[QUOTE=Inaktiver User;28754711]
Das wäre dann Studium #4 ... irgendwann passen die Titel nicht mehr an die Wand oder auf eine Visitenkarte
Na, da geht es ja nicht um Leistung oder einen Titel, sondern um den Spass an der Freud.
Das muss nicht mit dem Beruf zusammenhängen, irgendein Hobby eben genauer erforschen....
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22.11.2016, 15:43
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
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22.11.2016, 15:56Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Ich glaube eher, dass man die eigenen Impulse dann nicht mehr deutlich wahrnimmt. Das, was die anderen wollen und denken, ist "lauter" in einem.
Dennoch hast du Recht: Der Mensch "entscheidet" sich für die starke Selbstkontrolle. Das passierte irgendwann einmal in grauer Vorzeit. Nun ist es ein Automatismus …
Ich rede von dem Prototyp des guten Schülers oder Sohnes, der guten Tochter. Ob es auf die TE zutrifft wissen wir nicht!
Oh! Danke schön!

Ein Foto perfekt auszuleuchten etc. und das Ergebnis hin zu bekommen, das man im Kopf hatte, ist eine Fähigkeit und eine Leistung!
Die Kamera so zu benutzen, dass ein Zustand des Flows und ein Erkenntniszuwachs entsteht, ist lediglich eine andere Herangehensweise, die mir näher ist. Und diese Erfahrung muss man erst einmal machen! Auch das muss/ kann man erlernen/ üben.
Was ist dieses "Was ist das?" Es ist in jedem Fall ein Moment des Kontrollverlustes, ein Sich-Öffnen. Die Bereitschaft, sich berühren zu lassen und etwas zu entdecken, das man nicht erwartet hat.
(Muss das ein Wissenschaftler nicht genauso? Wo ist der Unterschied zum künstlerisch Kreativen?)
Letztens sagte jemand im Radio, zu berühren sei die Aufgabe der Kunst.
Einen Flow kann man auch beim Laufen bekommen!
Kochen und Gartenarbeit sind ebenfalls kreativ und bringen heilsame Versenkung. Von Thi Chi etc. ganz zu schweigen.
Welche Wege die TE einschlägt, sei ihr überlassen! Ich hatte hier im Strang den Eindruck, dass es manchmal weniger darum geht, sie zu unterstützen, als an ihrem Beispiel eine gesellschaftliche Entwicklung abzuhandeln, kann das sein? Ich finde, es sollte um das Erste gehen.
Die gesellschaftliche Tendenz wäre einen eigenen Strang wert und sehr interessant!
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22.11.2016, 21:45Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Oh je, der Strang ist ja von der Länge her ganz schön ausgeufert, sorry
...
Aber auf die letzten Posts muss ich irgendwie doch noch antworten
.
Sagen wir es so: ich habe das gemacht, was für mich funktioniert hat und mich gleichzeitig weitergebracht hat. Mit dem Endergebnis bisher bin ich nicht unzufrieden oder gar unglücklich, und es wäre auch unsinnig, das Erreichte mutwillig zu zerstören, nur, damit "man mal ein Risiko eingegangen ist" oder so etwas.
Aber manchmal fügen sich die Dinge fast von selbst - der Chef hat mir heute einen mehrwöchigen Aufenthalt bei einer Partnerfirma in Hongkong im nächsten Jahr in Aussicht gestellt
. Da hätten wir doch schon ein Ziel, auf das hingearbeitet werden kann, denn ohne "Gegenleistung" gibt es das natürlich nicht
.
Tut mit leid, aber das sehe ich anders
.
Welche Information fehlt denn?
Ja, das ist so. Schlafen vielleicht noch, das finde ich auch gut
.
Nun, wer ist schon Mutter Theresa die Zweite und rettet jeden Tag die Welt - das kann ich von mir jedenfalls nicht behaupten. Der Job ist anspruchsvoll und abwechslungsreich, man muss sich fast wöchentlich in neue Themen einarbeiten. Wir haben einen recht großen Anteil an Berufseinsteigern, und die landen häufig erst mal bei mir im Team, d.h. man kann dann miterleben, wie ein Mitarbeiter verschiedene Entwicklungen durchmacht; manchmal kann man auch ein bisschen "inspirieren", schlimmstenfalls coachen. Das finde ich schon ganz interessant und mache es eigentlich auch gerne. Das hat aber natürlich auch alles seine Schattenseiten (man muss immer "präsent" sein, muss Leistung fordern, aber den Mitarbeiter gleichzeitig motiviert halten etc. etc. .. das ist jetzt ja kein Strang über Führung ,deshalb höre ich hier auf.) Ob das in Summe ein "Gefühl der Sinnhaftigkeit" ergibt - keine Ahnung, aber vermutlich eher ja als nein.
Naja, "Beruf" war es ja nie, da man darin nicht arbeiten konnte (jedenfalls nicht außerhalb der Uni). Und die Trauerphase war eher Wut auf mich selbst, weil ich so blind war und das erst so spät erkannt habe. Lag halt auch am Elternhaus - mir wurde suggeriert, dass jedwedes Studium ganz toll sei. Nur stimmt das leider nicht, die Realität auf dem Arbeitsmarkt sieht anders aus.
Das hatte ich ansatzweise schon erläutert - die Dinge bauten logisch aufeinander auf. Mit Studium # 2 hatte ich das erste Mal breitere Möglichkeiten (hatte also eine "all inclusive-Eintrittskarte" auf den Arbeitsmarkt gelöst, anstatt in einer mikroskopisch kleinen Nische am Rande von Hartz IV zu verharren, wie es mit meinem Erststudium der Fall gewesen wäre); mit Aufbaustudium # 3 konnte ich mich von der Konkurrenz abheben und wurde zum gefragten Spezialisten, d.h. plötzlich kamen die Jobangebote zu mir anstatt anders herum.
Auf was für einer Ebene soll denn sonst diskutiert werden
? Mehr habe ich da leider nicht in petto, tut mir leid
.
Siehe oben. Es gibt Studiengänge in Deutschland, die produzieren Tausende von Absolventen jedes Jahr für ungefähr drei offene Jobs in Deutschland. Der Rest hält sich mühsam mit Gelegenheitsjobs über Wasser oder schult um. Ich habe mich für letztere Variante entschieden, denn ich wollte Vater Staat nicht auf der Tasche liegen.
Naja, das ist jetzt aus dem Kontext gerissen - ich wollte damit sagen, dass es keinen Sinn für mich macht, eine weitere Qualifikation "anzuhäufen", wenn ich schon drei Abschlüsse habe, ohne dass ich konkret weiß, wo ich damit hin will (und da gibt es im Moment auch nichts, wo ich mir denken würde: "ich wollte schon immer mal xy studieren"). Dieser Gedanke überlagert für mich die Frage danach, wie man das noch irgendwie eintakten könnte, wenn man es wollte. Darüber hinaus brauchen die Ziele ja unterschiedlich viel Aufwand; eine Immobilie zu kaufen ist z. B. jetzt nicht so spekatulär aufwändig, man muss halt ein paar Monate samstags durch die Gegend laufen und Objekte anschauen und sich dann mit der Finanzierung auseinander setzen, aber das sind Dinge, die man gut nebenbei unterkriegt. Wenn jetzt das Ziel wäre, noch mal aufzusteigen (z. B. in Richtung eines größeren Teams) wäre das ja ansatzweise zeitneutral, denn die Arbeit verdoppelt sich ja meist nicht (es kommt ggf. ein bisschen was dazu, aber das ist auch machbar).
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22.11.2016, 22:38Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Das verstehe ich, glaube ich zumindest. Und wenn du die beiden Punkte knapp und emotional beantworten würdest? Ist der Traumberuf noch reizvoll und die Leidenschaft dafür fehlt? Ist da noch Trauer? Oder Erleichterung oder was noch für Gefühle gibt?
Und deine jetzige Arbeit: Welcher Satz könnte die Gefühle dafür zusammenfassen?
"Macht meistens Spaß/ Die Arbeit mit dne Menschen macht Spaß, belastet mich aber auch oft"
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22.11.2016, 22:54Inaktiver User
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23.11.2016, 00:11Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Danke für deine Antwort.
Ich hatte am Nachmittag auch die Frage gestellt, in welchen Momenten du Lebendigkeit spürst. Ist das zur Zeit gelegentlich der Fall?
Es gibt leider ja auch Phasen im Leben, wo man das nicht spürt. Kann vorkommen.
(Wann habe ich zuletzt meine Lebendigkeit gespürt? *denk*)
Was berührt dich?
Das passiert mir öfter und ich bin froh drum!
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23.11.2016, 06:34Inaktiver User
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23.11.2016, 06:51Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Buchempfehlung:
Leben im Jetzt von Eckhart Tolle
Und wenn nicht für heute- dann womöglich für eine zukünftige Zeit.
Auch als Hörbuch absolut zu empfehlen.
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23.11.2016, 07:33
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23.11.2016, 07:42
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
neben der Sachebene gäbe es noch:
- die emotionale Ebene - also die Frage "mag ich das oder nicht?"
- die Ebene des Sinnes, also die Frage "weist diese Tätigkeit über mich hinaus, ist es ein wertvoller Dienst, den ich gern leiste, oder nicht?" - die meisten Menschen leiden früher oder später, mehr oder weniger, wenn die Tätigkeit keinen Sinn macht. als Beispiel: die meisten Leute haben kein grundsätzliches Problem damit, ein Loch zu graben, einen Baum zu setzen, das Loch wieder zuzugraben. Weil das sinnvoll ist. Die meisten hätten ein Problem damit, ein Loch aufzugraben und gleich wieder zuzugraben - weil es nicht sinnvoll ist.
Wo Sinn ist, ist keine Leere :-)
gruss, barbara



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, schön gesagt.

