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  1. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Borghild Beitrag anzeigen
    Das ist auch etwas anderes.
    Als Arbeitnehmer "verkaufe" ich meine Arbeitskraft. Als Unternehmer beute ich mich teilweise selbst aus und trage das unternehmerische Risiko.

  2. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist halt so und das dadurch ein Unterschied zu Menschen ist, die in der Familie groß geworden sind, ist nicht von der Hand zu weisen.
    Weiter vorne gab es das Beispiel der dreibeinigen Katze. Ich dachte, ich hätte dir anhand dieses Beispiels was geschrieben, aber scheinbar hab ich den Post doch nicht abgeschickt oder das www hat ihn verschluckt - wie auch immer, ich finde jedenfalls keinen solchen Post von mir.
    Was u.a. da drin stand: Dreibeinige Katzen nehmen vielleicht schon wahr, dass sie drei Beine haben und andere Katzen vier. Aber es interessiert sie nicht so wirklich, sie tun trotzdem, was Katzen eben so tun. Eine dreibeinige Katze definiert sich als "Katze", nicht als "dreibeinige Katze im Gegensatz zu den vierbeinigen Katzen".

    Ich hadere damit aber nicht. Im Gegenteil, für mich war es besser als wenn ich bei der Familie gewesen wäre.
    Kannst du mMn nicht so wirklich wissen. Vielleicht hättest du genausoviel Resilienz entwickelt und wärst jetzt am genau gleichen Punkt.
    Was wäre aus mir geworden, wenn ich außerhalb meiner dysfunktionalen Herkunftsfamilie aufgewachsen wäre? Keine Ahnung.

    Um sich und eigene Verhaltensweisen zu verstehen, muss man oft weit hinten ansetzen und neu analysieren.

    Ich bin sogar sehr stolz auf mich, trotz schwierigen Start Bedingungen, da zu sein wo ich bin.
    Mh. Hab ich anders gemacht. Ich habe meinem Shrink damals gesagt, dass mir die Ursachen für mein verqueres Denken und Verhalten piepegal sind. Ich wollte keine Zeit mehr mit meiner Vergangenheit verschwenden, ich hatte mir selbst schon genug Gegenwart gestohlen. Ich wollte endlich leben und von ihm nur das Handwerkszeug, wie das gelingen kann. Hab ich bekommen.
    Das mit dem Stolz, das hatte ich aber ähnlich. Ich wollte beweisen, dass man auch mit psychischer Störung voll belastbar sein kann. Hab ich geschafft, war ich stolz drauf und dann hab ich mich um andere Sachen gekümmert. Been there, done that.


    Im normalen Alltag erwähne ich meine Kindheit auch nicht wie hier. Ich habe das hier nur mehrmals geschrieben um verständlich zu machen wo ich her komme und das dies eine Rolle spielen könnte ;)
    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es meistens ziemlich müßig ist, zu schreiben, wo ich herkomme. Wirklich verstehen können es die meisten nicht, und wirklich wichtig ist, wie ich jetzt bin und wie mich andere jetzt erleben.
    Und wenn ab und zu mal die "dunkle Seite" rausschaut, sag ich eben an der Stelle, dass das mit meiner Vergangenheit zu tun hat bzw. dass ich eben soundso diagnostiziert bin. Und dann ist auch wieder gut damit.

    Wenn du nie eine feste bezugsperson hattest, keinen Rückhalt und grundsätzlich fremdbestimmt aufgewachsen bist....

    Dann ist mein Bedürfnis nach eigenbestimmung, Unabhängigkeit und Kontrolle sehr logisch.

    Auch das getrieben sein und aktiv zu bleiben um diesen Zustand aufrecht zu erhalten - ergibt für mich Sinn.

    In wie weit es möglich ist, daß zu ändern?

    Das werde ich sehen.
    Die Art des Aufwachsens und das Bedürfnis nach Eigenbestimmung, Unabhängigkeit und Kontrolle hab ich genauso. Ich hab es allerdings nie so leistungsorientiert ausgelebt wie du.
    Für mich kann ich sagen, ja, man kann das ändern/kanalisieren/in die Richtung lenken, in der man es gerne hätte.

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    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Als Arbeitnehmer "verkaufe" ich meine Arbeitskraft. Als Unternehmer beute ich mich teilweise selbst aus und trage das unternehmerische Risiko.
    Ok, ich hatte das auf das Konsumieren von Freundschaften bezogen.

  4. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    .
    Die Art des Aufwachsens und das Bedürfnis nach Eigenbestimmung, Unabhängigkeit und Kontrolle hab ich genauso. Ich hab es allerdings nie so leistungsorientiert ausgelebt wie du.
    Für mich kann ich sagen, ja, man kann das ändern/kanalisieren/in die Richtung lenken, in der man es hätte.
    Eben, jeder Mensch ist individuell. Setze 2 Menschen in die gleiche Ausgangslage und sie werden trotzdem nicht identisch reagieren..

    Ich habe teilweise Jahre dazwischen wo meine Vergangenheit keinen Gedanken bekommt.

    Aber wenn ich vor einem inneren "Loch" stehe muss ich halt wieder ran um neu zu verstehen?

    Ich sehe mich auch nicht als 3 beinige Katze sondern als Katze.

    Das mir ein Bein fehlt wird halt nur kurzzeitig bewusst wenn ich ein viertes Bein brauche/benutzen möchte und nicht da ist ;)

    Zum größten Teil der Lebenszeit fällt es nicht auf das ein Bein fehlt - man kompensiert es.

    Wie es eine Katze halt auch macht. Aber wenn die Katze nur 4 Schuhe geschenkt kriegt wird sie ziemlich dumm schauen wo sie den vierten anbringen soll

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    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Borghild Beitrag anzeigen
    Ok, ich hatte das auf das Konsumieren von Freundschaften bezogen.
    Ich auch. Wer sich nicht an andere Menschen bindet und private, persönliche Kontakte wie Geschäftskontakte sieht und andere Menschen danach beurteilt, inwieweit sie einem einen Mehrwert bringen, der leidet unter der Abwesenheit sozialer Kontakte, z.B. in Corona-Zeiten, zwar auch, aber eben anders.
    Geändert von Mediterraneee (12.08.2021 um 11:24 Uhr)
    Wir werden weitermachen!

  6. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe teilweise Jahre dazwischen wo meine Vergangenheit keinen Gedanken bekommt.

    Aber wenn ich vor einem inneren "Loch" stehe muss ich halt wieder ran um neu zu verstehen?
    Ja, vielleicht musst du das ... Ich muss das nicht, ich plumpse eher in so innere Löcher rein und kümmere mich dann darum, wie ich wieder rauskomme. Wie das Loch dahingekommen ist, ist mir egal. Ich weiß, dass auf meinem Lebensweg ab und an so Löcher auftauchen, also trifft mich das Reinfallen nicht so ganz unvorbereitet und ich hab Werkzeug dabei, das mir das Rausklettern möglich macht. ^^
    Sofern ich vor dem Loch bremsen kann, ohne reinzuplumpsen, geh ich halt drumrum und denk mir höchstens "ach, mal wieder ein Loch. Besser Abstand halten, nicht dass der Rand bröselig ist und ich doch noch reinfalle."

    Ich hab heute früh mal über dieses Phänomen "ich weiß nicht was ich jetzt machen soll" nachgedacht und warum mir das so fremd ist.
    Ich hab dann festgestellt, dass ich super neugierig bin. Irgendwer in meinem Umfeld sagt/tut was und ich recheriere dazu oder probiere es selber aus. Auf die Art hab ich über die Jahre jede Menge Input gesammelt, manches behalten, manches sein gelassen.

    Aber wenn die Katze nur 4 Schuhe geschenkt kriegt wird sie ziemlich dumm schauen wo sie den vierten anbringen soll
    Hehe. Die Katzen, die ich kenne, ziehen drei Schuhe an, schubsen den vierten mit der Pfote ein Stück weg oder kauen ein bisschen darauf herum und lassen ihn dann liegen, damit ihn irgendjemand wegräumt. ^^
    Ich mach das ähnlich - "danke, ich brauch nur drei", nehm die, die ich brauche und lass den vierten einfach liegen, ohne weiter darüber nachzudenken.

  7. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Aber wenn ich vor einem inneren "Loch" stehe muss ich halt wieder ran um neu zu verstehen?
    Glaube ich nicht. Nicht alle „Löcher“ haben was mit der Kindheit zu tun. Manche sind einfach durch den Lauf des Lebens entstanden. Wie man wieder rauskommt und wie schnell oder langsam, also wie die individuelle Resilienz beschaffen ist, da gibt’s u.a. Gründe in der Vergangenheit.

    Ist nicht viel spannender für dich, wie du wieder rauskommst aus deinem Loch?

    Du liest dich für mich immer reflektiert, ausgeglichen und sortiert. Manche Dämonen muss man nicht immer wieder aus dem Keller ans Tageslicht zerren, bloß weil mal eine Wolke den Himmel verfinstert. Manche Dämonen, gerade die, mit denen man sich ausgesöhnt hat und die brav angekettet im Keller hausen und nur ab und zu ein leises Knurren von sich geben, damit man sie nicht vergisst, die brauchen keine ständige Beachtung.

    Lass deine Dämonen im Keller und schau lieber den Wetterbericht an, wie lange Wolken vorhergesagt sind oder ob es nicht Gegenden gibt, wo sogar die Sonne scheint. Und dann kauf dir ein Segelflugzeug und erinnere dich daran, wie sich der „Flow“, das schwerelose Gleiten, die Freiheit, das pralle Leben anfühlt.

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    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Als Arbeitnehmer "verkaufe" ich meine Arbeitskraft. Als Unternehmer beute ich mich teilweise selbst aus und trage das unternehmerische Risiko.
    unternehmer, die nur sich selbst ausbeuten, erwirtschaften keinen gewinn. zumindest nicht in einer gewissen größenordnung.
    schon jäger und sammler konnten nur in einer gewissen größenordnung sinnvoll vorräte anlegen.
    auch wenn sich die dimensionen geändert haben, bleibt das prinzip das gleiche.

    man kann der erde nicht mehr ent-ringen, als vorhanden bzw. in vertretbarer zeit nachwachsen kann.
    das lässt sich auf x bereiche ausweiten

    energierhaltungsgesetz.

    das kann man heute ja mehr als deutlich sehen, jetzt, wo die zitrone so gut wie ausgepresst ist und die zitronenbäumchen gerodet wurden, um etwas, kurzfristig gewinnbringenderes, drauf anzupflanzen.


    wenn man sein leben so führt, dass man sich leistung, die man selbst erbringen könnte, von anderen kauft (absolut akzeptabel, sage ich mal so als stets vollzeit arbeitende mutter von zwei kindern) muss ich, mMn alle, die mir das ermöglichen, absolut respektvoll behandeln.
    nicht nur tatsächlich sondern bereits gedanklich. das ist mit arroganz, im sinne von sich selbst nach oben abheben, einfach vollkommen unvereinbar.

    dann kann man sich eben nur dienstleistungen erkaufen, aber keine menschlich angenehmen kontakte (@borghild hat mich da, glaube ich, schon richtig verstanden




    was den "gesunden" egoismus angeht:

    ich habe die formulierung vorhin von dem zen-meister übernommen. ohne sie inhaltlich "nachzuschärfen".

    ein gesunder egoismus ist für jeden wichtig. und definiert sich, für mich zumindest, schon mal dadurch, dass er nicht auf kosten anderer gehen darf.
    wer sich, sein leben, seine umwelt einmal längere zeit sehr aufmerksam beobachtet, wird feststellen, dass das eine ständige gratwanderung ist.

    wobei er das aber nur wahrnimmt, wenn er sich und die befriedigung der eigenen bedürfnis nicht für höherwertiger erachtet als die anderer.
    das ist ja dann das problem

    aber im sinne dessen ist es wohl eher egozentrik, was ich unter (ungesundem) egoismus verstehe.

    beim zen geht es aber darum, das ego, völlig wertfrei gesehen, überhaupt mal so weit bei seite zu stellen, dass man um sich herum etwas wahrnimmt.
    nicht um seine ängste, sorgen, probleme, to-do listen zu kreisen, sondern diese für die zeit der übung (erstmal) beiseite zu legen.
    aus sich raus schauen, anstatt in sich rein.

    was aber eben gerade nichts damit zu tun hat, dass man sich selbst nicht wahrnimmt, sondern genau im gegenteil dann erst dazu führt.

    naja, zen halt

    das klatschen hören, das man mit nur einer hand erzeugt (ohne dass die hand auf einem anderen landet)
    Die Gedanken sind frei....

  9. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    . Und dann kauf dir ein Segelflugzeug und erinnere dich daran, wie sich der „Flow“, das schwerelose Gleiten, die Freiheit, das pralle Leben anfühlt.
    Ich habe tatsächlich vor 2 Wochen über wingly einen privat rund Flug gebucht. Einmal Alpen und zurück - ich werde berichten ;)

  10. User Info Menu

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    @lufti und @kara_trace, es ist so schade, dass ihr euch nicht an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen könnt.

    Ich bin da eher bei jaws: Ich würde mir wünschen, dass eine von den niedlich pelzigen Hummeln, die im Moment den Lavendel auf meiner Terrasse abgrasen, mir einmal an der Hand entlang krabbeln würden, ehe sie die nächste Pflanze bestäuben.

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