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12.08.2021, 22:03Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
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12.08.2021, 22:06Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Das steht aber nicht im Widerspruch. Ich bezog das Thema überwiegend auf den Aspekt "familiäre Bindungen/enge Freundschaften". Die halte ich in dieser Ausprägung grundsätzlich für verzichtbar, bzw. es lebt sich eben leichter, wenn man sich nicht so an einzelne Menschen bindet.
Ein gewisses Maß an menschlicher Interaktion ist aber ein angenehmes Grundrauschen. Darüber hinaus reagiere ich allergisch darauf, wenn Dinge "verboten" werden. Ob ich das Verbotene dann selbst tun wollen würde oder nicht, ist zweitrangig.
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12.08.2021, 22:24Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Doch, doch, das geht. Könnte man auch "Geradlinigkeit" nennen.
Der Unterschied zwischen Ziel und Beschäftigung ist: Bei einem Ziel weist du, wann du es erreicht hast. Eine Beschäftigung ist irgendwie so ongoing. Beispiel: "Fotografieren lernen" ist eine Beschäftigung, denn es ist unklar, wann du es denn "kannst". Eine Auszeichnung als "Bild des Monats" bei National Geographic zu erreichen, ist dagegen ein Ziel - es ist klar, wann die Zielerreichung eingetreten ist, und es ist auch nicht völlig unrealistisch (man kann ja jeden Monat Bilder einreichen).
Warum der Renteneintritt für mich positiv besetzt ist, habe ich schon ein paarmal erklärt - es ist was, auf das man sich freuen kann. Wenn das eingetreten ist, muss man nicht mehr früh aufstehen und kann den Tag einfach so gestalten, wie man will. Und man hat alle Zeit der Welt, die Ziele zu verwirklichen, die man vielleicht noch hat, und regelmäßige Einkünfte, für die man nichts tun muss. Wenn man nicht arbeiten muss, trainiert es sich zB viel leichter für einen Volldistanz-Triathlon.
Zeithoheit ist ein hohes Gut. Jetzt kommt bestimmt das Argument "Warum arbeitest du dann nicht Teilzeit". Das kann ich nur sagen, dass ich so ein "ganz oder gar nicht"-Mensch bin. Ich habe im Moment rechnerisch gut 15 Stunden weniger die Woche als in meinem alten Job (einfach, weil man da nicht mehr arbeiten "darf", was ich ein völlig schräges Konzept finde), aber die sind aufgrund äußerer Umstände so verteilt, dass ich jetzt nicht so wahnsinnig davon profitiere - eine Stunde hier, eine Stunde da, die frisst die Deutsche Bahn dann auch gern mal auf zwischendurch. Dh die "Teilzeit", die ich im Vergleich zu vorher jetzt habe, bringt eigentlich nichts.
Ein Bekannter von mir ist ein gefragter Interims-Manager in einer sehr speziellen Branche; er hat das Modell, dass er immer ein halbes Jahr zwölf Stunden am Tag am Ende der Welt arbeitet, abends im Hotel schläft und dann ein halbes Jahr frei hat zwischen zwei Mandaten (im Schnitt jedenfalls). Das würde mir auch eher entgegen kommen, hat sich aber so nicht ergeben bei dem, was ich bisher gemacht habe.
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12.08.2021, 22:30Inaktiver User
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
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13.08.2021, 09:12
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Ich fasse zusammen: Keine Ziele, keine Beschäftigungen, keine Freundschaften, kein Für-andere-da-sein, kein Erfreuen an kleinen Dingen, kein Ausprobieren anderer Möglichkeiten, warten auf die Rente.
Das klingt nach einem sehr, sehr leeren Leben.
Ich kann eigentlich nicht glauben, dass es so ist.Wir werden weitermachen!
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13.08.2021, 10:00Inaktiver User
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13.08.2021, 11:23
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Nichts ist "eh da" . Das halte ich für einen ganz großen Irrtum.
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13.08.2021, 11:30
AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?
Puh - ich habe das Bild eines Roboters vor Augen...
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13.08.2021, 11:49Inaktiver User
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13.08.2021, 11:49



. Meine Umwelt ist eher so ein eh-da-Posten. Ja, irgendwann wird sie nicht mehr da sein, aber dann bin ich ja auch nicht mehr da.
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Lustiger Gedanke eigentlich - das nächste Mal bei diesen unsäglichen Networking-Runden im Start-Up-Bootcamp darauf bestehen, dass ich gesiezt werden will.
Das merke ich mir mal.

