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Lebst du enge Freund/innen Beziehungen?
Wie nah kannst du dich mit ihnen austauschen? Wieviel Nähe ist da möglich`?Es wird Zeit für eine neue Signatur
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25.11.2016, 22:13Inaktiver User
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25.11.2016, 22:41Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Du bist 40 ! Du wirst mit solchen Situationen nicht fertig?
Es fehlt Dir an Selbstvertrauen, an Verantwortungsbewusstsein.
Bist Du sicher, dass Du in einer Führungsposition richtig aufgehoben bist?
Kann es sein, dass Du mit Deinem Job überfordert bist?
Und ich fürchte, Du hast ein falsches Selbstbild.
Weshalb sollte man Dich für "überheblich" halten, wenn Du gefühlte 50 Aktivitäten beginnst und dann wieder fallen lässt? Im Gegenteil, es zeigt, dass Du nicht viel gebacken kriegst. Du übernimmst Dich und dann ist Dir alles zu viel.
Hast Du die Tendenz ein "Leben aus zweiter Hand" zu leben? Du liest gern Biographien und möchtest Geschichten von anderen hören, um was daraus zu ziehen?Klar ist jede Biographie und jede Persönlichkeit unterschiedlich, aber mich interessiert eben trotzdem, wie andere diese Krise überwunden haben, damit ich dann meine eigenen Schlüsse daraus ziehen kann
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26.11.2016, 03:42Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Ich hatte deshalb nach deinen Gefühlen vor einem schwarz umwölkten Mitarbeiter gefragt, weil dir das Wahrnehmen hilft, bei dir zu bleiben. Es klang so, als du es das erste Mal erwähntest, dass du sozusagen reinfällst in die Situation und sie dich schluckt.
Es ist normal und verständlich, wenn dir so eine Situation mit einem Mitarbeiter unangenehm ist! Das darf sein.
Der Mitarbeiter darf auch seine Gefühle haben. Er ist ein Mensch.
Du hast deine Aufgabe in der Situation und er seine. Alles schön getrennt voneinander und zur gleichen Zeit nebeneinander vorhanden.
Es ist lediglich etwas, womit man umgehen kann. Du gibst deine Arbeitsanweisungen, machst eventuell Hilfsangebote, übernimmst die Verantwortung, die deine ist, und lässt die Probleme bei dem Anderen, die seine Probleme sind.
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26.11.2016, 07:34
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Egal wieviel ich esse, es ist immer Platz für Nachtisch.
Nachtisch geht nicht in den Magen, Nachtisch geht direkt ins Herz.
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26.11.2016, 08:30Inaktiver User
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26.11.2016, 08:43Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Menschsein IST persönlich und privat, mit allen Facetten. Das gestaltet sich natürlich schwierig, wenn man primär zu ganz erheblichen Aspekten des eigenen Seins keinen Zugang oder diese unangenehm findet, weil sie Hilflosigkeit hervor rufen, wenn sie nicht über die intellektuelle Schiene angepackt und gesteuert werden können.
Letztlich geht es darum, eine wertschätzende Haltung zu entwickeln - und zwar zu sich selbst UND anderen.
Meinem Empfinden nach suchst Du zu stark nach Erklärungen und Antworten im Außen, während es Dir tatsächlich helfen könnte, Dich Deinem eigenen Inneren zuzuwenden, vielleicht für den Anfang mit so etwas wie freundlicher Neugierde.
Ein gutes Coaching wird Dich im Kontext Führung auf exakt diese Aspekte stoßen, denn Führung basiert auf sozialer Wahrnehmung und einem sensiblen Beziehungsverhalten. Essentiell dabei sind die Aspekte Eigen-, und Fremdwahrnehmung, und intellektuell-sachlich lässt sich das nur sehr bedingt erschliessen. Gute Führung lässt sich nicht aus Programmen, Methoden oder Modellen entwickeln, und entsteht nicht aus Zieldefinitionen, die man abarbeiten kann.
Da gibt es nichts, vor dem ein anderer Mensch Respekt haben müsste, denn es geht um natürliche Prozesse, um Neugier und Freude. In mir gibt es viele Interessen und Facetten, und das Schöne ist, dass sich immer wieder neue Verbindungen zwischen all den Wissens/Interessensinseln bilden, Synergien entstehen - und daraus unendlich neue Fragen, die mich anregen, weiter zu forschen.
Das ist ein kreativer, stimulierender, sich selbst befruchtender Prozess, der vermutlich erst mit dem Tod aufhört. Je größer meine innere Landkarte wird, desto größer letztlich auch das Universum, in dem sie sich ausbreiten kann. Bei all dem, was ich weiss, weiss ich auch, dass ich angesichts dessen, was es zu wissen und zu erforschen gäbe, quasi nichts weiss. Das frustriert mich aber nicht, denn ich habe nicht das Bedürfnis, ein Thema abzuhaken. Ich weiss, dass das illusorisch ist, denn auch Wissen ist immer Prozess. Was heute gilt, kann, darf und sollte sogar morgen in Frage gestellt, unter einem neuen Blickwinkel untersucht werden, und kann daher übermorgen obsolet sein.
Das kann mich nur dann stressen, unter Druck setzen und ermüden, wenn ich versäume, Lernen als organischen Prozess zu betrachten, in dem ich es mir gemütlich machen kann und darf.
Treibstoff für mich ist wiederum NEUGIER, die Freude am Erkunden - und damit letztlich die Freude am Sein im Hier und Jetzt. Da bin ich, da mache ich mich breit, mit all meinen Sinnen. Das ist nicht knochentrocken und mühsam, und wenn es so erscheint, suche ich mir einen vergnüglichen Packan. Es gibt immer einen.
Eine Grundvoraussetzung ist dafür aber wieder das SPÜREN - und zwar primär die Selbstwahrnehmung, aus der sich Verantwortungsgefühl ableitet. Dazu gehören insbesondere auch Grenzen - wie aber willst Du Grenzen wahrnehmen, wenn das, was Dich ausmacht - Empfindungen - eher einem blinden Fleck ähnelt?
Daran hätte ich vermutlich keine Freude, und dann auch wenig Motivation, denn:Also ich muss ganz klar sagen: ich kann das nicht. Ich nehme mir schon oft Sachen von der Arbeit mit nach Hause, die ich in Ruhe noch mal nachlesen muss ("nachsitzen", sozusagen
), aber daneben habe ich kaum Kapazität für was anderes, da ist der Speicher einfach voll. Was ja nicht heißt, dass die Job-Sachen "uninteressante" Sachen sind. Nur dienen sie eben nicht dem ausschließlichen Zweck der Wissensvermehrung, sondern dem besseren Lösen von Aufgaben bzw. der Erhöhung der Kundenzufriedenheit.
Arbeit ist Arbeit, Privatleben ist privat. In meiner Freizeit erarbeite ich mir nur das, worauf ich gerade Lust habe. Ich profitiere davon IMMER auch im beruflichen Kontext, denn ich ermögliche mir gerade über diese Abgegrenztheit einen großzügigen Blick über den Tellerrand. Ich mag meine Ressourcen, aber mir ist bewusst, dass es meiner Verantwortung unterliegt, sie zu schützen, damit sie weiterhin sprudeln können.
Neugier hat eine ganz andere Qualität als das Abarbeiten von to do´s und Listen. Sie ist unangestrengt, spielerisch, fröhlich, vergnüglich. Sie denkt nicht gleich an den ganz großen Wurf, sondern erfreut sich am Prozess, an Leichtigkeit, wie Karibik-Insel-Hopping bei leichter Brise. Ehe ich mich versehe, habe ich Feuer gefangen, und dann wird sie zum Selbstläufer. Die Magie steckt im Tun, nicht in der Fixierung auf ein Ziel.
Das funktioniert aber vermutlich nicht, wenn der emotionale Zugang verstopft und verkopft ist, und ein Mensch wenig Zugang zu seinen inneren Welten hat.
Unser Gehirn liebt die Freude. Mit Pflicht, Schmerz und Zwang hat es dagegen wenig am Hut.Geändert von Inaktiver User (26.11.2016 um 08:51 Uhr)
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26.11.2016, 08:45



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