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  1. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Frauenliebhaber Beitrag anzeigen
    @lufti und @kara_trace, es ist so schade, dass ihr euch nicht an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen könnt.
    Das ist ein Gedanke, der mir wirklich völlig fremd ist . Meine Umwelt ist eher so ein eh-da-Posten. Ja, irgendwann wird sie nicht mehr da sein, aber dann bin ich ja auch nicht mehr da.

  2. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von roderic Beitrag anzeigen
    hervorgehoben von mir

    Schreibt die Frau, die sich seit - wie lange? - in einem sozialen Medium darüber beklagt, dass der für sie interessante Teil des gesellschaftlichen Lebens nicht stattfindet.
    Das steht aber nicht im Widerspruch. Ich bezog das Thema überwiegend auf den Aspekt "familiäre Bindungen/enge Freundschaften". Die halte ich in dieser Ausprägung grundsätzlich für verzichtbar, bzw. es lebt sich eben leichter, wenn man sich nicht so an einzelne Menschen bindet.

    Ein gewisses Maß an menschlicher Interaktion ist aber ein angenehmes Grundrauschen. Darüber hinaus reagiere ich allergisch darauf, wenn Dinge "verboten" werden. Ob ich das Verbotene dann selbst tun wollen würde oder nicht, ist zweitrangig.

  3. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht, dass irgendjemand so eindimensional ist, wie du es von dir sagst (sowohl, was Inhalte als auch was Herangehensweise angeht).

    Doch, doch, das geht. Könnte man auch "Geradlinigkeit" nennen.

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen

    Im übrigen würde mich noch deine Antwort auf meine Frage in Die "bucket list" ist leer - und nun? interessieren.
    Der Unterschied zwischen Ziel und Beschäftigung ist: Bei einem Ziel weist du, wann du es erreicht hast. Eine Beschäftigung ist irgendwie so ongoing. Beispiel: "Fotografieren lernen" ist eine Beschäftigung, denn es ist unklar, wann du es denn "kannst". Eine Auszeichnung als "Bild des Monats" bei National Geographic zu erreichen, ist dagegen ein Ziel - es ist klar, wann die Zielerreichung eingetreten ist, und es ist auch nicht völlig unrealistisch (man kann ja jeden Monat Bilder einreichen).


    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen

    Das hier fände ich auch noch interessant zu wissen:



    (aus: Die "bucket list" ist leer - und nun?)
    Warum der Renteneintritt für mich positiv besetzt ist, habe ich schon ein paarmal erklärt - es ist was, auf das man sich freuen kann. Wenn das eingetreten ist, muss man nicht mehr früh aufstehen und kann den Tag einfach so gestalten, wie man will. Und man hat alle Zeit der Welt, die Ziele zu verwirklichen, die man vielleicht noch hat, und regelmäßige Einkünfte, für die man nichts tun muss. Wenn man nicht arbeiten muss, trainiert es sich zB viel leichter für einen Volldistanz-Triathlon. Zeithoheit ist ein hohes Gut. Jetzt kommt bestimmt das Argument "Warum arbeitest du dann nicht Teilzeit". Das kann ich nur sagen, dass ich so ein "ganz oder gar nicht"-Mensch bin. Ich habe im Moment rechnerisch gut 15 Stunden weniger die Woche als in meinem alten Job (einfach, weil man da nicht mehr arbeiten "darf", was ich ein völlig schräges Konzept finde), aber die sind aufgrund äußerer Umstände so verteilt, dass ich jetzt nicht so wahnsinnig davon profitiere - eine Stunde hier, eine Stunde da, die frisst die Deutsche Bahn dann auch gern mal auf zwischendurch. Dh die "Teilzeit", die ich im Vergleich zu vorher jetzt habe, bringt eigentlich nichts.

    Ein Bekannter von mir ist ein gefragter Interims-Manager in einer sehr speziellen Branche; er hat das Modell, dass er immer ein halbes Jahr zwölf Stunden am Tag am Ende der Welt arbeitet, abends im Hotel schläft und dann ein halbes Jahr frei hat zwischen zwei Mandaten (im Schnitt jedenfalls). Das würde mir auch eher entgegen kommen, hat sich aber so nicht ergeben bei dem, was ich bisher gemacht habe.

  4. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch das kann ich 1:1 nachvollziehen. Bei mir ist es in solchen Situationen dann allerdings so, dass es mir Spaß macht, da einen Kontrapunkt zu setzen. Ich war ein Spätentwickler, d.h. das "ich bin zu alt für diesen Sch..." begleitet mich schon sehr lange. Mittlerweile setze ich mich und meine Art bewusst "gegen" die Leute, die "termingerecht" da sind, wo ich auch bin, d.h. 10-20 Jahre jünger. "Gegen" in Anführungszeichen, weil ich natürlich in Wirklichkeit mit ihnen arbeite - die im Hoodie, und ich im casual business-Look.
    Und die Tatsache, dass ich 10-20 Jahre älter bin, war mir immer eher ein Ansporn als eine Bremse.
    Lustiger Gedanke eigentlich - das nächste Mal bei diesen unsäglichen Networking-Runden im Start-Up-Bootcamp darauf bestehen, dass ich gesiezt werden will. Das merke ich mir mal.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Jemanden mit dieser Denke kenne ich auch aus meinem engsten Umfeld.
    Der hatte zwar keine "bucket list", hat aber trotzdem eine Unmenge Erfahrungen in seine jungen Jahre gesteckt und stand dann auch relativ früh da und hatte seine (nicht vorhandene) bucket list voll, d.h. jede Menge Erfolge erzielt.
    Der hat sich dann entspannt zurückgelehnt und lässt den Rest des Lebens einfach auf sich zukommen, ist neugierig auf dieses und jenes, was ihm gerade so über den Weg läuft, beschäftigt sich damit oder auch nicht.
    Was Sozialkontakte angeht, hält er sie nicht prinzipiell für verzichtbar und "irgendwann sind sie sowieso weg", weiß aber, dass er sie nicht zum Überleben braucht.

    Wenn ich dich und ihn gedanklich mal so vergleiche, frage ich mich, wieso er "loslassen" konnte und du nicht.
    Ich glaub, ich frag ihn dieser Tage mal, wie das mit dem Loslassen kam.
    Das würde mich auch interessieren

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    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Ich fasse zusammen: Keine Ziele, keine Beschäftigungen, keine Freundschaften, kein Für-andere-da-sein, kein Erfreuen an kleinen Dingen, kein Ausprobieren anderer Möglichkeiten, warten auf die Rente.

    Das klingt nach einem sehr, sehr leeren Leben.

    Ich kann eigentlich nicht glauben, dass es so ist.
    Wir werden weitermachen!

  6. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ist eher so ein eh-da-Posten.

    Die Wertigkeit dieser "eh-da-Posten" wird erst erkannt, wenn sie mal nicht mehr da sind.

    Dann bemerkt man plötzlich, dass der Verlust viel höher ist , als man mal dachte.

  7. User Info Menu

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Nichts ist "eh da" . Das halte ich für einen ganz großen Irrtum.

  8. User Info Menu

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Puh - ich habe das Bild eines Roboters vor Augen...

  9. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist ein Gedanke, der mir wirklich völlig fremd ist . Meine Umwelt ist eher so ein eh-da-Posten. Ja, irgendwann wird sie nicht mehr da sein, aber dann bin ich ja auch nicht mehr da.
    Das finde ich so traurig. Dass einem die eigene Umwelt so egal ist.

    Wenn mir so langweilig in meinem Leben wäre, würde ich mich fragen, ob ich nicht einen Gang runter geschaltet, und Alles etwas langsamer gemacht hätte.

  10. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Allstar Beitrag anzeigen
    Puh - ich habe das Bild eines Roboters vor Augen...
    Ich allerdings auch.

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