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    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    .......
    Und was lernt man aus dem Sport? In allererster Linie Disziplin und Stringenz bei der Zielverfolgung. Und: never change a running system. Der versierte Athlet weiß, was für ihn funktioniert (welche Schuhe, welche Gels, welches T-Shirt) und wird in der Regel wenn überhaupt nur an kleinen Teilen was ändern (zB Schuhe mit Carbonsohle anschaffen). Auf Experimente lässt man sich da eher selten ein.

    sorry, aber scheinbar hast du mein beispiel nicht verstanden.
    denn genau das hab ich doch gesagt, wieso klappt der transfer nicht?
    wieso werden die angewendeten sachen nicht auch in anderen bereichen angewendet?

    und bis das running system gefunden wurde, wurde i.a.r. ja auch erstmal rumexperimentiert.
    und, das ist nur meine erfahrung, auch an anderen beobachtet, wer es schafft, diese eigenschaften in einer sache einzubringen, schafft das auch in anderen.
    ich kenne diese eindimensionalität auch nicht von anderen sportlern, da ist keiner je dabei gewesen, der (sportlich) nur genau und immer gleich eine sache machen will.

    das sind doch alles fähigkeiten und eigenschaften, die man grundsätzlich hat und anwenden kann.

    und nicht wie ein anzug mit zauberkräften und alles fällt von einem ab, sobald man den auszieht.
    Geändert von Grissom (10.08.2021 um 17:03 Uhr)
    Die Gedanken sind frei....

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    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Allein beim erinnern daran, packt mich eine Art Sehnsucht.....
    Dann auf zu tanzen und segeln!

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    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    .
    Geändert von roderic (17.11.2021 um 22:03 Uhr)

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    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du läufst aber nicht selbst Wettkämpfe, stimmt‘s? Es ist doch genau die Eindimensionalität, die auch den Charme ausmacht. Am Tag X musst du abliefern, und damit das klappt, musst du sehr stringent einen Plan verfolgen. Dazu gehören im wahrsten Sinne des Wortes Blut (an den Füßen), Schweiß und Tränen (wenn man mal wieder irgendeinen Leistungstest versemmelt hat). Die Freude und der Spaß kommt hinter der Ziellinie, denn erst dann weißt du, dass du‘s geschafft hast. Bis dahin ist es der Kampf „du gegen die Uhr“. Das Gefühl am Ziel ist aber jedes Mal grandios (sofern man den eigenen Erwartungen halbwegs entsprochen hat) ...
    Hallo, Kara_Thrace, du bist, wenn ich das richtig verfolgt habe, so rund um die 40. Bis zum Alter von 48 würde ich mich als (d)einen Seelenverwandten bezeichnen. Alles (frühzeitig) erreicht, so wie bei dir auch ... und dann ist das schöne Kartenhaus auf einmal in sich zusammengebrochen.
    Alles weg, alles futsch. Heute lebe ich ein viel besseres und viel entspannteres Leben und meine (ich nenne sie Löffel-) Liste mit Dingen/Wünschen, die ich in diesem Leben noch tun will/mir erfüllen will, ist prall gefüllt.

    Zu deinen sportlichen Ambitionen: Irgendwann mit Mitte dreißig habe ich beschlossen, dass ich mal einen Marathon laufen möchte. Gesagt, getan, trainiert und durchgezogen in 4:12 h. Als ich mit einem Weizen im warmen Entspannungsbad lag, dachte ich mir, da geht noch mehr. Unter 4:00 h muss drin sein. Habe ich auch durchgezogen. Das Laufen wurde teilweise zu einer Sucht.

    Dann kam mit 48 der obige Knall und ich hatte anderes im Kopf. Das Laufen schrumpfte auf manchmal nur 10 km pro Woche zusammen.

    Irgendwann fand ich ins Laufleben zurück. Jedoch mit einigen kleinen Unterschieden: kein Plan, sondern laufen nach Lust und Laune, keine Uhr, denn nur das Laufen durch die schöne Natur zählt, keine Streckenlängen, weil egal, wie viel Kilometer am Ende der Woche herauskamen.

    Als heute 60-jähriger sehe ich das viel entspannter als früher ... und bin mir ziemlich sicher, dass dieses Gefühl bei dir auch irgendwann kommt. (Eigentlich kommen muss, denn du wirst feststellen, dass sich die Verletzungen häufen und das Auskurieren immer länger dauert).

    Keine Ahnung, ob dir mein Post mal eine andere Perspektive bei der Betrachtung deines Problems bringt.

  5. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Theoretisch ja - praktisch nein.....

    Letzten Endes war es bei mir aber auch irgendwie materiell.
    Zu dem Zeitpunkt war mir klar geworden, dass ich mein Leben ziemlich vor die Wand gefahren hatte. Ich war zwar in der Lage, auf eigenen Füßen zu stehen, aber es gab immer wieder, mh, Interferenzen. Und vieles andere klappte eben auch nicht wirklich.
    Von daher war meine Zielsetzung damals "ein gutes Leben". Was halt für mich mehr beinhaltete als einen Job mit guten Verdienst, eine hübsche Wohnung und ein nettes Auto.
    Ich finde, "ein gutes Leben" ist durchaus auch etwas Anfassbares, Spürbares und damit irgendwie Materielles.
    Aber ich habe auch keine bucket list bzw. wenn doch, dann war das gerade erwähnte der einzige Punkt darauf.
    Ansonsten war es bei mir mit der Liste der zu erreichenden Dinge in dem Moment vorbei, in dem ich zu Hause ausgezogen bin.

  6. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von roderic Beitrag anzeigen

    Sehnsucht kann ein guter Wegweiser sein. (Interessant finde ich noch, dass du die Sehnsucht relativierst: "eine Art Sehnsucht" - gibt es für dich verschiedene Arten von Sehnsucht?)
    Ich war jung und frei... Ganz andere voraussetzungen. Ich musst an niemanden denken und konnte machen was ich wollte.

    Heute ist das einfach anders. Ich habe einen Mann und Kind. Viel Bürokratie und darf mich nicht einfach treiben lassen.



    Das damalige Erlebnis war einmalig. Eine Wiederholung ist möglich aber wird was Komplett anderes sein. Nicht schlechter oder besser..... Einfach anders.

    Deswegen relativiere ich wahrscheinlich.

  7. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von roderic Beitrag anzeigen
    Für mich haben beide Situationen einen Geschmack von Freiheit: Die Seele aus dem Leib tanzen - das entsteht bei mir sofort ein Bild von etwas Schwebendem, das sich von etwas Schwerem löst. (Vielleicht merkt man, dass ich so gar keine Tänzerin bin und romantische Vorstellungen davon habe?)
    Tanzen kann beides sein - leicht und losgelöst genauso wie physisches, sehr penibles Ackern (damit's danach leicht aussieht...).
    Ich finde auch, dass das Interessante an beiden Situationen, die Lufti schildert ist, dass sie beide immateriell sind. Sogar wenn das Segelboot ihres war ^^.

    Ich kann ihre Gefühle übrigens komplett nachvollziehen. Sowas sind für mich Momente, in denen ich 100% bei mir, in mir und im gegenwärtigen Moment bin.
    Was auch genau das ist, was ich für mein Leben will.

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    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    und darf mich nicht einfach treiben lassen.
    Noch nicht mal für vier Wochen? Oder einen Abend pro Woche?

  9. Inaktiver User

    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    darf mich nicht einfach treiben lassen.
    Sagt wer?


    Das erinnert mich an meine Chefin. Die "durfte" das auch eigentlich nicht. Ihr Mann (ebenfalls Chef seiner Firma) genausowenig, beide waren unentbehrlich.
    Dachten zumindest alle.
    Und dann reisten sie vor zwei Jahren in einem Sabbatjahr um die Welt und beide Firmen gibt es noch.

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    AW: Die "bucket list" ist leer - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das erinnert mich an meine Chefin. Die "durfte" das auch eigentlich nicht. Ihr Mann (ebenfalls Chef seiner Firma) genausowenig, beide waren unentbehrlich.
    Dachten zumindest alle.
    Und dann reisten sie vor zwei Jahren in einem Sabbatjahr um die Welt und beide Firmen gibt es noch.
    Und dabei hat Lufti ihre Firma doch verkauft.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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