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22.11.2016, 10:41
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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22.11.2016, 11:07
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Ich emfpinde es dagegen als Grenze, nur um drei Uhr nachts in der Goth-Disco oder auf der Fete der Technischen Fakultät auf dem dort weitgehend leeren Tanzboden umherhüpfen zu können wie ein Eichhörnchen nach dem dritten Espresso, und sicher zu sein, nur auf Leute zu treffen (im Wortsinne), die es lustig finden, wenn jemand sie versehentlich über den Haufen kugelt. Ich hätte gerne weniger Grenzen und wäre weniger angewiesen auf die amüsierte Toleranz meiner Mitmenschen.
Ebenso, wie ich es als Grenze empfinde, nur mit 80jährigen homophon Volkslieder singen zu können, was dem musikalischen Niveau entspricht, das ich mit acht Jahren hatte, nur, weil ich für einen Chor, der das singt, was mich interessiert, nicht gut genug tanzen kann.
Ebenso, wie ich es als Grenze empfinde, nur in Mittelgebirgen wandern zu können, die an Technik und Kondition keine Herausforderung darstellen, da ich in alpinen Regionen Höhenangst habe.
Das hat mMn nichts mit "Gruppenmensch" oder "Ehrgeiz" zu tun. Es gibt Sachen, die mir Spaß machen, die ich nicht tun kann, weil ich andere Sachen nicht kann. Ich muß die anderen Sachen also lernen, oder auf Spaß verzichten, oder die Situation ändern.
Kara scheint mir in einer nahezu entgegengesetzten Situation gefangen zu sein: Sie schafft alle Hürden, die zwischen einer mäßig begabten Person und "tun können, was Spaß macht" stehen, aber sie hat nur Spaß daran, eine Hürde zu überwinden, findet aber hinter der Hürde anscheined nichts von Interesse. Das ist für mich ziemlich fremdartig.
Und dich, verstehe ich das richtig, stören die Hürden nicht, weil du ebenfalls hinter ihnen nichts von Interesse findest?
Wird da deinem Eindruck nach mitgeteilt, Perfektion sei erreichbar? (Oder, um die Latte tiefer zu legen, dauerhaft erreichbar -- nicht nur für einen gefühlten Moment?)
Die Vorstellung erscheint mir bestenfalls absurd.
Ich verstehe auch nicht ganz, was du mit "Es geht nicht um besser oder schlechter" meinst. Man kann sich natürlich nicht darum scheren, aber man fühlt doch (oder nicht?) ob etwas funktioniert. Ob man z.B. mit der Musik in Einklang ist oder in einen Haufen Stühle fällt. Ob man die Bergwelt genießt oder panisch die Flucht ergreift. Ob der Akkord der gewünschte E7/9 ist oder nicht. Und "besser" oder "schlechter" passiert (normalerweise passiert "besser", das war mein Punkt -- es müssen schon außergewöhnliche Umstände zusammenkommen um das zu vermeiden), ob es einem darum geht oder nicht.Geändert von wildwusel (22.11.2016 um 11:53 Uhr)
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22.11.2016, 11:15Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Ich gebe zu, dass ich nur die ersten Seiten gelesen habe, finde das Thema aber sehr spannend, u.a. weil ich nicht sagen kann, ich hatte mit 40 all meine Lebensziele erreicht.
Da hat mal jemand ein ganz anderes Problem als ich und die Leute, die ich kenne (das mag auch am Beruf liegen).
Mein erster Gedanke war, da hat mal jemand alles richtig gemacht. So wie es sich die meisten Eltern wünschen. Meine hätten es sich so gewünscht (gut, drei wohlerzogene, fleißige Kinder hätten auch noch dazugehört). Darum überraschte es mich, dass viele hier von großer Ich-Bezogenheit schrieben. Das sei das Problem. Ist der brave, gute Schüler egoistisch oder ich-bezogen? Stellt er nicht vielmehr seine eigenen Impulse zurück und ist sehr kontrolliert?
Wo und wann stellt sich das Gefühl von Lebendigkeit ein?
Liebe TE, mich würde interessieren, ob der Beruf wirklich eine erfüllende Arbeit ist. Eine Tätigkeit, die mit dem Gefühl der Sinnhaftigkeit erlebt wird. Falls das schon mal thematisiert wurde, bitte ich um Entschuldigung.
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22.11.2016, 11:33Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Mir hat letztens jemand erzählt, dass die meisten Menschen an ihrem Lebensende sagen, das, was sie mit Freude alt werden ließ, war die Neugierde. Immer wieder Neugierde für etwas entwickeln zu können.
Ich kann mir das gut vorstellen, dass ein Foto bereits fertig im Kopf komponiert ist und nur noch umgesetzt zu werden braucht. Man kann einen Fotoapparat aber auch als Mittel nutzen, um etwas zu untersuchen. Sich einem Gegenstand (einer Landschaft, einem Menschen) mit der Fragestellung nähern: "Was ist das?"
Es ist toll, dass du mit deinem zweiten Studium samt Fortbildung glücklich bist und es die richtige Entscheidung für dich war! Dennoch kann es sein, dass das Loslassen des Herzens-Berufes emotional noch etwas erfordert. Zum Beispiel Trauer. Oder die Würdigung dessen, was man mal so leidenschaftlich betrieben hat. Wie immer die auch aussehen mag.
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22.11.2016, 11:34
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Es ist für mich eher unverständlich, dass sich das eine und das andere ausschließen sollen. Das Tanzbeispiel ist verständlich.
Also ich tanze auch gern aus Spaß an der Freude, einfach so. Wenn ich Zeit hätte würde ich aber z.B. auch gern mal Lindy Hop
ausprobieren und dann vielleicht sogar ein wenig sportlicher drangehen. Das Beides sind aber unterschiedliche Sachen, die sich gegenseitig nicht ausschließen, nur eben situationsbedingt zu unterschiedlichen Anlässen ablaufen.
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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22.11.2016, 11:42
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Dazu nochmal. Es gibt in Deutschland Menschen, die mit weniger als einem Studium überleben und gegebenenfalls auch noch Kinder großziehen. Warum also noch ein Dritter Abschluss (wenn du schon den Ersten nicht für vollwertig hältst)?
Extremes Sicherheitsempfinden?
Ich frage mich bei deinem Schreibstil: willst du nicht anders mit uns diskutieren oder kannst du es nicht? Mir scheint, du diskutierst und denkst (?) immer nur auf der Sachebene, da fehlt tatsächlich etwas aus meiner Sicht, vorausgesetzt, du nimmst uns hier überhaupt ernst.Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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22.11.2016, 11:54Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Also, das finde ich jetzt einigermaßen schräg. Selbst, wenn sie 5 Studiengänge abgeschlossen hätte - was hat das mit ihrem jetzigen Problem zu tun? Man kann tatsächlich viele Dinge aus sehr unterschiedlichen Beweggründen machen, die gar keine Rückschlüsse darauf zulassen, warum man JETZT ein Problem XY hat.
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22.11.2016, 12:01
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
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Es wird Zeit für eine neue Signatur
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22.11.2016, 12:03
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22.11.2016, 12:04
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Sie hatte ja immerhin in diesem Post geschrieben, es sei zielorientiert gewesen "um nicht zu verhungern". Das fand ich wiederum schräg. Man verhungert auch mit einer normalen Ausbildung nicht oder eben nur einem Studium. Es war ja eben nicht aus Spaß.
Mit ihrem jetzigen Problem hat das doch sicher alles irgendwie zu tun? Man könnte zumindest versuchen, Sachen in Beziehung zu setzen und nach Gründen dafür suchen, warum man jetzt genau an diesem Punkt steht und unzufrieden ist.Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)



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